Offener Brief: Gefährliches Pestizid – Deutsche Bahn setzt weiter auf Glyphosat

BahnEs ist eines der meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel der Welt: Über eine Million Tonnen des populären Herbizids Glyphosat, besser bekannt unter dem Handelsnamen Roundup, werden jedes Jahr versprüht. Ein weiterer großer Nutzer ist die Bahn. Sie hält mit dem Breitbandherbizid die Gleise sauber. 2012 erklärte die Deutsche Bahn, zum Beispiel im Jahr 2008 bundesweit rund 78 Tonnen Wirkstoff auf 1.040 Quadratkilometern eingesetzt zu haben.

Obwohl eine Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO belegt, dass der Unkrautkiller krebserregende Stoffe enthält, setzt die Deutsche Bahn  weiter auf Glyphosat im Gleisbett – 30 300 Kilometer Schienen, die sich im Besitz der DB befinden, werden mit 80 Tonnen Unkrautkiller unkrautfrei gehalten. Die Deutsche Bahn ist zu 100 % im Besitz der Bundesregierung.

In Deutschland sind das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die federführenden Instanzen. Für die Experten vom BfR stellt Carrascos Experiment „sehr artifizielle Bedingungen“ nach, da sich niemand Herbizide in die Adern spritzen würde. Toxikologe Dr. Hermann Kruse wirft den deutschen Behörden jedoch vor, „die Datenlage zu industriefreundlich zu interpretieren“. Damit steht er nicht alleine. Die Gruppe „Earth Open Source“, der hochkarätige Wissenschaftler angehören, teilt diese Meinung und moniert zudem, dass 90 Prozent der Studien von Monsanto finanziert worden seien.

Allein in Europa sind 70 verschiedene Glyphosat-Rezepturen mit verschiedenen Netzmitteln zugelassen. Selbst das BfR musste zugeben, dass „die Toxizität bestimmter glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel auf Grund der darin enthaltenen Beistoffe höher sein kann als die des Wirkstoffes”.

Die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt zeigen sich weitgehend unbeeindruckt von der Debatte um das potenziell krebserregende Pflanzenschutzmittel Glyphosat – dies ist unverantwortlich, zumal in der Nähe von Bahngleisen es auch Wohnsiedlungen gibt und somit auch spielende Kinder.

Das Eisenbahnbundesamt hört man nur sagen: „Das EBA lässt den Einsatz nur im unmittelbaren Gleisbereich zu, ein Kontakt mit der Allgemeinheit ist also grundsätzlich nicht gegeben.“- Nicht gegeben? Wie kann das EBA dieses behaupten? Berücksichtigen diese nicht den Wind und das Grundwasser?

Dirk Fisser schreibt in dem Beitrag auf Neue OZ vom 15. Mai 2015 ausführlich über die Verwendung von Gyphosat durch die Bahn. Und das BVL erklärte sogar auf Nachfrage: „Aktuell sieht das BVL keine Veranlassung, an diesen Zulassungen etwas zu ändern.“ Gemeint ist die in diesem Jahr ablaufende Zulassung für Glyphosat.
Der Bund wartet auf die EU. Dieses Bundesamt wiederum untersteht dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Dessen Staatssekretär Robert Kloos erklärte auf der Verbraucherschutzministerkonferenz in Osnabrück, die Bundesregierung wolle in Sachen Glyphosat-Verbot ein Bewertungsverfahren der Europäischen Union abwarten. Er verwies zudem darauf, dass unter Forschern umstritten sei, ob Glyphosat tatsächlich krebserregend sei oder nicht. (Hier weitere Infos zur Konferenz).

Eine Sprecherin des Konzerns erklärte auf Nachfrage der Redaktion NOZ „Es gibt aus unserer Sicht derzeit keine Alternative im Gleisbereich“, die Bahn befände sich darüber in ständigen Gesprächen mit der Industrie. Der Einsatz sei notwendig, um den einwandfreien Eisenbahnbetrieb sicherzustellen. Grünwuchs im Schotter könnte zu Sicherheitsproblemen führen, so die Sprecherin.

