Monsanto klagt, um nicht auf die kalifornische Liste von krebserregenden Stoffen zu kommen – Monsanto sues to keep herbicide off California list of carcinogens

Monsanto88 zur englischen Version Unglaublich, dieser Konzern Monsanto! Jetzt reichte das Saatgut- und Agrochemie-Unternehmen seine Klage gegen das Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) und deren verantwortlichen Leiter Lauren Zeise im Bundesgericht von Kalifornien ein.

Monsanto ist nicht begeistert darüber, dass die WHO Glyphosat als möglicherweise krebserzeugend einordnete. Gleich nach Veröffentlichung hatte Monsanto den Bericht von der internationalen Agentur für Forschung auf Krebs (IARC) über Glyphosat abgelehnt. In einer Erklärung sagte die Firma, dass „die Sicherheit unserer Produkte sehr wichtig für jeden von uns auch als Verbraucher ist, der bei Monsanto arbeitet. „Wir wollen klar stellen: Alle Verwendungen von Glyphosat in der Pflege von Pflanzen, die in der Bezeichnung der Produkte enthalten sind, sind keine Gefahr für die Gesundheit“. Siehe: Glyphosat unter Krebsverdacht – doch Monsanto lehnt Bericht von IARC über Glyphosat ab.

Mittlerweile bestätigte auch die EFSA frühere Sicherheitsbewertungen von Glyphosat und verteidigte erst letzte Woche ihre Entscheidung gegenüber Prof. Christopher Portier, der an dem Gutachten der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), wonach Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ sei, beteiligt war und das anderslautende Urteil der EFSA Ende November heftig kritisiert hatte.Siehe: EFSA Glyphosat für unbedenklich – kleine Kostprobe gefällig?

Das Unkrautbekämpfungsmittel Roundup (Glyphosat) ist in den USA (und auch in Europa) in der Luft, im Regen, im Grundwasser, in der Erde und in den meisten Nahrungsmitteln zu finden. Immer mehr wissenschaftliche Forschungen weisen auf dessen krebsfördernden Eigenschaften hin.

Karl Plume von Newsdaily berichtet in dem Artikel, den wir für Sie übersetzt haben, über eine der derzeitigen Maßnahmen, die Monsanto unternimmt, Glyphosat in Kalifornien weiter unbeschränkt verkaufen zu können.

Monsanto klagt, um nicht auf die kalifornische Liste von krebserregenden Stoffen zu kommen

Wie man bei Reuters erfährt, hat Monsanto jetzt einen weiteren Schritt zur Verteidigung seines weitverbreiteten Unkrautvernichtungsmittels gesetzt. In Kalifornien wurde eine Klage eingereicht, mit der das Unternehmen verhindern will, dass Glyphosat, der Hauptbestandteil von Roundup, auf die Liste der bekannten krebserregenden Stoffe kommt.

Das Saatgut- und Agrochemie-Unternehmen reichte seine Klage gegen das Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) und deren verantwortlichen Leiter Lauren Zeise im Bundesgericht von Kalifornien ein – so berichtet Reuters.
Laut der Gesetzgebung von Kalifornien ist der Bundesstaat verpflichtet, eine Liste der krebsverursachenden Chemikalien zur Verfügung zu stellen, mit der die Bewohner des Landes über mögliche Risiken informiert werden.
Im September informierte die OEHHA, dass man plane, Glyphosat in diese Liste aufzunehmen, nachdem die International Agency for Research on Cancer (IARC) der WHO es im März als mögliches menschliches Kanzerogen identifizierte.

Monsanto stellt diese Bewertung in Frage, weist auf jahrzehntelange Studien hin, die Glyphosat als sicher einordnen. Dazu gehört auch eine Studie aus 2007 in der die OEHHA festgestellt hatte, dass die Chemikalie vermutlich keinen Krebs errege.
„Die Einordnung von Glyphosat durch die IARC widerspricht den Ergebnissen der regulativen Behörden in den USA und weltweit und ist daher keine Grundlage für regulative Eingriffe“, sagt Phil Miller,VP bei Monsanto.
Die Klage von Monsanto argumentiert, dass eine Auflistung von Glyphosat gemäß Proposition 65, dem Namen des Gesetzes, auf Basis der IARC Bewertung erfolgen würde, einer Autorität, die eine „ungewählte, undemokratische, unüberprüfbare und ausländische Organisation sei“, die von keinerlei bundesstaatlicher oder US-weiter Behörde kontrolliert werden würde.
Ein Argument von Monsanto ist es, dass dieser Mangel an Kontrolle, die Rechte des Unternehmens auf korrekte Prozessabläufe gemäß kalifornischer und US-Gesetzgebung, verletze.

