Aktion – Schützt unsere Gesundheit, stoppt Glyphosat! Glyphosat in der Muttermilch in den USA – bald auch in Deutschland?

Muttermilch2zur englischen Version Die Anzahl der Beweise, dass Glyphosat und GVO für Menschen und Tiere langfristig schädlich sind, nehmen zu.

Wir fragten uns, warum die Grünen, die am  26. Juni.2015 Alarm schlugen mit Ihrer Studie Glyphosat in der Muttermilch, uns nicht gleich unterstützten, als wir die Studie aus USA von unseren Freunden Moms across America am 27.April 2014 veröffentlichten.

Ein halbes Jahr später kommt es immer noch zu einer Diskussion über diese besagte Studie der Grünen und mittlerweile hat eine BfR-Studie bestätigt: Kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar. Nun ja, was wir von der BfR halten, haben wir ja bereits geschrieben, denn die halten Glyphosat für sicher und so auch alle Produkte von Monsanto. Über die Lobbyverflechtungen der EFSA berichteten wir ebenfalls und darüber, dass die EFSA sogar unsere Gesundheit zugunsten der Industrie gefährdet.

Wir verstehen die ganze Aufregung nicht! Fakt ist doch, dass in den USA Glyphosat in der Muttermilch gefunden wurde.

Wenn wir also weiterhin mit dem Glyphosat, welches ja bereits von der WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde und auch gerade in Kalifornien auf der Liste der krebserregenden Stoffe gesetzt wird, weiter hantieren, ist es doch nur eine Frage der Zeit, wann wir auch mit solchen Ergebnissen zu rechnen haben.

Außerdem müsste man, wie in den USA getan, dort Untersuchungen vornehmen, wo viel Glyphosat verwendet wird. Wir erinnern uns: 2013 wurde in einer Studie belegt, dass Glyphosat im Urin von Großstädtern aus 18 europäischen Staaten nachgewiesen wurde. 70 Prozent aller Proben in Deutschland waren belastet! Siehe Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

Es kommt uns so vor, als wolle man dieses am liebsten vergessen, zumal Monsanto ja bereits in Deutschland sehr gut aufgestellt ist und eventuell eine Übernahme des Chemiekonzerns Bayer in Erwägung zieht. Siehe Übernimmt Monsanto Bayer? Monsanto in Deutschland längst Zuhause!

In den USA gibt es für Monsanto und sein Glyphosat nichts mehr zu lachen. Im Gegenteil, sogar Hillary Clintion leidet in ihrer Kandidatur unter Monsanto, denn sie hatte sich aus der Riege von Monsanto Unterstützung geholt. Dazu auch: Hillary Clinton setzt auf Monsanto – Lobbyist

Dagegen gewinnt Bernie Sanders, der aus Vermont kommt, wo Genmanipuliertes bereits gekennzeichnet werden muss, immer mehr an Boden. Er hat sich gegen die Macht der Konzerne ausgesprochen und auch gegen Monsanto.

Nun wieder zu der Aufregung um das nicht gefundene Glyphosath im Muttermilch.

BfR-Studie bestätigt: Kein Glyphosat in Muttermilch nachweisbar 08/2016, 11. 02. 2016

Das BfR beauftragte europaweit renommierte Forschungslabore, zwei unabhängige Analyseverfahren mit hoher Sensitivität zu entwickeln und damit 114 Muttermilchproben aus Niedersachsen und Bayern zu untersuchen.

(…)Für die Untersuchung von 16 Muttermilchproben auf Glyphosat, über die die Medien im Juni 2015 berichteten, hatte das damalige Prüflabor als Nachweisverfahren einen sogenannten ELISA-Test verwendet. Einzelheiten zur Durchführung dieses Tests sind nicht veröffentlicht worden. Die Glyphosat-Konzentrationen in den Proben sollen zwischen 0,21 und 0,43 ng pro mL gelegen haben und damit um etwa den Faktor 200 niedriger als vom Hersteller des ELISA-Tests noch als zuverlässige Bestimmungsgrenze angegeben (75 ng pro ml). Zudem wurden die angeblichen Befunde in der Muttermilch nicht durch ein unabhängiges Analyseverfahren bestätigt. Das BfR äußerte deshalb wissenschaftliche Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Ergebnisse und gab eine eigene Studie in Auftrag, um nachvollziehbare und abgesicherte Ergebnisse zu erzielen.

