Drohende Ölkatastrophe im Kaspischen Meer – doch niemand berichtet!

ÖlVor der Küste Aserbaidschans droht eine Ölkatastrophe wie im Golf von Mexiko 2010, bekannt unter Deepwater Horizon. Die Ölpest im Golf von Mexiko 2010 wurde durch die Explosion der Ölbohrplattform Deepwater Horizon ausgelöst und ist eine der schwersten Umweltkatastrophen dieser Art. Am 19. April 2011 berichtete Greg Palast, dass schon 2008 ein Blowout an einer von BP mit kostengünstigem Bohrzement versehenen Ölquelle im Kaspischen Meer stattgefunden hatte, der von BP geheim gehalten wurde. Auch diesmal erfährt man durch die Medien in Aserbaidschan nur spärliche Informationen. Nachweislich ist, dass das Feuer noch immer nicht gelöscht werden konnte.

Die Bohrinsel brennt bereits seit vier Tagen und konnte bislang nicht gelöscht werden. Das Feuer brach über Nacht auf der Bohrinsel Gunashli Oilfield aus, südöstlich von Neft Daşları (Oil Rocks) und etwa 120 Kilometer östlich von Baku im Kaspischen Meer. Das Guneshli-Ölfeld liegt im Kaspischen Meer zwischen Aserbaidschan und Turkmenistan.

Sie soll nach Angaben der Medien  1,9 Mio. Kubikmeter (cm)  Gas  und 900 Tonnen Öl pro Tag produzieren. Die vom 20. April bis zum 16. Juli 2010 aus dem Bohrloch im Macondo-Ölfeld in den Golf von Mexiko ausgetretene Ölmenge wird auf 800 Millionen Liter geschätzt. Mitte 2015 einigte sich BP mit der US-Regierung auf Schadensersatzzahlungen in Höhe von insgesamt 18,7 Milliarden Dollar, was der höchste Wert in der US-Geschichte ist.

Sturm und hohe Wellen erschwerten die Lösch- und Rettungsarbeiten. Den Angaben nach hatte starker Wind eine Gasleitung abgerissen und zu dem schwer zu löschenden Brand geführt, so die aserbaidschanische staatliche Energiegesellschaft  SOCAR.

Schon jetzt sagen Experten, dass es sich um das größte Unglück einer Bohrinsel nach dem schweren Unfall der Piper Alpha am 6. Juli 1988 handelt. Damals gab es 167 Todesopfer und es war der schwerste Unfall auf einer Bohrinsel bislang.

Die Piper Alpha brannte noch drei Wochen, bevor Red Adair und seine Mannschaft sie löschen konnten. Sie brachten das Großfeuer unter Kontrolle, indem sie Zement in die Bohrlöcher pumpten und sie dann kappten.

Laut oilandgaspeople.com kam es bereits schon einen Tag vor der Katastrophe zu einem weiteren Vorfall auf einer anderen Bohrinsel des Öl-und Gas Giganten SOCAR; hier seien drei Menschen gestorben. Die Region wurde von einem der schlimmsten Unwetter der letzten Jahre heimgesucht. Nach den Berichten gab es zwölf Meter hohe Wellen. Es soll zu weiteren Zwischenfällen auch bei der Bohrinsel von BP gekommen sein. Hier sollen sich mindestens drei Anker gelöst haben.

Der Präsident von  Azerbaijan Ilham Alijew erklärte den 6. Dezember zum nationalen Trauertag.

Die zentralasiatische Republik Kasachstan will zu den zehn größten Erdölproduzenten der Welt aufrücken. An Reserven mangelt es nicht, doch technische Probleme legen das größte kasachische Öl- und Gasfeld immer wieder lahm. Mittlerweile wollen auch Brasilien und Iran gemeinsam die Ölfelder im Kaspischen Meer erforschen. Bei der Sitzung der Delegationen beider Länder Ende Oktober 2015  wurde über die technische Zusammenarbeit zwischen Teheran und Brasilia im Ölbereich gesprochen. Der iranische Ölminister sagte, dass Brasilien auf dem Gebiet der Ölbohrung und –förderung in tiefen Gewässern gute Erfahrungen habe und man deshalb im Kaspischen Meer zusammenarbeiten könne.

Seit über zehn Jahren träumt auch Kasachstan schon von dem Ölreichtum, der im Kaschagan-Ölfeld vor der Küste des Landes liegt. Doch bisher hat die Erschließung nur hohe Kosten verursacht, und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Immer wieder tauchen Probleme auf. Die Investitionskosten für das Projekt sind mittlerweile von 57 auf 136 Mrd. USD gestiegen.

Kaschagan gilt als eines der weltweit größten in den vergangenen Jahren entdeckten Ölfelder. An dem Projekt sind auch Eni (Italien), Shell (Großbritannien), Total (Frankreich), ExxonMobil (USA), KazMunayGas (Kasachstan) und die Inpex (Japan) beteiligt. Der Einsatz in Kasachstan scheint unter extremen Umgebungsbedingungen fast unmöglich, doch hier wird weiter gefördert.

Vielleicht könnte sich Greenpeace nun diesem Ölfeld widmen, das haben wir Netzfrauen am 28. September 2015 bereits geschrieben, als Shell seine umstrittenen Ölförderpläne in der Arktis gestoppt hatte. Das Ölfeld liegt etwa 3600 Meter unter dem Boden des nordöstlichen Kaspischen Meeres. Außer Öl liegen dort auch toxische Schwefelgase eingeschlossen. Mehrere Monate im Jahr gefriert das Meer, weshalb die Unternehmen Bohrinseln aus Beton bauen müssen, da das Eis gewöhnliche Bohrinseln zerstören würde. Im Kaspischen Meer leben heimische Seehunde und seltene Störe, das Gebiet gilt als ökologisch sehr sensibel.

Tagesschau

Bei einem Großbrand auf einer Ölplattform im Kaspischen Meer sind 32 Arbeiter gestorben. Nach Angaben der Behörden hatte starker Wind eine Gasleitung abgerissen und zu dem schwer zu löschenden Feuer geführt. SOCAR gab am Sonntag bekannt, dass ein Arbeiter getötet und 33 gerettet wurden, 62 Arbeiter waren auf der Bohrinsel, als das Feuer ausbrach. „Trotz aller Bemühungen haben wir die vermissten Arbeiter noch nicht retten können,“ sagte Khalig Mamedov auf einer Pressekonferenz. „Dies ist die größte Tragödie in der Geschichte von SOCAR“, sagte er. Die Tagesproduktion betrug 920 Tonnen Öl und 1,08 Millionen Kubikmeter Gas. Rund 60 Prozent der SOCAR Ölproduktion wird von dieser Plattform gefördert, somit ist das staatliche Unternehmen sehr betroffen, so auf der jetzigen Pressekonferenz. Der Großteil des aserbaidschanischen Öls wird an anderer Stelle gefördert, auch auf den Feldern durch den britischen Ölkonzern BP.

