Kinder nach Maß – schon lange kein Problem mehr – sogar Patente gibt es

DesignerBabysHeute sind der Forschung keine Grenzen gesetzt – und Frankenstein selbst hätte es nie für möglich gehalten, was in der Finanzwelt so für Euphorie sorgt. 

Kinder nach Maß – kein Problem mehr. Die ersten gentechnisch veränderten Menschen erblickten schon die Welt – und noch einmal schwanger ab 50 – auch das ist in Zukunft jederzeit möglich. Glaubt man einigen Reproduktionsmedizinern, können Frauen auch noch nach den Wechseljahren Kinder bekommen – ein Patent existiert ebenfalls. 

Das britische Unterhaus hatte sich bereits im Februar für die Legalisierung von Babys mit drei Elternteilen ausgesprochen. Künftig sollen die bisher umstrittenen Spindelapparat-Transfers angewendet werden, wenn im Rahmen einer künstlichen Befruchtung durch den Einsatz der DNA von drei Menschen eine Übertragung von schweren Erbkrankheiten vermieden werden kann.

Durch den aktiven Erbgut-Eingriff könnten Ärzte in Zukunft in die Verlegenheit kommen, Designer-Babys zu erschaffen. Zudem würde man auch eine Schleuse öffnen, die Missbrauchsfälle begünstigen könnte, sagen Kritiker. Wie Recht sie haben, sehen sie an einem Beispiel aus den USA – mit der Unterstützung von Google ist es möglich, ein Designer-Baby zu bestellen.

2011 kam in England das erste Kind mit drei DNA Strängen auf die Welt. Diese Manipulation an den Genen empörte Mediziner, Ethiker und Politiker weltweit.

Auch in Deutschland ist es möglich, mit 65 noch Vierlinge zu bekommen. Dazu reist man in die Ukraine und bekommt dort die Eizellen und die Besamung künstlich zugeführt. Wie Sie im folgenden Fall lesen können Wenn Menschen Gott spielen – 65-jährige Mutter bekommt Vierlinge.

Bereits im Februar 2014 berichteten die Netzfrauen, dass eine Biotech-Firma in den USA sich ein Patent auf die Auswahl so-genannter Designer-Babys gesichert hatte und die ersten gentechnisch veränderten Menschen das Licht der Welt erblickten! Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke. Nachdem wir den Beitrag unter dem Titel Designer-Babys in Zukunft auf Bestellung?  veröffentlichten, führte es dazu, dass uns einige Leser für „verrückt“ erklärten.

Wir legten einen drauf und berichteten von ein Jahr später von Anne Wojcicki. Sie ist die Exfrau von Google-Gründer Sergey Brin. Sie hatte sich in den USA ein Patent auf die Auswahl so-genannter Designer-Babys gesichert. Die ersten gentechnisch veränderten Menschen erblickten bereits das Licht der Welt! Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, um neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke. Lesen Sie dazu: Wenn Menschen Gott spielen – Designer-Babys in Zukunft mit Unterstützung von Google auf Bestellung

Nun sorgt Großbritannien wieder für Aufsehen und zwar mit der umstrittenen Gentech-Methode Crispr/Cas9.


Chinesische Forscher gaben bereits im April 2015 bekannt, dass es ihnen gelungen ist, ein Gen im Erbgut menschlicher Embryonen zu verändern. Die Wissenschaftler in China gehen nun noch weiter. Sie bauen eine regelrechte Klonfabrik auf. Der chinesische Forscher der ersten Klon-Fabrik sagt, er sei so weit, mit seiner bekannten Technik jetzt auch Menschen klonen zu können. Dazu auch unser Beitrag:  Nun ist es soweit: Chinesische Wissenschaftler klonen Menschen – Chinese Scientist Is Ready To Clone Humans

Noch einmal schwanger ab 50 – auch das ist in Zukunft jederzeit möglich. Glaubt man einigen Reproduktionsmedizinern, können Frauen auch noch nach den Wechseljahren Kinder bekommen – ein Patent existiert ebenfalls.

Eizelle

Wie Wissenschaftler eines der größten Probleme bei erwünschter Schwangerschaft älterer Frauen lösen, genau davon handelte nun unser Beitrag Frankenstein 5.0 – Frische Embryozellen für Frauen ab 50 aus der Petrischale.  Je älter eine Frau wird, desto schwieriger wird es meist, schwanger zu werden. Ein Grund ist etwa, dass nicht mehr jeden Monat ein Ei heranreift.  War eine Frau schon in den Wechseljahren, kann sie kein Kind mehr bekommen. Sie hat dann keine Periode mehr und auch keinen Eisprung. 

