Iran – Energiehunger vor Menschenrechte – Darum schweigt Frau Merkel!

Iran2In den letzten Wochen rückte der Iran wieder vermehrt in die Schlagzeilen. Die Menschenrechtslage im Iran ist unter Präsident Hassan Rouhani nicht besser geworden, doch wen interessiert es? Nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran hofft die europäische Wirtschaft auf Milliardengeschäfte in dem ölreichen Staat. Bundeswirtschaftsminister Gabriel reagierte umgehend und reiste nach Teheran. Im August wurde Fateme Haddadi, 39, Mutter eines Mädchens, 8 Jahre in Haft,  im Gohardasht Gefängnis von Karaj, westlich von Teheran, gehängt. Akram Mahdavi, seit 12 Jahren im Gefängnis, soll ebenfalls gehängt worden sein. Rayhaneh Jabbari wurde am 25. Oktober 2014 gehängt.

Massenhinrichtungen finden fast täglich in iranischen Gefängnissen statt und sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Oft dauern die Anhörungen nur 15 Minuten. Ordentliche Prozesse sind Fehlanzeige. Andersdenkende und Andersgläubige werden im Iran systematisch gefoltert. Der Iran hat wichtige völkerrechtlich bindende Verträge ratifiziert. Zu den Vertragspartnern gehören fast alle Staaten der Erde. Auch der Iran bekennt sich öffentlich zu seinen vertraglichen Verpflichtungen, doch die Islamische Republik bricht diese Verträge täglich: Durch Folter, willkürliche Haft, Entrechtung von Frauen und Minderheiten.

Eine aktuelle Nachricht aus dem Iran zeigt, welche Rechte Frauen in Zukunft im Iran bleiben – nämlich keine. Der Iran ist ein islamischer Staat, in dem die Sharia herrscht, d. h. der Islam – die Religion – ist im Gesetz verankert und jeder, der dort lebt, muss sich an diese Gesetze halten. Auch wenn unsere Politiker in den Iran reisen, um dort Geschäfte zu machen, müssen sie sich diesen beugen, auch wenn es für uns „nur eine Religion“ ist. Für die Regierung Irans ist es Gesetz, die Wahrheit, die Pflicht.

Irans Polizeichef gab bekannt, dass die islamische Republik hart durchgreifen will: Bei Frauen, die die Schurkerei begehen, nicht ordentlich verschleiert Auto zu fahren.

Irans Polizeichef gab am Mittwoch, dem 02. September 2015 bekannt, dass die islamische Republik hart durchgreifen will: Bei Frauen, die nicht ordentlich verschleiert Auto fahren.

„Wenn eine Fahrerin eines Autos mangelhaft verschleiert ist oder gar ihren Schleier abgenommen hat, dann wird das Fahrzeug in Übereinstimmung mit dem Gesetz beschlagnahmt,“ teilte der Teheraner Polizeichef, General Teymour Hosseini der staatlichen ISNA news mit.

Und wenn die Frauen ihre Autos wiederhaben wollen, dann müssen sie eine richterliche Erlaubnis haben, um ihre eigenen Autos zu fahren, fügte er hinzu.

Die Neuigkeit erreichte die iranischen Parlamentarier, die sich in der Woche sowieso schon zu dem Thema im Majlis (Iranisches Parlament) ereifern.

„Unglücklicherweise erscheinen einem manche Straßen der Hauptstadt wie ein Modesalon,“ kommentiert Irans Justizchef, Ayatollah Sadegh Larjani, und fügt hinzu, dass zu viel Toleranz die aktuelle Situation entstehen ließ.

Irans Frauen werden seit der Islamischen Revolution 1979 gezwungen, den Hijab (Schleier) zu tragen. Denn die Revolution setzte als Staatschef einen theokratischen Diktator Ayatollah ein, der über unbegrenzte Macht verfügt.

„Eine der ersten Handlungen des Regimes war die Einführung der obligatorischen Verschleierung und die Unterdrückung des gewaltigen Protestmarschs am 8. März 1979, dem internationalen Frauentag,“ sagte die Frauenrechtsaktivistin Maryam Namazie der International Business Times.

Wie auch immer, es gab jedenfalls einen Aufschrei der im Ausland lebenden iranischen Frauenrechtsgruppierungen.

2014 wurde von der Journalistin Masih Alinejad die Facebookseite „My Stealthy Freedom“ ins Leben gerufen, die Frauen dazu auffordert, ihren Hijab zu lüften, um auf ihre Rechte aufmerksam zu machen. Die Seite hat mittlerweile über 877 000 Likes.