    • Über den Konzern Socar haben wir bereits berichtet in dem Beitrag:Humanitäre Krise in Griechenland aufgrund von wirtschaftlichen Interessen und Erdgas?! Das griechische Privatisierungsprogramm sieht die Veräußerung der staatlichen Erdgasgesellschaft DEPA vor. Der Verkauf scheiterte jedoch im Jahr 2013. Für die neue Ausschreibung gibt es noch keinen Zeitrahmen. Anfang 2014 wurden die Preise für die griechischen Gasimporte aus Russland um 15% gesenkt. Der staatliche aserbaidschanische Erdölkonzern Socar kaufte für 400 Mio. Euro im Jahr 2013 den Mehrheitsanteil von 66% am Betreiber des griechischen Erdgaspipelinenetzes DESFA.
  • Am 09. Juni 2015 trafen sich hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Wirtschaftstag 2015 der CDU. Rund 2800 Teilnehmer beschäftigten sich mit diversen aktuellen wirtschaftspolitischen Themen. Wir haben bereits über das Treffen berichtet, da der Präsidentschaftskanidat  Jeb Bush ebenfalls dort eine Rede hielt. Siehe Obama geht, Bush kommt
  • Neben den Vertretern von vielen Energieunternehmen hat auch der Direktor von SOCARGermany an der großen Veranstaltung teilgenommen. SOCAR als der Vorreiter des südlichen Gaskorridors soll ab 2019 zunehmende Mengen Erdgas nach Europa liefern und somit einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit Europas leisten.
  • Für Griechenland sind drei weitere internationale Erdgasprojekte geplant, heißt es in einem Beitrag der GTAI vom 09.05.2014 und zwar „Mediterranean Gas Storage“, „Trans Mediterranean Gas Pipeline“ und „EuroAsia Interconnector“. Die drei Explorationsprojekte vor der griechischen Westküste schreiten voran. Die Auftragnehmer für die Suche nach Kohlenwasserstoffreserven wurden 2013 ausgewählt.
  • „Trans-Adria-Pipeline – Unter Umgehung Russlands soll die TAP Gas aus dem Kaspischen Meer über Nordgriechenland und Albanien nach Süditalien liefern und dort am bestehenden europäischen Versorgungsnetz andocken. Die Finanzierung des südeuropäischen Gaskorridors schien auf wackeligen Füßen zu stehen, nachdem der deutsche Stromriese Eon und der französische Total-Konzern im Februar  2014 den Wunsch signalisierten, aus dem TAP-Projekt auszusteigen – was sie Ende September  2014 auch taten. Doch inzwischen steht ein neuer Investor bereit: Enagás, einer der größten Gaslieferanten Spaniens, übernimmt die meisten Anteile von Eon. Wichtigste Anteilseigner am TAP-Projekt sind weiterhin der britische Energieriese BP, die norwegische Statoil sowie der aserbaidschanische Staatskonzern Socar mit jeweils 20 Prozent.
  • „Mediterranean Gas Storage“

Nabucco Gas Pepeline Project Gas Supply Sources

Nabucco Project

Interessant auch der Beitrag aus 2007 The “Great Game” Enters the Mediterranean: Gas, Oil, War, and Geo-Politics

„Trans Mediterranean Gas Pipeline“

vom März 2014 Greece to commission feasibility study for Mediterranean gas pipeline

Nabuco3

Mehr Informationen:Der Bau der Trans Adriatic Pipeline TAP – Von den 880 Kilometern der geplanten Gasröhre entfallen nun 540 auf Griechenland

Der Fall Kaschagan zeigt, wie schwer es Energiekonzerne haben, seit alle leicht zugänglichen Ölreserven der Erde bereits ausgeschöpft sind. Unangetastete große Ölfelder sind heute entweder schwer zu erreichen, nur mit aufwendiger Technik anzuzapfen oder politisch umstritten.

Zum Konsortium gehören neben Eni die North Caspian Operating Company NCOC, Royal Dutch Shell, Exxon Mobil, Total, Inpex und der staatliche kasachische Öl- und Gaskonzern KazMunaiGas. ConocoPhilips hatte seine gesamten Anteile im vergangenen Jahr an den chinesischen Konzern CNPC veräußert.

Das Öl- und Gasfeld Kaschagan ist weltweit das größte in den letzten 30 Jahren gefundene Vorkommen. Die Reserven werden auf 38 Mrd. Barrel geschätzt, davon sollen neun bis 13 Mrd. abbaubar sein. Zudem werden in Kaschagan bis zu einer Billion Kubikmeter Gas vermutet. Ursprünglich sollte das Feld die Produktion im Jahr 2005 aufnehmen, seitdem wurde der Start immer wieder verschoben. Weil eine Gasleitung Leck geschlagen, wird das Ölfeld Kaschagan im Kaspischen Meer weitere zwei Jahre mit der Produktion aussetzen müssen.

Das Ölfeld liegt etwa 3600 Meter unter dem Boden des nordöstlichen Kaspischen Meeres. Außer Öl liegen dort auch toxische Schwefelgase eingeschlossen. Mehrere Monate im Jahr gefriert das Meer, weshalb die Unternehmen Bohrinseln aus Beton bauen müssen, da das Eis gewöhnliche Bohrinseln zerstören würde.

Im Kaspischen Meer leben zudem heimische Seehunde und seltene Störe.

Seit über zehn Jahren träumt Kasachstan schon von dem Ölreichtum, der im Kaschagan-Ölfeld vor der Küste des Landes liegt. Doch bisher hat die Erschließung nur hohe Kosten verursacht, und daran dürfte sich so schnell nichts ändern. Immer wieder tauchen Meldungen auf, dass man mit der Förderung des Rohöls beginnen wird. Die Investitionskosten für das Projekt sind mittlerweile von 57 auf 136 Mrd. USD gestiegen.

Im vergangenen Jahr hatte Eni vorausgesagt, dass ab März das erste Öl gefördert werden könne. Doch der März verging, ohne dass ein Tropfen Öl zu Tage kam, und es ist weiter unklar, wann die Förderung in dem großen und bisher unangetasteten Ölfeld losgehen kann. Öl- und Gasimporte der EU

StepMap

Eine Recherche mit vielen neuen Erkenntnissen:

ÖLFELD IM KASPISCHEN MEER

Das Kashagan Ölfeld liegt im nördlichen Teil des Kaspischen Meeres. Mit einer Fläche von ca. 300.000 ha ist es das größte neu entdeckte Ölfeld der letzten 30 Jahre.