„Neo-Oogenese“ heißt dieser Jungbrunnen weiblicher Fruchtbarkeit –  Bukovsky und Forscherkollegen wie Jonathan Tilly vom Massachusetts General Hospital in Boston sind davon überzeugt, dass sich diese spezifischen Stammzellen auch bei unfruchtbaren Frauen und sogar noch nach den Wechseljahren finden – und dass sie sich in der Petrischale in frische Eizellen verwandeln lassen. Dank dieser Eizellen aus der Retorte kann fast jeder Frau ein Kinderwunsch erfüllt werden, verheißen Bukovsky und Tilly. Nun ist es soweit – das erste Kind ist da. Siehe Frankenstein 5.0 – Frische Embryozellen für Frauen ab 50 aus der Petrischale

Großbritannien auf dem Weg zum Designer-Baby?

Baby

Die Methode mit dem kuriosen Namen Crispr/Cas9 (gesprochen Krisper-Kas-nein) hat längst schon einen Zeitenwechsel in der Lebenswissenschaft eingeleitet, weil sie im Prinzip jeder Azubi anwenden kann – und weil sie derart rasant verbessert wird, dass jede Arbeit, die jetzt erscheint, im Grunde schon mit altem Werkzeug hantiert. Allein seit Anfang 2015 sind mehrere Belege dafür erschienen, wie hervorragend sich Crispr noch besser, noch effektiver machen lässt.

In den USA streiten sich seit Monaten  Anwälte zweier amerikanischer Elite-Universitäten darum, wem das Patent für ein neues Werkzeug der Gentechnik zusteht. Das Crispr-Cas 9 genannte Verfahren macht Eingriffe ins Erbgut jeglicher Lebewesen sehr viel einfacher als herkömmliche Methoden. Marktbeobachter schätzen den Wert dieser Entdeckung auf mehrere Milliarden Euro. Im März 2013 reichte eine Forschergruppe aus Berkeley um die Biologinnen Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier eine Patentanmeldung ein. Bis dahin hatten jedoch auch andere Gruppen angefangen, das Verfahren zu nutzen, und zeigten, dass man damit auch das Erbgut von menschlichen Zellen verändern kann. Damit schien das Tor zu einer neuen Gentherapie geöffnet, und im Oktober 2013 reichte der Biologe Feng Zhang vom Broad-Institut ein Patent für diese Anwendung ein. Es wird die Forschung des Jahrhunderts genannt und hatte Jahrhundert gedauert, bis man zu diesem Ergebnis kam, aber der Biotech-Patentstreit dieses Jahrhunderts kann noch ein Jahrhundert dauern, bis man erfährt, wer nun das Patent zugeschrieben bekommt.

Warum wundert es uns nicht? Schließlich kommt das Unternehmen, das ein Monopol auf genmanipulierte Insekten hat, auch ursprünglich aus Großbritannien, auch die genmanipulierten Moskitos, die nun gegen das ZIKA -Virus eingesetzt werden sollen. Siehe Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie.

Finanziert wird die neue Gentech-Methode Crispr/Cas9 von Wellcome Trust, einer gemeinnützigen Treuhand mit Sitz in London, die 1936 gegründet wurde, um das Erbe von Sir Henry Wellcome zu verwalten. Sein erklärtes Ziel ist es,  „Forschung zu fördern, um die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern“. Es ist nach der Bill and Melinda Gates Foundation die weltweit zweitreichste Stiftung, die medizinische Forschung fördert, und hatte 2006 ein Vermögen von 13,4 Milliarden £ (24,7 Mrd USD). Investment Committee

Der Rat der Gouverneure bestimmt die breite Struktur der Asset-Management-Vereinbarungen  von Wellcome Trust. Es dürfte auch keinen mehr wundern, wenn Goldman Sachs und Blackrock mit im Team sind. 

  • Danny Truell betreut als Chief Investment Officer (CIO), das ist ein Manager, der die Investitionen des Unternehmens steuert beziehungsweise betreut seit 2005. Zuvor war er Managing Director von Goldman Sachs & Co, wo er 1996 anfing. Davor war auf dem asiatischen Finanzsektor tätig.
  • David Mayhew ist Vorsitzender von JP Morgan Cazenove und Vice Chairman von JP Morgan und externes Mitglied im Stiftungsrat.
  • Nick Moakes, Geschäftsführer der Investmentsparte  und Leiter der Asien-Pazifik-Investment-Team und Co-Leiter des Emerging Markets bei Blackrock Investment Management.

