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Netzfrauen 170.000Vor drei Jahren tauchten wir Netzfrauen plötzlich auf und wagten es, gegen große Konzerne vorzugehen. Seitdem ist viel geschehen. Monsanto wird nun verklagt und wir sind mit dabei, mit den Menschen, über die wir sonst geschrieben haben, wie Marie Robin (Monsanto mit Gift und Genen) oder Gilles-Eric Séralini (Studien mit den Ratten) aber auch mit der berühmten Aktivistin Vandana Shiva kämpfen wir zusammen gegen Monsanto.

Wir Netzfrauen waren sogar mit dem Thema „Nestlé und Patent auf Bestandteile der Muttermilch“ in der besten Sendezeit auf Telesur – und lösten in Mexiko eine Demo aus. Mit Nestlé stehen wir mittlerweile in Dialog – und der Konzern hat sogar die Sklavenarbeit in Thailand überprüfen lassen, bestätigt und reagiert.

Wir mussten aber auch erleben, dass in Argentinien unsere Netzfrau von Monsanto angegriffen wird. In Deutschland erlebten wir genau das Gegenteil: Hier wird uns das Leben von Verbrauchern schwer gemacht, sogar von Frauen. Da fragt man sich, ob die nicht an ihre Kinder denken.
Mittlerweile haben wir eine Größe erreicht, angesichts derer Konzerne sich bei uns melden, wenn wir über diese berichteten. Aber die Luft wird dünner und jede Recherche wird zu einer Herausforderung.

„Ihr braucht Anwälte“ rieten uns die Fans. Die haben wir jetzt gefunden und wir bedanken uns für die tatkräftige Unterstützung der Anwaltskanzleien, die ihre Hilfe angeboten haben.

Wir gehen sogar noch weiter, denn die Gesetze in Europa sind bei weitem nicht so, wie wir sie uns als Verbraucher wünschen.
Wer schon einmal gegen einen großen Konzern geklagt hat, kennt dieses. Durch die Unterstützung der Anwälte können wir auch in diesem Thema nun voranschreiten. Also läuten wir Phase drei ein. Informiert haben wir, Dialoge führen wir auch mit Konzernen und Monsanto ist der erste Konzern, der nun verklagt wird.

Als Nächstes nehmen wir uns nun die Gesetze vor, die uns Verbraucher eigentlich schützen sollten, es aber nicht tun.
Wir müssen auch noch für Nestlé das Thema Wasser ausarbeiten. Auch hier gibt es kein eindeutiges Gesetz, das festlegt, warum Wasser ein Menschenrecht ist. Doch damit beschäftigen sich nun unsere Anwälte.

Auch wünschen wir uns, dass die NGOs wie Greenpeace oder Campact uns endlich ernst nehmen, denn wir sind auf Unterstützung angewiesen. Auch bitten wir unsere Kritiker zu bedenken, dass negative Schlagzeilen den Konzernen behilflich sind, aber nicht dem Verbraucher dienen, also dem Gemeinwohl.

Gemeinsam versetzten wir Berge – bitte unterstützt uns weiter.

Dazu eine kleine Geschichte.

Eine Frau hatte einen Traum.

In diesem Traum besuchte sie einen Markt.
Dort, inmitten all der Stände, traf sie an einem von ihnen eine alte Marktfrau.

“Was verkaufst du hier?”, fragte sie die alte Marktfrau, deren geschundenen Händen man die viele Arbeit ansah.
Die alte Marktfrau antwortete mit sanfter Stimme: “Alles, was das Herz begehrt.”
Das konnte die Frau kaum glauben.
Sie überlegte eine Weile und beschloss dann, das Beste zu verlangen, was sich ein Mensch nur wünschen konnte.

“Ich möchte Frieden, Liebe und Glück. Auch weise will ich sein und und nie mehr Angst haben müssen.” sagte die Frau zu der alten Marktfrau. “Und das nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen.”

Die alte Marktfrau lächelte. “Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern nur die Samen.”

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.“  Mahatma Gandhi

Auch 2016 sollten wir mit unserem Handeln an die Menschen denken, die irgendwo auf der Welt auf Müllkippen hausen, auf Müll, den wir verursachen.

Bei den Produkten, die wir kaufen, sollten hinterfragen, wer dafür den wahren Preis bezahlen muss. Es sind Menschen, die für einen Hungerlohn Textilien und Zubehör für Smartphones erstellen, beim Pflücken von Bananen mit Pestiziden zugesprüht werden und letztendlich durch diese Chemikalien erkranken.