Wichtiger Grund für die Studie war, dass besorgte Mütter beim BfR angefragt hatten, um sich über das angebliche Risiko durch Glyphosatrückstände in Muttermilch zu informieren. Das BfR und die Nationale Stillkommission wiesen darauf hin, dass sie die gemessenen Gehalte als gesundheitlich unbedenklich einschätzen und dass Muttermilch nach wie vor die natürliche und damit beste Nahrung für Säuglinge ist. Auch die Ergebnisse der BfR-Studie bestätigen, dass Mütter sich nicht verunsichern lassen und wie bisher stillen sollten. (…)  Quelle BfR 

Im BlogAgrar ging es unter anderem um das Thema „Glyphosat in Muttermilch„, vor allem um den medialen Umgang damit. Die Frage von Blogger Bernhard Barkmann: Haben die Initiatoren der „unwissenschaftlichen Studie“ die Wirkung in den Medien ganz bewusst einkalkuliert, um das Zulassungsverfahren des Pflanzenschutzmittels Glyphosat zu torpedieren?

Unsere Antwort: Dazu bedarf es gar nicht der Studie mit der Muttermilch, sondern andere Länder wie Niederlande oder Sri Lanka aber auch El Salvador verboten Glyphosath. Außerdem nahm sogar der Otto-Versand sofort, nachdem wir auf das Produkt Roundup aufmerksam gemacht hatten, welches in einem Prospekt noch aufgelistet war, dieses Produkt aus dem Sortiment, so auch mehrere Baumärkte. Wie vieler Studien bedarf es noch? Wenn bereits die WHO sich sicher ist, dass Glyphosat nicht sicher ist, dann sollten wir doch bitte unsere Bedenken kundtun und zum Schutze unserer Gesundheit die Regierung dazu auffordern dürfen, Glyphosat grundsätzlich zu verbieten.

Was sind das für Methoden, wenn Landwirte auf der einen Seite behaupten, sie machen uns satt, und auf der andren Seite sie uns vergiften?  Bereits im April 2014 verbot die Europäische Union die Einfuhr von „Nicht-Bio-Äpfeln“, weil amerikanische Bauern nicht beweisen konnten, dass die beim Wachstum genutzten Chemikalien nicht schädlich sind. Siehe Europa verbietet amerikanische Äpfel – da mit krebserregenden Pestiziden behandelt Nun aber, nur zwei Jahre später, darf weiterhin mit Glyposat, obwohl als krebserregende Chemikalie eingestuft, hantiert werden?!

Weiter zu unserem Bericht vom 27.April 2014 – wir arbeiten eng mit Moms across America zusammen, die diese Studie erstellt haben.

Bereits im September 2013 forderten wir Netzfrauen, dass die Kinder besser geschützt werden müssen. In unserem Beitrag: Babybrei auch gentechnisch verseucht – Vorsicht “Chemie-Cocktail” schon von Kindesbeinen an recherchierten wir bereits zu dem Thema Babybrei, hier schwerpunktmäßig zu dem Bereich Pestizide.

Immer mehr Wissenschaftler sind der Meinung, dass zwischen den frühen Schadstoffeinwirkungen und der zunehmenden Anzahl von Krankheiten bei Kindern ein Zusammenhang besteht. Die Anzahl von Chemikalien, die die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können, nimmt gravierend zu.

Auch in unserem Beitrag Hört auf, unsere Kinder krank zu machen! wiesen wir noch einmal darauf hin, dass gerade diese Unmengen von Pestiziden, die auf unseren Äckern ausgebracht werden, eine Gefahr besonders für unsere Kinder darstellen.

