Neue Studie: Anstieg von Demenz durch Anstieg von Pestiziden? People are developing dementia earlier and dying of it more, a study shows

DemenzWeltweit erkrankt alle 3,2 Sekunden ein Mensch an Demenz und die Zahlen steigen stetig an.

Eine umfassende Studie fand heraus, dass Menschen heute rund ein Jahrzehnt früher von Demenz betroffen sind, als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Dies könnte auf äußere Faktoren wie Umweltverschmutzung sowie die gestiegene Verwendung von Pestiziden zurückzuführen sein. English

Seit Jahren wird mit Hochdruck geforscht und man weiß immer mehr, aber noch lange nicht alles. Demenz ist der Oberbegriff. Es gibt viele verschiedene Demenzerkrankungen und die Alzheimer-Demenz ist mit bis zu drei Vierteln der Fälle die häufigste Form einer Demenzerkrankung. Das heißt: Jeder Mensch, der Alzheimer hat, ist dement, aber wer dement ist, muss nicht unbedingt Alzheimer haben.

„Weg vom Geist“ bzw „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen vorweggenommen, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, sodass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.

Die Zahl der Betroffenen werde sich in den nächsten Jahrzehnten dramatisch erhöhen, teilten Wissenschaftler jetzt in London bei der Vorstellung des Welt-Alzheimer-Berichtes 2015 mit.

Derzeit leben weltweit 46,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. 2030 werden es bereits 74,1 Millionen sein, 2050 schon 131,5 Millionen. Die gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Kosten von Demenz beziffert der Bericht auf jährlich 818 Milliarden US-Dollar (etwa 711 Milliarden Euro).

http://www.alz.co.uk/sites/default/files/pdfs/global-impact-dementia-infographic.pdf

http://www.alz.co.uk/sites/default/files/pdfs/global-impact-dementia-infographic.pdf

Im Juli 2015 stellten wir eine Studie vor, die besagt, dass in den USA zwischen heute und 2050 über 28 Millionen Menschen mit der Diagnose Alzheimer konfrontiert werden. 2040 leiden bereits 10 Millionen Menschen an der Krankheit – eine Verdoppelung gegenüber den Alzheimer-Patienten im Moment – so die Prognose.

Neue Alzheimer-Medikamente in Entwicklung – aber mit einer Misserfolgsquote von 99,6 % bisher

Auch die vfa beschäftigt sich mit dem Thema, vfa ist der Wirtschaftsverband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden forschenden Pharma-Unternehmen und über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik.  Er versucht, deren Interessen vor allem in der Gesundheitspolitik durchzusetzen. Da große Konzerne wie Bayer, Pfizer, Novartis oder Roche hinter ihm stehen, gilt der vfa als einflussreichster Lobby-Verband der Pharmabranche. Dazu auch: Die Top 10 der Pharmakonzerne – Das große Fressen

Erst im Juli 2015 teilte der Verband mit, dass die Alzheimer-Medikamente das Topthema der Pharmaforschung sind.

Die Entwicklung neuer wirksamer Alzheimer-Medikamente hat bei den Pharmaunternehmen seit vielen Jahren hohe Priorität. Ein Drittel der vfa-Mitgliedsunternehmen erprobt Mittel in Studien oder forscht an weiteren Medikamenten in einem seiner Forschungslabors. Allerdings haben die letzten Jahre fast ausschließlich Misserfolge gesehen: Etliche Medikamenten-Kandidaten bewährten sich in der Erprobung mit Patienten nicht und ihre Entwicklung musste eingestellt werden. Eine 2014 publizierte Untersuchung über die von 2002 bis 2012 in klinischen Studien erprobten Medikamente ergab eine Misserfolgsquote von 99,6 % (J L Cummings et al.: Alzheimer’s disease drug-development pipeline: few candidates, frequent failures. Alzheimer’s Research & Therapy 2014, 6:37). Generell gilt in der klinischen Erprobung von Medikamenten eine Misserfolgsquote von „nur“ rund 88 %; d. h. wenigstens eins von acht bis neun Projekten führt zu einer Medikamentenzulassung.

Sehr vielversprechend klingt das nicht. Schließlich gibt es zig Millionen Euro für die Forschung der Medikamente auch von der Bundesregierung. Mit rund 66 Millionen Euro im Jahr für das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen wurde seitens der Regierung die Unterstützung für die Erforschung neuer Therapie- und Diagnoseansätze ausgeweitet.

Neue Studie: Demenz wird immer früher zum Problem bei steigender Todesrate

Der Bericht von Daniela Deane aus der Washington Post betrifft uns irgendwie alle. Denn wir alle sind bzw. werden älter. Die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, steigt. Wie der Bericht, den wir für Sie übersetzt haben, zeigt, ist eine eindeutige Ursache dafür nicht belegt. Aber die Hinweise verdichten sich, dass es „mensch“-gemacht ist – was eigentlich niemanden verwundert. Aber lesen Sie selbst.