Auch der Kieler Toxikologe Dr. Hermann Kruse kritisierte bereits im April 2014 in der SHZ den Sicherheitscheck der deutschen Behörden. Für die Öffentlichkeit und damit auch für die freien Toxikologen sind diese Rezepturen nicht zugänglich. „Ich würde diese Daten gerne beurteilen, darf es aber nicht“, kritisiert Kruse. „Nur das BfR hat darauf Zugriff.“ Als noch geheimer eingestuft werden die Verunreinigungen, die offenbar während der Produktion entstehen. „Welche Auswirkungen haben sie?“, fragt Kruse. „Monsanto“ dürfte die Antwort kennen – und schweigt.

Willkommen bei Roundup, Ihrem Spezialisten für Unkrautbekämpfung! – So Monsanto auf deren eigenen Webseite roundup-garten.de

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RoundupDieses steht auf der Webseite:

„Was ist das Besondere an Roundup ? Roundup wurde zur erfolgreichen wurzeltiefen Bekämpfung von Unkräutern entwickelt und findet nicht nur im Haus- und Kleingartenbereich, sondern auch im Profi-Bereich Anwendung. Viele Gärtner wissen es bereits, wenn man Roundup verwendet, wird Unkraut wirksam und dauerhaft beseitigt und treibt nicht wieder aus. Roundup erleichtert Ihre Gartenarbeit und unterstützt Sie tatkräftig bei Ihrer Gartenpflege.“

Wollen Sie wissen – ob Roundup von Monsanto auch in Ihrer Nähe zu kaufen gibt – dann nutzen Sie diesen Link http://www.roundup-garten.de/filialsuche

Nachdem Russland, Tasmanien, Mexico, und andere Länder  NEIN zu Monsanto sagten, erließen bereits 2014 die Niederlande ein ähnliches Verbot, das Herbizide mit Glyphosat endgültig aus der Öffentlichkeit verbannen soll.

Risiken für Mensch und Natur durch Glyphosat werden seit Jahren unterschätzt. Immer mehr Länder wachen auf und nehmen die Gefahr ernst, die die Nutzung glyphosatbasierter Herbizide für die Umwelt sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellt.

Wir Netzfrauen wiesen bereits mehrfach auf die Gefahr von Roundup hin und erhielten nun von einer besorgten Mutter einen Leserbrief an die Deutsche Bahn.

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Dr. Rüdiger Grube,

Wir Verbraucher haben vollstes Verständnis dafür, dass bei Ihnen gestreikt wird, auch wenn es nicht immer leicht zu ertragen ist. Worüber wir jedoch sprachlos sind: Verwendung von nachweislich gesundheitsschädlichen (laut WHO krebserregenden) und vermutlich für das Bienensterben verantwortlichen Pestiziden (speziell Glyphosat!) auf über 30 000 km Schienenlänge, um das Gleisbett unkrautfrei zu halten.

DAS KANN NICHT SEIN!

Bitte steigen Sie auf alternative, umweltverträgliche Mittel um. Bitte registrieren sie, dass es eine heiße öffentliche Debatte um das Thema Glyphosat gibt, sich unzählige Menschen gegen einen weiteren Einsatz dieses gefährlichen Pestizids in der Landwirtschaft einsetzen. Erste Kaufhausketten wie REWE und TOOM nehmen das Mittel ab September aus ihren Regalen. Bitte informieren Sie sich. Bitte handeln Sie.

Wir alle haben eine Verantwortung zu tragen für die Umwelt, Menschen und Tiere.

Glyphosat

Glyphosat, ein Hauptbestandteil von RoundUp, wird mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Geburtsfehlern, Schäden des Nervensystems und Nierenerkrankungen in Zusammenhang gebracht.  Lesen Sie dazu: Studie weist Zusammenhang zwischen Roundup und Krebs nach

Jedes zweite Kind in den USA leidet heute bereits unter chronischen Krankheiten wie Asthma, Allergien, Autismus, Autoimunerkrankungen, Crohn, Diabetes und Fettleibigkeit. Diese und andere Krankheiten lassen sich direkt mit GVO und Glyphosat, den Produkten von Monsanto, in Verbindung bringen.

