AMAZON – nicht nur schlechte Arbeitsbedingungen – verkauft auch Kinder-Kostüm „Flüchtling“

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Update :  Amazon hat den Artikel rausgenommen, vielen Dank an alle, die uns dabei geholfen haben. Was eine(r) nicht schafft, schaffen viele. 

„Steuerflüchtling“ Amazon stand schon häufig in der Kritik, insbesondere wegen der Arbeitsverhältnisse in den Versandzentren. Doch jetzt kommt noch etwas total Geschmackloses hinzu. Amazon verkauft Kinder-Kostüm ‚Flüchtling – 1./2. Weltkrieg‘ für Mädchen & Jungen – Faschingskostüm – Größen: EU 104-152 – und für 17,29 Euro gibt es auch ein afrikanisches Flüchtling-Mädchen-Kostüm. Wir Netzfrauen finden das geschmacklos und bitten Amazon, diese Artikel sofort zu entfernen.

Bevor wir uns mit dem Konzern Amazon auseinandersetzen, bitten wir Sie, uns dabei behilflich zu sein,  Amazon zum Entfernen der Kostüme „Flüchtling“ von der Plattform zu bewegen.

Karneval ist Ausdruck der Lebensfreude – für schlichtweg geschmacklos halten wir die Kostümierung als Flüchtling, ob nun aus dem 1./2. Weltkrieg oder aus der jetzigen Zeit.

Gerade Kinder sind die Leidtragenden einer Flucht. Das Bild des ertrunkenen syrischen Kindes, das an den Strand von Bodrum (Türkei) gespült wurde, ist zum schmerzhaften Symbol für die Flucht vor Krieg geworden. 

Flüchtlingskinder sind gefährdeter als Erwachsene auf der FluchtS sie werden häufiger Opfer von Missbrauch, Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel.

Auch die mangelhafte Versorgung und die harten Lebensbedingungen auf der Flucht sind für Minderjährige schwerer zu verkraften. Erschöpfung, Durst, Hunger – jedes zweite Kind stirbt auf der Flucht!

Tausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak versuchen seit Monaten, über die Türkei nach Europa zu gelangen. Trotz des rauen Winterwetters machen sich auch jetzt noch jeden Tag unzählige Menschen auf die gefährliche Überfahrt zu den griechischen Ägäis-Inseln. Tag für Tag sterben hier Menschen, darunter viele Kinder

Wie kann man da solche Kostüme „Flüchtling“ anbieten“? Sie flohen vor Angst aus ihrem vom Krieg zerstörtem Land, haben schon so gelitten und leiden weiter! Die Flüchtlinge flüchten nun auch vor Angst aus der Türkei, denn die Türkei nimmt Hunderte Flüchtlinge fest und schickt sie zurück nach Syrien und in den Irak. Dort wartet dann die Terrorgruppe IS auf sie.

Erst gestern kenterten zwei Flüchtlingsboote auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland. Ein Holzboot mit 48 Passagieren sank vor der kleinen Insel Farmakonisi in der östlichen Ägäis.41 Menschen retteten sich ans Ufer, für sechs Kinder und eine Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät. Offenbar war das Boot gegen einen Felsen geprallt.

Erst am Donnerstag ertranken mindestens zwölf Flüchtlinge, als ihr Boot auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland sank. Nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) starben allein zwischen dem 1. und 18. Januar 77 Menschen beim Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen.

Flüchtlinge im 2. Weltkrieg – Millionen Deutsche wurden zu Flüchtlingen

Bis zu 14 Millionen Menschen mussten ab 1945 ihre Heimat in Ost- und Ostmitteleuropa verlassen – die nun polnischen Gebiete jenseits von Oder und Neiße, Ostpreußen und die kulturell gemischten Randgebiete von Böhmen und Mähren, nun Teil der Tschechoslowakei, außerdem Ungarn, Jugoslawien und Rumänien. Es war die größte Völkerwanderung des Jahrtausends.

Am 12. Januar 1945 begann die Rote Armee ihre Winteroffensive, die in der Besetzung Deutschlands und im Verlust der Ostgebiete mündete. Als erste deutsche Provinz wurde Ostpreußen besetzt. Die meisten der 2,5 Millionen Ostpreußen machten sich im Treck auf die Flucht, die zum Teil über das Eis des zugefrorenen Frischen Haffs führte, viele überlebten diese Flucht nicht.