Ruhani traf sich in Davos 2014 bereits mit hochrangigen Gästen und Vertretern der Wirtschaft!

Iran – Internationale Automobilkonzerne stehen in den Startlöchern

… und wiedermal Wachstum gesucht  – die Automobilbranche sucht den Absatzmarkt – schon pervers – auf der einen Seite wird Frauen fürs Fahren ohne Kopftuch das Auto weggenommen, auf der anderen Seite suchen gerade die Autokonzerne in Iran nach Kunden.

Türkei!

Die Türkei sieht nach dem erfolgreichen Abschluss des Atomabkommens gute Chancen für eine verstärkte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Iran. Hoffnungen auf eine Belebung der Geschäfte machen sich insbesondere die türkischen Kfz-Zulieferer und der Einzelhandel. Im 1. Halbjahr 2015 stiegen die Ausfuhren ins Nachbarland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 30 %. Zur Förderung des bilateralen Handels soll im Grenzgebiet eine gemeinsame zollfreie Zone errichtet werden. Bereits heute engagieren sich 134 türkische Firmen im Nachbarland mit Investitionen im Umfang von 1,2 Mrd. $. Im 1. Halbjahr 2015 stiegen die türkischen Exporte in den Iran um über 30 %. – Quelle die German Trade&Invest vom 09.September 2015

Gerade die Türkei zeigt sich nicht zimperlich, wenn es um Menschenrechte geht. Seit sieben Tagen, 24 Stunden am Tag! Über ‪Cizre‬ – eine Türkische Stadt an der Grenze zu ‪‎Syrien‬ und ‪‎Irak‬ – wurde eine Ausgangssperre verhängt. ‪‎BBC‬ schildert die Situation in Cizre wie in der Hölle. Etwa 30 Menschen wurden bereits getötet – Verletzte dürfen auf Grund der Ausgangssperre nicht ins Krankenhaus. Informationen über die Lage der rund 120 000 Einwohner gelangen nur spärlich nach außen.
Eine 53-jährige Mutter von sieben Kindern erlag ihren Verletzungen – da sie nicht ins Krankenhaus gebracht werden durfte . Die Stadt Cizre ist abgeriegelt. Nur ein Beispiel von vielen. Nicht mal Beerdigungen können stattfinden – unter den Toten und Verletzten sind viele Frauen und Kinder.
Die Menschen in der ‪Türkei‬ fürchten sich vor einem Bürgerkrieg – und Merkel schweigt.
Immer noch gelten wirtschaftliche Interessen vor Menschenrechten – und gerade Deutschland ist hier ein Paradebeispiel – wer schweigt, macht sich mitschuldig.  Lesen Sie dazu auch: Erdogans Krieg und Merkels Schweigen

Warum schweigen Merkel und ihre Regierung zu dem Menschenrechtsverletzungen in der Türkei?

Die Antwort erhalten wir aus der Regierung selbst:

Großprojekt TANAP wird 2014 gestartet

Die EU will durch Tanap ihre Abhängigkeit von russischen Gasimporten reduzieren. Die Türkei gewinnt im Hinblick auf die europäische Energieversorgung zunehmend an Bedeutung, schreibt die Germany Trade & Invest. Sie ist die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing.

Zwar hat das Land keine nennenswerten eigenen Kohlenwasserstoffreserven, doch liegt es in unmittelbarer Nachbarschaft zum Nahen Osten und zu den Staaten am Kaspischen Meer – beides Regionen mit reichen Öl- und Gasvorkommen. Um die Abhängigkeit vom russischen Gas zu reduzieren, sollen zwei neue Gaspipelines alternative Zufuhrwege schaffen: Die Trans Anatolian Natural Gas Pipeline (TANAP) und die Iran-Turkey-Europe Natural Gas Pipeline (ITE).

Im Mittelpunkt der aktuellen Investitionsaktivitäten steht die Gaspipeline TANAP. Die Leitung soll ab 2018 Erdgas aus dem aserbaidschanischen Gasfeld Shah-Deniz-2 über die Türkei nach Europa transportieren.

