Obdachloser – Wären Sie an diesem Mann auch vorbei gelaufen?

Gere
Wären Sie auch an diesem Mann vorbei gelaufen? Es handelt sich hierbei um einen berühmten Schauspieler bei seinem Experiment, wie es ist, als Obdachloser auf der Straße zu leben. 

“ Als ich Undercover in New York City als Obdachloser unterwegs war, nahm niemand Notiz von mir. Ich fühlte, wie es ist, ein Obdachloser zu sein. Menschen liefen an mir vorbei, als sei ich eine Schande. Nur eine Dame war so nett und gab mir etwas zu Essen. Es war eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. So oft vergessen wir, wie gesegnet wir sind. Wir sollten es nicht als selbstverständlich erachten. Und wenn wir jemandem in Not helfen können, dann sollten wir es auch tun.

Nachdem ich selbst nun diese Erfahrung gemacht habe, ging ich herum und gab jedem Obdachlosen, den ich sah, Essen und $ 100. Sie weinten und waren so dankbar . Seien Sie die Änderung, die Sie in der Welt sehen möchten.“ Richard Gere

Diesen Beitrag postete Richard Gere vor drei Tagen auf Facebook. Über eine Million Likes bekam er dafür. Richard Gere, der mit dem Kinofilm „Ein Mann für gewisse Stunden“ und „Pretty Woman“ bekannt wurde, setzt sich schon lange für die Belange der Menschen und der Umwelt ein. Seit Anfang der 90er Jahre bekennt er sich zum Buddhismus und gilt als Freund des Dalai Lama. 1987 gründete er das Tibet-Haus in New York.

Als er bei einer Oscar-Verleihung 1993 die chinesische Tibet-Politik anprangerte, wurde er von China zur „persona non grata“ erklärt. Was ihn aber nicht daran hinderte, sich auch weiterhin für Tibet einzusetzen und sich darüber hinaus auch für den Weltfrieden zu engagieren.

Diese Geschichte erinnert uns auch an  den 90-jährigen Arnold Abbott, der dafür sorgte, dass Obdachlose mit Nahrung zu versorgen nicht mehr strafbar ist.  Übrigens hat Arnold viele Menschen in den USA dazu bewegt, Obdachlosen zu helfen. Arnold Abbott wurde mehrfach verhaftet, da er in der Stadt Fort Lauderdale in Florida Obdachlose mit Essen versorgte. Seine Geschichte ging um die Welt, nachdem wir Arnolds Geschichte auch in Deutschland veröffentlichten. 

„When I went undercover in New York City as a homeless man, no one noticed me. I felt what it was like to be a homeless man. People would just past by me and look at me in disgrace. Only one lady was kind enough to give me some food. It was an experience I’ll never forget. So many times we forget how blessed we are. We should not take that for granted. And if we can help someone in need, we should. That’s why after I was done, I walked around and gave food and $100 to every homeless person I saw. They cried and were so grateful. Be the change you wish to see in the world.“  Richard Gere

„When I went undercover in New York City as a homeless man, no one noticed me. I felt what it was like to be a homeless…

Posted by Richard Gere on Donnerstag, 8. Oktober 2015

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich saß gestern und habe am Bahnhof auf die Straßenbahn gewartet. Da saßen alle Obdachlose auf einer Seite. Sie haben nicht gebettelt. Da dachte ich, vielleicht würde ich mich auch so einfach dazusetzen, an der Seite, wo man alle sieht. Und vielleicht nur um ein bisschen Gesellschaft zu haben, ein bisschen soziale Teilhabe. Sind Obdachlose nicht auch irgendwie sowas wie im eigenen Land und aus der Mitte der Gesellschaft an ihren Rand Geflüchtete?

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