Trauer um Cecil – Wir Menschen haben es fast geschafft – der „König der Löwen“ stirbt aus

CecilDer grausame Tod des berühmten Löwen Cecil sorgt weltweit für Entsetzen. Löwe Cecil, Wahrzeichen des Hwange-Nationalparks in der Nähe der Victoriafälle, soll mit Hilfe eines Köders aus dem Nationalpark gelockt worden sein. Dann schoss der amerikanische Zahnarzt mit Pfeil und Bogen auf Cecil, der aber erst nach einem 40-stündigen Todeskampf von den Jägern entdeckt und getötet wurde.

Kennen Sie die Big Five Afrikas? Es handelt sich hier um bedrohte Tierarten. Löwe, Elefant, Leopard, Büffel und Nashorn, welche ein Großwildjäger gern als Jagdtrophäe sein eigen nennen will. 84 Millionen Euro Umsatz allein durch Jagdtouristen in den Ländern, die sich drauf spezialisiert haben.

Über den Zahnarzt, der rund 45 000 Euro für die Jagderlaubnis bezahlt haben soll, ergoss sich im Internet ein Shit-Storm. Er versicherte, sich an alle Bestimmungen gehalten zu haben, ist aber untergetaucht. Das Gericht in Hwange, 800 km westlich der Hauptstadt Harare, setzte Berufsjäger Theo Bronkhorst nach einer Einvernahme gegen Kaution in Höhe von 1000 $ auf freien Fuß.

Cecil war ein Star, der Jahr für Jahr Tausende von Wildtier-Fans in den Hwange Nationalpark lockte und gerne vor den Linsen der Menschen auf und ab tigerte. Ein GPS-Chip an Cecils Hals brachte Forschern und Studierenden der Universität von Oxford wichtige Informationen zum Verhalten des Rudelführers.

Der sinnlose Tod des berühmten Löwen hat weltweit für Entsetzen gesorgt – wir sind seinen Artgenossen gefolgt.

Löwen gehören zu den aussterbenden Tierarten

Was viele auf den ersten Blick nicht vermuten würden, bestätigte eine Studie in 2013 der amerikanischen Duke University. Die afrikanische Löwenpopulation ist in den vergangenen 50 Jahren von fast 100 000 auf 35 000 Tiere gesunken.

Wo kann ich die Wildart „Löwe“ jagen?

Löwen

Bei unserer Recherche haben wir Folgendes gefunden – es ist die Web-Seite von Jagdroyal – die Emailadresse – wenn Sie protestieren wollen: office@hunt-royal.com

Allein schon dieser Satz macht uns wütend: „Löwenjagd – ein unvergessliches Jagderlebnis und ein Muss für wahre Großwildjäger. Denn der Löwe zählt neben Elefant, Leopard, Büffel und Nashorn zu den Big Five Afrikas.“

Es handelt sich hier um bedrohte Tierarten.

Es erinnert uns an den WWF und seinen Gründer:

Der WWF setzt sich in seinen Kampagnen vorwiegend für große, charismatische Tiere ein – oft Tiger, Wale, Eisbären, Elefanten.

Pikanterweise machte der König von Spanien Schlagzeilen, als er sich bei der Elefantenjagd in Botsuana eine Hüfte brach. Juan Carlos ist spanischer WWF-Ehrenpräsident und Großwildjäger – mit diesem Hobby kommt er in der Führungsriege des WWF keineswegs allein daher.

Prinz Philipp von Großbritannien, einst WWF-Präsident, erlegte zumindest einen Tiger. Auch im vom WWF mitkonzipierten und finanzierten Kavango-Zambezi-Park ist die Jagdsaison eröffnet. „Das Wild Afrikas“, schreibt Huismann, „gehört wieder den weißen Großwildjägern und westlichen Jagdreiseunternehmen. Es ist fast so schön wie früher.“ Mehr Informationen Video: Monsanto und der WWF – Der Pakt mit dem Panda

Prinz Charles ist seit 2011 WWF-Präsident. Laut dem „Prince of Wales“ will er gemeinsam mit dem WWF und anderen Organisationen seinen Teil dazu beitragen, bedrohte Ökosysteme und Tiere auf der ganzen Welt zu schützen und für unsere Nachkommen zu bewahren. Vielleicht ist es an der Zeit, dass er den „Reichen“ mitteilt, dass Großwildjagd eingestellt werden muss. Seine Kontaktadresse: https://www.princeofwales.gov.uk/contact-us.

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The best way to fulfil your passion is to go on an African hunting safari. Are you game enough to try to reach your ultimate hunter dream?