Gesundheitsschädliche Gefahren gehen von Glyphosat aus, dem aktiven Bestandteil von Monsantos Flaggschiff – dem Chemiecocktail Roundup.

Lesen Sie auch:

  1. Achtung: Studie weist Zusammenhang zwischen Roundup und Krebs nach – How Roundup Weedkiller Can Promote Cancer, New Study Reveals
  2. Studie: Glyphosat verdoppelt das Blutkrebsrisiko (Non-Hodgkin-Lymphom) – Study: Glyphosate Doubles Risk of Lymphoma 
  3. 17 Gründe, warum Pflanzenschutzmittel Glyphosat stark gesundheitsschädlich ist – Seventeen reasons to ban glyphosate
  4. Erschreckend! 2050 werden Hälfte der Kinder unter Autismus leiden – Half of All Children Will Be Autistic by 2050
  5. Mütter stören die Aktionärsversammlung von Monsanto – Moms Crash Monsanto Shareholder Meeting
  6. Saatgut – Monsanto unter falscher Flagge – auf den Spuren von Monsanto in Europa.

Die Studien über die Schädlichkeit von Glyphosaten, die niemand sehen darf

Auf der anderen Seiten der Erde verweigern Zulassungsbehörden die Veröffentlichung von Schlüsselstudien der Industrie zu Glyphosaten. Dabei untermauern diese Studien die Zulassungsregulierungen und Sicherheitsrichtlinien für dieses Unkrautbekämpfungsmittel.

Bereits früher in diesem Jahr stellte eine Gruppe von chinesischen Verbraucherschützern eine Anfrage an das chinesische Landwirtschaftsministerium, die Studie, die das Ausstellen des Sicherheitszertifikats für den Import von Monsantos auf Glyphosat basiertem Unkrautbekämpfungsmittel Roundup nach China freigibt, zu veröffentlichen.

Das Ministerium antwortete, dass Roundup in China 1988, basierend auf einer Schädlichkeitsprüfung, die von dem Unternehmen Younger Laboratories in St. Louis, Missouri, herausgegeben worden war, registriert wurde.

Kurzer Test belegt Sicherheit für langfristigen Einsatz von Glyphosaten?

Getestet wurde die Schädlichkeit von Roundup an Ratten und Kaninchen, die dem Gift direkt ausgesetzt wurden. Diese Tests hatten eine Höchstdauer von nur wenigen Tagen. Das Roundup wurde den Ratten in den Mund gegeben und den Kaninchen direkt auf die Haut aufgetragen. Den Testergebnissen nach soll es keine Auswirkungen auf Augen oder Haut gegeben haben, und auch Allergien seien keine aufgetreten.

Chinesische Verbraucherschützer fordern Offenlegung der Studien

Die Verbraucherschützer forderten das Landwirtschaftsministerium auf, die Studie herauszugeben. Das Ministerium fragte daraufhin bei Monsanto an. Monsanto antwortete, dass diese Studien Firmengeheimnisse enthielten und weltweit noch nie veröffentlicht wurden. Einer Offenlegung stimmte Monsanto dementsprechend nicht zu. Gegen diese Entscheidung erhoben die Verbraucherschützer Einspruch.

Es fällt schwer zu glauben, dass China die Zulassung eines Unkrautbekämpfungsmittels als sicher im Gebrauch und der Aufnahme von dessen Rückständen in Lebensmitteln über längere Zeit genehmigen würde, wenn Schädlichkeitstests, die nur einige wenige Tage dauerten, die Basis dieser Entscheidung bilden.

Währenddessen in Europa…

In Europa forderte zeitgleich Tony Tweedale, ein in Brüssel stationierter Berater von NGOs in Schädlichkeits- und Risikobewertung, die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) auf, die beiden Schlüsselstudien über Glyphosate, welche die deutsche Zulassungsbehörde als Grundlage für die Bestimmung der Tageshöchstmenge zur Aufnahme der Chemikalie nutzte, offenzulegen.