Kashagan gilt als eines der weltweit größten in den vergangenen Jahren entdeckten Ölfelder. An dem Projekt sind auch Eni (Italien), Shell (Großbritannien), Total (Frankreich), ExxonMobil (USA), KazMunayGas (Kasachstan) und die Inpex (Japan) beteiligt.

Es gibt dort neuerdings auch Ökobohrinseln –  aber nachhaltig?  Dazu später mehr.

Als Ölgiganten bezeichnet man Ölfelder, die eine förderbare Menge von mehr als 500 Mio. Barrel haben. Zurzeit gibt es 932 Ölfelder auf der Welt, auf die dies zutrifft. Diese Felder stehen für rund 40% der konventionellen Ölreserven, also den Reserven, die mit relativ überschaubarem technischem Aufwand gewonnen werden können und für rund 50% der Tagesproduktion. Viele Geologen gehen daher davon aus, dass sich Peak Oil an diesen Giganten entscheidet, da die vielen kleinen Ölfelder, die immer wieder gefunden werden, den Förderrückgang bei den Giganten kaum ausgleichen können.

Das Kashagan Feld

Einer der zuletzt gefunden Giganten ist das im Jahr 2000 im Kaspischen Meer entdeckte Kashagan Feld. Es gehört zu den größten Ölfunden der letzten 40 Jahre. Das Feld befindet sich im nördlichen Kaspischen Meer in der Nähe der Stadt Atyrau und somit mitten in der sogenannten „strategischen Ellipse“. (Die strategische Ellipse, ein Gebiet,  „das sich vom Nahen Osten über den Kaspischen Raum bis in den hohen Norden Russlands erstreckt. Darin befinden sich etwa zwei Drittel der weltweit bekannten natürlichen Erdöl- und Erdgaslagerstätten, die sich nach heutigem Stand wirtschaftlich fördern lassen (Reserve). Konkret betrifft dies Länder wie Saudi-Arabien, Russland, den Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, den Irak, Kuwait und Kasachstan. „Einer Peak-Oil-interessierten Öffentlichkeit wurde der Begriff mit der Bundeswehr-Studie zu Peak Oil bekannt“, von deren Seite 10 obiges Zitat stammt.)

Legt man eine förderbare Menge von 25% zugrunde, so können aus dem Kashagan-Feld rund 13 Mrd. Barrel gewonnen werden. Das reicht immerhin, um die Welt rund sieben Monate mit Öl zu versorgen.

 Auch deutsche Firmen sind dort beschäftigt
Butting Gruppe erhält Großauftrag in Kasachstan

Die Butting-Gruppe soll eine Rohrleitung im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro für ein Ölfeld in Kasachstan liefern. Dies sei der bislang größte Auftrag, teilte das Unternehmen aus Wittingen-Knesebeck (Landkreis Gifhorn) Anfang Januar mit. Käufer sei das North Caspian Operating Consortium (NCOC).
Die 130 Kilometer lange Edelstahl-Leitung soll das Bohrfeld Kaschagan im Kaspischen Meer mit dem Festland verbinden – störungsfrei. Die bereits im September 2013 aufgenommene Produktion musste nach nur wenigen Tagen gestoppt werden. Lecks und mangelnder Korrosionsschutz bei bereits verlegten Rohren waren die Ursache. Die Rohre aus Niedersachsen zeichnen sich durch eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Die 1977 gegründete Butting-Gruppe erzielte 2013 einen Umsatz von 510 Millionen Euro.

Kasachstan | KVL Group

z.B.: KVL – übernimmt die Qualitätssicherung und -kontrolle für die Ausführung der Tiefbauarbeiten. Hierzu zählen die Beton-, Dämm- und Abdichtungsarbeiten der Fundamente, der unterirdischen Gebäude und Versorgungskanäle sowie den Straßenbau. Interessant, denn am 16.04.2012 wurde der Geschäftsführer der KVL Frankfurt GmbH zum öffentlich bestellten Sachverständigen an der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main im Sachgebiet „Baupreisermittlung und Abrechnung im Hoch- und Ingenieurbau“ gemäß § 36 GewO vereidigt.

Aber auch Liebherr Offshorekrane und Dillinger können sich über Aufträge freuen.

EUPEC soll Kashagan-Pipeline in Kasachstan beschichten

28.04.15 Öl & Gas, Deutschland, Kasachstan –

EUPEC, ein auf die Beschichtung von Öl- und Gaspipelines spezialisiertes Portfoliounternehmen der deutschen Mutares AG erhält einen Großauftrag aus Kasachstan in Höhe von bis zu 45 Mio. Euro.

EUPEC hat einen Rahmenvertrag mit der North Caspian Operating Company (NCOC) über die Beschichtung von Öl-Pipelines mit einer Länge von bis zu 200 km im Wert von bis zu 45 Mio. Euro geschlossen. Der erste Teilauftrag in Höhe von 9 Mio. Euro für eine 40 km lange Strecke ist bereits bestätigt. EUPEC erwartet den Auftrag über die restliche Strecke in der zweiten Jahreshälfte 2015.

Die Pipeline ist Teil der Entwicklung des Kashagan-Ölfelds, das im kasachischen Sektor des Kaspischen Meer liegt und sich über eine Fläche von circa 75 mal 45 km erstreckt. Das Projekt stellt eine einzigartige Herausforderung an die technische Machbarkeit und den Aufbau der Logistik dar. Dieses Anforderungsprofil kombiniert mit den höchsten Sicherheits- und Umweltauflagen macht dieses Projekt zu einer der derzeit größten und komplexesten Entwicklungen in diesem Industriesektor. Quelle 

Projekt Agip KCO – „Kashagan Experimental Programme“- Einsatz in Kasachstan unter extremen Umgebungsbedingungen

 ›Drilling island‹ mit vorgelagerten Eisbarrieren in Kashagan-Ölfeld

›Drilling island‹ mit vorgelagerten Eisbarrieren in Kashagan-Ölfeld

Es handelt sich dabei nicht um die Bedienung von klassischen Plattformen, sondern um künstlich aufgeschüttete Inseln, auch ›artificial‹ oder ›drilling islands‹ genannt (s.Foto- Quelle ), die jedoch denselben strengen Anforderungen entsprechen müssen, wie dies für traditionelle Bohrplattformen oder Bohrinseln gilt.

