Studie – Meersalz jetzt auch mit Plastik – War Ihnen das bekannt? Did you know there could be plastic waste particles in your sea salt?

SalzHonig und Trinkwasser sind  teilweise durch mikroskopisch kleine Plastikkugeln verunreinigt. Nun haben Forscher Mikroplastik auch in Salz nachgewiesen. 

zur englischen Version Umweltgifte docken mit Vorliebe an Mikroplastik an, was an dessen Oberflächenbeschaffenheit liegen soll. Nimmt der Mensch Mikroplastik über die Nahrung auf, nimmt er automatisch auch diese Gifte auf, womit schwer abzuschätzen sein wird, welche gesundheitlichen Folgen die Umweltbelastung mit Mikroplastik auf die Dauer für Mensch und Tier haben wird. Von Atemluft bis Zanderfilet – alles Plastik, oder was?

Gemüse, Salate und andere Produkte – rundherum in Folie eingepackt, Käsescheiben in der Kunststoffverpackung, Schweineschnitzel auf der Plastikschale. Viele Lebensmittel sind in Kunststoff eingepackt. So manche Plastikverpackung kann der Gesundheit schaden.

Geschätzte 300 Millionen Tonnen Plastikmüll werden im Jahr produziert. Nicht wenig davon landet in den Weltmeeren. Momentan schwimmen grob geschätzt 5 Billionen Stücke Plastik auf den Meeren dieser Welt herum.

Der folgende Beitrag, den wir für Sie übersetzt haben,  macht deutlich, wie wichtig die schottische Entscheidung ist, auf Plastiktüten zu verzichten. Die 26 Fakten über Plastik, die jeder kennen sollte, werden hoffentlich irgendwann auch von anderen Politikern in Europa bzw. Deutschland zur Kenntnis genommen. Denn Plastik ist kein Problem „da draußen im Meer“. Es ist angekommen. In unseren Küchen. Oder sind Sie sicher, kein Plastik auf Ihr Eibrötchen zu streuen? Falls ja, sollten Sie den Artikel, den wir für Sie übersetzt haben, unbedingt lesen.

Meersalz jetzt auch mit Plastik

Wir lieben Salz. Es gibt kaum eine Esskultur, die ohne Salz auskommt. Der Salzstreuer gehört fast überall auf den Tisch. In China haben die Forscher jetzt festgestellt, dass chinesische Proben des Salzes unterschiedlicher Quellen kleinste Plastikpartikel enthalten. Die Studie, die an der East China Normal University von Shanghai und in Environmental Science and Technology veröffentlicht wurde, hat für Besorgnis unter den Wissenschaftlern weltweit geführt, weil sie deutlich macht, wie gravierend das Plastikproblem heute bereits ist.

Wie kommt Plastik jetzt ins Salz? Es scheint nachvollziehbar, dass Meersalz einigen Plastikanteil enthält, es stammt ja nun mal aus dem Meer. Und es ist keine Neuigkeit, dass Unmengen an Plastikmüll bereits den Großteil der Weltmeere verschmutzen, besonders betroffen ist der pazifische Ozean. Die Lage von China im Bezug auf den Pazifik lässt es nicht als überraschend erscheinen, dass besonders das dort verfügbare Meersalz mit Plastik belastet ist. Der Anteil ist jedoch, wie die Forscher herausfanden, ziemlich gewaltig.

Der Artikel Die große Müllexpedition von Boyan Slat zeigt, dass das Problem sogar „noch größer ist als wir dachten“.

Studie: doi: 10.1021/acs.est.5b03163)

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Das wirklich Beunruhigende an dieser Entdeckung während der Studie ist, dass Salz aus anderen Quellen wie Minen und Brunnen auch Kunststoff erhielten, wenn auch im geringeren Ausmaß als das vom Meersalz. Da dieses nicht aus dem Meer gewonnen wird, ist die Quelle des Kunststoffs weniger eindeutig festzustellen. Die Studie zeigt, wie allgegenwärtig das Problem der Kunststoffabfälle auf unserem Planeten zu werden scheint. Im Grunde ist das Zeug überall.

Es ist egal, ob Sie Meersalz in chinesischen oder US-amerikanischen Supermärkten kaufen, sagte Sherri Mason, eine Forscherin der Umweltwissenschaften an der State University of New York Fredonia.

Wir müssen dieses Plastikproblem in den Griff bekommen, wenn es nicht schon zu spät dazu ist.

Allein in Europa treiben mehr als zehn Millionen Tonnen Kunststoff in den Binnengewässern.

Die winzigen Müllpartikel könnten auch für die Menschen gefährlich sein. Man habe früher angenommen, dass diese Partikel von den Flüssen restlos ins Meer getragen würden, doch das stimme nicht, sagt der Bayreuther Tierökologe Prof. Christian Laforsch. Große Mengen von Mikroplastik setzen sich am Grund und am Ufer ab oder schwimmen unsichtbar knapp unter der Wasseroberfläche.