Deutschland ist der „Berichterstatter“-Staat für die Erneuerung der Marktzulassung von Glyphosat in Europa. Basierend auf den Studien hat Deutschland empfohlen, dieTageshöchstmenge von 0,3 mg auf 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu erhöhen. Das bedeutet, die Zulassungsbehörden erlauben, dass wir diesen Glyphosaten noch mehr ausgesetzt sein werden.(…)

Es wäre interessant zu sehen, ob sich die herunterspielende Interpretation der Daten zur Gefährlichkeit von Glyphosat durch deutsche Behörden auf eigenen Analysen begründen, oder ob sie direkt aus Monsantos Zusammenfassung stammen. Wenn letzteres der Fall ist, dann ist die Annahme, dass irgendeine regulatorische Aufsicht bei Glyphosat stattgefunden hat, illusorisch. Was im Namen einer Aufsicht bzw. Regulation stattgefunden hat, würde sich als nichts weiter entpuppen, als dass Monsanto bekannt gibt, dass die eigenen Produkte sicher sind. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: Die Studien über die Schädlichkeit von Glyphosaten, die niemand sehen darf – The Glyphosate Toxicity Studies You’re not allowed to se

Wir sind der Meinung, dass ein Unkrautvernichtungsmittel, welches Glyphosate und andere krebserregende Stoffe enthält, für die menschliche Sicherheit unverantwortlich ist!

Hier noch weitere Informationen, die Sie gern verwenden dürfen, denn wir erwarten von Ihnen, dass Sie handeln und uns nicht UMBRINGEN.

Hier mehr Informationen:

Niederlande verbieten Privatnutzung von Glyphosat

Wir sind geschockt! In 45 % der Stadtbevölkerung Europas befindet sich Glyphosat! “Roundup” von Monsanto

Neue Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat

ES REICHT! Glyphosat-Herbizid: Nun auch in der Muttermilch –  Herbicide Found In Mother’s Milk

Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Netzfrauen

14 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Titel :
    „Offener Brief: Gefährliches Pestizid – Deutsche Bahn setzt weiter auf Glyphosat“

    Was nun ? Herbizid oder Pestizid ?

  2. Wir benötigen mehr Menschen mit Verantwortungsgefühl und gesundem Verstand, insbesondere in Führungsposten. Diese haben es schwerer, natürlich!

  3. wie wäre es mit Strafanzeigen/-anträgen gegen die Politiker und Behördenmitarbeiter bei den Zulassungsstellen, Vorbereitung von Straftaten, gefährliche Körperverletzung (Beibringung von giftigen Stoffen), selbst die Unterstützungshandlungen (Beihilfe) dazu sind strafbar, Unterstützungshandlungen durch Zulassung der giftigen Stoffe, Unterstützung beim in Verkehrbringen; Strafanzeige/-antrag gegen die Unternehmen – Planung von Straftaten (gefährliche Körperverletzung durch Beibringen giftiger Stoffe, absichtlich oder grob fahrlässig die Verbindung zwischen Körper und der Stoffe herstellen, darauf wartend, dass sich die gefährlichen Stoffe durch die Luft, durch den Boden, durch Übertragung über Pflanzen, Tiere, Bienen über die Nahrung, die wir als Menschen zu uns nehmen, z.b. den Honig, der Bienen usw. dass sich „endlich“ diese Stoffe mit dem menschlichen Körper verbinden und Auswirkungen, Gesundheitsbeeinträchigungen (Körperverletzung), vielleicht sogar Tot stattfinden.
    Ich glaube, das was nur noch hilft, sind Strafanzeigen/-anträge gegen jeden Politiker, der die Firmen bei der Verbreitung der giftigen Stoffe unterstützt, bei der Planung und Vorbereitung dieser Straftaten, einschließlich EU Politiker und Abgeordneter in den einzelnen Ländern. Dies müsste auch Fracking betreffen, da lt. Spiegel online eine Studie einer Universität in Manchester erklärt, bereits die Stoffe selbst, die in den Boden gebracht werden sollen, sind hochgiftig und für Krebs verantwortlich-also nächste geplante Straftat, Beibringen von giftigen Stoffen in den Körper, auch über Umwege diese Gifte in den menschlichen Körper bringen zu wollen, zeitliches Abwarten bis die Gifte wirken ist gefährliche Körperverletzung, wenn nicht sogar Planung von Tötung.
    Die Unternehmen haben in Deutschland Niederlassungen, in den EU Ländern, also können sie in Deutschland angeklagt werden und jemand aus Frankreich z.b. könnte gegen die NL in Frankreich und die Abgeordneten, die die Giftbeibringung unterstützen, klagen…In Deutschland ist auch psychische Hilfe zur Tat strafbar, vielleicht sogar das Verheimlich von Giften?
    evtl. Verfassungsbeschwerde eines Einzelnen, mit einstweiliger Anordnung (nicht in Verkehr bringen, solange Sicherheitsrisiko für Mensch, Umwelt nicht ausgeschlossen werden können z.b.)ich hoffe, ihr habt kreative Juristen, die euch dabei helfen.