Aus dem Prospekt: „Das  Kashagan-Ölfeld wird in Phasen erschlossen, weshalb das Projekt auch den Namen ›Experimental Programme‹ trägt. Die künstlich  geschaffene Insel ist ca. 1 km lang und 500 m breit. Das Ölfeld umfasst Reserven von bis zu 1,5 Mio. bopd (barrels of oil per day).   Der Kunde des Kranherstellers, die Firma Agip KCO, gehört  zur Eni-Gruppe und ist sowohl für den Aufbau als auch für die Inbetriebnahme der Insel zuständig. Für das Gesamtprojekt haben sich mehrere renommierte Ölfirmen (Eni, ExxonMobile, Shell, TOTAL,  ConocoPhillips, INPEX und KazMunayGas) zusammengeschlossen und operieren gemeinschaftlich unter dem Namen NCOC (North  Caspian Operating Company).  Die Firma Liebherr-Werk Nenzing GmbH liefert für dieses Großprojekt insgesamt zehn explosionsgeschützte Offshorekrane.“

Der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS)

Speziell die Delegation der deutschen Wirtschaft in Almaty betreut wirtschaftliche Aktivitäten deutscher Unternehmen in Kasachstan und den anderen zentralasiatischen Ländern. Sie unterstützt auch lokale Firmen bei wirtschaftlichen Kontakten nach Deutschland. Im Deutschen Wirtschaftsclub sind ca. 120 deutsche Repräsentanzen und Filialen vertreten. Darüber hinaus gibt es ca. 170 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit deutscher Kapitalbeteiligung.

Wer ist diese Delegation?

Der Deutsche Wirtschaftsclub Siebenbürgen (DWS) wurde im Jahre 1998 in Sibiu-Hermannstadt als gemeinnütziger Verein gegründet. Der zu dieser Zeit amtierende Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland, Ralf Breth, gründete als Vorläufer des heutigen Wirtschaftsclubs einen Unternehmerstammtisch, an dem in Hermannstadt tätige deutsche Geschäftsleute teilnahmen. Zur Runde gehörten überwiegend kleinere Betriebe, die erste Erfahrungen mit Südosteuropa machten und auf gegenseitige Hilfe und einen regen Erfahrungsaustausch hofften und ihn dort auch fanden.

Als die Runde stetig wuchs und die Aufgaben zunahmen, wurde aus dem Stammtisch der heutige Deutsche Wirtschaftsclub. Da sich die Mitglieder immer in Hermannstadt trafen und sich niemand ausgeschlossen fühlen sollte, denn es waren auch Mitglieder aus Kronstadt und Klausenburg bei den Treffen, wurde kurzerhand der Name „Deutscher Wirtschaftsclub Siebenbürgen“ (DWS) gewählt.

Neben dem DWS existieren noch sechs weitere deutsche Wirtschaftsclubs in Rumänien, und zwar in Arad, Temeswar, Sathmar, Klausenburg, Kronstadt und Bacau. Zusammen sind in den deutschen Clubs rund 600 deutsche Unternehmen organisiert.

Im September gab es wieder das alljährliche Treffen, Initiator des Treffens der Wirtschaftsclub war auch in diesem Jahr wieder der Wirtschaftsclub Russland. Er wurde 2010 gegründet. Vorstandsvorsitzende ist Frau Dr. Karin von Bismarck. Der Club ist sowohl in Deutschland als auch in Russland aktiv, die bilateralen Beziehungen zwischen russisch- und deutschsprechenden Führungskräften und Unternehmern stehen im Vordergrund der Arbeit des Clubs. Der Wirtschaftsclub Russland wolle dabei nicht nur den gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder dienen, sondern auch das soziale und kulturelle Zusammenleben fördern, so Karin von Bismarck. Der Club unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu verschiedenen Vereinigungen sowohl in Deutschland als auch in ost- und mitteleuropäischen Ländern.

Wichtig für die Zukunft sei die Einbeziehung Russlands in das Programm östliche Partnerschaft der Europäischen Union. Gegenwärtig habe die EU kein Angebot für Russland. Deutschland sollte seine Vermittlerrolle in Bezug auf Russland wieder wahrnehmen. Wirtschaftliche Kooperationen seien der Schlüssel zum Erfolg, um die Beziehungen zu Russland wieder zu verbessern, so Rahr.

Die Teilnehmer forderten die neue Bundesregierung auf, die Basisinitiative der Clubs besser zu unterstützen, den Zugang zu Förderprogrammen und Projekten zu vereinfachen und auf den Erfahrungsschatz der mittelständischen deutschen Unternehmer in Osteuropa stärker zurück zu greifen. Viele Teilnehmer wandten sich gegen institutionelle Alleinvertretungsansprüche. Diese seien nicht mehr zeitgemäß und begrenzten Potenziale, statt sie zu fördern. So auf der Homepage der DWS zu entnehmen.

Grobblech für das Kashagan-Projekt in Kasachstan – Öko-Bohrinseln

Erstaunt war ich dann über das, was ich auf der Homepage von Dillinger Hüttenwerke zu lesen bekam: Laut ihrer Homepage handelt es sich bei dem Kashagan-Ölfeld um eine Öko-Bohrinsel. Eine Frage sei mir erlaubt: was ist an einer Bohrinsel ÖKO?

Sie schreiben weiterhin:

„Ausbeutung des Kashagan-Ölfeldes im Kaspischen Meer ist ein hochsensibles Projekt. Schon die Tatsache, dass es nach einem kasachischen Dichter benannt wurde, deutet es an. Es liegt inmitten eines Naturschutzgebietes, in dem mehr als 200 bedrohte Tierarten leben. Nur die Tatsache, dass es sich mit geschätzten 30 Milliarden Barrel um das zweitgrößte Ölvorkommen der Welt handelt, dürfte überhaupt zu einer Abbaugenehmigung geführt haben. Aber kein anderes Ölförderprojekt steht unter derart scharfer ökologischer Aufsicht. Hinzu kommt, dass der Abbau auch aus technischer Sicht eine Herausforderung ist. Das Öl liegt sehr tief unter dem Meeresboden: vier bis fünf Kilometer. Große Mengen von Hydrogensulfid setzen es unter Druck, was eine besondere Bauweise der Plattformen erfordert.“

Ja, das Gebiet gilt als ökologisch sehr sensibel. Es ist u. a. der Laichgrund des Beluga-Störs.

Merkel – Rohstoff-Abkommen mit Kasachstan

In Februar 2012 schrieb Fokus-Online: „In Rohstoff-Abkommen mit Kasachstan: Merkel greift zu und hat leichte Bedenken – Angela Merkel und Kasachstans Präsident Nasarbajew haben sich auf ein Rohstoffabkommen geeinigt. Dieses sichert der deutschen Wirtschaft den Zugriff auf sogenannte Seltene Erden. Kritiker prangern einen Ausverkauf der Menschenrechte an….

2011 erhielten 64 Länder, deren Menschenrechtssituation vom BICC als sehr bedenklich eingestuft wird, Rüstungsgüter aus Deutschland: Zu diesen Staaten gehörte auch Kasachstan.