Posted by Africa Sport Hunting Safaris on Dienstag, 21. Juli 2015

Ebenfalls zum Artensterben folgende Beiträge:

Das letzte männliche Nördl. Breitmaulnashorn -The Last Male Northern White Rhino Left On Earth Is Protected By Armed Guards 24/7

Afrikanische Elefanten sterben aus – 100,000 Elephants Killed by Poachers in Just Three Years, Landmark Analysis Finds

Auf der Seite: Jagdroyal


Löwe jagen in Namibia

Löwe in Namibia

Jagd auf den Löwen im Caprivi oder auf die Big Five Afrikas (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard).

Jagdzeit:

01.02. – 30.11.

Löwe jagen in Tansania

Löwe in Tansania

Jagd auf den Löwen oder auf die Big Five Afrikas (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard).

Jagdzeit:

01.05. – 31.12.

Löwe jagen in Südafrika

Löwe in Südafrika

Jagd auf den Löwen oder auf die Big Five Afrikas (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe, Leopard).

Jagdzeit:

01.03. – 31.10.

Rund 84 Millionen Euro Umsatz durch Jagdtouristen

Das Erlegen eines Löwen gehört zu den teuersten Abschüssen und kostet umgerechnet rund 18 000 Euro. Das Fell nehmen die Jäger als Trophäe in ihre Heimat mit. Beinahe 90 Prozent der Jagdtouristen kommen nach Angaben des südafrikanischen Berufsjägerverbands Phasa aus den Vereinigten Staaten. Doch auch Europäer sind aktiv.

2010 bis 2013 – Löwentrophäen aus Afrika

Spanien 364

Frankreich 128

Deutschland 160

Vereinigten Staaten  3.000

Simbabwe

So kostet eine zehntägige Löwenjagd am Rande des Hwange-Nationalparks bei Jagdführung 1:1 inklusive Trophäenabgabe 8500 US-Dollar.

Sambia

Bangweulu Swamps und Luangwa Valley: Klangvolle Jagdgebiete. Wer hier Antilopen, Katzen und Büffel jagen will, dessen Brieftasche muss schon ziemlich bestückt sein, so die Insider-Tipps für Afrika
Für dreiwöchige Safaris im klassischen Stil werden über 25 000 US-Dollar gezahlt, ohne Trophäengebühren und Charterflüge! Aber gejagt werden kann hier eine weite Palette der Wildarten: von Löwe und Leopard über Kaffernbüffel bis hin zu den Kafue Lechwe und Sitatunga. Quelle

TANSANIA  – Selous

Dieses haben wir auch Tansania-Safari – SB-Jagdreisen gefunden:

Der Selous ist das älteste, größte unbewohnte afrikanische Wildreservat. Der Selous ist 48 000 km2 groß und bedeckt 5 % des gesamten Staatsgebietes. 10 % der Fläche sind für Fotosafaris reserviert, in den restlichen 90 % darf kontrolliert gejagt werden.

Nirgends auf der Welt gibt es größere Büffelkonzentrationen. Ferner gibt es dort das Nyassaland-Gnu und die ansonsten raren Pukus. Die Elefanten haben eher dünne, aber lange Stoßzähne. Es gibt prachtvolle Mähnenlöwen und starke Leoparden, riesige Krokodile, machtvolle Flusspferde, grazile Impalas, Wasserböcke, Elenantilopen, heimliche Buschböcke usw.. Lediglich Gerenuks, Grant- und Tompson-Gazellen, Büschelohr-Oryx und kleine Kudus fehlen.

Die Jagdzeit endet meist ca. Mitte November, wenn die Regenzeit beginnt und die großen Flüsse über die Ufer treten. Beste Jagdmonate sind August bis November.

Jagdkosten in US-Dollars http://www.sb-jagdreisen.de/inhalt.php?id=afrika&land=tansania

Tages-
kosten
staatliche
Gebühren
Total
Jäger
Begleit-
person
7 Tg. 1:1 auf 2 Büffel, Pavian,
Buschschwein, Grant, Impala, Wilde-
beest, Warzenschwein, Zebra
10.850 5.050 15.900 3.200
dto. 2:1 pro Jäger 10.150 5.050 15.200 dto.
dto. 2:2 pro Jäger 10.850 5.050 15.900 dto.
10 Tg. auf Wildarten wie bei 7 Tagen
Safari 1:1 16.000 5.600 21.600 4.500
2:1 pro Jäger 12.500 5.600 18.100
2:2 pro Jäger 15.000 5.600 20.600
14 Tage Leopard oder Löwe Spezial*
Führung 1:1 30.050 7.850 37.900 6.300
2:1 pro Jäger 25.050 7.850 32.900
2:2 pro Jäger 28.050 7.850 35.900
21 Tage Löwe und Leopard
(volle Palette Spezial **)
Führung 1:1 41.800 9.200 51.000 9.500
2:1 pro Jäger 32.800 9.200 42.000
2:2 pro Jäger 39.800 9.200 49.000