Es gibt immer noch Menschen, die keinen Zugang zu Ausbildung haben, von Seuchen heimgesucht werden, nicht genug zu essen haben, ohne ordentliche Gerichtsverfahren in Gefängnisse gesteckt werden und in Stellvertreterkriegen abgeschlachtet werden. Nur weil wir kaufen, kaufen, kaufen. Vieles wird nicht mal gebraucht, sondern landet gleich wieder auf dem Müll, der dann wiederum die Umwelt schädigt und dazu führt, dass Menschen auf diesen Müllhalden wohnen und arbeiten. Auch Kinder, um etwas Geld zum Überleben zu verdienen. Diese Kinder bekommen keine Ausbildung und werden durch die giftigen Chemikalien krank. Ein Teufelskreislauf.

Wir essen Billigst-Fleisch aus dem Supermarkt und trinken Wasser aus umweltbelastendem Kunststoff. Wir wissen, dass die Putzmittel immer schädlicher für die Umwelt werden, benutzen sie aber weiterhin, denn alles soll sauber werden, aber bitte mit wenig Kraftaufwand. Und eine psychologisch immer raffiniertere Werbung suggeriert zudem den Wunsch nach immer neuen, kurzlebigen und unsinnigen Produkten.

Die Tomaten werden immer geschmackloser, aber schöner; ihr Alter können wir nicht erkennen, und sie verfaulen in voller Schönheit auf dem Tisch, es gibt kaum eine Wahl für Alternativen, so die Meinung von vielen.

Und doch gibt es sie, diese Alternativen, nur bedeutet das auch, dass auf Obst aus Übersee im Winter verzichtet werden sollte, oder nicht jeden Tag ein Stück Fleisch und schon gar nicht aus der Massentierhaltung kaufen. Nicht jede Mode sollte mitgemacht werden und nicht jedes Jahr braucht es ein neues Handy.

Bedenken Sie: Werbung will immer Ihr Bestes, Ihr Geld nämlich. Der allergrößte Teil der Werbung animiert zu reinem Konsum. Dabei führt Konsum oft zu Frust, weil man immer jemanden im Umfeld kennt, der noch mehr konsumieren kann. Nach dem Konsum ist Ihr Geld aber unwiederbringlich verloren und Sie haben wieder dazu beigetragen, dass es irgendwo  Menschen gibt, die dafür den wahren Preis zahlen, dass ein Tier gestorben ist, dass ein Baum gefällt wurde oder dass Menschen ihre Heimat verloren.

Um zufrieden zu sein, um glücklich zu sein, bedarf es keiner Luxusartikel oder der neuen Mode. Um glücklich zu sein, gilt es, sich bewusst zu machen, dass man glücklich ist. Ja, wir haben alles, was wir wirklich zum Leben benötigen.

Die alte Marktfrau lächelte. “Ich glaube, du hast mich missverstanden. Ich verkaufe hier keine Früchte, sondern nur die Samen.”

Und genau diese müssen Sie säen, um später ernten zu können. Es reicht nicht zu wollen, nein man muss es auch tun. So wie wir Netzfrauen. Wir starteten am 08.März 2013. Uns ist die Energiewende, der Klimaschutz und die Bewahrung unserer Natur wichtig. Allein können wir nichts ausrichten, das war der Hauptgrund, warum wir die „Netzfrauen“ gegründet haben. Wir wollen das Internet nutzen, um uns so noch besser zu vernetzen und damit Kompetenzen und Erfahrungen zu bündeln. Frei nach dem Motto: „Nicht wegschauen, sondern handeln!“

„Denn wir haben unsere Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern von unseren Kindern geliehen.“ – dennoch leben wir, als hätten wir eine zweite Welt im Kofferraum.

Danke für die tolle Unterstützung, die wir auf unserem Weg erfahren haben.

Im Namen aller Netzfrauen Lisa Natterer und Doro Schreier
Lieben Dank an Ulla Rissmann Telle – sie hat bereits 715 Artikel lektoriert.
Also werdet ihr ab jetzt auf Sprachfehler verzichten müssen…

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Die arbeit der Netzfrauen ist ungeheuer wichtig , nur gemeinsam können wir gegen die Konzerne , die uns vergiften und für ihren Profit über Leichen gehen , vorgehen und sie bremsen .

  2. Ich bedanke mich bei euch allen für die hervorrangenden Artikeln und habe euch schon viel weiterempfohlen.
    Macht weiter so!

  3. ich bin unglaublich froh, dass es euch gibt. Zum Einen weil ich über euch infos bekomme, die für mich wichtig sind, auch wenn es oft schwer ist nicht vor Entsetzen zu erstarren. Doch die Informationen zeigen mir gleichzeitig, welche Entscheidungen, Veränderungen ich selbst in meinem Alltag angehn kann, was ich noch kaufen/benutzen/unterstützen/denken will, was nicht.
    Und ich kann daran teilhaben, dass durch euch Bewegung in eingefahrene, üble Machenschaften kommen kann, Veränderungen möglich sind – und ich danke euch von Herzen für euren Einsatz !
    doris

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