Dies sind nur einige Namen, aber dazu kommen wir in einem weiteren Beitrag. Jetzt zeigen wir Ihnen auf, wie weit man schon in der Gen-Forschung ist.

Kinder nach Maß – schon längst möglich

Anne Wojcicki, Frau von Google-Gründer Sergey Brin, sicherte sich in den USA ein Patent auf die Auswahl sogenannter Designer-Babys. Die ersten gentechnisch veränderten Menschen erblickten bereits das Licht der Welt! Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, neue Rassen zu schaffen, die etwa die erwünschten Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke

Designer-Babys in Zukunft mit Unterstützung von Google – auf Bestellung

Als erstes Land weltweit will Großbritannien der Wissenschaft den Weg für die Befruchtung einer Eizelle mit der DNA dreier Menschen freimachen. Die Abgeordneten des Unterhauses stimmten mit 382 Ja-Stimmen bei 128 Gegenstimmen für das entsprechende Gesetz. Das britische Oberhaus, House of the Lords, muss dem allerdings noch zustimmen. Großbritannien wäre damit auch das erste Land, das eine genetische Modifizierung von Embryonen erlaubt.- so die Medien.  Doch das ist falsch, bereits 2013 und 2014 berichteten wir bereits darüber siehe Designer-Babys in Zukunft auf Bestellung?. Den folgenden Bericht aus 2001 hatten wir schon für Sie übersetzt – aber zur Vervollständigung unseres Beitrages stellen wir ihn Ihnen noch einmal zur Verfügung. Vorab eine Information, die Sie vielleicht überraschen sollte:

Es gibt den Breakthrough Prize in Life Sciences. Dieser Preis wurde 2013 von Mark Zuckerberg und Priscilla Chan von Facebook, Sergey Brin von Google und dessen Frau Anne Wojcicki (Gründerin von 23andMe) und Juri Milner gestiftet. Chairman der Stiftung ist Arthur D. Levinson von Apple und Genentech.

Der Preis ist mit drei Millionen Dollar für jeden Preisträger dotiert.

Seit 2013 wird dieser Preis für Forschungsleistungen in Biowissenschaften und Medizin vergeben.

Preisträger 2015 galt der Bereich Parkinson

Kaum jemand sammelt so viele Nutzerdaten wie Google – Google  beobachtet genau, was Sie interessiert, wer Sie sind und was Sie sind. Google geht offen vor. Jeder Nutzer kann unter www.google.com/ads/preferences seine Interessenkategorie einsehen. Theoretisch könnte Google eine umfassende Akte über Sie anlegen, wenn Google das nicht bereits macht – und warum das auch bei der Bestellung des Designer-Babys wichtig ist, erfahren Sie in unserem Beitrag. Zur Erinnerung: Social Freezing, das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ohne medizinischen Grund. Dieses bietet Facebook und Apple seinen Mitarbeiterinnen an. Mit diesem Hintergrundwissen starten wir jetzt in den Bereich – wenn Menschen Gott spielen.

„Wähle aus, bestimme das Geschlecht deines Kindes!“: Werbe-Anzeigen für Babys nach Maß gibt es in den USA überall. In Deutschland ist diese genetische Selektion verboten.

Dazu auch ein Beitrag von ARD-Weltbilder: USA – Blaue Augen auf Bestellung vom Januar 2016

Ein Artikel World’s first GM babies born von dailymail.co.uk. Nein, es handelt sich nicht um eine Verschwörungstheorie, sondern ist Realität.

Erstes genmanipuliertes Baby geboren

Nach langem Experimentieren am Institute for Reproductive Medicine and Science of St Barnabas in New Jersey kamen 30 gesunde Babys in den USA zur Welt, was wütende Diskussionen über Ethik provozierte. Zwei dieser Babys wurden bisher getestet und weisen Gene von drei „Eltern“ auf. Fünfzehn der Kinder wurden in den vergangenen drei Jahren als Ergebnis eines Versuchsprogramms am Institut für Reproduktionsmedizin und Wissenschaft von St. Barnabas in New Jersey geboren.

Die Babys wurden von Frauen geboren, die Probleme mit der Empfängnis hatten. Zusätzliche Gene eines weiblichen Spenders wurden in ihre Eier gepflanzt, ehe sie aktiviert wurden und so zu einer Schwangerschaft führten.