INFOBOX

Übliche Jagdpraxis ist das sogenannte Canned Hunting. Dabei werden an Menschen gewöhnte Zuchtlöwen für zahlungskräftige Trophäenjäger, die vor allem aus Europa und Nordamerika anreisen, in einem eingezäunten Gebiet zum Abschuss freigegeben. Die  Großkatzen haben keine Chance zu entkommen. Oft sind sie sogar mit Medikamenten ruhig gestellt. Eine feige Gatter-Jagd mit „Erfolgsgarantie“, mit der sehr viel Geld verdient wird.

Das Leid der Tiere beginnt mit der Geburt auf einer der 200 Zuchtfarmen. Die Löwenbabys werden von ihrer Mutter getrennt und als Touristenattraktion missbraucht. Gegen Bezahlung kann man die hilflosen Jungen füttern, streicheln und fotografieren, mit älteren Tieren sogar spazieren gehen. Ab einem Alter von vier Jahren sind die jungen Löwen dann eine attraktive Beute für Trophäenjäger.

Der König der Löwen stirbt aus – Schuld daran ist neben der voranschreitenden Zerstörung des Lebensraums die Trophäenjagd auf Afrikas größte Raubkatzen. Das Reiseziel Südafrika boomt. Nicht nur für Naturliebhaber, auch für Jäger ist es ein Paradies. Abertausende Jagdtouristen aus Europa und den USA reisen jedes Jahr in die Region. Statt Fotos bringen sie ein Löwenfell als Souvenir mit nach Hause. Die Nachfrage nach Löwen-Trophäen steigt stetig an.

Blood Lions

Blood Lions, ein neuer Dokumentarfilm, enthüllt die ganze Wahrheit über die Löwenzuchtindustrie und die Gatterjagd in Südafrika. Die Geschichte wird von Ian Michler erzählt, einem gefeierten Umweltjournalisten.

Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 800 gezüchtete Löwen in Südafrika von wohlhabenden internationalen Jägern erschossen, und dies unter Bedingungen, die alles andere als sportlich sind.
Ian prangert diese Misstände seit 1999 an und besucht seitdem Zuchtfarmen, um die Auswirkungen der jahrzehntelangen intensiven Zucht auf Löwen zu beobachten.

Streichelfarms, Touristenaktivitäten mit Löwen und Handel mit Löwenknochen sind auf dem Vormarsch. Alle werden unter dem Deckmantel der Erhaltung, Forschung und Bildung gerechtfertigt.
Der Film zeigt im Detail, wie lukrativ es ist, Löwen zu züchten, und wie die Behörden und professionelle Jagd- und Fremdenverkehrsorganisationen sich zu Komplizen der Industrie gemacht haben.

Es ist aber auch eine Geschichte der Hoffnung: Die australische Regierung hat z. B. vor kurzem ein umfassendes Verbot für die Einfuhr aller Löwentrophäen verkündet.

„Grausam, barbarisch, makaber – so wird die kommerzielle Löwenzuchtindustrie und die Gatterjagd von australischen Parlementarieren umschrieben. http://www.bloodlions.org/

INFOBOX

Das Durban International Film Festival ist ein jährlich stattfindendes Filmfestival in der südafrikanischen Stadt Durban. Jährlich werden über 300 südafrikanische, afrikanische und internationale Filme vorgestellt. Die meisten der Filme haben dort ihre Erstaufführung. Im Rahmen des Festivals finden Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Seminare zu verschiedenen Themen statt.

Veranstalter ist das Centre For Creative Arts der University of KwaZulu-Natal. Die wichtigsten Partner sind die National Film and Video Foundation der Provinzregierung KwaZulu-Natals (Department of Economic Development and Tourism), HIVOS, die Stadt Durban, die Deutsche Botschaft, das Goethe-Institut und die Industrial Development Corporation.

Nicht nur Großwildjagd – Afrikanische Löwenknochen sind in Asien als Rohstoff für fragwürdige Heilmittel heiß begehrt.

