#‎RIP‬ Boat People – Massenmord im Mittelmeer

rip boatpeopleMassenmord im Mittelmeer

Das Meer riecht nach TOD – es ist unerträglich und alle schauen zu! Wie lange noch? Massenmord im ‪Mittelmeer! Einer EU, die dem Sterben zuschaut, sollte der Friedensnobelpreis entzogen werden!

Erneut sterben bei einer ‎Flüchtlingstragödie bis zu 900 Menschen. Erst letzte Woche waren afrikanische Flüchtlinge vor der Küste Libyens in ‪‎Seenot geraten, weil ihr Schiff kenterte. Die italienische Küstenwache konnte nur 144 der wahrscheinlich mehr als 500 Menschen retten. Die BBC meldetet am Wochenende 77 Tote, die das rettende Ufer nicht erreichten.
In den vergangenen Tagen kamen mehr als 1000 Menschen im Mittelmeer ums Leben.

Das Rettungsprogramm MareNostrum, das Italien nach der Katastrophe von Lampedusa begonnen hatte, ist beendet worden. Die EU weigerte sich, es zu finanzieren und verschwendet aber Millionen Euro für ein Treffen der G7-Außenminister in Lübeck.
Wie viele Boat People (Bootsflüchtlinge) hätten davon gerettet werden können?!

Lesen Sie zum Thema auch unseren Beitrag: Einfach unbegreiflich! Kein Geld für Flüchtlingsrettung

Die Tragödie der Flüchtlinge beginnt schon vor der Flucht

Mindestens 350 000 ‎Bootsflüchtlinge‬ riskierten 2014 eine solche gefährliche Fahrt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Auf dem Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft erreichten viele das Ufer nicht. Unter den Opfern sind viele Kinder. Ihre Eltern hoffen, dass diese nun in einem Land leben werden, wo sie sich sicher vor Krieg, Missbrauch und Gewalt entfalten können. Doch letztlich liegen diese Kinder auf dem Meeresgrund.

Wir sind traurig, denn, wären wir diese Boat People, wie würden wir leiden, wenn wir uns voller Zuversicht auf den Weg in eine sichere Zukunft begäben und letztendlich doch enttäuscht würden. Der Schmerz dieser Menschen muss unermesslich groß sein. Jeder Mensch, der sich mit einem Boot auf den Weg macht, hofft, das Ufer zu erreichen. Ja, der Mensch riskiert Stürme, starke Brandungen, Durst, Hunger und das Leben – in der Hoffnung, das rettende Ufer zu erreichen. So war es schon immer in der Geschichte und so wird es immer bleiben. Es gibt eine Seenotrettung auf dem Meer, sie wurde eigens für Schiffbrüchige ins Leben gerufen.

Sind Boat People keine Schiffbrüchigen?

Derzeit kommen täglich Tausende Boat People vor allem aus Afrika, südlich der Sahara und aus Syrien übers Meer. Es ist an der Zeit, nicht nur zuzuschauen, sondern die Seenotrettung zu erweitern und die Bootsflüchtlinge willkommen zu heißen.

“Über den Wind können wir nicht bestimmen, aber wir können die Segel richten.”

(Die Wikinger)

Lasst uns die Segel für diese Flüchtlinge sein.

Wir trauern mit allen Betroffenen und wünschen den Boat People eine gute Fahrt und eine sichere Ankunft am rettenden Ufer.

Die Netzfrauen

Weiterführende Links zum Thema

Netzfrauen – Flüchtlinge an Spaniens Grenzen

Netzfrauen – Einfach unbegreiflich! Kein Geld für Flüchtlingsrettung

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. die neue völkerwanderung: der ansturm der armen

    europa könnte sofort ausreichend viele fähren übers mittelmeer zu den flüchtlingen senden und diese gefahrlos in einzurichtende flüchtlingslager in verschiedenen eu-ländern bringen (die flüchtlinge wollen für die überfahrt sogar bezahlen). kein flüchtling müsste mehr ertrinken und europa könnte den flüchtlingsstrom kontrollieren. das geschäft der schleuserbanden wäre sofort zu ende.

    die europäischen regierungen, zusammen mit den usa (ttip), vertreten nicht mehr ihre bürger, sondern nur noch die interessen von banken und fast 150 global agierenden konzernen. das angestrebte “wirtschaftswachstum” hat, seit wir die ehemalige soziale marktwirtschaft (wohlstand für alle) verlassen haben, nichts mehr positives. “wachstum” bedeutet heute wachstum der armut und wachstum der hungernden menschen auf unserem globus. diese politik mit unserem gegenwärtigen system sorgt weltweit für aufstände der unterdrückten, bürgerkriege, armut und hungersnot. wir gierigen konsumenten sind aber ebenso die täter, mit unserem konsumverhalten lassen wir all dies zu.

    fragt nicht mehr was eure regierungen gegen all die armut und hungesnot auf unserem globus tun können, fragt euch selbst, was ihr dagegen tun könnt.
    https://campogeno.wordpress.com/2015/04/22/ansturm-der-armen/

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