Unvergessen ist die Tragödie um die WILHELM GUSTLOFF  mit 1500 Mann militärischen Personal und ca 8000 Flüchtlingen an Bord auf der Fahrt von Gotenhafen nach Swinemünde. Nur rund 1000 Menschen überlebten die größte Katastrophe der Seefahrt.

Nein, solche Kostüme haben nichts auf einem Faschingsfest zusuchen, schon gar nicht Kinderkostüme.

Hier die Angebote auf Amazon.

Amazon

Link zum Betrag viele negative Kommentare sind bereits geschrieben.

Karneval ist Ausdruck der Lebensfreude – für schlichtweg geschmacklos halten wir die Kostümierung als Flüchtling, ob nun aus dem 1./2. Weltkrieg oder aus der jetzigen Zeit. Sie können hier einen schlechte Bewertung abgeben, es soll helfen, dass Amazon diese Kostüme von der Plattform entfernt:  Kinder-Kostüm ‚Flüchtling – 1./2. Weltkrieg‘ für Mädchen & Jungen – Faschingskostüm – Größen: EU 104-152   und Flüchtling Mädchen Kostüm Verkleidung, Größe M

Wer ist Amazon?

#15 der Reichen der Welt ist Jeffrey „Jeff“ Preston Bezos. Er ist Gründer und Präsident des US-amerikanischen Unternehmens Amazon.com, welches er 1994 gründete. Im Jahr 2000 gründete er das private US-amerikanische Raumfahrtunternehmen Blue Origin. Seit August 2013 ist Jeff Bezos Eigentümer der Tageszeitung „The Washington Post“, die er für 250 Millionen US-Dollar erwarb.

Der Sitz der Konzernzentrale ist Seattle im US-Bundesstaat Washington, die europäische Unternehmenszentrale und Verwaltungssitz befindet sich in Luxemburg. Bisher verbuchte Amazon seine deutschen Verkäufe über die Konzerntochter Amazon EU S.à.r.l. in Luxemburg. Der Konzern hatte dort ein Steuersparmodell aufgesetzt. Die Entlarvung von Steuerflüchtlingen wie Amazon macht begreiflich, wie die tiefen Löcher in Europas Staatskassen entstehen konnten. Dazu unser Beitrag: Steuerflucht – Wie Konzerne Europas Kassen plündern!

Deutschland ist der wichtigste Auslandsmarkt für Amazon: Der Erlös des Deutschland-Geschäfts von Amazon (amazon.de) belief sich dem Bericht des Konzerns zufolge im Jahr 2014 auf  fast zwölf Milliarden Dollar (etwa 10,8 Milliarden Euro).

Der Internetkonzern Amazon änderte zwar seine Steuerstrategie: Er verbucht deutsche Verkäufe seit Mai in Deutschland. Hohe Steuereinnahmen wird das trotzdem nicht bringen, denn Amazon macht kaum Gewinn. Konzernchef Jeff Bezos will expandieren und investiert den Großteil seines Profits direkt wieder.

Auch hier wieder die Investmentbanken: Banken regieren die Welt – doch wer regiert die Banken? State Street Corporation, Vanguard Group, Fidelity und Blackrock

Wer sind die Anteilseigner von Amazon?

Major Direct Holders (Forms 3 & 4)
Holder Shares Reported
BEZOS JEFFREY P 83,921,121 May 14, 2015
PIACENTINI DIEGO 109,146 May 15, 2015
BLACKBURN JEFFREY M 67,087 May 15, 2015
JASSY ANDREW R 63,542 May 15, 2015
WILKE JEFFREY A 39,164 Jun 3, 2015
Top Institutional Holders
Holder Shares % Out Value* Reported
Capital World Investors 23,146,363 4.94 11,848,392,103 Sep 30, 2015
Vanguard Group, Inc. (The) 21,398,205 4.56 10,953,527,478 Sep 30, 2015
Price (T.Rowe) Associates Inc 21,031,615 4.49 10,765,873,717 Sep 30, 2015
FMR, LLC 16,612,590 3.54 8,503,818,944 Sep 30, 2015
State Street Corporation 14,835,997 3.16 7,594,398,726 Sep 30, 2015
Capital Research Global Investors 12,210,185 2.60 6,250,271,782 Sep 30, 2015
BlackRock Institutional Trust Company, N.A. 9,848,619 2.10 5,041,409,727 Sep 30, 2015
Baillie Gifford and Company 9,244,605 1.97 4,732,220,992 Sep 30, 2015
Jennison Associates LLC 5,486,313 1.17 2,808,388,843 Sep 30, 2015
Wellington Management Company, LLP 5,107,875 1.09 2,614,670,210 Sep 30, 2015