Eine umfassende Studie fand heraus, dass Menschen heute rund ein Jahrzehnt früher von Demenz betroffen sind, als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Dies könne auf äußere Faktoren wie Umweltverschmutzung sowie die gestiegene Verwendung von Pestiziden zurückzuführen sein.

Die Studie, in der die Entwicklung der Krankheit in 21 westlichen Länder zwischen 1998 und 2010 verglichen wurden, fand heraus, dass die Krankheit inzwischen bereits regelmäßig bei Menschen Ende 40 diagnostiziert wird und dass auch die Todesrate dramatisch ansteigt..

Veröffentlicht wurde die Studie im Surgical Neurology International Journal. Die Ergebnisse konnte man auch in der London Times nachlesen.

Das Problem zeige sich besonders intensiv in den USA, wo sich die Todesrate durch neurologische Ursachen bei Männern über 75 nahezu verdreifacht und bei Frauen verfünffacht hat, wie Colin Pritchard von der Universität von Bournemouth, der die Studie verantwortet, der London Times mitteilt.

Das Blatt zitierte mehrere Wissenschaftler der Studie, die eine Kombination von Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung durch Autos und Flugzeuge mit der weit verbreiteten Verwendung von Pestiziden als Ursache ausmachen.

Frühformen von Demenz zeigten sich in der Vergangenheit bei Menschen in den späten 60ern. Die Forschung ergab, dass bereits heute sehr viel jüngere Menschen betroffen sind.

Die Studie fand ebenfalls heraus, dass ein signifikanter Anstieg neurologischer Todesursachen bei den 55- bis 74-jährigen festzustellen ist, bei Menschen über 75 hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Der Wissenschaftlicher teilte der Londoner Zeitung mit, dass rund 60 % des Anstiegs auf Demenz zurückgeführt werden konnte. Bei den restlichen 40 % handelt es sich um andere neurologische Krankheiten wie Parkinson oder die Motoneuronerkrankung.

Prichard sagt, dass dieser starke Anstieg bei durch Demenz verursachten Todesfällen nicht einfach auf eine zunehmend älter werdende Bevölkerung oder verbesserte Diagnosen zurückzuführen sei.

„Die Anstiegsrate in diesem kurzen Zeitraum weist auf eine stille bzw. sogar verborgene Epidemie hin, in der Umweltfaktoren eine Hauptrolle spielen“, wird er zitiert. Laut Prid kann man es nicht auf eine einzige Ursache zurückführen, es gäbe jedoch ein offensichtliches Zusammenspiel verschiedener Chemikalien und  verschiedener Formen der Umweltverschmutzung.

„Die Umweltveränderungen der letzten 20 Jahre haben zu einem Anstieg der Petrochemie im menschlichen Umfeld geführt: Flugverkehr, die Vervierfachung bei Motorfahrzeugen, Insektizide, der Anstieg elektromagnetischer Felder im Hintergrund usw.“ wird Pritchard von der Zeitung zitiert. Niemand wolle den Fortschritt der Moderne beenden. Man müsse ihn nur sicher machen.

Andere Experten, die von der Zeitung zitiert werden, sind skeptisch, was die Ursachen für den Anstieg angeht. Professor Tom Dening, der an der Universität von Nottingham an Demenzforschung arbeitet, sagt, dass die sinkende Todesrate bei Krebs und Herzkrankheiten zum Anstieg bei neurologisch verursachten Tod führe. „An irgendetwas müsse man ja sterben“.

„Wir können nicht abschließend feststellen, dass unser modernes Leben dazu führt, dass die Krankheit bei zunehmend jüngeren Menschen auftritt“, sagt  Dr. Simon Ridley, Leiter der Forschungsabteilung bei Alzheimer’s Reserach in Großbritannien. „Wir wissen, dass Alzheimer und andere Demenzen auf eine komplexe Kombination von Risikofaktoren hindeuten.“

Pritchard dagegen warnt, dass es „Zeit für uns ist, aufzuwachen und zu realisieren, dass wir ein gravierendes, noch nie dagewesenes Problem durch neurologische Krankheiten haben – und das ist nicht nur die frühzeitig auftretende Demenz.“

People are developing dementia earlier and dying of it more, a study shows

By Daniela Deane August 6

People are developing dementia a decade before they were 20 years ago, perhaps because of environmental factors such as pollution and the stepped-up use of insecticides, a wide-ranging international study has found.

The study, which compared 21 Western countries between the years 1989 and 2010, found that the disease is now being regularly diagnosed in people in their late 40s and that death rates are soaring.

The study was published in the Surgical Neurology International journal, and its findings publicized in the London Times newspaper Thursday.

