Offener Brief an ARD Tagesschau – Fehlende Berichterstattung March against Monsanto 2015

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MARCH AGAINST MONSANTO

Sehr geehrte Damen und Herren,

obwohl sowohl wir als auch unsere Leser Sie mehrfach darauf aufmerksam machten, dass anlässlich des March against Monsanto am 23. 05. 2015 weltweit Menschen auf die Straße gehen, um gegen Gentechnik und Pestizide zu protestieren, konnten wir weder vor noch im Anschluss an die Demonstrationen, die auch in deutschen Städten stattfanden, einen entsprechenden Hinweis in Ihrer Berichterstattung finden.

 Zu groß scheint in Deutschland die Angst der Presse, den Lobbyisten auf die Füße zu treten. Warum eigentlich?

Bereits 2013 und 2014 kritisierten wir die fehlende Berichterstattung zu den Demonstrationen gegen Monsanto & Co. Die damalige Stellungnahme aus 2013 von Thomas Hinrichs, dem zweiten Chefredakteur der ARD lautete wie folgt:

„Es ist legitim und auch verständlich, dass sich Personenkreise bestimmten Themen besonders verbunden fühlen. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind so ein Thema, das polarisiert. Auch bei uns in der Redaktion gibt es naturgemäß Gegner und Befürworter einer Vorgehensweise, die Gentechnik forcieren bzw. einschränken will. Auf die redaktionelle Arbeit darf das keinen unmittelbaren Einfluss haben. Es hängt nicht davon ab, wer gerade Dienst hat, wenn es um die Einschätzung der Nachrichtenlage eines Tages geht. Wir legen unsere, d. h. Tagesschau-Kriterien an, die sich über Jahrzehnte bewährt haben und von größtmöglicher Objektivität und Seriosität gekennzeichnet sind.“

und

„Der Aktionstag der Anti-Monsanto-Initiative hatte durchaus Chancen, in die Sendung zu kommen. Wir müssen aber jeden Tag für sich beurteilen und verschiedene Themen gegeneinander abwägen. Ein paar hundert Demonstranten in ein paar deutschen Städten reichten am Ende nicht, um in der Relevanzabwägung zu den wichtigsten Themen des Tages zu gehören. Zu mehr haben wir leider keinen Platz.”

Da sich trotz der regen weltweiten Beteiligung am March against Monsanto 2013 und 2014 und trotz des immer größer werdenden öffentlichen Interesses an dieser Thematik nichts an Ihrem Vorgehen geändert hat, zweifeln wir die beschriebene Objektivität und Seriosität an.

Mehr Informationen erhalten Sie in unserer Berichterstattung hier:Weltweit Proteste gegen Monsanto – Worldwide March against Monsanto – Pictures and Videos!

Mit der Bitte um baldige Stellungnahme, die wir gerne auch veröffentlichen würden, da sie von großem Interesse für unsere Leser ist, verbleiben wir mit höflichen Grüßen

Die Netzfrauen

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Da es beim Thema Gentechnik um unvorstellbare Summen und somit auch Macht geht, kann von Seiten der Politik und den von ihr kontrollierten Sendern kein Interesse an der Verbreitung von unangenehmen Wahrheiten geben. Niemand sägt an dem Ast auf dem er sitzt! Schon Franklin D. Roosevelt sagte: „In der Poltik geschieht nichts durch Zufälle. Wenn etwas geschieht kannst du darauf wetten das es so geplant war.“
    Hinzu kommt, dass Monsanto ein US Amerikanisches Unternehmen ist, und Frau Merkel völlig offensichtlich nichts ohne Obamas Zustimmung entscheiden darf. Angemerkt sei noch, dass Monsanto dem Konzern „Syngenta“ ein Übernahmeangebot gemacht hat.

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