Eine Studie von Moms across America hatte ergeben, dass in der Muttermilch amerikanischer Frauen das Herbizid Glyphosat gefunden wurde. Die USDA (U.S. Department of Agriculture) und EPA (Environmental Protection Agency) wurden aufgefordert, diese Herbizide vorübergehend zu verbieten. Diese Studie steht im direkten Widerspruch zu den Behauptungen von Monsanto und den globalen Regulierungsbehörden, dass Glyphosat nicht bioakkumulierbar sei (sich nicht im Körper einlagere).

Die ersten Tests bei amerikanischen Frauen auf Glyphosat-Herbizide in der Muttermilch, durchgeführt von „Moms Across America“ und „Sustainable Pulse“wiesen in 3 von 10 untersuchten Proben positive Ergebnisse nach. Die schockierenden Ergebnisse weisen nach, dass sich Glyphosat im Körper von Frauen über einen längeren Zeitraum anreicherte.

Die Pilotstudie ergab Werte bei Muttermilch zwischen 76 ug/l – 166 ug/l (Mikrogramm pro Liter), das Niveau ist um 760 – 1600 mal höher als es europäische Trinkwasserrichtlinien zulassen. Der höchste Wert wurde bei einer Mutter aus Florida mit 166 ug/l nachgewiesen, die beiden anderen Mütter mit positiven Ergebnissen kamen aus Virginia 76 ug/l I und aus Oregon mit 99 ug/l. In den USA lässt die EPA Werte zu, die unter 700ug/l liegen. Dieser Richtwert beruht auf der Annahme, dass sich Glyphosat nicht im Körper anreichert.

Glyphosat-haltige Herbizide sind die meistverkauften Herbizide in der Welt und werden unter den Marken wie Monsantos Roundup verkauft. Der Umsatz bei Roundup von Monsanto sprang um 73 Prozent auf $ 371 000 000 im Jahr 2013 durch zunehmende Verwendung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GE Crops).
Neben den Tests von Muttermilch wurden von „Moms Across America“ und „Sustainable Pulse“ ebenfalls 35 Urinproben und 21 Proben von Trinkwasser in den USA durchgeführt. In den Urinproben wurden 10 mal höhere Werte festgestellt als in einer ähnlichen Umfrage, die in der EU von „Friends of the Earth Europe“ 2013 initiiert worden war.
Diese ersten Tests, die von den Microbe Inotech Labs, St. Louis, Missouri, durchgeführt wurden, sind keine vollständige wissenschaftliche Studie. Sie wurden durchgeführt, um wissenschaftliche Studien über Glyphosat durch die Aufsichtsbehörden und unabhängige Wissenschaftler weltweit anzustoßen.

Diese ersten Testergebnisse basieren auf dem sogenannten ELISA-Test. Durch die niedrige Nachweisgrenze in der Muttermilch und dem Urin ist es durchaus möglich, dass auch Proben, die negativ getestet wurden, Glyphosat enthalten.

Zen Honeycutt, Gründerin und Direktorin von „Moms Across America“, sagte: „Als ich vor über einem Jahr von mehreren Ärzten und Labors hörte, ich könne nicht meinen eigenen Urin oder den meiner Kinder für die Tests auf das meist verwendete Herbizid benutzen, war ich entschlossen einen Weg zu finden, das zu ändern. Eltern und Bürger müssen in die Lage versetzt werden, für sich selbst und ihre Familien herauszufinden, ob sich Herbizide auf ihre Gesundheit auswirken. Der Zweck dieser Pilotstudie soll Aufklärung über Glyphosat im Wasser, im Körper der Kinder und in der Muttermilch bringen. Sie soll zu weiteren wissenschaftlichen Studien inspirieren, damit die Welt ein gesunder und sicherer Platz zum Leben wird.

Die untersuchten Mütter sind meist vertraut mit GVO und Glyphosat. Die meisten von ihnen versuchten, GVO und Glyphosat über mehrere Monate bis zu zwei Jahren zu vermeiden, sodass das Niveau der Mütter, die nicht bewusst auf GVO und Glyphosat achteten, viel höher sein muss“, schloss Honeycutt.