Quelle

Top Mutual Fund Holders
Holder Shares % Out Value* Reported
Growth Fund Of America Inc 14,940,195 3.19 7,647,736,642 Sep 30, 2015
Vanguard Total Stock Market Index Fund 6,610,523 1.41 2,869,561,902 Jun 30, 2015
Fundamental Investors Inc 4,906,800 1.05 2,511,741,925 Sep 30, 2015
Fidelity Contrafund Inc 4,828,515 1.03 3,209,996,714 Nov 30, 2015
Price (T.Rowe) Growth Stock Fund Inc. 4,785,400 1.02 2,449,598,477 Sep 30, 2015
Vanguard 500 Index Fund 4,547,782 0.97 2,327,964,196 Sep 30, 2015
Vanguard Institutional Index Fund-Institutional Index Fund 4,106,055 0.88 2,101,848,555 Sep 30, 2015
New Perspective Fund Inc 3,982,500 0.85 2,038,601,984 Sep 30, 2015
SPDR S&P 500 ETF Trust 3,778,493 0.81 2,364,958,859 Oct 31, 2015
Powershares Exhg Traded Fd Tr-Powershares QQQ Tr, Series 1 3,755,907 0.80 2,496,926,928 Nov 30, 2015

Arbeitsbedingungen werden immer wieder kritisiert

Im August sorgte die New York Times für Aufsehen. Amazon ist ein brutales Haifischbecken, bei dem jeder bis zur Selbstaufgabe arbeiten muss, so der Artikel in der „New York Times“, Die US-Zeitung hatte eigenen Angaben zufolge mit mehr als 100 ehemaligen und derzeitigen Amazon-Mitarbeitern gesprochen. Mehr als ein halbes Jahr hätten Autoren an der Geschichte recherchiert. Auch das Top-Management, allen voran Amazon-Chef Jeff Bezos, hätten Gelegenheit zur Stellungnahme gehabt. Allerdings reagierte Bezog nun erst nach der Veröffentlichung des Artikels, der erschreckende Details aus dem Büroalltag des weltgrößten Onlinehändlers liefert.

Der Manager Magazin hat den Beitrag aus der New York Times zusammengefasst:

Es gebe kaum jemanden, der aus einem Meeting nicht schon einmal weinend heraus gerannt wäre. Für Mitarbeiter, die in Familien schwere Erkrankungen hätten oder gar selbst krank wären, gäbe es kein Verständnis und keine Nachsicht. Frauen mit Kinderwunsch beziehungsweise Kindern hätten keine Aufstiegschancen. Manchen würde sogar ein anderer Arbeitgeber empfohlen.

Erst nach Veröffentlichung des Artikels reagierte Bezos – per Mail an die Mitarbeiter. Der Bericht vom Wochenende stelle einzelne Geschichten über „schockierend gefühllose Management-Praktiken“ in den Vordergrund, schrieb Bezos in seiner E-Mail. „Ich bin überzeugt, dass jeder, der bei einem Unternehmen arbeitet, wie es in der „New York Times“ beschrieben wurde, wahnsinnig wäre, zu bleiben. Ich weiß, dass ich so ein Unternehmen verlassen würde“, schrieb Bezos.

Amazon stand schon häufig in der Kritik, insbesondere wegen der Arbeitsverhältnisse in den Versandzentren.

Auch deutsche Amazon-Mitarbeiter klagen über Arbeitsbedingungen, nicht nur Mitarbeiter aus deutschen Logistikzentren, sondern auch deutsche Büroangestellte klagen über schlechte Arbeitsbedingungen bei Amazon.

Fast 73 000 Unterstützer haben eine Petition unterschrieben, die im November 2015 startete

Petition richtet sich an Amazon und an 1 mehr

Behandeln Sie die Amazon-Mitarbeiter/innen fair!

Mein Name ist Christian Krähling aus Borken (Hessen). Ich bin 36 Jahre alt, habe zwei Kinder im Alter von 2 und 5 Jahren und arbeite seit 2009 bei Amazon in Bad Hersfeld. Ich fing dort als Weihnachtsaushilfe im Weihnachtsgeschäft in der Abteilung Stow (Wareneinlagerung) an. Mittlerweile arbeite ich als Escalation Specialist (Bearbeitung von Kundenanfragen bezüglich der Qualität der Artikel und der Auslieferung). Obwohl die Arbeit manchmal stressig werden kann, arbeite ich gerne bei Amazon. Meine Kolleg/innen und ich setzen jeden Tag alles daran, die Wünsche der Kunden zu erfüllen. Auf unsere Leistung sind wir stolz!

