Britenrabatt: 200 Millionen Euro mehr Rabatt für London- Bank of England prüft Folgen eines möglichen EU-Austritts

britenVor dem Referendum zum möglichen EU-Austritt Großbritanniens ist Cameron auf Werbetour durch Europa. Das geplante Referendum über einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der Europäischen Union und die Verhandlungen über Reformen mit den EU-Partnern werfe eine Reihe „ökonomischer und finanzieller“ Fragen auf, teilte die Zentralbank Bank of England letzte Woche mit. Es sei daher selbstverständlich, sich mit diesem Thema zu befassen.

Cameron wirbt für EU-Reform und für noch mehr Vorteile für die Briten, denn er muss was bieten. Das erinnert an die verstorbene Ex-Premierministerin Thatcher in der Verhandlung mit dem damaligen Bundeskanzler Kohl und das wurde teuer.

Margaret Thatcher machte es vor. Mit ihrem berühmten Satz „I want my money back“ setzte die Eiserne Lady 1984 den „Britenrabatt“ durch – und bis heute hat Großbritannien diesen Sonderstatus innerhalb der EU, denn der Briten- Rabatt wurde beschlossen.

Auch heute sagte Bundeskanzlerin Merkel bei dem Besuch von Premier Camaron: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“: Änderungen der EU-Verträge seien nicht ausgeschlossen. 

Im Rahmen der Verhandlungen über den zukünftigen mehrjährigen Finanzrahmen des EU-Haushalts für den Zeitraum 2007 bis 2013 wurden im Juni 2005 vermehrt Stimmen anderer Mitgliedstaaten laut, die eine Verminderung oder Abschaffung des Rabattes forderten.

Bereits mehrfach wurde in der EU darüber diskutiert, ob dieser Briten-Rabatt noch zeitgemäß sei. Auch für den EU-Haushalt bis 2020 pochte Großbritannien darauf, keine Einbußen beim Rabatt hinnehmen zu müssen und Camaron drohte sogar, aus der EU auszutreten, und so gab es sogar einen Zuschlag in Höhe 200 Millionen Euro.

Einen Ausweg aus dem Budgetstreit 2013 fand der Gipfel damals laut dem damaligen Premier Luxemburgs Jean-Claude Juncker in Form eines neuen Zugeständnisses an London. Großbritannien erhält seit 1984 einen Abschlag auf seine EU-Zahlungen, weil es vergleichsweise wenig von den Agrartöpfen der Union profitiert. Zuletzt belief sich dieser „Briten-Rabatt“ auf 3,6 Milliarden Euro pro Jahr (2011).

War Ihnen das bekannt, dass die Britten  bereits seit 1984 einen Abschlag auf ihre EU-Zahlungen erhalten?  Weil die Briten vergleichsweise wenig von den Agrartöpfen der Union profitieren, so die Begründung. Übrigens zahlen Griechenland, Spanien, Portugal und Zypern somit auch an Großbritannien. Diese Länder, die selbst finanziell nicht so gut dastehen.

INFOBOX:

Britenrabatt

Der Britenrabatt ist ein finanzieller Ausgleich für übermäßige Nettozahlungen an den EU-Haushalt, der allein für Großbritannien gilt. So erhält ‚London‘ 2/3 seiner Nettozahlungen für die national zurechenbaren Ausgaben (mehr als 90% des Haushalts) zurück. Der Britenrabatt wurde 1984 von Margret Thatcher durchgesetzt. Der Anteil der Landwirtschaft am damaligen EG-Haushalt machte über 80 Prozent aus. Weil der britische Agrarsektor viel geringer war als im Rest der EG, waren die Rückflüsse aus dem Brüsseler Haushalt relativ gering. Zudem war das Land damals einer der ärmeren Mitgliedstaaten. Durch die EU-Erweiterung 2004 stiegen die Nettozahlungen aller bisherigen Mitglieder an. Daher erhöht sich auch der Britenrabatt und wird zudem durch alle anderen EU-Länder finanziert. Er wird heute zunehmend als unzeitgemäß empfunden, da Großbritannien sich nicht fair an den Kosten der Erweiterung beteilige, der Anteil der Agrarausgaben künftig auf ca. 30 Prozent absinke und Großbritannien heute einer der reichsten Mitgliedsstaaten sei. Quelle 

Bank of England prüft Folgen eines möglichen EU-Austritts

Eigentlich war die Studie nicht für die Öffentlichkeit gedacht und sollte vertraulich bleiben. Doch durch eine Panne gelangten Einzelheiten per Email an einen Redakteur der britischen Zeitung „The Guardien“. Die Einschätzungen der Zentralbank könnten einen großen Einfluss auf die öffentliche Debatte in Großbritannien haben.

Bei seiner heutigen Werbetour bei Merkel sagte Cameron laut Reuters, dass es sowohl für die EU als auch für Großbritannien am besten sei, wenn ein Austritt vermieden werden könnte. Auf die Frage, ob er den Briten einen Ausscheiden empfehlen werde, wenn die EU seinem Land nicht entgegenkomme, sagte Cameron, dann sei „alles möglich“. Sie sehen, wie damals bei Thatcher – mit ihrem berühmten Satz, der dann für alle sehr teuer wurde: „I want my money back“

Und wenn wir schon dabei sind: Für die Bankenrettung wurden großzügig 1,2 Billionen Euro ausgegeben.

…und der „Rettungsschirm“ für Europas verzweifelte Jugend beträgt  6 Milliarden Euro  – für 7 Jahre(!!) – Wenn eine ganze Generation ihren Mut verliert!

Netzfrau Doro Schreier

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. es darf genauso wie bei griechenland für england keine einseitige begünstigungen geben denn das führt dazu das die europäische union instabil wird,in einer gemeinschaft müssen für alle mitglieder die gleichen rechte und pflichten gelten wenn man eine stabile gemeinschaft will-den wie kann man andere mitglieder eine sonder behandlung verbieten wenn man sie schon einzelne länder gewährt hat?die anzahl der mitglieder in einer gemeinschaft macht sie nicht stabil sondern ihre glaubwürdigkeit,und um die glaubwürdigkeit zu untermauern ist es notwendig eine eigene stellungsnahme zu vertreten und auch mitglieder aus dieser gemeinschaft zu entlassen-

  2. Die Briten haben immer gegen den Kontinent spekuliert und werden es immer tun.

    das UK gehört weit weniger zu Europa, als Russland

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