  4. pestizid ist der überbegriff für all diese lebensvernichter, herbizid ist ein spezeiies pestizid gegen sogenanntes unkraut, funghizide zb. gegen pilze, etc…
    worte klauben und nichts wissen- ein wirklich konstruktiver kommentar….
    das beschissen hochgiftige ROUNDUP ist also generell ein pestizid und auch ein herbizid, hoffentlich bist jetzt gescheiter, steht ausserdem alles in google zum nachschlagen…
    schlafschafe, wacht endlich auf !!!!!!
    wascht euch alle morgens mit dem gesicht auch euer hirn wieder sauber !!!!!

    • Ihr aggressiver Ton hat mich übrigens, fragen Sie mich bitte nicht wie oder warum (das weiß ich nämlich selbst nicht!), gerade motiviert, mir bei eBay 5 Liter Glyphosat-Konzentrat zu bestellen.
      Kostet 71 Euro. Versandkostenfrei. Reicht für ca. 10.000 m².
      Sie wissen ja: Der kluge Mann baut vor (was die, nun ja, kluge Frau auch tun sollte, nicht wahr?).
      Ich grüße Sie!
      M. Dietz

  5. Hallo meine Damen, liebe Frauen,
    ich lade Sie herzlichst zum Unkrautjäten in meiner Einfahrt (50×4.5 m) ein.
    Im Dienste der – ach so geschundenen – Umwelt sind Sie sicherlich bereit, dieses gute Werk für Gotteslohn zu tun.
    Ich selbst habe durchaus anderes zu tun, und wenn es nur ist, in dieser Zeit im Garten zu liegen und Ihnen zuzusehen.
    Lieber Gruß
    M. Dietz

    • Dann können Sie ja auch direkt mal eine Selbstanzeige machen; Pestizide dürfen Sie in Ihrer Einfahrt gar nicht verwenden. Nur auf Kulturflächen. Und wenn Sie gerade schon dabei sind, können Sie auch gleich den Ebay Verkäufer anzeigen der Ihnen die 5liter Glyphosat verkauft hat. Die dürfen nähmlich nur berufliche Anwender erwerben…

  6. Als Betreiber einer (touristisch) genutzten Eisenbahnstrecke kann ich euch liebe Frontkämpferinnen in Sachen Herbizidverbot für Gleisanlagen nur empfehlen: bevor ihr hier in jener Sache verstandfrei (emotionsgeladen) agiert, befasst euch mit der Frage, welche Alternativen es gibt! Können Gleisanlagen nicht von Bewuchs freigehalten werden (was nur mittels Herbiziden geht), kann ein sicherer wie unfallfreier Eisenbahnbetrieb nicht (mehr) durchgeführt werden! Und wenn ihr es nicht bedacht haben solltet: Nichts ist so gesundheitsgefährdend wie umweltvernichtend wie der (weltweit stetig wachsende) Autoverkehr, allem voran der Güterverkehr. Also – ein Tipp für die Zukunft: Hirn ein, Emotionen aus. Beste Grüße Marco Drosdeck

  7. M. Diez, ich bin zwar ein strikter Gegner von jeder Art von Pestiziden, habe aber nichts dagegen, wenn Typen wie du ihren Garten jeden Monat mit dem Zeug besprühen. Und wegen möglicher Langzeitfolgen mache ich mir bei dir keine Sorgen, schließlich haben die Pharmakonzerne jede Menge Medikamente, die die negativen Symptome dieser Spätfolgen vorübergehend bekämpfen.