Nun beweisen Gen-Tests an zwei einjährigen Kindern, dass diese die DNA von drei Erwachsenen tragen – zwei Frauen und einem Mann.
Die Tatsache, dass die Kinder zusätzliche Gene erbten und in ihrer eigenen „Keimbahn“ integrierten, beweist, dass sie wiederum in der Lage sein werden, dies an ihre Kinder weiter zugeben. Das Verändern der Keimbahn, also das Basteln an der Ausstattung unserer Spezies, wird von der Mehrheit der Wissenschaftler abgelehnt.

Genetiker fürchten, dass eines Tages diese Methode dazu verwendet werden könnte, neue Rassen zu schaffen, die etwa erwünschte Eigenheiten aufweisen, wie z. B. hohe Intelligenz oder Stärke.

Die Wissenschaftler unter Leitung vom Fruchtbarkeits-Pionier Prof. Jacques Cohen führen in der Zeitschrift Human Reproduction aus, dass dies der erste Fall von gentechnischer Veränderung der menschlichen Keimbahn ist, die zu gesunden Kindern führt.

Lord Winston vom Hammersmith Hospital in West London führte gegenüber der BBC aus: „Im Hinblick auf die Behandlung von Unfruchtbaren gibt es keinen Beweis, dass sich diese Technik lohnt. Ich bin sogar sehr überrascht, dass sie in diesem Stadium durchgeführt wurde. Das wäre in England bestimmt nicht erlaubt worden“. [ Seit gestern wissen wir, dass es nun doch in England möglich ist]

John Smeaton, nationaler Direktor der Gesellschaft für den Schutz ungeborener Kinder, sagte: „Man hat enorme Sympathien für Paare, die an Unfruchtbarkeit leiden. Aber das scheint eine weitere Darstellung der Tatsache zu sein, dass der gesamte Prozess der in-vitro-Fertilisation als Mittel verstanden wird, Babys zu bekommen, die als Objekte einer Produktionslinie angesehen werden“.

„Es ist ein weiterer und sehr besorgniserregender Schritt auf dem falschen Weg für die Menschheit“. Professor Cohen und seine Kollegen diagnostizierten, dass die Frauen unfruchtbar waren, weil deren Eier Defekte in winzigen Strukturen in den Ei- Zellen hatten, den so-genannten Mitochondrien. Sie nahmen Eier von Spendern und saugten einiges des internen Materials, das „gesunde“ Mitochondrien enthielt, mit einer feinen Nadel ab und injizierten es den Frauen, die empfangen wollten, in ihre Eier.

Weil Mitochondrien Gene enthalten, wurden den so entstanden Babys die DNA der Spender-Frauen vererbt. Diese neuen Gene können nun in der mütterlichen Keimlinie weiter gegeben werden.

Ein Sprecher der Human Fertilisation and Embryology Authority (HFEA), welche die „assistierte Reproduktions“-Technologie (= künstliche Befruchtung) in Großbritannien reguliert, sagte, dass es die Technik in England nicht lizenziert, weil die Änderung der Keimbahn beteiligt ist.

Jacques Cohen ein brillanter, aber umstrittener Wissenschaftler, der die Grenzen der künstlichen Befruchtung überschritten hat. Er entwickelte auch eine Technik, unfruchtbaren Männern zu eigenen Kindern zu verhelfen, indem er im Labor Spermien-DNA in die Eizelle spritzt. Zuvor konnte nur unfruchtbaren Frauen mit IVF geholfen werden.

Letztes Jahr verkündete Prof. Cohen, dass sein Know-how ihm ermöglichen würde, Kinder zu klonen, was von den Wissenschaftlern mit Entsetzen zur Kenntnis genommen wurde. „Das wäre eine Nachmittagsbeschäftigung für einen meiner Studenten”, sagte er zum Klonen und gab an, dass wenigstens drei Personen mit diesem Wunsch an ihn herangetreten seien, er sie aber abgewiesen hat. Übersetzt aus DailyMail von  Lisa Natterer

Reproduktionsmedizin – Ein Kind, zwei genetische Mütter

Bereits im September 2013 berichteten wir von der FDA , dass es im Oktober 2013 zu einem öffentlichen Zusammentreffen mit Wissenschaftlern kommen sollte. Die „oocyte modification” der menschlichen Eizelle wurde vorgestellt. Die Zulassung der genetischen Veränderung der menschlichen Eizelle, um mitochondriale Erkrankungen schon in der Eizelle auszuschalten, stand bevor.