Auch Lebensmittel wie Trinkwasser oder Honig sind durch mikroskopisch kleine Kugeln aus Plastik verunreinigt. Sie könnten aus Pflegeprodukten stammen. Das Mikroplastik gelange über das Abwasser in die Umwelt und verteile sich dort. Experimente an Miesmuscheln haben gezeigt, dass die Partikel sich im Gewebe einlagern. Dort bildeten sich anschließend Entzündungen. Lesen Sie dazu: Plastikteilchen nicht nur in Lebensmitteln gefunden – nein auch in der Luft!

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Did you know there could be plastic waste particles in your sea salt?

Via inhabitat

People love salt. There is scarcely a food tradition that doesn’t use the stuff, and many folks are accustomed to having a salt shaker on the dining table at every meal. In China, researchers have revealed that Chinese samples of salt from various sources contain tiny plastic particles. The study, conducted at Shanghai’s East China Normal University and published in Environmental Science and Technology, has scientists around the world concerned about how extensive the plastic waste problem has become.

So, how does the plastic get into the salt? It almost makes sense that sea salt would contain some plastic particles, since it’s sourced from, well, the sea. It’s not news that there are vast amounts of plastic waste in the world’s largest bodies of water, especially in the Pacific Ocean. Because of China’s geographic relationship to the Pacific, it’s not all that surprising to learn that sea salt harvested there would contain some plastic. The amounts researchers found, though, are quite staggering.

Related: Boyan Slat’s Great Pacific Garbage Patch expedition shows the plastic problem is “even bigger than we thought”

The truly disturbing discovery revealed during the study was that salt from other sources – such as mines and wells – also contained plastic, although to a lesser extent than the sea salt. Although the study results might put people off salt for a while, the real discovery is how truly pervasive the problem of plastic waste has become on our fair planet. Basically, the stuff is everywhere. “Plastics have become such a ubiquitous contaminant, I doubt it matters whether you look for plastic in sea salt on Chinese or American supermarket shelves,” Sherri Mason, an environmental science researcher at the State University of New York Fredonia told Scientific American.

There are essentially two lessons here. One is that you shouldn’t buy salt in China. The other is that we, the human inhabitants of this green Earth, really need to get ahead of this plastic problem, if it’s not already too late.

Netzfrauen
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Plastik-26 Fakten über das Monster, das wir schufen – 26 not-so-fantastic facts about plastic

Aus für Plastiktüten in Schottland – 650 Millionen Tüten weniger …. pro Jahr- Scotland bans plastic bags, spares landfill 650 million bags in just one year

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Jute statt Plastik – Revival

Das Meer braucht dringend unsere Hilfe!

Vorsicht: Noch mehr hochbelastete Lebensmittel aus China!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Plastik-Nanopartikel auch im Meersalz

  2. „Rheines Wasser“ – Extremsport, Wissenschaft und Umweltschutz verbinden
    Professor der Hochschule Furtwangen durchschwimmt den Rhein von der Quelle bis zur Mündung, um die Wasserqualität zu untersuchen
    (PresseBox) (Furtwangen/Mannheim, 04.07.2014)

    Quelle: http://www.pressebox.de/inaktiv/hochschule-furtwangen/Rheines-Wasser-Extremsport-Wissenschaft-und-Umweltschutz-verbinden/boxid/688735

    Zusatz-LINK’s:
    (PDF) http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/10/055/1005582.pdf

    (PDF) http://www.rheines-wasser.eu/wp-content/uploads/2014/07/PM-001-Rheines-Wasser-Basisinfo.pdf

    (PDF) http://ressourcewasser.fona.de/bmbf/annual/2010/nb/German/pdf/12.pdf

    http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaesser/meere/nutzung-belastungen/schadstoffe

    Das Sediment ist belastet, je mehr das Sediment aufgewühlt wird, um so hoher sind die Belastungen durch „Mikroplastik-Partikel“ …
    Da die Flüsse irgendwann im Meer münden, werden die Plastik-Partikel vermehrt, durch das Sediment der Flüsse, in die Meere getragen um so auch in den Salinen, in der Salzgewinnung zu landen …

    Ungeklärte Abwasser weisen eine hohe Belastung durch sogenannte Arzneimittelrückstände auf, die auch durch die normalen Klärverfahren nicht rückstandslos ausgeleitet werden können …
    Dazu gibt es Forschungsprojekte die noch nicht abgeschlossen sind …
    Diese beruhen zum Hauptteil auf Durchleitung des Klärwasser durch zusätzliche, große Quarzsandfilter, eine ähnliches Vorgehensweise wird zur sogenannten „Enteisung von Trinkwasser“ erfolgreich eingesetzt, dabei wird dem Trinkwasser „Eisen entzogen“, der Quarzsand muss nach einer gewissen Sättigung der Aufnahmefähigkeit, ausgetaucht werden, ähnlich wie Filteranlagen von Aquarien, wobei da ein sogenanntes „auswaschen des Sandfilters“ ausreichen soll …

  3. dass ist ja wirklich Scheisse wie man die Menschheit versucht zu vernichten mit allen mittel : durch Terror und Kriege sofort, den Rest langsam über die Wirtschaft, wann begreifen die Idioten es dass es, dass nur eine Lehre und eine Religion gibt UND die nennt man L E B E N und dass gilt für jedes aber auch schon jedes Lebewesen.

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