ITE-Gasleitung Iran-Türkei-Europa wird vorbereitet

Das Iran-Turkey-Europe Natural Gas Pipeline Project (ITE) ist ein weiteres Großprojekt im Erdgas-Transport. Über diese Leitung sollen aus dem Iran über die Türkei jährlich 35 Mrd. Kubikmeter iranisches und turkmenisches Erdgas nach Europa geleitet werden. Die insgesamt 5000 km lange Pipeline – 1750 km werden durch die Türkei verlaufen – soll nach offiziellen Plänen bis 2016 fertiggestellt werden. Lesen Sie dazu auch Peak Oil – „Blut für Öl“ und Humanitäre Krise in Griechenland aufgrund von wirtschaftlichen Interessen und Erdgas?!

Infobox:

Durch den Bau des Atatürk-Staudamms in der südöstlichen Türkei entfachte die Regierung in Ankara einen Dauerstreit mit Syrien und dem Irak. Diese beiden am Unterlauf des Euphrat gelegenen Staaten fürchten, dass ihnen dadurch der Hahn zugedreht wird. Die türkische Regierung installierte vorsorglich Boden-Luft-Raketen zur Verteidigung des Bauwerks.

So reibungslos, wie es sich die türkische Regierung versprochen hatte, läuft der Masterplan jedoch nicht. Die türkische Politik übersieht viele Tatsachen sowohl auf der nationalen als auch auf der regionalen Ebene.
Umsiedlungen: Vom GAP sind ca. 4100 Dörfer und 5150 Siedlungen betroffen. 40 000 Menschen wurden für den Atatürk-Staudamm bereits umgesiedelt. 20 000 Menschen mussten dem Karakaya-Damm weichen und 30 000 Anwohner der betroffenen Region versuchten bis ins letzte Jahr hinein vergeblich, gegen die Überflutung Ihrer Häuser durch den Birecik-Damm zu protestieren.

Im Streit um den Ilisu-Damm bat die irakische Regierung sogar die Arabische Liga um Unterstützung. Die Reduzierung der Wassermenge schade der Landwirtschaft und führe zu Bodenerosion und Versalzung in ehemals bewässerten Gebieten. Lesen Sie dazu: ISIS – Wie konnte sich eine solche Terror-Gruppe unbemerkt trotz Geheimdienste bilden? Die Geister die ich rief?

Zur Vereinbarung über das iranische Atomprogramm

von:
Angela Merkel, François Hollande und David Cameron
Quelle:
The Washington Post – steht auf Deutsch auf der Webseite der Bundesregierung vom 10. September 2015 

Kanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Hollande und der britische Premierminister Cameron betonen in einem Beitrag der Washington Post die Bedeutung der Vereinbarung über das iranische Atomprogramm.

Eingebetteter Bild-Link

http://www.bundesregierung.de/

„Der US-Kongress stimmt in dieser Woche über das Abkommen ab, das unsere Länder gemeinsam mit den USA, Russland und China mit dem Iran zur Eindämmung dessen Nuklearprogramms geschlossen haben. Dies ist eine wichtige Gelegenheit, in einer Zeit erhöhter globaler Unsicherheit zu zeigen, was Diplomatie erreichen kann.

Das iranische Nuklearprogramm gibt seit mehr als einem Jahrzehnt Anlass zur Sorge. Nach Irans eigener Aussage waren seine Bestrebungen ausschließlich ziviler Natur. Der Atomwaffensperrvertrag räumt allen Staaten das Recht ein, nukleare Technologie für friedliche Zwecke zu nutzen. Vor zwei Jahren allerdings wurden wir mit einer alarmierenden Ausweitung des iranischen Programms konfrontiert: Wachsende Uranvorräte, teilweise angereichert auf 20 Prozent, Vervielfachung der Zentrifugen, darunter leistungsstärkere der neuen Generation, eine tief verbunkerte Anreicherungsanlage in Fordo und ein fast fertiggestellter Forschungsreaktor in Arak, in dem waffenfähiges Plutonium hätte hergestellt werden können. Einige Bereiche dieses iranischen Programms konnte die IAEO nicht inspizieren.

All dies stellte eine ernste Bedrohung dar, und zwar nicht nur für die Sicherheit der Nachbarn Irans und für Israel, sondern auch für unsere Länder. Ein nuklearer Wettlauf im Nahen und Mittleren Osten hätte eine ohnehin instabile Region auf katastrophale Weise weiter erschüttert.

