Malaysia – Dramatische Szenen nach Erdbeben – Schüler werden vermisst – Sabah quake: S’pore students, teachers missing

Kinabaluzur englischen Version Dramatische Szenen nach einem Erdbeben der Stärke 6,0 am Mount Kinabalu in Malaysia. Unter den Vermissten 130 befanden sich viele Schulklassen. Acht Schüler und zwei Lehrer werden immer noch vermisst. Sie gehören zu einer Gruppe aus 29 Schülern und 8 Lehrern von der Tanjong Katong Primary School, einer Grundschule, die sich auf einem Ausflug auf dem Mount Kinabalu befanden. Mittlerweile soll die Zahl der Toten auf 11 angestiegen sein.

An dem bei Bergwanderern beliebten Kinabalu, einem 4095 Meter hohen Berg auf Borneo, löste das Beben Erdrutsche und starken Steinschlag aus

Heute morgen wurde bekannt, dass von den derzeit noch 17 vermissten Bergsteigern neun weitere Leichen gefunden wurden, darunter acht Schüler aus Singapur. Sie hielten sich auf dem Gipfel des Mount Kinabalu auf.

In einer Erklärung, die etwa um 9.00 Uhr Ortszeit herausgegeben wurde, teilte das Bildungsministerium (MOE) mit:
„Wir werden weiterhin alle  Anstrengungen unternehmen, um die verbleibenden Schüler und Lehrer zu finden. Die Eltern werden informiert.“

Studenten aus Tanjong Katong Primary School auf einer Klassenfahrt nach Mount Kinabalu. Foto: Sadri Farick

Die Eltern der vermissten Schüler wurden nach dem tödlichen Erdbeben in Sabah nach Kota Kinabalu – Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf der Insel Borneo – von der Luftwaffe der Republik Singapur (RSAF) geflogen, gab der stellvertretende Ministerpräsident Teo Chee Hean auf Facebook heute morgen bekannt. 58 weitere Schüler und acht Lehrer aus zwei anderen Schulen – Fuchun Secondary und Secondary Greenridge – befanden sich ebenfalls aus Singapur auf dem Mount Kinabalu, als das Beben um etwa 07.15 Uhr (Ortszeit) am 5. Juni 2015 in der Nähe des Mount Kinabalu auftrat. Da die Rettungsaktionen sich als sehr schwierig zeigten und Helikopter nicht an die Verletzten und vermissten Schüler heran kamen, machten sich etwa 100 Bergsteiger auf den Weg, um die Menschen zu retten. Ein Foto, das zeigt, wie ein Bergsteiger einen Schüler nach dem Erdbeben auf seinem Rücken rettete.

Twitter

Vorher wurden mit den Schulen Vereinbarungen getroffen, dass diese Bergwanderungen sicher seien und die Kinder wieder nach Singapur zurückkehren würden, sagte ein Sprecher. Doch wer rechnet mit einem plötzlichen Erdbeben?! Die bereits in Sicherheit gebrachten Kinder und Lehrer landeten gestern Nacht auf dem Flughafen Changi in Singapur. Beamte vom Bildungsministerium (MOE) waren am Flughafen, um die Schüler und Lehrer zu empfangen.

Wir erhielten gestern eine Nachricht von Sandra Sokial. Sie schreibt auf The Rakyat Post einen erschütterten Bericht. Der Tourismus- und Umweltminister des Bundesstaats Sabah, Masidi Manjun, bestätigte auf Twitter, dass es bei dem Beben am Freitag morgen Tote gab. Sandra berichtet in ihrem Beitrag, dass 189 Kletterer am morgen gestartet waren, nur 52 Bergsteiger hatten es geschafft, nach dem Erdbeben wieder nach untern zu gelangen. Der Rest der Gruppe saß etwa in einer Entfernung von 7,5 – 8 km vom Ausgangspunkt fest. Dr Redzlan Abdul Rahman, der eine Gruppe Schüler von der Schule Sekolah Menengah Kebangsaan Tengku Kudin in Raub begleitete, sagte, er sah ein Mädchen auf dem Boden liegen, überprüfte ihren Puls, doch sie hatte keinen mehr. Sie war eine 12-jährige Schülerin aus Singapur, wie heute berichtet wurde. Er glaubt, dass die Opfer nach dem Erdbeben der Stärke 6,0, das Ranau traf, abgestürzt seien oder von Steinschlag getroffen wurden. Die durch das Erdbeben gelockerten Felsen zerstörten die Seile entlang der Via Ferrata, wo sich Menschen befanden .