Wer mehr über die Versorgung der deutschen Wirtschaft mit Roh- und Werkstoffen für Hochtechnologien – Präzisierung und Weiterentwicklung der deutschen Rohstoffstrategie, erfahren möchte:  Deutscher Bundestag Drucksache 17/13673 17. Wahlperiode 28. 05. 2013

Darin steht: „..Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Aufbau nationaler Bergbauunternehmen, wie z. B. Codelco (Chile), Vale (Brasilien), Norilsk Nickel, RusAl (beide Russland) oder Kazakhmys (Kasachstan).“ (…) “Mit der Mongolei (13.10.2011) und Kasachstan (8.2.2012) konnten inzwischen Abkommen über eine „Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich“ abgeschlossen werden. Weitere bilaterale Partnerschaften sind nach Angaben von BMWI in Vorbereitungen.“

Rohstoffe vor dem ÖKO-System und den Menschenrechten?!!

Und dann fanden wir diesen  interessanten Bericht:

Der EXPORTBERICHT Kasachstan (Stand November 2012 ) von der IHK Bayern in Zusammenarbeit der Wirtschaftskammer Österreich empfiehlt Kasachstan. Es handelt sich hier bei um einen Service des AUSSENWIRTSCHAFTSZENTRUMS BAYERN in Zusammenarbeit mit der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA (AWO). Interessante sehr ausführliche Information über den Export nach Kasachstan. Ein kleiner Ausschnitt aus dem Bericht:

„Kooperation mit der EU – Kasachstan ist der größte Handelspartner für die EU in Zentralasien, umgekehrt ist die EU nach den GUS-Staaten der zweitwichtigste Handelspartner für Kasachstan. Kasachstan ist wichtiger Partner in der Energieversorgung der EU, knapp 90 % aller Exporte in die EU sind Energieträger (v. a. Öl). Unternehmen aus der EU sind die wichtigsten Investoren in Kasachstan; mehr als die Hälfte aller ausländischen Direktinvestitionen stammt aus der EU.

Kasachstan blickt Richtung Europa und forciert den Ausbau bilateraler Beziehungen mit großen EU-Staaten wie z. B. Italien und Frankreich mittels strategischer Partnerschaften. Dafür gibt es das vom Parlament bewilligte Programm „Weg nach Europa“ („Put v Evropu“). Die Basis für die Beziehungen der EU zu Kasachstan ist das 1995 unterzeichnete und 1999 in Kraft getretene Partnerschafts- und Kooperationsabkommen (PKA), das sich hauptsächlich auf wirtschaftliche Zusammenarbeit (Bedingungen des bilateralen Warenverkehrs, Investitionen etc.) bezieht. 2011 haben Gespräche über ein neues erweitertes Partnerschaftsabkommen mit der EU begonnen; Kasachstan hat außerdem Interesse an einer Teilnahme an der östlichen Partnerschaft der EU (umfasst zurzeit Ukraine, Moldawien, Belarus und die Staaten des Südkaukasus). Darüber hinaus besteht seit 2006 ein MoU zur Kooperation im Energiesektor und seit 2009 ein MoU zur Kooperation im Transportsektor. Die EU hat Kasachstan seit Erlangung der Unabhängigkeit im Rahmen von EuropeAid mittels mehr als 300 Projekten mit einem Gesamtvolumen von 140 Mio. EUR unterstützt. Die EU-Delegation in Kasachstan (bis 2009: Delegation der Europäischen Kommission) wurde bereits 1994 eröffnet.

Bilaterale Abkommen zwischen Kasachstan und Deutschland

Abkommen über kulturelle Zusammenarbeit, Doppelbesteuerungsabkommen, Abkommen zur Deutsch-Kasachischen Universität in Almaty, eine gemeinsame Erklärung über eine Partnerschaft für die Zukunft, eine Erklärung zur Innovations- und Investitionspartnerschaft, ein Landtransitabkommen für Bundeswehr-Transporte nach Afghanistan, ein Investitionsschutzabkommen sind geplant: Abkommen über eine technische Zusammenarbeit mit Kasachstan.

BEDEUTENDE WIRTSCHAFTSSEKTOREN“

Die Republik Kasachstan hat eine rohstofforientierte Wirtschaft und das Land weist ein großes Transitpotential auf. Die Regierung hat sich mit der „Strategie 2030“ zum Ziel gesetzt, eines der höchstentwickelten Länder der Welt zu werden. Ziele umfassen die Reduzierung der Rohstofflastigkeit und Forcierung des Aufbaus der Verarbeitungs-, Hightech- und wissenschaftsintensiven Industrie sowie der Infrastruktur und des Landwirtschaftssektors.h

Kasachstan verfügt über 3 % der weltweiten Erdöl- und 1,5 % der weltweiten Erdgasvorkommen. Diese Industrie ist der Grundstein der Wirtschaft Kasachstans und die Haupteinkunftsquelle: Allein die Erdöl- und Erdgasförderung beträgt 16,5 % des BIP. Dienstleistungen und Arbeiten im Erdöl-/Erdgassektor betragen 11,8 % des BIP.  Die Hauptressourcen der Erdölförderungsindustrie sind in den Gebieten Atyrau und Mangystau konzentriert (Westkasachstan). Die größten Erdölfelder sind Tengiz, Karachaganak und Kashagan, deren Lizenzen jeweils Konsortien internationaler Ölfirmen sowie der nationalen Öl- und Gasgesellschaft Kazmunaigas gehören. Mit einigen Jahren Verzögerung soll ab erstem Halbjahr 2013 am Kashagan-Feld Öl gefördert werden. ( Wie oben erwähnt, verzögert sich die Ölförderung nach wie vor.)

Kasachisches Öl wird von der CPC (Caspian Pipeline Consortium) in den Westen zum russischen Schwarzmeerhafen Novorossijsk und von der Atasu-Alashankou Pipeline nach China transportiert. Auch über das kaspische Meer wird Öl für die Einspeisung in die Baku-Tbilissi-Ceyhan Pipeline und per Waggon nach China geliefert.

http://www.auwibayern.de/awp/inhalte/Laender/Anhaenge/Exportbericht-Kasachstan.pdf

http://www.auwibayern.de/awp/inhalte/Laender/Anhaenge/Exportbericht-Kasachstan.pdf

Deutschland ist der sechstgrößte Außenhandelspartner Kasachstans mit einem Umfang von 6,2 Mrd. € (2011). Die kasachischen Lieferungen (4,46 Mrd. €) umfassen Erdöl, Eisen/ Stahlerzeugnisse und chemische Produkte. Die deutschen Lieferungen (1,73 Mrd. €) setzen sich aus Maschinen, Datenverarbeitung und elektrischen Ausrüstungen, chemischen Produkten, KfZ, KfZ–Teilen und pharmazeutischen Erzeugnissen zusammen.