Der Job bei Amazon ist hart. Viele KollegInnen sagen, sie fühlen sich dabei als Teil einer Maschine. Entsprechend hoch ist die Krankenquote (an manchen Tagen teilweise bis zu 20 % und darüber). Muskel- und Skeletterkrankungen  und psychische Erkrankungen sind dabei vorherrschend. Amazon arbeitet nach dem Prinzip „Standard Work“, d. h. alle Arbeitsprozesse werden nach bestimmten Regeln und an jedem Standort gleich durchgeführt. Das System nimmt dabei keine Rücksicht auf die Unterschiede unter den Menschen (d. h. z. B. ein kleinerer Mensch arbeitet an einem Tisch, der für ihn eigentlich nicht geeignet ist oder ein älterer Kollege muss genauso viel kommissionieren wie ein jüngerer usw.) Viele Kolleg/innen haben innerlich gekündigt. Ein großer Teil der deutschlandweit bei Amazon beschäftigten Kolleg/innen wird nur befristet eingestellt, viele bis zu zwei Jahren – und nicht, wie die Geschäftsleitung sagt nur zu Saisonzeiten. Doch wer befristet ist, kann sein Leben nicht planen.

Jeder unserer Arbeitsschritte wird überwacht. Jeder soll möglichst über dem Durchschnitt liegen, doch das ist mathematisch unmöglich! Gerade für die befristeten Kolleg/innen ist der Leistungsdruck hoch. Unsere Pausenwege sind lang. Unsere Vorgesetzten behandeln uns oft respektlos. Amazon macht in Deutschland einen Umsatz von über 7 Mrd. EUR, aber zahlt so gut wie keine Steuern. Gleichzeitig hat Amazon für die Errichtung seiner Versandzentren Millionen an Subventionen aus der öffentlichen Hand bekommen.

Ich fordere Amazon auf, uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu respektieren und Verhandlungen auf Augenhöhe mit uns zu führen. Ziel dieser Verhandlungen ist der Abschluss eines Tarifvertrages. Für unsere gute Leistung haben wir das Recht verdient, bei unseren Arbeitsbedingungen mitzubestimmen. Wir wollen keine Almosen und stellen auch keine übertriebenen Forderungen.

Denn anders als viele denken, wendet Amazon überhaupt keinen Tarif an. Einen echten Tarifvertrag haben wir nicht. Meine Amazon-Kolleginnen und ich stehen damit dem weltgrößten Onlineversandhändler schutzlos gegenüber. Regelmäßige Lohnerhöhungen, Urlaubsansprüche, Weihnachts- und Urlaubsgeld, entsprechende Zuschläge mehr Urlaubstage und eine Begrenzung der Befristungen auf ein vernünftiges Maß – das alles würde uns ein Tarifvertrag garantieren!

Amazon bezeichnet sich selbst als der größte Online-Händler der Welt. Daher verlangen wir der Branche entsprechend entlohnt zu werden. Die Kolleg/innen anderer Versandhändler, wie z. B. Otto haben längst einen Tarifvertrag – und zwar den für den Versandhandel! Wir treten dafür ein, dass der Wettbewerb in unserer Branche nicht über die Löhne der Kolleg/innen geführt wird. In den Jahren von 2005-2010 gab es bei Amazon für die lohnabhängig Beschäftigten keine Lohnerhöhungen, obwohl wir ein riesiges Umsatzwachstum zu verbuchen hatten. Das hat uns gezeigt, dass wir uns nicht auf die Gutmütigkeit der Geschäftsleitung verlassen können, sondern dass wir die stetige Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen nur durch verbindliche Verträge, ausgehandelt auf Augenhöhe und akzeptabel für beide Seiten, erreichen können.

Die Geschäftsleitung von Amazon lehnt Verhandlungen jedoch kategorisch ab, obwohl wir mehrfach Kompromissbereitschaft gezeigt haben. Unsere ehrenamtlichen gewerkschaftlichen Vertreter, die Vertrauensleute und unsere Tarifkommission – demokratisch gewählt von den organisierten Kolleg/innen – werden von unserer Geschäftsleitung nicht als Gesprächspartner akzeptiert. Man möchte uns die Arbeitsbedingungen lieber weiterhin von oben herab diktitieren.