Gene einer anderen Frau werden in die „kranke” Eizelle eingebaut. Das heißt, das Kind hätte drei verschiedene DNA -(Stränge?). Ob sich die Kinder dann auch patentieren lassen? Und Mama muss Lizenzgebühren zahlen?

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Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

2011 kam in England das erste Kind mit drei DNA-Strängen auf die Welt. Diese Manipulation an den Genen empörte Mediziner, Ethiker und Politiker weltweit. Der Vorgang sei ein reines Experiment und niemand könne sagen, ob die Kinder keine späteren Gesundheitsschäden durch ihre Zeugung davontragen würden. Von einem „Albtraum“ und dem „Beginn der Menschenzüchtung“ war die Rede. Selbst in den reproduktionstechnisch sehr freizügigen USA empörten sich Wissenschaftler über den weitreichenden Vorgang ohne jede Einbeziehung einer Ethikkommission.

Blaue Augen, blonde Haare, sportlich und intelligent: So ähnlich könnten demnächst Wunschzettel für Kinder aussehen. Das kalifornische Unternehmen 23andMe will es möglich machen. Die Firma bekam im Oktober 2013 vom US-amerikanischen Patentamt die Bewilligung für eine Methode, mit der zukünftige Eltern die Ei- und Samenspender nach Merkmalen, die sie sich bei ihrem Kind wünschen, auswählen können. Damit vollzog das Unternehmen von Anne Wojcicki, Frau von Google-Gründer Sergey Brin, einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu Designer-Babys. „Wir bieten Eltern die Möglichkeit, die Eigenschaften und Merkmale, die sie an ihre Kinder weitergeben könnten, vorherzusehen. Zum Beispiel könnten werdende Eltern neugierig sein, ob ihre Kinder blaue oder braune Augen haben würden oder gelocktes Haar oder ein Grübchen am Kinn“.

patent

Das Patent ist zum Glück nur in den USA gültig. Da es das Europäische Patentamt als Geschäftsidee und nicht als Erfindung eingestuft hat, blieben wir davon verschont.  Es trägt den Titel „Keimzellen-Spender-Selektion mit Hilfe genetischer Kalkulation“ (Nummer US8.543.339).

INFOBOX

Die kalifornische Firma 23andme erhielt in den USA am 24. September 2013 ein Patent für eine Methode, die zukünftigen Eltern mit Info-Häppchen zu sechs Merkmalen eines geplanten Kindes versorgt.

2006 startete 23andMe mit einer Finanzspritze in Höhe von 3,9  Millionen USD von Google. Gegründet wurde das Unternehmen von Linda Avey, Paul Cusenza und Anne Wojcicki  – Anne Wojcicki ist mit Google-Mitbegründer Sergey Brin verheiratet und Ihre Schwester Susan Wojcicki ist Vizepräsidentin bei Google.

Im wissenschaftlichen Beirat sitzen sieben Professoren verschiedener US-amerikanischer Hochschulen. Linda Avey verließ das Unternehmen 2009, um sich mehr der Alzheimer-Forschung zu widmen. Deren Ergebnisse allerdings können von 23andMe genutzt werden.

Ein kleiner Einblick in das etwas andere Unternehmen:

Laut 23andMe erhielten sie vier Mal Zuschüsse von der US National Institutes of Health, um Forschungsprojekte zu finanzieren. Sie werben damit, dass man seine Genetik zur Verfügung stellen kann, um Krankheiten zu erforschen. Damit Wissenschaftler und Forscher die Gesundheitsversorgung beschleunigen können, werden große Datenmengen gesammelt. Wie das Unternehmen schreibt, von uns allen. Sie schreiben außerdem, dass, wenn man sich an der Forschung mit eigenen Genen beteiligt, könnten die Erkenntnisse in die Prävention von Krankheiten, bessere Arzneimitteltherapien, Behandlungen und letztlich Krankheit, genetische Wege zur Heilung beitragen. Im Durchschnitt trägt ein Kunde, der der Forschung zustimmt, zu mehr als 230 Studien bei.