Die Delegation der deutschen Wirtschaft in Almaty (wie oben in unserem Bericht erwähnt)  betreut wirtschaftliche Aktivitäten deutscher Unternehmen in Kasachstan und den anderen zentralasiatischen Ländern. Sie unterstützt auch lokale Firmen bei wirtschaftlichen Kontakten nach Deutschland. Im Deutschen Wirtschaftsclub sind ca. 120 deutsche Repräsentanzen und Filialen vertreten. Darüber hinaus gibt es ca. 170 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit deutscher Kapitalbeteiligung.

Außenwirtschaftspolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: Albert Rau ist erster Vize-Minister für Industrie und neue Technologien der Republik Kasachstan.

In diesem Regierungsforum werden die Rahmenbedingungen für das wirtschaftliche Engagement deutscher Unternehmen in Kasachstan sowie operative Fragen der deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen in den Bereichen Rohstoffe, Industrie, Energie, Agrar, Gesundheit, Umwelt und Tourismus behandelt.

Ein weiteres Gremium ist der Deutsch-Kasachische Wirtschaftsrat für strategische Zusammenarbeit, der seit dem 1.10.2010 besteht und von Banken und Unternehmen getragen wird. Unter der Leitung von Peter Tils/CEO für Mittel und Osteuropa der Deutschen Bank und Timur Kulibajew/Vorstandsvors. der Staatsholding Samruk-Kazyna will der Wirtschaftsrat Geschäftschancen aufgreifen und konkrete Projekte auf den Weg bringen.

Im Rahmen des deutsch-kasachischen Managerfortbildungsprogramms wurden über 300 kasachische Manager zu Praktika in Deutschland eingeladen, um die Direktkontakte zwischen deutschen und kasachischen Unternehmen zu fördern.

Ca. 100 deutsche Firmen sind in Kasachstan vertreten. Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Almaty begleitet und betreut wirtschaftliche Aktivitäten deutscher Unternehmen in Kasachstan und den anderen zentralasiatischen Ländern und unterstützt lokale Firmen bei wirtschaftlichen Kontakten nach Deutschland. (Quelle: Auswärtiges Amt)

Für Deutsche Unternehmen, die Geschäfte mit Kasachstan tätigen möchten, gilt:

Zu beachten ist auch die Möglichkeit einer Exportkreditversicherung. Dafür steht Ihnen in Bayern der private Versicherungsmarkt (Atradius, AKA, Coface) sowie die LfA Förderbank Bayern und das staatliche Exportgarantiesystem Euler Hermes oder KfW zur Verfügung. Zur Erläuterung unser Beitrag: Rüstungsgüter gegen Rohstoffe – besichert durch Steuergelder

Astana ist Gastgeber der Weltausstellung EXPO 2017

Die Hauptstadt Kasachstans wurde am 26.11.2012 zum Ausrichter der EXPO 2017 gewählt. Die EXPO 2017 steht im Zeichen alternativer und erneuerbarer Energiekonzepte.

Kasachstan präsentiert Expo 2017 im Bundestag

Kasachstan will bei der Vorbereitung der “Expo 2017″ vor allem deutsche Unternehmen mit im Boot haben. Das erklärte Rapil Zhoschibajew, erster Stellvertreter des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Kasachstan und Kommissar der internationalen Ausstellung „Expo 2017“ bei einer Präsentation Kasachstans am 3. September im Bundestag. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages, Ernst Hinsken und Jürgen Klimke, hatten eine hochrangige kasachische Regierungsdelegation eingeladen, den Wirtschafts- und Tourismusstandort im Vorfeld der „EXPO 2017“ in Astana in Berlin vorzustellen, heißt es auf der AHK.

Albert Rau, erster stellvertretender Minister für Industrie und Neue Technologien, sprach bei der Vorstellung des Wirtschaftsstandortes Kasachstan das Ungleichgewicht der Investitionen an. Deutsche Unternehmen hätte bisher gerade zwei Milliarden US-Dollar in Kasachstan investiert, nur ein Prozent der Gesamtinvestitionen. Die kasachischen Investitionen in Deutschland beliefen sich kumuliert auf 7,5 Milliarden US-Dollar, davon fünf Milliarden als Anlage in Wertpapieren, sagte Rau.

Gegenwärtig realisiere Kasachstan ein Investitionsprogramm von 64 Milliarden US-Dollar. Von den 600 Projekten würden weniger als zehn mit Deutschland umgesetzt. Aufgrund ungelöster Fragen der Finanzierung, so Rau, überlasse Deutschland den Platz anderen Ländern. Hier müssten beide Seiten etwas tun.

Kasachstan erwartet zur „Expo 2017“ mit dem Schwerpunktthema „Future Energy“  fünf Millionen Besucher. Den Masterplan erarbeitet das deutsche Architektenbüro AS&P Alfred Speer & Partner GmbH.

Andere Länder: genau Österreich!

http://www.kazakhstan.at/

http://www.kazakhstan.at/

Von 10.-12. Juni 2013 führte WKÖ Vizepräsident Richard Schenz die bisher größte österreichische Wirtschaftsmission nach Kasachstan. Dass das Interesse am Wachstumsmarkt in Zentralasien nach wie vor gewaltig ist, beweist die Teilnahme von 32 österreichischen Unternehmen aus so unterschiedlichen Sektoren wie Bau und Infrastruktur, Logistik, Nahrungsmittelverarbeitung und erneuerbaren Energien.

Im Zentrum des Besuchs stand die erste Sitzung des Österreichisch-Kasachstanischen Geschäftsrats in der Hauptstadt Astana. Dieser Geschäftsrat wurde im Oktober 2012 im Zuge des Besuchs von Präsident Nazarbayev in Wien von der WKÖ und der Industrie- und Handelskammer Kasachstans gegründet und dient Wirtschaftstreibenden beider Länder dazu, neue Kooperationen zu entwickeln. Abgerundet wurde das Programm durch Informationen zu Investitionsmöglichkeiten und bevorstehenden Großevents wie der Weltausstellung EXPO 2017 in Astana zum Thema „Future Energy“ und der Winter Universiade 2017 in Almaty.

Das «Green Bridge Partnership Programme» wiederum bietet den Rahmen für eine vertiefte regionale Kooperation in den Bereichen Wasserbewirtschaftung, Energieversorgung, Nahrungssicherheit, urbane Infrastruktur sowie im Kampf gegen den Klimawandel und bei Maßnahmen zur Katastrophenprävention. Eine entsprechende Vereinbarung ist Ende September von Kasachstan, Kirgistan, Georgien, der Mongolei, Russland, Weißrussland, Montenegro und Deutschland unterzeichnet worden.

