Kalifornien – Seit Oktober massives Gasleck – Jetzt Notstand ausgerufen und Evakuierung

Gasleck4Einwohner von Porter Ranch forderten schon lange, einen Speicher zu schließen, wo seit Ende Oktober ein Gasleck auftrat. Das Gas-Leck in Kalifornien ist die größte Umweltkatastrophe seit der BP-Ölpest 2010.

Aus einem unterirdischen Gasspeicher der Firma Southern California Gas Company im Aliso Canyon bei Los Angeles strömt bereits seit Ende Oktober Methan aus – nach offiziellen Angaben zwischen 30’000 und 58’000 Kilogramm pro Stunde.

Nun rief Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown den Notstand aus. Einwohner des Vororts Porter Ranch hatten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten geklagt und wurden von dem Gasversorger vorübergehend in Notunterkünften untergebracht.

Bereits im April 2015 berichteten wir von einer  Gas-Pipeline von Pacific Gas and Electric in Kalifornien, die explodierte.

Massives Gasleck im Raum Los Angeles

Wenn irgendwo ein Gasleck festgestellt wird, geht man davon aus, dass dieses gesichtet und der Schaden behoben wird. Nicht so in Los Angeles. Festgestellt wurde das Gasleck bereits am 23. Oktober 2015. Erst nachdem Tausende Einwohner des Vororts Porter Ranch über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nasenbluten klagten, wurde nun der Notstand ausgerufen. Dieser soll sogar 12 Wochen bestehen bleiben.

Es könnte bis Ende Februar oder Ende März dauern, um festzustellen, wo sich das undichte Rohr befindet. Es soll sich in einer Länge von 8500 Fuß (2951 m) befinden gab das Büro des Gouverneurs bekannt. Das Bohren müsste langsam erfolgen, damit nicht weitere neue Lecks entstehen können. Das California Air Resources Board schickte mehrfach Flugzeuge, um die Menge des austretenden Erdgases zu messen.

Der Betreiber Southern California Gas Co. versucht, mit einer Bohrung eine defekte Pipeline in mehr als hundert Metern Tiefe zu erreichen und diese zu verschließen. Gouverneur Jerry Brown hat die Firma aufgerufen, sich schon einmal zu überlegen, was zu tun sei, falls dieser Plan scheitert – oder wenn das Leck schlimmer wird. Der Betreiber teilte mit, man kooperiere seit Beginn des Lecks mit allen Behörden.

Nicht dass es nicht bekannt war, es kam sogar in den Medien, das folgende Video ist vom November 2015


Das Leck, welches im Oktober 2015 festgestellt wurde, bekam enorme Aufmerksamkeit, nachdem immer mehr Menschen in dem 30 000 Einwohner- Städtchen erkrankten. Die Anwältin Erin Brockovich erklärte, es sei eine Katastrophe, deren Umfang größer sei als das Unglück durch BP 2010. Seither hätte sie noch keine weitere Katastrophe in den Ausmaßen erlebt. Die Bewohner leben in Aliso Canyon, etwa 30 Meilen nordwestlich von Los Angeles. Die körperlichen Symptome der dem Methan Ausgesetzten seien blutige Augen und blutiges Zahnfleisch, Übelkeit und Kopfschmerzen,“ berichtete Erin.

Jüngsten Messungen zufolge stößt das Leck stündlich mehr als 30 300 Kilogramm Methan aus. Laut „Los Angeles Times“ waren bereits am 22. Dezember so viele Treibhausgase ausgetreten, wie 330 000 Autos im Jahr ausstoßen.

Sempra Energy – Southern California Gas Company – Deutsche Bank

Für das Jahr 2014 berichtete Sempra Energy über einen Umsatz von 11 Milliarden $ und bedient mehr als 32 Millionen Kunden weltweit. Es ist der größte Erdgaskonzern in den Vereinigten Staaten in dem Versorgungsbereich.

Sempra Energys Hauptkonzern ist in San Diego, Kalifornien und teilt die Bereiche in zwei große Kategorien ein: Sempra Utilities einschließlich Pacific Enterprises / Southern California Gas Company und San Diego Gas & Electric; und Sempra Global, eine Holdinggesellschaft, die nicht der California Versorgungsregelung unterliegen: Sempra International und Sempra US Gas & Power.

Die Southern California Gas CompanySoCalGas) ist der wichtigste Anbieter von Erdgas in Süd-Kalifornien mit rund  21,4 Millionen Kunden.

Zu den Hauptanteilseignern gehört auch die Deutsche Bank neben  State Street Corporation, Vanguard Group, Fidelity und Blackrock und Goldman Sachs – diese sind auch an dem Desaster in Brasilien beteiligt: Rio Doce Disaster unter Beteiligung von Deutscher Bank, Blackrock, Vanguard Group, Goldman Sachs … – eigentlich an allem, wo zur Zeit Umweltzerstörungen stattfinden.