    Und genauso wie es keine Unkosten gibt, sondern nur Kosten, gibt es auch keine Unkräuter, sondern nur Kräuter. Das bedeutet allerdings nicht, das es keine Unmenschen gibt, sondern nur Menschen (das ist jetzt nicht auf dich gemünzt).

  8. Liebe Maria,

    ein bisschen Fachwissen, statt Halbwissen, schadet nicht. Ein Pestizid ist ein Schädlingsbekämpfungsmittel. Herbizid ein Pflanzenvernichtungsmittel und wie sie richtig erkannt haben, ist ein Fungizid ein Pilzvernichtungsmittel.
    @ Marco Drosdeck,
    inwiefern gefährden dies Unkräuter denn den Bahnbetrieb? Entgleisen die Züge wenn da so ein Löwenzahn mitten im Gleisschotter steht?
    Man könnte sich auch zur Abwechslung auch mal Gedanken über weniger schädliche Herbizide machen. Aber das bringt kurzfristig keinen Gewinn, wäre zu anstrengend, würde vielleicht auch noch mehr Kosten verursachen und dann müssten vielleicht glatt auch noch ein paar Arbeitskräfte mehr eingestellt werden. Ist ja total onökonomisch – dann lieber mit der Chemiekeule drüber fahrn. Mit der mweltfreundlichen Bahn die Umwelt für Jahrzehnte schädigen. TOLL!

    @ Michael Dietz: zu Ihrem geistigen Dünnschiss fällt mir gar nichts mehr ein – gönnen Sie sich doch mal einen Schluck RoundUp, das wäre wenigstens EINE sinnvolle Nutzung des Produkts.

    • Hallo Marc,
      warum so garstig?
      Bedenken Sie doch mal, also jetzt im Ernst!, folgendes: Ich habe eine lange Hauseinfahrt, ich möchte, daß mein Anwesen gepflegt aussieht, was doch bestimmt legitim ist, oder? Gleichzeitig empfinde ich das mühsame Ausrupfen von Unkraut (ich weiß, manch einer sieht da ein Definitionsproblem, aber für mich ist es, sofern am falschen von mir nicht gewünschten Platz, eben solches, weil es nun ja auch mein Haus ist, um das und dessen Aussehen es mir geht!) als sinnlose, zeitverschwendende und aufwendige Arbeit, zu der ich einfach keine Lust habe. Warum es sich schwer machen, wenn es auch anders geht? Und ich schreibe ja auch niemandem vor, sein Unkraut mit RoundUp zu bekämpfen, ergo möchte ich für mich diese Freiheit in Anspruch nehmen, ohne bevormundet zu werden. Klar, welches Argument jetzt angeführt werden wird, ich würde andere damit evtl. schädigen. Aber ist dem wirklich so? Ist es nicht Tatsache, daß, in Deutschland vielleicht besonders, ständig eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird?
      BSE, Waldsterben, Fukushima, Elektrosmog, kanzerogene Stoffe in Pommes, Helmpflicht für Cabriofahrer, Phosphorsäure in Cola, krebserregend Farbstoffe, Dioxine im Milliadstel Grammbereich, Gentechnik, Nanopartikel, Plastikmüll…ich könnte weiter und weiter Beispiele geben, die Ihnen natürlich auch bekannt sind – am Ende auch noch die sogenannte Erderwärmung! -, und doch, trotz all dieser vermeintlich erkannten Gefahren und Risiken bleibt als Faktum festzuhalten, daß wir momentan so lange leben, so alt werden wie niemals zuvor. Unbestreitbar.
      Gelassenheit im Umgang mit german Angst ist noch lange kein Grund, beleidigend zu werden.
      Wenn ich, zugegeben etwas sarkastisch, dazu auffordere, in meiner Einfahrt Unkraut zu jäten, dann trifft dies das Kernproblem allerdings genau: Warum sich unnötig mit nutzloser Arbeit belasten, wenn es einfach geht. Das ist wirklich kein geistiger „Dünnschiß“.