Wie knapp das Öl schon ist, erkennt man an dem folgenden Beispiel:

Im Kampf gegen die hohen Kerosinkosten kaufte die US-Fluglinie Delta Airlines sich ihre eigene Ölraffinerie. Delta zahlt für die Anlage in einem Vorort der Großstadt Philadelphia 150 Mio. US-Dollar (114 Mio. Euro). „Mit dieser maßvollen Investition, die dem Kaufpreis eines größeren Flugzeugs entspricht, kann Delta seine Spritkosten um jährlich 300 Mio. US-Dollar senken“, erklärte Konzernchef Richard Anderson. Außerdem werde sichergestellt, dass der Fluglinie im Nordosten der USA stets Treibstoff zur Verfügung stehe.

Das Beispiel könnte Schule machen, denn nicht nur Autofahrer, sondern auch die Fluggesellschaften wollen noch lange vom Öl partizipieren. Jetzt haben sogar Airlines ihre eigne Ölraffinerie, Alarmsignal läutet auf, denn die kaufen ja nicht ohne Grund.

Der niedrige Ölpreis

Wir schreiben an diesem Bericht nun seit ein paar Jahren und machen jährlich ein uUdate. Schrieben wir noch im letzten Jahr vom steigenden Ölpreis, wurden wir nun eines besseren belehrt.

Die Preise für Rohöl fallen und fallen. Die Nordseesorte Brent ist so billig wie zuletzt Anfang 2009. Auch die US-Sorte WTI sinkt auf Rekordtiefstände.

Der Kurs für ein Fass der US-Sorte WTI fiel am Montag unter die Marke von 39 Dollar und damit auf das Rekordtief aus dem August. Auch der Kurs der Nordseesorte Brent gab deutlich nach. Mit zwischenzeitlich 41,90 Dollar war ein Barrel (159 Liter) so billig wie zuletzt vor etwa sechseinhalb Jahren. Die Preise für Rohöl sinken seit Freitag, nachdem die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) bekanntgegeben hatte, dass sie ihre Fördermenge vorerst nicht einschränken wird.

Der niedrige Ölpreis ist ein großer Vorteil für die US-Wirtschaft. Billiges Öl reduziert die Kosten der US-Ölimporte und ist gut für die Handelsbilanz. Der verlorene Gewinn durch einheimische Ölförderung ( Fracking) in den USA ist für die US-Wirtschaft von geringer Bedeutung. Im Gegensatz dazu stellt der niedrige Ölpreis für den größten Teil der Ölproduzenten der OPEC,  vor allem der Golfstaaten, eine Katastrophe dar. Die Volkswirtschaften der Golfstaaten sind von der Ölproduktion abhängig, auch wenn diese schon längst in anderen Projekten investiert haben. Siehe  Blackstone und der Scheich von Katar

Den Experten von Goldman Sachs zufolge ist ein Rückgang auf bis zu 20 Dollar je Barrel möglich. Wegen des weltweiten Überangebots hat sich der Ölpreis seit Mitte 2014 mehr als halbiert. Hintergrund ist der Anstieg der Förderung im Zuge des Schiefergas-Booms in den USA mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Technik. Zudem schwächelt die Nachfrage infolge der mauen Weltkonjunktur. Opec-Produzenten wie Saudi-Arabien lehnen es aber ab, die Preise durch eine Reduzierung der Fördermengen wieder nach oben zu treiben. Ihnen geht es vor allem darum, ihre Marktanteile zu verteidigen.

Es ist sehr schwierig, die OPEC-Strategie nachzuvollziehen, es sei denn, es handelt sich in der Tat um eine versteckte politische Agenda. Das Festhalten an dem aktuellen Kurs in 2016 sollte sich negativ auf die ölproduzierenden Länder auswirken, den Verbrauchern wird es aber freuen, denn solange ist dieser der glückliche  Nutznießer. Schaden wird es aber Ländern wie Venezuela oder anderen Ländern, die von der Ölproduktion abhängig sind und keine finanziellen Reserven haben.

Die größten Ölkonzerne der Welt

Mindestens 37 Öl- und Gas-Unternehmen haben im Jahr 2015 Konkurs angemeldet. Schuld ist der niedrige Ölpreis, das wirkt sich auf die gesamte Branche aus. Darunter leiden auch die Fracking-Konzerne in den USA – der Öl-Anteil durch Fracking war erheblich, aber der Großteil der weltweiten Ölproduktion kommt von großen Ölfeldern, die von den größten Unternehmen ausgeführt werden.

Rig Quelle, Inc., ein Unternehmen für Bohrausrüstungen veröffentlichte im Oktober 2015 eine hervorragende Infografik , die Details zu den größten Ölkonzernen der Welt darstellt. Hier wird auch deren große Bedeutung auf den globalen Ölmärkten sichtbar. In den letzten 10 Jahren haben andere Öl-Konzerne die Position unter den ersten TOP 10 eingenommen.

Nachfolgend die Daten in englisch:

Here are the top 10 largest oil companies by revenue, with revenue totals from 2014:

1. China Petroleum and Chemical Corp., or “Sinopec” ($455.06 billion) – the state-owned Chinese oil company Sinopec claims the mantle as the largest in the world. It has consolidated the Chinese oil industry, scooping up upstream and downstream players over the years. The Beijing-based company doesn’t produce as much oil as the other 9 companies on the list, however. Instead it specializes in downstream refined products. Sinopec produces 1.6 million barrels per day (mb/d), which, while significant, is less than other majors.

2. China National Petroleum Corp. ($432 billion) – CNPC is the second largest state-owned Chinese oil company, and also second largest in the world. CNPC is a bit smaller than Sinopec in terms of revenue, but its 4.4 mb/d in production is nearly three times that of its peer. Earlier this year, there was speculation that Sinopec would merge with CNPC subsidiary PetroChina, creating a truly massive state-owned company. The companies denied the rumors.

3. Royal Dutch Shell ($422 billion) – the Anglo-Dutch company tops the list in terms of private oil companies. Shell has a long and storied history, and has grown over time. Its latest acquisition was BG Group, a major LNG exporter. Shell has operations all over the world, and is going where others have not – including one of the deepest drilling platforms in the world in the Gulf of Mexico, as well as the world’s first floating LNG production vessel. The company is in the midst of transition, however, with high-profile failures in the Arctic, and disappointments in Canadian oil sands and U.S. shale. Shell is pivoting towards natural gas for its future, a move symbolized by its purchase of BG. Shell produces 3.9 mb/d.

4. ExxonMobil ($394 billion) – the Texas-based oil major is one of the most iconic oil companies, and it is the largest private company by production with 5.3 mb/d. When Exxon acquired Mobil in 1999 – both companies are descendants of John D. Rockefeller’s Standard Oil – it created the largest company on the planet. Today ExxonMobil has operations on every continent except Antarctica, with assets upstream, midstream, and downstream, in both oil and natural gas.

