Unterschätze niemals die Macht deines Handelns – You Never Know What Your Actions Accomplish

Mobbing3Freundschaften entstehen manchmal auf seltsame Weise. Freundschaften beginnen mit einer Begegnung und man ahnt nicht, dass dies einer der wichtigsten Menschen werden könnte.

zur englischen Version Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst Du das Leben einer Person ändern, zum Guten oder zum Bösen.

So auch in der folgenden Geschichte:

Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School, sah ich einen Jungen aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle. Er sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich dachte mir: „Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein.“ 

Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Partys und ein Fußballspiel mit meinen Freunden morgen Mittag), also zuckte ich mit den Schultern und dachte nicht mehr daran. Als ich weiter ging, sah ich eine Gruppe Kinder, die in seine Richtung liefen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn, sodass er in den Schmutz fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie etwa drei Meter neben ihm im Gras landete. Er schaute auf und ich sah diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich. Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine Brille. Er hatte Tränen in den Augen.

Als ich ihm seine Brille gab, sagt ich: Diese Typen sind Blödmänner. Er schaute zu mir auf und sagte: „Danke“. Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die wirklich Dankbarkeit zeigen. Ich half ihm, seine Bücher aufzuheben und fragte ihn, wo er wohnt. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt, also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher noch nie gesehen habe.

Er erzählte mir, dass er zuvor auf eine Privatschule ging. Ich hätte mich nie mit einem Privat-Schul-Kind abgegeben. Den ganzen Nachhauseweg unterhielten wir uns und ich trug seine Bücher. Er war eigentlich ein richtig cooler Typ. Ich fragte ihn, ob er Lust hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen,und je mehr ich Kyle kennen lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten ebenso über ihn. Es begann der Montagmorgen und auch Kyle mit dem riesigen Bücherstapel war wieder da. Ich stoppte ihn und sagte: „Oh Mann, mit diesen ganzen Büchern wirst Du eines Tages mal richtige Muskeln bekommen“. Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher.

Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde. Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach. Kyle entschied sich für Georgetown und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden und diese Kilometer zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor, eine Fußball-Karriere zu machen. Kyle war Abschiedsredner unserer Klasse. Ich neckte ihn die ganze Zeit, indem ich sagte, er sei ein Dummkopf. Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war froh, dass ich nicht derjenige war, der sprechen musste. Abschlusstag! Ich sah Kyle, er sah großartig aus. Er war einer von denen, die während der High School zu sich selbst finden und ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn. Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte: „Hey, großer Junge, Du wirst großartig sein!“ Er sah mich mit einem jener Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. „Danke“, sagte er.

Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an. „Der Abschluss ist eine Zeit, um denen zu danken, die halfen,diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, Deinen Lehrern, Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer? Aber am meisten Deinen Freunden. Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt, ist Eure Freundschaft. Lasst mich Euch eine Geschichte erzählen.“

Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag erzählte, an dem wir uns das erste Mal trafen. Er hatte geplant, sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen Schrank in der Schule ausgeräumt hatte, sodass es seine Mutter später nicht tun müsste, und trug sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und lächelte. „Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich von dieser unsäglichen Sache bewahrt“.

Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt, als dieser gut aussehende, beliebte Junge uns von seinem schwächsten Moment in seinem Leben erzählte. Ich bemerkte, wie seine Mutter und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau dasselbe dankbare Lächeln.

Niemals zuvor spürte ich solch tiefe Verbundenheit. Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste kannst Du das Leben einer Person ändern, zum Guten oder zum Bösen.

Erzählung von John W. Schlatter

»Es erscheint immer unmöglich, bis es jemand getan hat.«

Nelson Mandela

Bemühe dich nicht um viele schöne Worte, wenn du mit einer kleinen Geste mehr sagen kannst. – Eine alte Lebensweisheit.