Nachdem schon Nashorn und Elfenbein auf den asiatischen Märkten von Quacksalbern und „traditionellen“ Apothekern entdeckt wurden, wächst nun die Nachfrage nach eben diesen Löwenknochen. Bis zu 10 000 US-Dollar (7600 Euro) zahlen Kunden in Asien für ein Skelett des Königs der Tiere. Apotheker preisen hier Pulver und Tabletten aus Löwenknochen als Heilmittel für Krankheiten von Asthma bis zu Impotenz an. Vor allem der „Tigerwein“ ist populär – da der Handel mit Tigerknochen schon lange geächtet ist, werden nun stattdessen Löwenknochen in Whisky eingelegt und als eine Art „Tigerwein“ verkauft. Der Bestand an wilden Löwen in Afrika von etwa 20 000 ist nun gefährdet.

Kimba, die Löwin Elsa oder der schielende Löwe Clarence sind Erinnerungen aus unserer Kindheit.

Allein das Musical „König der Löwen“ begeistert jeden Tag viele Menschen.

Wer kennt nicht den Spruch: „Ich kämpfe wie ein Löwe“

Doch nun müssen unsere Löwen um ihre Arterhaltung kämpfen. Ein Kampf, den sie selbst nicht gewinnen können.

So wie ein Spruch aussagt: „Den toten Löwen kann jeder Hase an der Mähne zupfen.“

Hoffen wir auf den Erhalt unserer Löwen

Sorry Cecil  – R.I.P.

„Wenn wir sterben, werden unsere Körper zu Gras und die Antilopen fressen das Gras! Und somit sind wir alle Eins…im ewigen Kreis des Lebens!“ – aus König der Löwen

Netzfrau Doro Schreier

Dazu auch: Großwild-Jagdtourismus aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verdrängt 40.000 Maasai

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. They should hunt without weapons judt so they see what it feels like to be „hunted“ and i can see the couples and solo hunterd scream for their deaths, it would not suprise me when nature will change her mind and make us the hunted ones at the end thats what we deserve.

  2. Je kürzer der Pimm..el, desto größer das Verlangen sich produzieren zu müssen. Die Jagd nach der Steinzeit (ohne den Zwang sich davon ernähren zu müssen) ist leider ein Auswuchs dieser kurzschwänziger Primaten. Man sollte sie in Reservate sperren und dann von ihresgelichen jagen lassen. Aber für Geld. Übrigens fahren auch Typen wie James Hetfield (Metallica) zur Bärenjagd nach Russland. Ebenso erwähnenswert, weil abartig.

  3. Je kürzer der Pimm..el, desto größer das Verlangen sich produzieren zu müssen. Die Jagd nach der Steinzeit (ohne den Zwang sich davon ernähren zu müssen) ist leider ein Auswuchs dieser kurzschwänzigen Primaten. Man sollte sie in Reservate sperren und dann von ihresgleichen jagen lassen. Aber für Geld. Übrigens fahren auch Typen wie James Hetfield (Metallica) zur Bärenjagd nach Russland. Ebenso erwähnenswert, weil abartig.

  4. Hallo ich bin ein tierfreund es ist doch traurig das menschen sich dran ergötzen Tier welcher Art zu töten an din Wände zu hängen ihrgen wann zu endsorgen weil es nicht mehr gut aussieht ich frage mich oft ob so ein mensch auch auf menschen schießen kann es muß verboten werden es tut mir so leid für die Tiere es ist grausam
    habe keine Worte dafür

  5. Es ist schrecklich, dass es immer noch in der heutigen Zeit Menschen gibt, die, die Jagd befürworten. Ich frage mich, was ist der Unterschied zwischen Wilderei und (Trophäen) Jagd.?
    Geschützte Tiere, werden sowohl bei der Wilderei, als auch bei der legalen Jagd getötet. Durch
    die Jagd in Afrika wird die natürliche Auslese und das ganze Ökosystem zerstört, Kein Jäger soll
    behaupten, er wäre Arten und Naturschützer, wie es mir in Namibia immer erzählt wurde. Die
    Tiere werden dort in den eingezäunten Farmen erst fotografiert und dann zum Abendessen serviert.
    Wenn wir Afrikas Wildnis und Schönheit weiter erhalten wollen, muss das Jagen konsequent ver-
    boten werden. Wenn Jagd Artenschutz bedeutet, dann ist Krieg nichts anders als Geburtenkontrolle.
    Die Jägerschaft (auch die Gründer des WWF) muss endlich begreifen, wenn wir nicht Einhalt gebieten ist die wunderschöne Tierwelt Afrikas verloren. Darum appelliere ich, sucht euch ein anderes nicht so grausames, perverses, sondern ein gnädigeres Hobby, denn Töten kann doch nicht
    so schön sein. Spendet lieber das viele Geld, um die Tierwelt zu schützen.

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