Hohe Glyphosat Werte – Gefahr für Kleinkinder?

Derzeit gibt es keine einheitlichen weltweiten gesetzlichen Grenzwerte über die Höhe von Glyphosat in Muttermilch.  Allerdings gab die EPA einen rechtlich verbindlichen Grenzwert von maximal 700 ug/l im Trinkwasser, der 7000 mal höher ist als der zulässige Höchstwert in Europa.

Monsanto und die Aufsichtsbehörden haben weltweit ihre Vorschriften erlassen basierend auf der Annahme, dass Glyphosat sich nicht im Körper anreichert. Der leitende Monsanto-Wissenschaftler, Dan Goldstein, erklärte 2013: „Bei Aufnahme von Glyphosat wird dieses rasch ausgeschieden, es sammelt sich nicht im Körperfett oder Gewebe an und unterliegt nicht dem Stoffwechsel beim Menschen. Vielmehr wird es unverändert mit dem Urin ausgeschieden.“

Die Entdeckung, dass der Schwellenwert von Glyphosat in der Muttermilch viel höher liegt als bei allen ermittelten Ergebnissen aus Urinproben, gab Anlass zur Sorge bei der Öffentlichkeit und den staatlichen Aufsichtsbehörden. Die Daten legen nahe, dass sich Glyphosat im Laufe der Zeit doch im Körper anreichert.

Claire Robinson, Leiterin von„Earth Open Source Research“, berichtete: „Die Aufsichtsbehörden und die Industrie sagen immer, dass die Dosis das Gift macht und dass die zunehmenden Glyphosat-Rückstände, die derzeit in Lebens- und Futtermitteln gefunden werden, kein Problem darstellen. Dieses Argument gilt aber nur, wenn sich Glyphosat nicht im Körper anreichert und es schnellstens wieder ausgeschieden wird. Diese Pilotstudie legt jedoch den Schluss nahe, dass ihre Ergebnisse hinsichtlich der Muttermilch nicht stimmen. Das bedeutet, dass das Körpergewebe es einlagert und dadurch die Werte jenseits der von den Behörden festgelegten Grenzwerte liegen. Die rechtlich verbindlichen Vorschriften schützen uns nicht.“

Dr. Angelika Hilbeck, führende Wissenschaftlerin am Institut für Integrative Biologie in Zürich, erklärte: „Wie es sich in einer umfassenden Untersuchung bestätigt, so scheint es, dass Glyphosat zu einer allgegenwärtigen Chemikalie geworden ist in Bezug auf die Präsenz und Beharrlichkeit. Diese Daten bieten einen ersten Hinweis auf mögliche Anreicherungen im menschlichen Körper, sodass Neugeborene eine erhebliche Dosis von synthetischen Chemikalien als „Geschenk“ mit unbekannten Folgen für ihren Start ins Leben bekommen. Das ist ein rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten in einer demokratischen Gesellschaft, die immer noch eine lebendige Erinnerung an frühere rücksichtslose chemische Verunreinigungen mit DDT haben müsste. Es scheint, als ob wir nichts dazu lernten oder wir haben die Lektion von Rachel Carson vergessen.“

Jessica M. aus Virginia, eine der Mütter, die positiv für Glyphosat in ihrer Muttermilch getestet wurde, sagte: „Es ist erschreckend zu wissen, das all das Glyphosat in meinem Körper und vor allem in meiner Muttermilch ist, die dann den wachsenden Körper meines Sohnes vergiftet. Es ist besonders erschütternd dass der Glyphosat-Test positiv ist, weil ich penibel darauf achte, Produkte zu essen, die biologisch einwandfrei und GVO-frei sind. Ich habe kein Fleisch und keine Meeresfrüchte verzehrt und nur sehr selten Milchprodukte gegessen. Dies zeigt mir und sollte auch anderen zeigen, wie allgegenwärtig dieses Toxin in unserem Nahrungssystem ist.“

