Master of the Universe: Der Mensch hinter der Macht – der beste Film zur Finanzkrise

BankerZum ersten Mal packt ein ehemals führender Investmentbanker Deutschlands aus. Rainer Voss, der früher locker mit Millionen hantierte, erzählt, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgründen und Skrupellosigkeiten.

Sie sind „Milliardenzocker“, „Skandalbanker“ oder „Schurkenhändler“ und sorgen für „Börsengewitter“ und „Kursmassaker“ – doch was spielt sich wirklich hinter dieser Fassade ab, wo nur ganz wenige einen Einblick bekommen?.

90 Minuten erzählt er über das Leben, das man verliert. Und das Geld, das man gewinnt. „Master of the Universe“ ist der beste Film zur Finanzkrise.

Der Preis des Erfolges: „Sie müssen bereit sein, Ihr Leben aufzugeben.“ Über die amerikanischen Banker, die den Deutschen in den achtziger Jahren zeigten, was alles möglich war: „Wir haben an ihren Lippen gehangen und gedacht, das sind gottgleiche Wesen, die uns da geschickt werden.“ Über die Händler in den Banken: „Das sind Legehennen.“ Und über den Druck: „Jedes Jahr zehn Prozent mehr. Wie Du das machst, ist mir egal. I don’t care how you do it! Das sind Sprüche, die habe ich gehört.“

Viele Verbraucher sind immer noch der Meinung, dass alle Banker gleich Investmentbanker sind, mit supertollen Verdienstchancen, Sonderboni in Millionenhöhe, maßgeschneiderten Anzügen und einem Sportwagen in der Garage. Doch dem ist nicht so.

„Master of the Universe”: Der Mensch hinter der Macht

Zum Filmbeitrag: Regisseur Marc Bauder lässt Voss einenhalb Stunden lang reden. Rainer Voss wird in einem leerstehenden Bankgebäude in Frankfurt interviewt, nur durchsetzt von eindrucksvoll sprechenden Bildern. Voss redet pragmatisch und schonungslos – einer, der es erlebt hat. Gerede von „dem Markt“ und „den Banken“ wischt er beiseite. Wenn die leitenden Banker es wollten, könnte die weltweite Spekulation gestoppt werden. Es klingt so einfach, so offensichtlich. Doch es hallt nach, dass das nicht passieren wird. Warum, davon erzählen die 90 Minuten Film.

Rainer Voss berichtet von seinem eigenen Aufstieg in den 80-er Jahren, zeitgleich mit den Banken. Er weiß, wie es sich anfühlt, „Master of the Universe“ zu sein. Er kennt das Bankensystem von innen, war lange Zeit selbst ein Teil davon. Bis auch ihn die Krise traf. Er wurde entlassen. Auf dem Filmfest von Locarno lief der Film 2013 in der Reihe „Semaine de la Critique“ und wurde mit dem Hauptpreis der Jury ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm ist für den Deutschen Filmpreis 2014 nominiert. ARTE – MEDIATHEK 

DER BANKER – MASTER OF THE UNIVERSE

Es ist vielleicht einer der besten Filme, der in den vergangenen Jahren über die Finanzwelt gedreht worden ist. Doch eine Frage sei erlaubt: Hätte Rainer Voss auch geredet, wenn er nicht entlassen worden wäre? Hätte er den Mut aufgebracht und selber gekündigt, wo ihm doch bekannt war, dass das, was er tat, Folgen für viele Anleger hatte, und nicht nur Anleger, sondern sogar für ganze Länder? Wir brauchen nur nach Griechenland oder Spanien zu schauen…
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Im Jargon der Börse löst sich Geld gern „in Luft“ auf oder „wird verbrannt“. Das ist falsch. Denn das Vermögen ist nicht weg, sondern nur woanders.

Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wow wirklich ein sehr guter und interessanter Film.
    Da sieht man mal was große Firmen und Banken ihren Mitarbeitern ab verlangen und wie diese für Geld ihr Privatleben aufgeben. Es ist erschreckend das Menschen mit so viel Geld und damit Verantwortung spielen und dabei den Kunden noch nicht mal klar ist ist welche Spielereien ihr Geld reingeht. Da sollte man sich echt überlegen sein Geld bei kleineren Banken anzulegen, ohne aktive Investmentbanker.

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