Wenn Sie sich für die Teilnahme an der Forschung von  23andMe entscheiden, können Ihre Daten auch von Forschungsuniversitäten und Pharmakonzernen verwendet werden. So funktioniert es: Sie müssen sich registrieren, dann können Sie Tag und Nacht, ob zu Hause oder im Büro, an einer Umfrage teilnehmen. Sie können aus einer Vielzahl von Themen wählen, Pigmentierung der Haut, Kurzsichtigkeit oder einfach alle Krankheitsfälle, die in Ihrer Familie aufgetreten sind.

23anMe arbeitet mit Sponsoren in Forschungsgemeinschaften, wie z. B. die Entwicklung der Parkinson-Krankheit und chronisch entzündliche Darmerkrankungen (IBD) .

Die erste große derartige Kooperation ist 23andMe im Dezember 2014 mit dem Biotechnologie-Unternehmen Genentech eingegangen, einem Tochterunternehmen des Pharmakonzerns Roche. Es geht dabei um die Auswertung der Gensequenzen von Parkinson-Patienten.

Mit dem Pharmakonzern Pfizer ging 23andMe eine Kooperation zur Datenauswertung ein und arbeitet mit Pfizer an der chronisch entzündlichen Darmerkrankung IBD.

Zu Pfizer:  Pfizer geht aus Monsanto hervor und arbeitet mit Nestlé zusammen, da Nestlé die Babynahrungssparte von Pfizer gekauft hat. Außerdem war TREVOR MUNDEL, PRÄSIDENT der Abteilung Globales Gesundheitsprogramm, vor seinem Eintritt in die Bill Gates Stiftung im Jahr 2011, zuvor an der klinischen Forschung bei Pfizer und Parke-Davis, einem Tochterunternehmen des Pharmaunternehmens Pfizer, beteiligt. [Lesen Sie unsere Recherchen: Ebola: Bill Gates Faible für Impfstoffe – Brief an Bill Gates] Und Nestlé arbeitet bereits mit menschlichen Zellen: Nestlés Lieferant bekommt Patent auf menschliche Zellen – Wem gehört der menschliche Körper?

 Social Freezing

Zum Schlagwort großer medialer Rezeption und (arbeits-) ethischer Kontroverse wurde der Begriff, als im Oktober 2014 die Firmen Facebook und Apple bekannt gaben, ihren Mitarbeiterinnen derartige Prozeduren im Wert von ca. 20 000 $ kostenlos zur Verfügung stellen zu wollen.

Nun stellen wir uns das Szenarium vor – Dieses sogenannte „Social Freezing“ ist eine immer beliebtere Methode unter Frauen, um ihre Fruchtbarkeit auf dem aktuellen Stand zu konservieren und das Ticken der biologischen Uhr zu stoppen. Irgendwann entscheiden diese Frauen sich doch für ein Baby, holen sich die Eizelle und, damit es dann das optimale Baby wird, die zusätzlichen Gene aus der Datenbank von der Frau von Google-Gründer Sergey Brin. Hier kann dann entschieden werden, wie das Baby auszusehen hat, über welche Kenntnisse es verfügen soll u. s. w. Nicht auszudenken. Wir wollen gar nicht weiter darüber nachdenken, was alles möglich ist.  Daten sind ausreichend durch Facebook und Google vorhanden.

Die kalifornische Firma 23andme hat, wie bereits erwähnt, in den USA ein Patent für eine Methode erhalten, welche zukünftigen Eltern mit Info-Häppchen zu sechs Merkmalen eines geplanten Kindes versorgt. Wie wir der laborwelt.de entnehmen konnten, verrät der Test, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Kind bestimmte Eigenschaften besitzen oder entwickeln wird. So analysiert die Methode, ob das Kind eine bestimmte Augenfarbe bekommt, eine Laktoseintoleranz entwickelt, nach Alkoholkonsum errötet und Bitterstoffe schmecken kann. Außerdem wird errechnet, ob das Kind auf Grund seiner Muskelbeschaffenheit ein Sprinter – oder eher ein Ausdauertyp werden wird.

Frauen zum „Social Freezing“ zu ermutigen, passt ganz in die Philosophie von Sheryl Sandberg, der Top-Managerin von Facebook. Ihr Rat an Frauen ist, das volle Tempo im Beruf beizubehalten, bis es tatsächlich so weit ist mit einem Baby. „Social Freezing“ ist ein weiterer Weg, den Kopf freizuhalten. Übrigens, bevor Sie nach Facebook wechselte, war sie Vizepräsidentin des globalen Online-Verkaufs bei Google und Stabschefin im US-Finanzministerium. Noch Fragen?

Netzfrauen Lisa Natterer und  Doro Schreier

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