Equity Ownership SRE

FundsInstitutions

Name Ownership Trend
Previous 8 Qtrs
Shares Change % Total
Shares Held
% Total
Assets
Date
VA CollegeAmerica Amercn Mutual 529E Premium 5,396,653 1,758,200 2.18 1.65 09/30/2015
Franklin Income A Premium 5,200,000 1,700,000 2.10 0.64 09/30/2015
Vanguard Total Stock Mkt Idx Premium 4,240,438 23,609 1.71 0.10 11/30/2015
Vanguard 500 Index Inv Premium 2,830,849 20,443 1.14 0.13 11/30/2015
Deutsche Global Infrastructure A Premium 2,746,413 -125,600 1.11 6.11 11/30/2015
Vanguard Institutional Index I Premium 2,525,779 -6,073 1.02 0.13 11/30/2015
Utilities Select Sector SPDR® ETF Premium 2,531,175 -2,889 1.01 4.15 01/04/2016
Franklin Utilities Fund A Premium 2,400,000 0 0.97 4.39 09/30/2015
SPDR® S&P 500 ETF Premium 2,374,308 -6,566 0.95 0.12 01/04/2016
iShares Select Dividend Premium 2,082,232 0 0.83 1.47 01/04/2016
Total: Top 10 funds Premium 32,327,847 3,361,124 13.02

Hoffen wir, dass diese Katastrophe bald ein Ende hat.

Netzfrau Doro Schreier

Rückstände in Früchten? Abwasser aus Fracking auf Äckern in Kalifornien- California Farms Are Using Drilling Wastewater to Grow Crops

„Ol‘ Man River“ bedroht seine Anwohner – Folgt nach der Naturkatastrophe die Fracking- und Gülleverseuchung!

Fracking hat dramatische Auswirkungen auf den Wasserhaushalt

Rio Doce Disaster unter Beteiligung von Deutscher Bank, Blackrock, Vanguard Group, Goldman Sachs …

10 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Für diesen enormen Schaden für die Umwelt muß man doch das Unternehmen Southern California Gas Co. bestrafen.
    Der Schanden ist doch größer als der von Volkswagen oder nicht??????

  2. Viele kleine Versorger brauchen keine langen Leitungen, die sie im Ernstfall nicht mehr reparieren können! Logisch wäre es doch, die undichte Versorgungsleitung sofort stillzulegen! Dann wären aber von den 21Mio. Kunden ein paar Mio. sofort von jeder Versorgung durch diesen Anbieter abgeschnitten. Dann hätten in deren Gebieten wieder kleinere Mitanbieter eine Chanche für neue Kunden.
    Das paßt aber dem Monopolisten nicht – und schon garnicht ihren parasitär mitkassierenden Partnern aus der Finanzwirtschaft! Sind irgendwo in der „westlichen“ Welt politische oder wirtschaftliche Schweinereien im Gange, fällt meistens auch der Name GoldmanSachs!

    In Mitteleuropa gab es vom Späteren Mittelalter bis ins frühe 19.Jh. hinein eine Wirtschaftsordnung, die das Aufkommen von Monopolisten und Großanbietern, sowie Kompaktanbietern verhinderte: Die Zünfte! Unter diesen Regeln dürfte ein Gasverkäufer garnicht auch die Transportlogistik seines Produktes besitzen – das müßte jemand anderes tun. Ein freier Transportlogistiker würde schon ganz anders dafür sorgen, daß sein Produkt in Ordnung ist, als ein monopolistischer Anbieter des Produktes, dem das Transportwesen seiner Ware nur ein lästiger Kostenfaktor ist und der auf Grund seiner Monopolstellung die Macht hat, eine kaputte Leitung weiterzubetreiben, damit er einen Teil seiner Kunden weiter beliefert, damit diese nicht den Anbieter wechseln, wenn sie das überhaupt mangels Alternativen können.

    Hier wäre staatliches Eingreifen gefragt, die kaputte Leitung sofort außer Betrieb zu nehmen! Aber der amerikanische Staat wird von den Konzernherren, besonders der Finanzindustrie, bezahlt und gelenkt – und die legen auf die Insolvenz einer ihrer Melkkühe keinerlei Wert! Zumal neue, kleinere und damit flexiblere Anbieter auch Wege der Finanzierung an ihnen vorbei finden könnten.
    Wirtschaftsunternehmen, die so groß sind, daß sie Regierungen erpressen / bestechen können, sind immer Feinde der Demokratie!
    China lernt gerade wohl, daß es doch keine so gute Idee war, das „westliche“, damit anglo-amerikanische Wirtschaftssystem zu übernehmen! „Freiheit“ sollte da aufhören, wo Regellosigkeit anfängt! Die anglo-amerikanische Wirtschaft kennt keine Regeln und Grenzen, ist also zutiefst anarchistisch! Anstatt weltweiten Freihandel bräuchten wir weltweite traditionelle Wirtschaftsbestimmungen wie die Zünfte!
    …. und Größe sollte nie ein erstrebenswertes Ziel sein! Je größer, desto tiefer der Fall!

  3. Liebe Netzfrauen und Maenner.

    „…wo sich das undichte Rohr befindet. Es soll sich in einer Länge von 8500 Fuß (25908 km) befinden.“

    Wenn ihr Fuss in Meter umrechnet ,dann muesst ihr den US-Laengenwert in Fuss
    durch 3,33 teilen um auf das metrische Mass umzurechnen und nicht mit 3,33 multiplizieren.
    Auch ist mit „Rohr“ wahrscheinlich „Bohrloch“ und mit „Laenge“ ,“Tiefe“ gemeint.

  4. 1 Fuß = 0,3048 Meter
    8500 Fuß = 2950,8 Meter

    Nicht wie im Bericht angegeben (25908 km)…

  5. Pingback: Pacific Gas Electric Company Rebates | Your Local Electricity

  6. Pingback: Erin Brockovich Vs Pacific Gas And Electric Company | Your Local Electricity

  7. Pingback: Pacific Gas And Electric Company V State Energy | Your Local Electricity

  8. Pingback: Pacific Gas And Electric Company San Jose | Your Local Electricity

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.