Ich bin der Meinung, dass ein großer und erfolgreicher Arbeitgeber wie Amazon uns Mitarbeiter respektieren und mit uns auf Augenhöhe verhandeln sollte.

Daher unsere Forderung:

Lieber Jeff Bezos (Firmengründer, USA), liebe Amazon Geschäftsleitung in Deutschland!

Fair heisst heisst Tarifbindung! Respektiert uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sichert endlich die Arbeits- und Einkommensbedingungen verbindlich über einen Tarifvertrag ab! Akzeptiert das in Deutschland herrschende System der Mitbestimmung! Nur so kann Amazon in Deutschland weiterhin Erfolg haben!

ZUR PETITION >>>Petition unterschreiben

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Netzfrau Doro Schreier

Konzerne und ihre Verflechtungen – was Sie wissen sollten

Banken regieren die Welt – doch wer regiert die Banken? State Street Corporation, Vanguard Group, Fidelity und Blackrock

Der Krieg der Reichen gegen die Armen ist in vollem Gange

Protest gegen Amazon – Offene Briefe aus USA und Deutschland – Netzfrauen unterstützen Protest

VIDEO – Flüchtlinge – „Der Marsch“ beschrieb 1990 ein Szenario, wie wir es 2015 erleben.

Zwangs- und Kinderheirat – Terror hat einen Namen – „IS“ – sie entführten wieder Frauen und Kinder

18 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Netzfrauen,

    Wenn man einen Konzern angreift (ob gerechtfertigt oder nicht) dann sollte man zumindest bei der Wahrheit bleiben. Das Kostüme verkauft nicht Amazon, sondern eine Fa. Fancy Me. Vielleicht sollten sie dort erst einmal protestieren.

    • Alles gut und schön, aber sie bedienen sich Amazon als Platform. Amazon DULDET dies, was genauso menschenverachtend ist.

      • Man muss das System halt mal begreifen: Amazon bietet MILLIONEN von Drittanbietern an, ihr komplettes Sortiment auch über die Amazon-Plattform zu vertreiben („Marketplace-Händler“). Amazon selbst hat umfassende Richtlinien für nicht-erlaubte Artikel (u.a. rassistische etc.), aber diese muss erst mal der jeweilige VERKÄUFER zur Kenntnis nehmen, BEVOR er etwas einstellt. Bei MILLIARDEN über Amazon täglich angebotene Artikel kann man nicht erwarten, dass jeder Kleinkram und jedes Einzelstück von Amazon unverzüglich auf Regel-Kompatibilität gecheckt werden kann, vor allem, wenn es nicht schon auf dem Index steht und von daher automatisch gelöscht wird. Mit bewusster „Duldung“ hat das wenig zu tun. Amazon reagiert allerdings recht prompt auf Einwände, das muss man Ihnen auch mal zugute halten (anders als Facebook) und das hat ja auch dieser Fall bestätigt. Was an diesen historisch gemeinten Kostümchen allerdings „rechtsorientierte Unterwanderung“ und „menschenverachtend“ sein soll, müsste mir nochmal jemand erklären …

    • Das wäre ja, als ließe man pädophile Straftäter auf Facebook gewähren, weil FB ja nur „Mittler“ ist.
      Rechtsorientierte Unterwanderung und Klassifizierung von Menschen zu fördern geht so gar nicht, auch nicht bei Amazon!

      • Du triffst mit diesem Vergleich den Nagel auf den Kopf!

  2. Auch wenn man mir jetzt Boshaftigkeit an den Kopf werfen möchte. ….aber es ist niemand gezwungen für Amazon zu arbeiten oder dort zu bestellen. Gehe ich nach der auch schon in Europa überalll verbreiteten Theorie der neoliberalen Kapitalisten „der Markt regelt alles“ brauche ich doch nicht eine solche Aktion zu starten. Jeder ist für sein Handeln selbstverantwortlich.
    Ps. Vielleicht gibt’s ja auch bald ein Kostüm „deutsches Obdachlosenkind“ oder „osteuropäisches Menschenfleisch-prostituiertenverkleidung für asylsuchenden junge Männer“ letzteres ist kein Witz sondern Tatsache!