Honeycutt fügte hinzu: „„Moms Across America“ ist überzeugt, dass Muttermilch immer noch die erste Wahl gegenüber GVO-Soja-Zutaten für Mütter sein sollte. Wir fordern alle Mütter auf, so biologisch einwandfrei wie möglich zu essen. Es wird empfohlen, vor allem Fleisch, Milchprodukte, Öle zu vermeiden und auch Getreide, das mit Glyphosat bei der Ernte als Trockenmittel eingesprüht wurde.“

„Ermutigend ist, das wir herausgefunden haben, dass die Frauen, die streng über mehrere Monate bis zu zwei Jahren Bio- und GVO-frei gegessen hatten, keine nachweisbare Konzentrationen von Glyphosat in der Muttermilch hatten.“

Warum sind in den USA die Glyphosat-Werte im Urin höher als in Europa?

Im Jahr 2013 wurden im Auftrag der Organisation „Friends of The Earth Europe“ Menschen in 18 Ländern auf Spuren von Glyphosat in ihrem Urin untersucht. Das Ergebnis reichte von 0,16 uG/l in der Schweiz bis zu 1,82 ug/l in Lettland. [ Wir sind geschockt! In 45% der Stadtbevölkerung Europas befindet sich Glyphosat! “Roundup” von Monsanto.]

Besonders bestürzend an der US-Prüfung von „Moms Across America“ und „Sustainable Pulse“ ist, dass in Amerika die im Urin gefundenen Werte 10 mal höher sind als in Europa. Von den 35 Proben aus den gesamten USA waren 13 Proben oberhalb der Mindestnachweisgrenze. Die drei höchsten Werte wurden alle bei Frauen festgestellt. Der höchste Wert kam aus Oregon (18,8 ug/l). Weitere positive Ergebnisse wurden in Proben aus den Bundesstaaten Kalifornien, Washington, Maryland, Colorado und Hawaii gefunden.

Experten weisen darauf hin, dass die erhöhten Werte in der Muttermilch wie auch im Urin durch die verwendeten Mengen von Glyphosat und das ausgebrachte Roundup auf gentechnisch veränderte Pflanzen verursacht worden seien.

In den USA wird ein hoher Prozentsatz des Ackerlandes mit gentechnisch veränderten Kulturen bepflanzt, viele Sorten wie GE Sojabohnen, GE Mais, GE Baumwolle und anderen, während in Europa nur eine genveränderte Pflanze erlaubt ist – Monsantos MON810-Mais – die wegen Gesundheits- und Umweltbedenken in den meisten EU-Staaten immer noch nicht angebaut wird.

Eine 2012 veröffentlichte Studie der Washington State University durch Professor Charles Benbrook belegt, dass der Einsatz von Glyphosat bei drei gentechnisch veränderten herbizid-toleranten Kulturpflanzen – Baumwolle, Sojabohnen und Mais – zugenommen hat. Benbrooks Analyse war die erste Expertenbeobachtung über die Veränderung des Einsatzes von Pestiziden bei gentechnisch veränderten (GE) herbizidresistenten (HT) Pflanzen.

„Die meisten gentechnisch veränderten Sojabohnen, die weltweit im Handel sind, enthalten Rückstände zwischen 2 ppm (parts per million) bis zu 10 ppm von Glyphosat und seinem Hauptabbauprodukt AMPA. Das sind außerordentlich hohe Rückstände, vor allem, da viele Menschen Glyphosat durch Trinkwasser, die Luft, und einer Vielzahl von Lebensmitteln ausgesetzt sind. Ich bin besonders besorgt über die Aufnahme während der Schwangerschaft und in den ersten Jahren des Lebens eines Kindes, wenn das Risiko eines Schadens bei sich entwickelnden Organsystemen am größten ist. Weitere Forschungen sind dringend erforderlich, um festzustellen, wie sich Glyphosat auf die normale Entwicklung auswirkt“, so Benbrook weiter.