Es war unsere gemeinsame Verantwortung, uns dieser Bedrohung entgegenzustellen. Die lange Geschichte ergebnisloser Nuklearverhandlungen mit Iran gab zunächst wenig Anlass zu Optimismus. Dennoch führten zwei Jahre harter und detaillierter Verhandlungen schließlich zu einer Vereinbarung, die Teheran die Wege zu einer iranischen Atomwaffe verbaut. Im Gegenzug werden einschlägige Sanktionen Schritt um Schritt abgebaut.

Wir stehen hinter dieser Vereinbarung, weil sie die wesentlichen Ziele erreicht, die wir uns gesetzt haben: Sie versperrt den Weg der Urananreicherung bis hin zur einer Nuklearwaffe. Sie verpflichtet Iran, seine Vorräte an angereichertem Uran um 98 % zu reduzieren, die Anzahl seiner Zentrifugen um zwei Drittel zu senken, das Niveau der Urananreicherung zu begrenzen und die unterirdische Anlage in Fordo nicht länger zur Anreicherung zu nutzen. Die Vereinbarung verbaut den Weg zu einer Plutoniumwaffe durch Veränderungen am Reaktor in Arak, nach denen dort kein waffenfähiges Plutonium hergestellt werden kann. Darüber hinaus wird durch die Vereinbarung sichergestellt, dass die IAEO verbesserten Zugang nicht nur zu den Nuklearanlagen Irans und dem gesamten Brennstoffkreislauf erhält, sondern auch zu etwaigen nicht gemeldeten Anlagen.

Im Gegenzug werden die einschlägigen Sanktionen schrittweise aufgehoben – jedoch nur dann, wenn Iran seinen Verpflichtungen konkret und von der IAEO überprüft nachkommt. Wir haben uns darauf verständigt, die Sanktionen wieder in Kraft zu setzen, sollte Iran die Vereinbarung substanziell verletzen.

Der „Gemeinsame Umfassende Aktionsplan“ beruht nicht auf Vertrauen oder einer Vermutung, wie Iran in zehn oder fünfzehn Jahren aussehen könnte. Er beruht vielmehr auf detaillierten und strengen Kontrollen, die überprüfbar und auf Dauer angelegt sind. Iran hat starke Anreize, nicht falsch zu spielen – ertappt zu werden wäre nahezu unausweichlich, und Iran wäre dann der Verlierer.

In aller Deutlichkeit verurteilen wir, dass Iran die Existenz des Staates Israel nicht anerkennt und die inakzeptable Sprache, derer sich die iranische Führung gegenüber Israel bedient. Israels Sicherheitsinteressen sind und bleiben auch unser Kerninteresse. Das Verhandlungsergebnis mit Iran hätten wir daher nicht akzeptiert, wenn wir nicht der Auffassung wären, dass es der Sicherheit des gesamten Nahen und Mittleren Ostens und dem Nichtverbreitungsregime dient.

Die Verhandlungslösung verbindet sich also nicht mit der Erwartung auf einen raschen außenpolitischen Kurswechsel Irans. Ihr Zweck ist es, der Gefahr des iranischen Nuklearprogramms zu begegnen. Darüber hinaus mag sie jedoch dazu beitragen, Iran zu der Einsicht zu bringen, dass Zusammenarbeit mit seinen Nachbarn besser ist als Konfrontation. Zwischen unseren Ländern und der Islamischen Republik bestehen weiterhin fundamentale Unterschiede in unseren Grundwerten und Interessen. Gleichwohl stehen wir vor einer Reihe gemeinsamer Herausforderungen wie etwa der Bedrohung durch IS.

Wir sind zuversichtlich, dass die Vereinbarung die Grundlage für eine dauerhafte Lösung des Konflikts um das iranische Atomprogramm schafft. Daher wollen wir nun – nach Abschluss aller innerstaatlichen Verfahren – die volle Umsetzung des „Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans“ angehen.“

Und haben Sie irgendetwas von den Regierungsoberhäuptern über Menschenrechte gelesen? Nein – Wirtschaftliche Interessen vor Menschenrechten!

Frankreich  – Automobilbranche Iran

Für das Jahr 2015 wird mit einem Anstieg der gesamten iranischen Kfz-Produktion um rund 28 % auf 1,4 Mio. Fahrzeuge gerechnet, so die Analysten des internationalen Marktforschungsinstitutes Business Monitor. Bis 2019 erwartet das Institut einen weiteren Zuwachs auf rund 2,0 Mio. Autos. Nach der Ausweitung der Wirtschaftssanktionen gegen Teheran war die iranische Kfz-Produktion in den Jahren 2012 und 2013 stark eingebrochen.