  3. Amazon hat den Artikel von der Seite genommen. Nach einer Aufforderung heute Nachmittag, den Artikel zu entfernen habe ich um 17.18 Uhr folgende Mail erhalten
    „Guten Tag, […]
    der von Ihnen genannte Artikel ist nicht mehr auf unserer Website erhältlich.

    Ich hoffe, dass ich Ihnen mit dieser Information weiterhelfen konnte.

    Konnte ich Ihr Problem lösen? […]“

    Ich denke es gab viele Beschwerden und es hat seine Wirkung gezeigt!
    Gruß Markus

  4. Wie der „STERN“ schreibt, ist es ein schwerer Übersetzungsfehler. http://www.stern.de/wirtschaft/amazon–shitstorm-fuer-fluechtlingskostuem-6662766.html. Im englischen heißt das Kostüm „Evacuee Girl“ . Und beim Weiterlesen merkt man, dass man beim Thema 2. Weltkrieg mit dem deutschen Empörungssturm vorsichtig sein muss. Diese Flüchtlinge waren nämlich die englischen Mädchen und Jungen, die vor deutschen Bomben im 2. Weltkriegs aufs Land flohen… Dass dieses Produkt auf dem deutschen AMAZON Marketplace nichts zu suchen hat – und gerade mit dieser Übersetzung – ist auch klar. Aber etwas mehr Recherche wäre gut gewesen!

  5. Schön, dass man sich in Deutschland über alles aufregen kann und alles direkt verbieten möchte.

    Vielleicht sollten einige erst mal das Gehirn einschalten bevor sie dich dem Mob der Empörung anschließen.

    Hier ein schöner Artikel für diejenigen, die sich nicht die Mühe machen die eigentlichen Gründe zu hinterfragen:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/fluechtlingskostuem-warum-der-amazon-skandal-keiner-ist-a-1073552.html

    P.s.
    Was ist eigentlich mit Kostümen von „Cowboy und Indianer“, Pirsten, Henkern, Hexen … Nicht mehr aktuell genug um sich aufzuregen? ;)

  6. Pingback: Flüchtlingskostüme bei Amazon: Der Mob tobt | onlinemarktplatz.de

  7. Bei solchen Themen frage ich mich, ob wir nicht ganz andere Probleme haben die wesentlich wichtiger sind und dringend einer Lösung bedürfen.
    Entschuldigung, aber ich persönlich finde es eher peinlich, das man sich über so etwas so aufregt und die echten Probleme wo es um Menschenleben, Gesundheit, Umweltverschmutzung etc. pp. geht, auf die lange Bank abschiebt.

    • Diesem Kommentar darf ich entnehmen, dass Sie unsere Beiträge sonst nicht lesen?

  8. Zwar ist die Aktion schon abgelaufen, aber ich möchte mal darauf aufmerksam machen das Eure ständigen Nörgeleien an Amazon langsam nerven.. Zum einen zahlt Amazon seit einiger zeit seine Steuern in Deutschland und wenn ihr Amazon wegen „Steuerhinterziehung“ die ja im Prinzip keine wirkliche ist sondern eine Trickserei, dann müßtet ihr wieviele Deutsche Konzerne an den Pranger stellen?? Man sollte doch erstmal vor der eigenen Tür kehren bevor man mit dem Finger auf andere zeigt… Und wenn ihr für Verdi eine Lanze brechen wollt, dann fragt doch deren Bosse mal warum sie sich nicht um Deutsche Firmen kümmern, wie etwa die Fleischverarbeitungskonzerne ( Großschlachtereien) die sich über Subunternehmer billige Arbeitskräfte aus den Osteuropäischen Staaten holen lassen und diese mit Dumpinglöhnen abspeisen… Ihnen horrende Entgelte für Unterkünfte verrechnen usw… Oder in der Schiffahrt da werden die Löhne seit Jahrzehnten am untersten Niveau gehalten egal ob Seefahrt oder Binnenfahrt ( insbesondere Kreuzfahrtschiffe). Und zum anderen gebe ich mal zu bedenken, irgendwann ist der eine oder andere auch nicht mehr in der Lage einkaufen zu gehen aus gesundheitlichen Gründen und hat vielleicht auch niemand der ihm Großeinkäufe erledigen kann…und dann seid ihr froh wenn ihr es Online geliefert bekommt… seid mal sicher..

  9. Pingback: AMAZON – nicht nur schlechte Arbeitsbedingungen – verkauft auch nationalsozialistisches Spielzeug! – Netzberichte

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