Glyphosat in US-Trinkwasser

In dieser Pilotphase wurden 21 Proben Trinkwasser aus den USA auf Glyphosat getestet.
13 der Proben enthielten Glyphosat Werte zwischen 0,085 ug/l und 0,33 ug/l. Diese Ergebnisse liegen weit unter den gefundenen Werten in Urin und Muttermilch, geben aber immer noch Anlass zur Sorge, da die europäischen (EU) maximal zulässigen Grenzwerte für Glyphosat in Trinkwasser bei 0,1 ug/l festgelegt wurden. [ Rückstände von Keimen, Pestiziden und Uran in unserem Mineralwasser]

Regulierungsbehörden aufgefordert zu handeln – Weitere Tests erforderlich

Die US Environmental Protection Agency (EPA), das US-Landwirtschaftsministerium (USDA), die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Food Standards Australia New Zealand (FSANZ) und anderen Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt wurden dazu aufgefordert, nach der Veröffentlichung dieser ersten Testdaten zu verhindern, dass eine Situation entsteht, die die öffentliche Gesundheit gefährdet.

Der Leiter von „Sustainable Pulse“, Henry Rowlands, sagte dazu: „Die Regulierungsbehörden und Regierungen weltweit müssen schnell handeln und alle Glyphosat-basierten Herbizide als vorübergehende Maßnahme verbieten. Weitere Langzeittests müssen sowohl von den Regulierungsbehörden als auch von unabhängigen Wissenschaftlern durchgeführt werden. Das ist der einzige Weg, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen und die Gesundheit von Müttern, Säuglingen und allen Menschen schützen.“

„Es war ein großer Fehler sowohl von der US-Regierung als auch der Biotech-Industrie, Produkte zu fördern und freizugeben ohne langfristige unabhängige Studien. Was wir jetzt mit Blick auf Glyphosat-basierte Herbizide erleben, ähnelt sehr der Situation im 20. Jahrhundert, als wir mit PCB, DDT und Agent Orange konfrontiert waren“, schloss Rowland.

Auf Grund der Testergebnisse und der explodierenden Gesundheitsaspekte fordert „Moms Across America“ als Vorsichtsmaßnahme, den Einsatz von Glyphosat auf GE Lebensmittel und als Trocknungsmittel auf Nahrungspflanzen zu unterlassen. Die Verringerung des Einsatzes von Glyphosat darf aber nicht beschränkt werden auf Weizen, Mais, Soja, Zucker, Reis, trockene Erbsen, Bohnen und Tee. Die EPA listet über 160 Lebensmittel mit der zulässigen Höhe von Glyphosat auf, die nicht akzeptabel für Mütter sind.

„Moms Across America“ und „Sustainable Pulse“ forderten:

  • Ausreichende langfristige unabhängige Tests, um sicherzustellen, dass nur Glyphosat-Herbizid-Rezepturen verkauft und verwendet werden, die sich weder persistent (über lange Zeiträume), noch bioakkumulierbar (sich im Gewebe anreichernd) oder toxisch (giftig) verhalten. Diese Tests und die Ergebnisse sind besonders für die Gesundheit der Kinder relevant.
  • Der US-Kongress sollte dringend finanzielle Mittel für die notwendigen langfristigen und unabhängigen Forschungen der Glyphosat-Herbizid-Rezepturen bereitstellen. Die Forschungen sollen unter anderem die Auswirkung auf die Gesundheit, wie Glyphosat in den menschlichen Körper gelangt und wie hoch die Anreicherung bei Mensch, Tier und Umwelt ist, enthalten.

Studien, die bis lang durchgeführt wurden, beschränkten sich nur auf die isolierte Zutat Glyphosat, erfassten aber nicht die gesamte Rezeptur, die verkauft und verwendet wird. Was man aber jetzt schon herausgefunden hat, ist, dass die Rezepturen oft viel toxischer sind als nur die isoliert betrachtete Zutat. Diese Studien werden durch die argrochemische Industrie gefördert, d. h. sie sind ziemlich abhängig. Schließlich werden sie heimlich laut kommerzieller Vertraulichkeitsregeln zurückgehalten, sodass sie weder von unabhängigen Wissenschaftlern noch von der Öffentlichkeit geprüft werden können.