  9. Glyphosat ist zur Zeit in NRW und in Niedersachsen für den Einsatz auf Nichtkulturland verboten und steht bundesweit zur Diskussion. Zum Nichtkulturland gehören aber nicht die Landwirtschaft ( die Lebensmittel werden also weiter tagtäglich mit Glyphosat behandelt !!!) oder die Gleise der Deutschen Bahn ( sind wohl besondere Gleise …) – die Gleise der Industrie ( viele 1.000 km alleine in den beiden Bundesländern , z.B. Häfen, Großproduzenten Stahl etc, aber auch alle Straßenbahnen ) sind aber Nichtkulturland und unterliegen dem Glyphosatverbot. Diese haben im Gegensatz zur Deutschen Bahn ein Riesenproblem mit der Unfallgefährdung, da der Aufwuchs sich über die Schienen legt und hier die Bremswirkung der Züge komplett aussetzt ! Stellt euch den Schulbus auf dem Bahnübergang vor und das Gesicht des Lokführers der gerade 200 Tonnen Stahl versucht erfolglos abzubremsen…. Alternativ zum Glyphosat haben nur erheblich schädlichere Bodenherbizide eine sogenannte Gleiszulassung – die aber nicht auf das grüne Blatt wirken, sondern nur auf das Keimgut bis 2cm Aufwuchshöhe. Hier gibt es eine absolute Ungleichstellung der Industriegleise zu den Gleisen der DB. Und Landwirtschaft – wieso darf da weiter fröhlich gespritzt werden ? – Hier wird Glyphosat nur aus Geldmacherei eingesetzt, damit das Getreide abtrocknet und die Landwirte mehr Kohle machen – mit Glyphosat behandelten Getreide !!! Da fragt keiner nach und die DB packt auch keiner an ! Die Steuergeld produzierende Industrie wird mit Ihrem Problem aber schön alleine gelassen und genötigt wirklich bedenkliche Bodenherbizide zwecks Rettung des Oberbau des Gleiskörpers, sowie zur kaum wirksamen Unfallverhütung für uns alle – einzusetzen. Glyphosat im Gleisbereich ist zur Zeit nicht sinnvoll zu ersetzen und das Verbot in diesem Fachbereich ist absolut schwachsinnig und obliegt einem politischen Aktionismus, da hier nun wirklich kein Mensch etwas zu suchen hat und mit dem Mittel nicht in Berührung kommt.
    Aber die Frage warum die Bahn weiter mit Glyphosat arbeiten darf ( nur weil die Genehmigung über das Eisenbahnbundesamt erteilt wird – also faktisch über sich selber – und der Industriegleisbereich den Pflanzenschutzämtern unterstellt ist ) sollte mal gestellt werden. Warum Glyphosat auf Lebensmitteln keinen interessiert – auf Gleistrassen aber zu Riesen- Krebs-Diskussionen führt ist mir schleierhaft. Sinnvoll wäre ein sofortiges Verbot in der heiligen Landwirtschaft und eine befristete Zulassung auf Gleisen ( auf allen Gleisen – nicht nur DB !!!) , bis ein verträglicher- umweltschonender Ersatzwirkstoff zugelassen wird. Glyphosatverbot im Kleingarten und Privatbereich ist absolut korrekt und kommt schon Jahre zu spät !
    Warum legt die Bundesregierung für die Problematik nicht ein Förderungsprojekt an, welche ein
    umweltverträgliches aber wirksames Ersatzprodukt für die Unkrautbekämpfung entwickelt . Das wäre ja keine Mondlandung hier mal über Geld was konkretes zu entwickeln und preiswert & schnell zu genehmigen. ( Ansätze und Grundprodukte gibt es ja ). Sonst fliegen unsere Steuergelder ja auch von der Schippe des Schwachsinns – sinnvoll wäre ja mal was schönes. ( Da könnte jemand ja auch Wahlstimmen in Säcken abräumen…)

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