5. Saudi Aramco ($378 billion) – the state-owned Saudi Aramco is arguably the most important oil company in the world with its truly massive 12.5 mb/d of production. The Saudi firm is what gives Saudi Arabia and OPEC its enormous influence over oil markets. The company originally was a joint venture between the state and U.S.-based Aramco, but the Saudi government took over the entire company following the Yom Kippur War in 1973. Saudi Aramco’s assets are valued at $30 trillion, dwarfing any other oil company on the planet.

6. BP ($358.7 billion) – BP’s history stretches back more than a century, originally setup to extract oil in Iran. Over the years since, the company now known as BP has picked up assets along the way, with a string of more recent acquisitions in the United States. But BP has downsized substantially since the Deepwater Horizon disaster in 2010 in order to pay the enormous tab. BP produces 4.1 mb/d.

7. Total S.A. ($260 billion) – like many of the other companies on the list, the French oil giant Total is integrated up and downstream, with operations around the world. But it also acquired SunPower in 2011, a California-based solar company. Total is in the midst of cost-cutting campaign to right-size its operations during the current oil price downturn. Total produces 2.7 mb/d.

8. Kuwait Petroleum Corp. ($252 billion) – Rig Source notes that the Kuwait Petroleum Corp. is unique in that it has never acquired another company, the only top 10 oil producer to have never grown through acquisition. While not nearly as large as Saudi Aramco, the Kuwaiti oil company is among a handful of other Gulf producers that form the backbone of OPEC. Kuwait Petroleum produces 3.2 mb/d.

9. Chevron Corp. ($192 billion) – the California-based oil major has grown significantly through acquisition. It acquired Gulf Oil in 1984, Texaco in 2000, and Unocal Corp. in 2005. Today, Chevron produces a significant volume of oil offshore, and in recent years has made a large bet on LNG. Chevron produces 3.5 mb/d.

10. Lukoil ($144 billion) – Lukoil is one of a few large private oil companies based in Russia. Lukoil acquired Getty Oil in 2000 and Scholtzmeyer Bros. in 2004. Today, Lukoil has major oil-producing assets in Russia, and also notable production from Basra in southern Iraq. Lukoil produces 2.2 mb/d.

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http://oilprice.com/


Wir nutzen Öl, um Pflanzenschutzmittel, Plastikspielzeug und Einkaufstüten herzustellen, für Medikamente, Farben und Lacke, für Isolierungen von Elektrokabeln und natürlich, um unsere Fahrzeuge mit Hilfe kleiner Explosionen von Luft-Ölprodukt-Mischungen anzutreiben sowie, um mit Ölheizungen den Winter zu überstehen. Wir brauchen Öl für fast alle Aktivitäten unseres industrialisierten Lebens: Mobilität braucht offensichtlich Öl, Essen braucht Öl, um es erst per Düngemittel und Pestiziden aufzuziehen und später, um es zum Supermarkt zu karren, die meisten Konsumprodukte kommen kaum ohne Plastik aus und sei es nur für die obligatorische Verpackung. Öl ist – in mehrfacher Hinsicht – das (technische) Schmiermittel unserer Ökonomie. Ohne Öl dreht sich kein Rad, zumindest kein großes.

Doch nun wieder zum Kaschagan-Ölfeld:

Das Erdöl-Vorkommen des Kaschagan-Ölfelds soll 9 – 16 Milliarden Barrel förderbares Öl enthalten. Seine Erschließung stellt eine große finanzielle und technische Herausforderung dar, da es offshore in klimatisch rauer (fünf Monate zugefrorener Teil des Kaspischen Meeres) und in ökologisch prekärer Umgebung (u.a. Laichgrund des Beluga-Störs) liegt.

Fazit

Durch den geologisch bedingten Rückgang aus bestehenden Ölfeldern müssen jedes Jahr etwa 3 – 4 Mio. Barrel Tagesproduktion neu auf den Markt gebracht werden, nur um die Produktion auf dem heutigen Niveau zu halten. Das heißt jedes Jahr dreimal Kashagans Spitzenproduktion! Deutlich wird an diesem Ölfeld, dass die Zeiten des „billigen Öls“ definitiv vorbei sind und der Aufwand, den unvermeidlichen Rückgang der Weltölproduktion hinauszuzögern, jedes Jahr größer wird.

Dann wird auch schnell mal von einer „ÖKO“-Bohrinsel gesprochen oder Rohstoffen vor „ÖKO-System“ und den Menschenrechten! Peak Oil – „Blut für Öl“!

Die Ölkonzerne greifen nach jedem Strohhalm, um ihren Aktionären zu suggerieren, dass die Welt noch in Ordnung ist.

Ob wir erfahren werden, wie die Ausmaße dieser Katastrophe im Kaspischem Meer sein werden? Wir versuchen, weiterhin Informationen zu bekommen.

Das Rennen um die letzten Öl-Reserven hat bereits begonnen. Ob „Peak Oil“ bereits im Jahr 2005 erreicht wurde oder erst im Jahr 2015 erreicht wird, ist letztlich von zweitrangiger Bedeutung. Die geologischen Hinweise, dass „Peak Oil“ erreicht ist, sind vielfältig und sollten als Signal zum Handeln aufgefasst werden.

Die Arche Noah musste gebaut werden, bevor es zu regnen begann. Von den fossilen Energien müssen wir uns entwöhnen, bevor sie zu Ende gehen.

© Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Keine Ahnung was damit gemeint ist wenn Sie sagen: doch niemand berichtet.

    Die FAZ, Tagesschau und weitere Medien haben schon 2 Tage früher darüber berichtet…

  2. Hallo Doro,

    hat man den Brand bereits gelöscht und den Ölaustritt schon gestoppt?
    Was ist dort geschehen?
    Ich kenne die Ursachen und die Probleme die es bei Deep Water Horizon gab genau. Die damalige Katastrophe konnet 9 (NEUN!!!) Wochen vorher beendet werden! – Ohne Einsatz von Mitteln, die noch viel giftiger waren, als das Erdöl /Erdgas selbst (bei einem solchen Blowout tritt nicht nur Erdöl sondern auch gleichzeitig hochgiftiges, ALLES abtötendes Methangas aus.
    Ich bot damals meine Hilfe an, doch alles scheiterte an BP und an dem White House (obwohl Obama diese damalige Katastrophe zu seiner „Chefsache“ erklärte). Ich sprach seinerzeit telefonisch mit den BP – Ingenieuren, die vor Ort waren und auch mit dem White House.
    Aber das ist eine lange unglaubliche Geschichte, die nur an einer, von mir verlangten Gegenseitigkeitserklärung scheiterte. Man ließ das Öl und Gas einfach 9 NEUN Wochen weiter unkontrolliert austreten, bis sich schließlich Halliburton (der eigendliche Verursacher) „fand“, die das Bohrloch schließlich zubetonierten. Halliburton = zufälligerweise ehemaliger US-Vizepräsident Dick Cheney unter G.W. Bush.

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