Ist ein Produkt auf der Liste aufgeführt, wären Monsanto und andere Hersteller, deren Produkte Glyphosat enthalten, verpflichtet, eine „klare und erkennbare Warnung“ auf der Packung anzubringen. So werden Konsumenten gewarnt, dass diese Chemikalie als krebserzeugend bekannt ist. Damit würde der Ruf von Monsanto geschädigt und die Rechte gemäß erstem Verfassungszusatz verletzen, so die Sicht des Unternehmens.

Die OEHHA kommentierte den Sachverhalt nicht, da man die Klage noch nicht selbst gesehen habe.
Der Fall Monsanto-Company v. Office of Environmental Health Hazard Assessment, et al, hat die Fallnummer 16-CECG-00183 im Superior Court des Staates Kaliforniens im Bezirk Fresno.

Roundup wird von Bauern weltweit eingesetzt und bescherte dem Unternehmen einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2015. Genetisch modifiziertes Saatgut, das in der Lage ist, Glyphosat zu widerstehen, ist bei den Produzenten von Mais und Soja sehr begehrt.

Aber die Fragen von Umweltschützern und anderen Kritikern, die die Sicherheit des Herbizids betreffen, belasten Monsanto seit Jahren. Seit der Beurteilung durch die IARC im vergangenenJahr wurde Monsanto mit Klagen überhäuft, in denen das Unternehmen bezichtigt wird, die Gefahren von Glyphosat bereits seit Jahren zu kennen.

Monsanto sues to keep herbicide off California list of carcinogens

By Karl Plume; January 21, 2016

CHICAGO (Reuters) – Monsanto Co stepped up its defense of a widely used weed killer on Thursday by filing a lawsuit in California seeking to prevent glyphosate, the main ingredient in its Roundup herbicide, from being added to the state’s list of known carcinogens.
The seed and agrochemicals company said it filed the suit against the state’s Office of Environmental Health Hazard Assessment (OEHHA) and the agency’s acting director, Lauren Zeise, in California state court, according to the filing seen by Reuters.

California law requires the state to keep a list of cancer-causing chemicals to inform residents of their risks.

OEHHA said in September that it planned to add glyphosate to the list after the World Health Organization’s International Agency for Research on Cancer (IARC) classified it as a probable human carcinogen last March.

Monsanto has disputed assessment, citing decades of studies deeming glyphosate safe, including a 2007 study by OEHHA that concluded the chemical was unlikely to cause cancer.
“The IARC classification of glyphosate is inconsistent with the findings of regulatory bodies in the United States and around the world, and it is not a sound basis for any regulatory action,” said Phil Miller, Monsanto’s vice president of regulatory affairs.
Monsanto’s lawsuit argues that listing glyphosate under Proposition 65, as the state’s law is known, based on IARC’s classification cedes regulatory authority to an “unelected, undemocratic, unaccountable, and foreign body” that is not subject to oversight by any state or federal entity.
Monsanto argues that the lack of oversight violates the company’s right to procedural due process under California and U.S. law.
A listing would also require Monsanto and others offering products containing glyphosate to provide a “clear and reasonable warning” to consumers that the chemical is known to cause cancer, damaging Monsanto’s reputation and violating its First Amendment rights, the company said.

OEHHA did not comment, as it had not seen the lawsuit. The case is Monsanto Company v. Office of Environmental Health Hazard Assessment, et al, case number 16-CECG-00183 in the Superior Court of the State of California, County of Fresno.

Roundup is used by farmers around the world, generating Monsanto $4.8 billion in fiscal 2015 revenue. Genetically modified seeds designed to tolerate glyphosate are immensely popular among corn and soybean growers.

But questions from environmentalists and other critics about the safety of the herbicide have dogged Monsanto for years. Since IARC’s classification last year, Monsanto has been named in numerous lawsuits accusing the company of knowing of the dangers of glyphosate for decades.

Netzfrau Andrea Escher
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