Infobox

Via Ferrata am Mount Kinabalu

Eine Via Ferrata (italienisch für „Eisenweg“), zu Deutsch auch „Klettersteig“, ist eine Bergpassage, die mit einer Reihe von Sprossen, Geländern und Seilen gesichert ist. Es gibt weltweit mehr als 300 Klettersteige und der höchste befindet sich auf dem Mount Kinabalu in Malaysia, dort, wo am 05. Juni (7:15 Uhr Ortszeit) die Erde bebte. Der Startpunkt beginnt bei 3400 m  und der Steig endet auf 3800 m.  Mit dieser Via Ferrata wurde der Sport des Klettersteig-Kletterns in Asien eingeführt. Die Via Ferrata wurde so geplant, dass auch Personen mit wenig oder gar keiner Klettererfahrung sich an Felshängen versuchen können, die normalerweise nur von geübten Bergsteigern und Felskletterern erklommen werden. Es gibt mehrere Anforderungen, um die Via Ferrata zu besteigen: Sie sollten sich auf einem durchschnittlichen Fitness-Niveau befinden; in der Lage sein, die 3200 Meter in sechs Stunden zu besteigen; mindestens 10 Jahr alt sein und mindestens 1,30 m Körpergröße haben; und vor allem schwindelfrei sein (es sei denn, Sie möchten Ihre Höhenangst überwinden). Quelle

Sofort wurden alle Anstrengungen unternommen, um die Schüler, die das Bergsteigen lernen sollten, zu retten.

Dr Redzlan Abdul Rahman. - TRP pic von Sandra Sokial

Dr Redzlan Abdul Rahman. – TRP pic von Sandra Sokial

Dr Redzlan Abdul Rahman sagte: „15 von uns waren auf Raub aus und nur 12 stiegen auf den Berg. Drei waren unerfahrene Schüler, die das Bergsteigen lernten, und acht weitere waren Lehrer. Drei von uns waren schon auf halbem Weg zum Gipfel, als wir das Zittern plötzlich spürten. Ich konnte das Beben sehen und war entsetzt. Ich sah einige Leichen unter Felsen begraben.“ Er sagte, dass sie sich Sorgen wegen möglichen Nachbeben machten und versuchten, sichere Plätze zu finden. „Ich habe auch kleine Explosionen gehört mit anschließendem Steinschlag.“ Redzlan blieb unverletzt und fügte hinzu: „Dies ist mein erster und letzter Aufstieg.“ Ein Sabah-Parks-Sprecher sagte, es gebe Informationen, dass das Beben auf dem Weg zwischen 7,5 und 8 km lange Risse verursacht habe. Inzwischen twitterte Kultur- und Umweltminister Datuk Seri Masidi Manjun, dass die Eselsohr-Spitze am Mount Kinabalu durch das Beben zerstört wurde.

Starkes Erdbeben mit Epizentrum im Norden von Borneo – Der Feuerring ist in letzter Zeit äußert aktiv

Der Kinabalu ist mit 4095 Metern der höchste Berg Malaysias. Er liegt in einem Naturpark im Norden Borneos. Ein Erdbeben ereignete sich am 04 .06. 2015 um 23:15 UTC in der Küstenregion im Norden von Borneo in Malaysia. Borneo ist eine Insel im Malaiischen Archipel in Südostasien.

Das Epizentrum lag ca. 12 km von Ranau (Malaysia), ca. 40 km von Kota Belud (Malaysia), ca. 52 km von Donggongon (Malaysia), ca. 54 km von Kota Kinabalu (Malaysia), und ca. 214 km von Bandar Seri Begawan (Brunei). Das Erdbeben hatte eine Stärke von 6,0, die Bebentiefe lag bei ca. 10 km.

Dazu auch unserer Bericht : Leben auf unsicherem Boden – Der Kampf gegen die Naturgewalten

Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen der Opfer.

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Kinabalu climber: I saw at least one dead

KUNDASANG, June 5, 2015: By:
Sandra Sokial

A Malaysian climber was all shaken up after making his way down from Mount Kinabalu, claiming that he saw at least one fatality.

Dr. Redzlan Abdul Rahman, who was accompanying a group from Sekolah Menengah Kebangsaan Tengku Kudin in Raub, Pahang, said he saw a woman lying on the ground and checked her pulse.

