ACHTUNG – VERMEHRTE VERGIFTUNGSFÄLLE DURCH BITTERE ZUCCHINI

Zuchini5Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) warnt vor dem Verzehr bitterer Zucchini und Kürbisse. Vermutlich bedingt durch große Trockenheit scheint es in diesem Jahr vermehrt zur Bildung darmschädigender Bitterstoffe, der so genannten Cucurbitacine, in Zucchini und Kürbis aus privatem Anbau zu kommen.

Je nach aufgenommener Menge können Durchfallerkrankungen bis hin zu lebensgefährlichen Darmschäden auftreten. In bayerischen Kliniken sind dieses Jahr zum Teil schwerwiegende Vergiftungsfälle aufgetreten. Das LGL gibt deshalb folgende Verzehrempfehlung: Verzichten Sie auf den Verzehr bitter schmeckender Kürbisse oder Zucchini – unabhängig davon, ob roh oder gekocht.

Cucurbitacine sind Bitterstoffe, die natürlich in verschiedenen Kürbisgewächsen, den sogenannten Cucurbitaceaen, vorkommen können. Insbesondere die große Trockenheit in den vergangenen Wochen konnte dazu führen, dass Pflanzen cucurbitacinhaltigere Früchte tragen. Dies ist eine mögliche Erklärung für die berichtete Häufung von Vergiftungsfällen in diesem Jahr.

Diese Giftstoffe sind in Kürbissen oder Zucchini jedoch durch Züchtung nur mehr in sehr geringem Umfang vorhanden. Durch Rückkreuzung mit Zierkürbissen, die noch in hohem Maße Cucurbitacine enthalten, können auch Zucchini- oder Kürbissamen entstehen, aus denen wieder Pflanzen mit stark cucurbitacinhaltigen Früchten wachsen.

Zu einer solchen Rückkreuzung kann es insbesondere dann kommen, wenn in Hobbygärten Zierkürbisse und essbare Kürbisgewächse in unmittelbarer Nachbarschaft wachsen. Es sollten daher keine Samen, die von Zucchini und Kürbissen aus dem eigenen Garten gewonnen werden, für den weiteren Anbau eingesetzt werden. Bei der Aussaat handelsüblicher Samen von Zucchini und Kürbis ist mit dem Auftreten gesundheitsschädlicher Früchte in der Regel nicht zu rechnen.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Mann stirbt nach Vergiftung durch Zucchini

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass ein 79-jähriger Rentner aus Heidenheim (Baden-Württemberg) verstarb, nachdem er ein Gericht mit Zucchini aus seinem Garten verzehrt hatte. Medienberichten zufolge enthielten die Zucchini Cucurbitacin, dass schwere Lebensmittelvergiftungen verursacht, die schlimmstenfalls tödlich verlaufen. Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte daraufhin vor dem Verzehr von bitter schmeckenden Zucchini gewarnt.

Die Behörde teilte zudem mit, dass in diesem Sommer in Bayern mindestens fünf Menschen nach dem Verzehr bitterer Zucchini oder Kürbisse ärztlich behandelt wurden. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa seien dem Amt zufolge bei allen Patienten Cucurbitacin-Vergiftungen festgestellt worden. Der Behörde seien keine Todesfälle bekannt. Die Dunkelziffer könnte möglicherweise höher liegen, da Betroffene oder Ärzte nicht jeden Durchfall mit dem Verzehr bitterer Zucchini oder Kürbisse in Zusammenhang bringen.

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Genau, bloss keine selbstgezogenen Früchte essen oder sogar eigenes Saatgut verwenden. Wurde ja schliesslich nicht von der FDA als sicher eingestuft, gefährlich gefährlich, buh!

    • Ich versuche ja, nicht immer und überall gleich ne böse Verschwörung zu sehen, aber auch mir drängte sich der Gedanke direkt auf:)

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