Dem Vernehmen nach führt der französische Hersteller PSA Peugeot-Citroen seit einiger Zeit Gespräche mit dem früheren lokalen Partner Iran Khodro, um sein Engagement am iranischen Markt zu erneuern. Vor 2012 setzte die PSA-Gruppe im Iran jährlich etwa 500 000 Fahrzeuge ab. In den kommenden Jahren will der Automobilkonzern dort jährlich rund 400 000 Autos verkaufen. Auch Renault mit einem derzeitigen Marktanteil von 6 % am iranischen Kfz-Markt will seine Aktivitäten ausweiten. Das Unternehmen fertigt zurzeit im Iran unter der Marke „Tondar 90″ die erste Generation des Logan-Modells. Auch andere globale Kfz-Hersteller zeigen dem Vernehmen nach Interesse am iranischen Automobilmarkt. – auch hier als Quelle German Trade & Invest

 Wirtschaftsdelegation mit rund 140 österreichischen Unternehmen in den Iran

Darunter Firma ILF, ein weltweit führendes Ingenieurbüro im Bereich des Wasserbaus, das bereits die Großkläranlage Teheran-Süd geplant hat. „Es handelt sich um die größte Wasseraufbereitungsanlage des Landes, und auch im internationalen Vergleich gibt es nur wenige Anlagen ähnlicher Größe – Wien und Paris sind in etwa vergleichbar -, mit einer Verarbeitungskapazität von 450 000 Kubikmeter pro Tag“, sagt Georg Weingartner, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Teheran. ILF führte bei diesem Projekt federführend Regie.

„EBC*L – das internationale Programm zur Verbreitung von Wirtschaftskompetenz – verschrieben, dessen internationale Zentrale in Wien ansässig ist. Unter anderem wurde bereits das Wirtschaftszertifikat EBC*L im Iran etabliert. Ein Vertrag im Zuge der Delegationsreise mit einem  iranischen Partner soll die Kooperation auf eine neue Ebene setzen.

Pharmaunternehmen Sinapharm – .Es errichtet als Mehrheitseigentümer mit Partnern ein interkontinentales, fächerübergreifendes Forschungszentrum für den Iran und angrenzende Regionen sowie für europäische Länder und Drittländer. Der Gründungsvertrag für das Forschungszentrum wird während des Staatsbesuchs unterschrieben. Weingartner: „Die Pharmaforschung ist einer der Bereiche, in denen gewaltiges Kooperationspotential zwischen dem Iran und Österreich besteht. Der Iran produziert bereits jetzt den Großteil seiner Pharmazeutika selber und iranische Pharmaunternehmen haben in einigen Bereichen Weltstandard.“

Iran, Österreich unterzeichnen vier Kooperationsdokumente

Iran und  Österreich beschlossen bis 2020 den Fahrplan für die Wirtschaftlichen Wirtschaftsbeziehungen.

Präsident Hassan Rohani und Bundespräsident Heinz Fischer forderten am Dienstag, dem 08. September 2015 diese langfristige Handels – und Wirtschaftsbeziehungen.  Präsident Rohani dankte Österreich für die Ausrichtung der für den Iran sehr wichtigen Iran-G5 + 1 Atomgespräche.

Derzeit ist der Wert der iranischen Handelsbeziehungen mit Österreich $ 300 Millionen“, sagte Tayyebnia bei einem Treffen mit Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Teheran. Die beiden Länder beschlossen in der Sitzung den Wert auf $ 1 000 000 000 zu verdreifachen.

 Iran, Australien und Syrien

„Wir unterstützen Assad und seine Regierung, denn wenn er gestürzt wird, werden die Bedingungen noch schlimmer“, sagte Abdolhossein Vahaji heute den australischen Medien. Am Mittwoch beschloss Australien, an den Luftangriffen der westlichen Koalitionstruppen gegen Ziele in Syrien teilzunehmen, und versprach US-Präsident Barack Obama  militärische Zusammenarbeit. Australien sagte, dass das Militär nur ISIS-Ziele angreifen werde, aber keine Regierungsstellen und öffentliche Orte.  „Wenn sie die Zukunft nicht vorherzusehen können und nicht einen Plan für die Zukunft entwickeln, dann gehen sie in eine Finsternis und zu Fuß in die Dunkelheit – das ist ein Vorzeichen für schlimme Folgen, “ sagte  Vahaji. Vahajis Äußerungen kamen, nachdem sich der australische Verteidigungsminister Kevin Andrews für eine westliche gemeinsame Strategie im Nahen ausgesprochen hatte.  Andrews hatte auch gesagt, dass Australien nach einer politischen Lösung für die Beendigung von Assads Herrschaft suchen würde, daher verbündeten sie sich mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien. „Wenn Sie Assad absetzen, was wird Ihnen das bringen? “ fragte der iranische Abgesandte, „natürlich werden die ISIS-Terroristen die Macht ergreifen, wenn Assad geht.“  Lesen Sie dazu ISIS – Wie konnte sich eine solche Terror-Gruppe unbemerkt trotz Geheimdienste bilden? Die Geister die ich rief?