Wenn Sie auch eine Geschichte kennen, die Sie berührt, inspiriert oder zum Nachdenken angeregt hat, dann schreiben Sie uns.  Leider finden wir oft in im Alltag kaum die Zeit, eine solche Geschichten zu lesen, darüber nachzudenken und daraus Gewinn für die Gestaltung unseres Lebens zu ziehen. Gönnen wir uns häufiger mal eine kleine Auszeit, um sich von einer guten Geschichte berühren zu lassen.

You Never Know What Your Actions Accomplish

One day, when I was a freshman in high school, I saw a kid from my class was walking home from school. His name was Kyle. It looked like he was carrying all of his books. I thought to myself, „Why would anyone bring home all his books on a Friday? He must really be a nerd.“ I had quite a weekend planned (parties and a football game with my friend tomorrow afternoon), so I shrugged my shoulders and went on. As I was walking, I saw a bunch of kids running toward him. They ran at him, knocking all his books out of his arms and tripping him so he landed in the dirt. His glasses went flying, and I saw them land in the grass about ten feet from him. He looked up and I saw this terrible sadness in his eyes. My heart went out to him. So, I jogged over to him and as he crawled around looking for his glasses, and I saw a tear in his eye.

As I handed him his glasses, I said, „Those guys are jerks. They really should get lives.“ He looked at me and said, „Hey thanks!“ There was a big smile on his face. It was one of those smiles that showed real gratitude.

I helped him pick up his books, and asked him where he lived. As it turned out, he lived near me, so I asked him why I had never seen him before. He said he had gone to private school before now. I would have never hung out with a private school kid before.

We talked all the way home, and I carried his books. He turned out to be a pretty cool kid. I asked him if he wanted to play football on Saturday with me and my friends. He said yes. We hung all weekend and the more I got to know Kyle, the more I liked him. And my friends thought the same of him.

Monday morning came, and there was Kyle with the huge stack of books again. I stopped him and said, „Damn boy, you are gonna really build some serious muscles with this pile of books everyday!“ He just laughed and handed me half the books. Over the next four years, Kyle and I became best friends. When we were seniors, began to think about college. Kyle decided on Georgetown, and I was going to Duke. I knew that we would always be friends, that the smiles would never be a problem. He was going to be a doctor, and I was going for business on a football scholarship. Kyle was valedictorian of our class.

I teased him all the time about being a nerd. He had to prepare a speech for graduation. I was so glad it wasn’t me having to get up there and speak. Graduation day, I saw Kyle.

He looked great. He was one of those guys that really found himself during high school. He filled out and actually looked good in glasses. He had more dates than me and all the girls loved him! Boy, sometimes I was jealous.

Today was one of those days. I could see that he was nervous about his speech. So, I smacked him on the back and said, „Hey, big guy, you’ll be great!“ He looked at me with one of those looks (the really grateful one) and smiled. „Thanks,“ he said.

As he started his speech, he cleared his throat, and began. „Graduation is a time to thank those who helped you make it through those tough years. Your parents, your teachers, your siblings, maybe a coach … but mostly your friends. I am here to tell all of you that being a friend to someone is the best gift you can give them. I am going to tell you a story.“ I just looked at my friend with disbelief as he told the story of the first day we met. He had planned to kill himself over the weekend. He talked of how he had cleaned out his locker so his Mom wouldn’t have to do it later and was carrying his stuff home. He looked hard at me and gave me a little smile. „Thankfully, I was saved. My friend saved me from doing the unspeakable.“ I heard the gasp go through the crowd as this handsome, popular boy told us all about his weakest moment.

I saw his Mom and dad looking at me and smiling that same grateful smile. Not until that moment did I realize its depth. Never underestimate the power of your actions.  With one small gesture you can change a person’s life. For better or for worse.

„It always seems impossible until its done. Nelson Mandela“

Netzfrauen
deutsche Flagge

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wohh exactly what I was searching for, appreciate it for posting . „Talent develops in tranquillity, character in the full current of human life.“ by Johann Wolfgang von Goethe.

  2. Pingback: Lesetipps | Kreative Strukturen

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