“There was none. I believe she was a Singaporean,” he said without explaining further.

He said he saw at least two more bodies while scaling down from Sayat-Sayat, 7km from the entry point at the Timpohon Gate.

He believed the victims could have fallen or were hit by falling rocks, after the 6.0 magnitude earthquake that struck Ranau, caused rocks to loosen, snapping the ropes along the Via Ferrata, which was the skywalking area towards the summit.

It was reported that 189 climbers had scaled the mountain this morning and that only 52 had managed to come down so far.

The rest were still stranded at the 7.5-8km on the summit.

Efforts were being made to bring the climbers down and about 100 mountain guides had been dispatched to various locations along the path towards the mountain, awaiting orders from police and Sabah Parks authorities who were coordinating the rescue operations.

Dr Redzlan, meanwhile, said that his family back home had been calling non-stop to get updates of his whereabouts.

“There were 15 of us from Raub, and only 12 went up the mountain. Three were special students, who are slow learners, and the other eight teachers.

“Three of us were already half way down from the summit when we felt the tremor. I could see structures shaking and I was terrified.

“That was when I saw a few bodies and checked the pulse of one of them. I saw some bodies under the fallen rocks.”

He said worried of a possible aftershock, everyone sought shelter at any stable structures.

“I also heard a small explosion, and saw rocks falling.”

Redzlan was, however, unharmed, adding that: “This will be my first and last climb.”

A Sabah Parks spokesperson said there was information that the tremor had caused cracks of between 7.5 and 8 km.

Meanwhile, Sabah Tourism, Culture and Environment Minister Datuk Seri Masidi Manjun tweeted his confirmation that the Donkey’s Ear Peak at Mount Kinabalu was destroyed by the tremor.

In sharing a before and after photo of the peaks, Masidi said, “Bad news confirmed! part of the iconic ‘Donkey’s Ear’ @Mount Kinabalu is gone due to strong tremor this morning.”

Search and rescue ops continue as 17 climbers remain missing on Mount Kinabalu

KUNDASANG, June 6, 2015: By:Sandra Sokial

Eight Singaporean students are believed to be among the 17 climbers still missing as the search and rescue operation at Mount Kinabalu enters its second day today.

Ranau police chief Deputy Superintendent Farhan Lee Abdullah, in disclosing this today, said the students were among 40 Singaporeans who scaled the mountain yesterday.

Also missing are six Malaysians, comprising three climbers, two Mountain Torq staff and a mountain guide, and one each from the Philippines, Japan and China.

When asked of their fate, he said they were hoping for the best, adding that operations were launched as early as 5am to locate the victims.

“We are reaching out to the victims through two methods which is by foot and air.

“About 48 rescuers from all agencies will be scaling up to Km6.5 from the Timpohon Gate (the gateway to Mount Kinabalu), or alternatively by air where the Smart Team will be dropped at the summit who will then sweep the area,” he said during a press conference, here.

He added most of those missing were trapped at the Via Feratta trail, claimed to be world’s highest, which typically meant scaling a near-sheer rock face with only the aid of fixed ropes at an altitude of up to 3,776m on its most challenging trail.

To date, the earthquake has claimed two victims – a 30-year-old mountain guide, Robbie Sapinggi and a 12-year-old student from Singapore, Wee Ying Ping Peony. Their family members have been notified.

Their bodies have been sent to the Queen Elizabeth Hospital for post-mortem.

Farhan also said that six of the rescued climbers had received outpatient treatment while 20 others were currently warded at the Queen Elizabeth Hospital.

Another climber, currently under coma, is being warded at the Gleneagles Hospital in Kota Kinabalu.

“Most of them are shaken by the incident and refused to stay back here, and chose to return to the city.”

He added a total of 173 climbers from 187 who registered, had been brought down by rescue teams.

Meanwhile, 107 mountain staff operating the lodges on the mountain managed to scale down safely.

Yesterday’s 7.15am earthquake’s epicentre was located 14km north of Ranau, about a two-hour drive over mountain roads from Kota Kinabalu.

Tremors were felt around the west coast and interiors of Sabah but Mount Kinabalu and Ranau were apparently worst hit, where it was reported several landslides had occurred.

State Meteorological Department director Abdul Malek Tussin said the earthquake’s depth was reported at 54km with tremors felt around Ranau, Tambunan, Tuaran, Kota Belud and interior areas.

More Information: Sabah quake: S’pore students, teachers missing

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