Menschenrechte?

Seit fast vier Jahren sitzt Abdolfattah Soltani, Träger des Internationalen  Nürnberger Menschenrechtspreises, im berüchtigten Evin-Gefängnis im Iran ein – vollkommen zu Unrecht. Sein „Verbrechen“: Er hat sich als Anwalt für die Rechte anderer eingesetzt und offen seine Meinung gesagt. Zu seinen bekanntesten Mandanten zählt Akbar Gandschi, ein Journalist, der über die in den 1990er Jahren verübten Morde an Intellektuellen und Journalisten berichtete, in die vermutlich verschiedene Regierungsbeamte verwickelt waren. Auch für die Eltern der kanadisch-iranischen Journalistin und Fotografin Zahra Kazemi war Soltani Rechtsbeistand. Kazemi starb 2003 während ihrer Untersuchungshaft in Teheran auf Grund menschenunwürdiger Haftbedingungen und Folter. Das Teheraner Evin-Gefängnis ist bekannt für grausame Folter und unmenschliche Haftbedingungen. 2012 sorgte besonders der Fall des regimekritischen Bloggers Sattar Behesht international für Entsetzen. Der 35-Jährige wurde wegen „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit in sozialen Netzwerken und Facebook“ festgenommen und im Kahrizak-Gefängnis, aber zeitweise auch im Evin-Gefängnis inhaftiert – nach nur einer Woche in Haft starb er.

Iran – Säure-Überfälle auf Frauen

Frauen müssen in der Islamischen Republik eigentlich ihr Haar bedecken und weite Kleidung tragen, die ihre Körperformen verbirgt. Doch gerade in Großstädten wie Isfahan, einem der wichtigsten Touristenziele des Landes, sehen viele das lockerer. Nicht ohne Folgen. Mit Säureangriffen auf Frauen werden Frauen eingeschüchtert, die nicht den Vorstellungen der Konservativen entsprechen. Eine tragische und schlimme Rückentwicklung in einem Land, in dem die Frauen gerade erst ihren Platz im Haus und auf dem Feld verlassen und Fuß im Berufsleben fassen konnten. Selbständige, gebildete und bildhübsche Frauen werden nun zurückgeworfen in eine Zeit, an die sich keiner gern erinnert.

The Price of Oil: Human Rights Violations

Der Iran besitzt nicht nur ausreichend Öl, sondern verfügt auch über große Gasvorkommen. So nutzte die iranische Führung den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland und bot sich als möglicher Gaslieferant für Europa an.

„Der Iran kann ein zuverlässiger, sicherer und dauerhafter Partner Europas werden“, sagte Industrieminister Mohammad Reza Nemazadeh in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ 2014. Sein Land habe inzwischen die größten Erdgasreserven der Welt und verfolge derzeit ein großes Pipeline-Projekt, um Erdgas aus dem Süden des Iran in den Nordwesten an die türkische Grenze zu pumpen. Von dort könne Gas in den Westen exportiert werden.

Nun wissen Sie auch, warum Frau Merkel schweigt – Wirtschaftliche Interessen haben Vorrang vor Menschenrechten!

Netzfrau Doro Schreier

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Verzweiflung auf der Flucht – „Wir wollen einfach nur die Freiheit, wir wollen nur Frieden“

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  1. Das Schweigen Merkels hat mit Frauenrechten leider wenig zu tun. Hinrichtungen gibt es auch in anderen Ländern, mit denen Deutschland sehr eng kooperiert. Wieso schweigt Merkel nicht in Hinblick auf Saudi Arabien? Sort dürfen Frauen nicht einmal Autofahren oder ihren Beruf frei wählen. Was ist mit China? Dort weiß man nicht einmal wie das Wort „Meinungsfreiheit“ geschrieben wird.

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