Zulus gegen Monsanto – Rural farmers take a stand against Monsanto

March

March against Monsanto am 23.5.2015

zur englischen Version Tamlyn Jolly berichtet im Zululand Observer über den Widerstand der Bauern in KwaZulu-Natal gegen die Verwendung von genetisch veränderten Organismen. Der „March against Monsanto“ – am 23. 5. 2015 – findet auch in Afrika immer mehr Anhänger. Erfreulich, nicht wahr? Mehr zu dem weltweiten Protesttag finden Sie nach diesem Beitrag. Hier der übersetzte Bericht.

Der Kampf gegen das internationale Schwergewicht Monsanto, das beabsichtigt, alle Farmer weltweit zum Anbau genetisch modifizierten Getreides zu bewegen, hat jetzt auch KwaZulu-Natal, eine Provinz an der Ostküste Südafrikas, erreicht und verbreitet sich dort durch sämtliche ländliche Gemeinden.

Bauern aus Mtubatuba, Mkhuze, Pongola und Ingwavuma beriefen vor kurzem eine Pressekonferenz ein, um ihre Botschaft an die Öffentlichkeit zu tragen. Aus ihrer Sicht ist es unbedingt notwendig, zu tradioneller Landwirtschaft und Saatgut-Beschaffungsmethoden zurückzukehren.

Sophiwe Dlamini aus Pongola informierte über genveränderte Organismen und den Grad, in dem sich diese bereits in der Ernährung wiederfänden.

 „GVOs haben Eigenschaften, die Krebs verursachen, die Umwelt schädigen und sie sind in unseren wichtigen Grundnahrungsmitteln wie Maisgerichten und Sojabohnen enthalten“, sagt Dlamini. „GVOs werden im Labor hergestellt und sind in keiner Form natürlich.“
Die Bedeutung der traditionellen Saatgut-Beschaffung wurde von Nomphilo Mkhabena aus Ingwavuma ebenso disktuiert wie die Wichtigkeit der lokalen Herstellung von gesunder, natürlicher Nahrung für die Gemeinden.
„GV-Saatgut ist unfruchtbar. Bauern können nur einmal aussähen und müssen anschließend erneut GV-Saatgut von Monsanto kaufen. Und das jedes Jahr”, sagt Mkhabena.
GV-Saatgut ist teuer und treibt die Bauern in die Verschuldung. Traditionell vermehrtes Saatgut ist ein natürliches Produkt, dessen Quelle man kennt – und es kostet den Bauern nichts
Petros Makhanya stellte den Nutzen der ökologischen Landwirtschaft für die Gemeinden vor, insbesondere was die Herstellung eigenen Saatgutes angeht.
„Die Samen, die wir herstellen, sind stark, denn sie werden völlig ohne Chemiebelastung hergestellt. Wir können unzählige gute Ernten erzielen, ohne neues Saatgut kaufen zu müssen“, so Makhanya.
In der biologischen Landwirtschaft gibt es keinerlei Chemie. Natürlich hergestellter Dünger wird für die Wachstumsförderung verwendet und es werden auch keine Pestizide versprüht.

Nthombithini Ndwandwe of Mtubatuba berichtete über den March Against Monsanto, der am 23. Mai auch dieses Jahr wieder weltweit stattfinden wird, und forderte jeden auf mitzugehen, der etwas gegen GVOs und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken unternehmen wolle. „Schluss mit GVOs“ – das ist die Botschaft, die von den teilnehmenden Bauern auch aus Mtubatuba, Mkhuze, Pongola und Ingwavuma transportiert wird. Die Bauern fordern auch alle anderen Gemeindemitglieder auf, sich hier aktiv einzubringen und deutlich Position zu beziehen.

Rural farmers take a stand against Monsanto

Tamlyn Jolly, Zululand Observer
The fight against international heavyweight Monsanto and its intention to get all farmers growing genetically modified (GM) crops has hit northern KZN, its ripple effects spreading throughout rural communities.

Farmers from Mtubatuba, Mkhuze, Pongola and Ingwavuma called a press conference recently to spread their message of the need to return to traditional farming and seed saving methods.
Sophiwe Dlamini of Pongola spoke about genetically modified organisms (GMOs) and the extent to which they appear in our diets.

‘GMOs have cancer causing properties, are harmful to the environment and are present in our staple foods including mielie meal and soya beans,’ said Dlamini. ‘GMOs are produced in a laboratory and are not natural.’
Nomphilo Mkhabena of Ingwavuma discussed the art of seed saving and how important it is in ensuring communities grow and eat healthy, natural foods.
‘GM seeds are infertile, which means a farmer can plant only one crop and is forced to buy more GM seeds from Monsanto every year,’ said Mkhabena.
Apart from GM seeds being expensive, often putting farmers into debt, when traditional seeds are saved, the farmers know their origin and that they are natural.
Petros Makhanya spoke about agro-ecological farming and how this method, which includes seed saving, is beneficial to communities.
‘The seeds we save are strong because no chemicals are used to produce them and we can produce many good harvests without buying more seeds,’ said Makhanya.
Agro-ecological farming cuts out chemicals entirely, as fertiliser, homemade from only natural products, is used to grow crops and no pesticides are sprayed on crops.

This year’s March Against Monsanto, a worldwide event on 23 May, was introduced to the farmers by Nthombithini Ndwandwe of Mtubatuba who urged everybody against GMOs and their associated environmental and health risks, to take part in saying, ‘Down with GMOs’.

Farmers in Mtubatuba, Mkhuze, Pongola and Ingwavuma will participate in the march and urge all community members to join in.
Taking a stand against international heavyweight Monsanto, rural farmers in KZN are urging all communities to return to traditional methods of farming and seed saving.
deutsche Flagge

Zu Monsanto haben wir bereits viel geschrieben,. Am 23. Mai 2015 ist es wieder soweit – weltweit – March against Monsanto – auch wir Netzfrauen nehmen wieder weltweit teil: hier alle Termine und unsere Rede: Millionen Menschen beim March against Monsanto und die Medien schweigen erneut? March Against Monsanto to Launch Worldwide Protests on May 23

Monsanto gerät wegen seines gentechnisch veränderten Saatguts immer wieder in die Kritik.
Kein Mensch braucht genmodifizierte Lebensmittel und das Gerücht, dass diese das Allheilmittel gegen den Hunger der Welt sind, ist mittlerweile hinlänglich widerlegt. Und weil wir davon überzeugt sind, rufen wir zum March against Monsanto und zu den Protestaktionen gegen TTIP, CETA, TISA & Co. auf. Am 23. Mai 2015 findet der vierte weltweite „March Against Monsanto“ statt. Mehr  Informationen finden Sie hier: March Against Monsanto | EVENTS

Fotos und Videos vom 24. Mai 2014 finden Sie hier: Millionen Menschen beim March against Monsanto – und die Medien schweigen!

Netzfrau Andrea Escher

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.