The problem was particularly acute in the United States, where neurological deaths in men aged over 75 have nearly tripled and in women risen more than fivefold, the leader of the study, Colin Pritchard from Bournemouth University, told the London Times.

Scientists quoted in the study said a combination of environmental factors such as pollution from aircraft and cars as well as widespread use of pesticides could be the culprit, the newspaper reported.

Early-onset dementia used to cover people developing the disease in their late 60s. Now, it’s meant to mean people much younger than that, the research showed.

The study found that deaths caused by neurological disease had risen significantly in adults aged 55 to74, virtually doubling in the over-75s.

Some 60 percent of the increase in deaths was attributed to dementias. Some 40 percent covered other neurological diseases such as Parkinson’s and motor neurone disease, scientists told the London newspaper.

The sharp increase in death rates from dementia-related diseases cannot simply be blamed on an aging population or stepped-up diagnosis, Pritchard said.

“The rate of increase in such a short time suggested a silent or even a hidden epidemic, in which environmental factors must play a major part, not just aging,” he was quoted as saying. Pritchard said no single factor was to blame, but instead blamed the interaction between different chemicals and varying ypes of pollution.

“The environmental changes in the last 20 years have seen increases in the human environment of petro-chemicals — air transport, quadrupling of motor vehicles, insecticides and rises in background electro-magnetic field, and so on,” Pritchard was quoted by the newspaper as saying. The scientists said nobody wanted to put an end to modern advances. Instead, to make them safer.

Other experts quoted by the newspaper were skeptical about the causes for the increase.

Tom Dening, professor of dementia research at the University of Nottingham, said that falling death rates for cancer and heart disease could account for the spike in deaths from neurological disease since people “had to die of something.”

“We can’t conclude that modern life is causing these conditions at a younger age,” Dr. Simon Ridley, head of research at Alzheimer’s Reserach UK told the paper. “We know that Alzheimer’s and other dementias can have a complex interplay of risk factors.”

Pritchard warned, however, that it was “time for us to wake up and realise that a major problem we now face is unprecedented levels of neurological disease, not just the early dementias.” deutsch

Netzfrau Andrea Escher und Doro Schreier

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das hört sich nach einer weltweiten Pandemie an,
    deren Ursache noch nicht bekannt scheint
    UND
    um die sich wohl auch keiner bemüht sie zu finden,
    es geht um Verwaltung der Erkrankten.

    CUI BONO – wem nützt – es ist die Frage?
    Der Phamaindustrie und der „Menschen-Unterbringungswirtschaft“,
    die ja wie wir wissen – Hand in Hand arbeiten.

  2. Demenzen und Demenz-ähnliche Symptome können durch eine Vielzahl von Erkrankungen sowie toxische Schädigungen ausgelöst und vorgetäuscht werden. Leider findet häufige keine gründliche Diagnostik statt. Die wahren Ursachen bleiben ungeklärt und den Betroffenen wird vorschnell das Etikett „Alzheimer“ oder „Demenz“ verpasst. Dabei lassen sich viele dieser Ursachen gut verhindern oder beheben. Unzählige, vor allem ältere Menschen leiden deshalb unnötig und werden in Alten- und Pflegeheime abgeschoben, obwohl sie wunderbar noch für sich selbst sorgen könnten, wenn sie die richtige Therapie erhalten würden. Wer mehr über die Ursachen, Hintergründe und Strippenzieher in Industrie und Forschung erfahren will, dem empfehle ich das Buch „Vergiss Alzheimer“ (als Taschenbuch im Herder Verlag) zu lesen. Ich verspreche Ihnen: Es ist ein Krimi und er wird Ihnen die Augen öffnen…

    • Danke für den Buchtipp. Ich habe auch ein Buch zum Thema Alzheimer, das ich intensiv ausgewertet habe: „Die Alzheimer-Lüge von einem Autoren namens Nehls. Macht großen Mut, es zu lesen. Der Autor widerlegt darin die These, dass Alzheimer eine altersbedingte krankheit ist. Es hat was mit Ernährung und Lebensführung zu tun.

      • „Eure Nahrung sei Eure Medizin“. Dieser Satz von Hippokrates hat weiterhin seine Gültigkeit. Schade nur, dass auch nicht EINER der Forschenden in diesem Artikel in Erwägung zieht, dass es einen Zusammenhang zwischen Ernährung und Demenz geben könnte.
        Mein bösartiger Kommentar zu diesem Tatbestand: Studien hierzu würden von Niemandem finanziert werden, da man ja anschließend mit den Ergebnissen, egal wie überzeugend sie auch sein mögen, kein Geld machen kann, schon gar nicht mit teuren Pharmaka. Und – Monsanto lasse ich jetzt mal außen vor -Auf Nahrung kann und darf es keine Patente geben. Niemand hat z. B. das Recht, Kurkuma, das pflanzliche Krebsmittel Nummer 1, zu patentieren.

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