PCB Ähnlichkeiten

Dieser Fall, der zu hohe Glyphosat-Werte in der Muttermilch fand, ist eine Wiederholung des Skandals um PCB (polychlorierte Biphenyle) in den 1970er-Jahren, der damit endete, dass PCB vom US-Kongress im Jahr 1979 verboten wurde.

Vor dem Verbot von PCB war Monsanto der einzige nordamerikanische Produzent. Das Unternehmen vertrieb PCB unter dem Handelsnamen Aroclor von 1930 bis 1977. Monsanto hatte darauf bestanden, dass PCB nicht giftig sei. [Polychlorierte Biphenyle (PCB) und der Giftkrieg]

Erst als Spuren von PCB in der Muttermilch gefunden wurden, die das 10-fache der im Blut gefundenen Menge überschritt – festgestellt bei den Bewohnern der Präfektur Osaka in Japan – wurde PCB von den Aufsichtsbehörden in Frage gestellt, was dann 1979 zum Verbot führte.

Nach Angaben der EPA, verursachte PCB, das weit mehr als 40 Jahren zum Einsatz bei elektrischen Kondensatoren, Kühlflüssigkeiten und Anderem kam, bei Menschen Krebs. Es gibt bereits erste Klagen gegen Monsanto wegen PCB: Klagen gegen Monsanto – Umweltverschmutzungen durch PCB – Spokane sues Monsanto for PCB contamination

Ist es nicht langsam Zeit, dass die Regulierungsbehörden Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen?

Die Unkrautvernichtungsmittel gefährden bereits die Ungeborenen, dass dürfen wir nicht einfach tolerieren. Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kindern, unseren Tieren und unserer Umwelt. Wir müssen endlich Maßnahmen ergreifen, denn was auf den Äckern geschieht, ist Mord auf Raten.

Die Menschen in den USA glauben, hier in Europa habe das Glyphosat noch keine Spuren hinterlassen. Das ist falsch, denn in unserem Beitrag  Das tägliche Gift Pestizide – “Mord auf Raten” – doch Brüssel erkennt die neue Studie nicht an! wiesen wir auf die Sturheit der EU hin. Sie stecken doch alle unter einer Decke, wie unser Beitrag TTIP – die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik und Wirtschaft zeigt.

Lasst uns alle zusammen gegen diese Konzerne Monsanto und Co. aktiv werden. Wir müssen uns weltweit vernetzen. Helfen Sie uns, teilen sie unsere Nachrichten, informieren Sie die Organisationen, die weltweit aktiv sind, dass auch wir hier, in Europa mit dem was geschieht, nicht einverstanden sind.

 Aktion – Schützt unsere Gesundheit, stoppt Glyphosat!!

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Deutscher Bundestag – Alphabetische Liste aller Mitglieder …

Dazu auch:

Glyphosate study: EU-Entscheidung rückt näher – use increasing rapidly as EU decision nears

Mütter stören die Aktionärsversammlung von Monsanto – Moms Crash Monsanto Shareholder Meeting

Mütter protestieren gegen Glyphosat und GVO – Moms Meet with EPA!

l: Quelle: Glyphosate Herbicide Found in Breast Milk of American Mothers

Other Language Versions of Press Release:  Spanish ,  French , Russian,Chinese

Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. grad kam im bayer. rundfunk, daß in einigen biersorten, z.b. jever, warsteiner, ein 300-fach erhöhter glyphosatwert gemessen wurde. aber da es anscheinend für bier keine pflichtwerte gibt, wird es nicht veröffentlicht. Also, dann prost!!!

    • @ christa zita
      Dabei bitte nicht vergessen, dass Alkoholgenuss vermutlich die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigt. Ich will Glyphosat nicht verharmlosen, aber wer Ethanol zu sich nimmt (wird im Körper zu Azetaldehyd umgewandelt), dürfte sich um seine Gesundheit wohl generell nicht allzu große Gedanken machen.

  2. Pingback: Glyphosat: Krebserregende/s Bier & Muttermilch - Alternative Schmerztherapie und Schmerzmedizin

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