Biertrinker aufgepasst – Glyphosat schädigt Spermien – alle getesteten Biersorten enthalten Glyphosat – noch Fragen?

Bier.1.pgDas als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestufte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat wurde in den 14 meistgetrunkenen Bieren Deutschlands gefunden. Deutschland ist stolz auf sein nach Reinheitsgebot gebrautes Bier. Laut dem Deutschen Brauerbund trinken die Deutschen im Schnitt 106,9 Liter Bier pro Jahr. 

Da die Empörung darüber groß war, wie man nur behaupten könne, dass Glyphosat sich in der Muttermilch befinde, und dass alles Panikmache sei, sind wir gespannt, wann wieder die BfR-Studie bestätigen wird, dass angeblich kein Glyphosat in Bier nachweisbar sei. Wir verstehen die ganze Aufregung nicht! Fakt ist doch, dass in den USA Glyphosat in der Muttermilch gefunden wurde. Wenn wir also weiterhin mit Glyphosat, welches ja bereits von der WHO als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wurde und auch gerade in Kalifornien auf der Liste der krebserregenden Stoffe gesetzt wird, weiter hantieren, ist es doch nur eine Frage der Zeit, wann wir auch mit solchen Ergebnissen zu rechnen haben. Siehe Aktion – Schützt unsere Gesundheit, stoppt Glyphosat! Glyphosat in der Muttermilch in den USA – bald auch in Deutschland?

Aber da ja Muttermilch nicht so wichtig zu sein scheint, denn sogar Frauen kümmerten sich mehr darum, das Gegenteil zu beweisen, anstatt sich darüber Sorgen zu machen, schon das Kind von Kindesbeinen an mit Giften zu konfrontieren.

Wenn also Muttermilch und Kinder nicht interessieren, sind wir gespannt, wie die Biertrinker und -Trinkerinnen reagieren, dass offenbar im Gerstensaft neben Hopfen, Malz, Hefe und Wasser auch noch jede Menge Glyphosat ist. 

Allerdings ist es nicht verwunderlich, denn sowohl im Trinkwasser als auch in Mineralwasser wurden Rückstände des Pestizids gefunden. Das vom Agrarkonzern Monsanto entwickelte Glyphosat ist das am meisten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel weltweit. Im Jahr 2014 wurden allein in Deutschland rund 5400 Tonnen davon auf Äckern und in Gärten verspritzt. Durch das Versprühen auf Äckern kommt es in die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und dann zu uns Menschen.

Die Anzahl der Beweise, dass Glyphosat und GVO für Menschen und Tiere langfristig schädlich sind, nehmen zu. Auch die Biertrinker sollten, wenn sie sich schon nicht darüber sorgen, was mit den Kindern geschieht, die schon im Mutterbauch damit konfrontiert werden, damit auseinandersetzen, dass sie nicht nur durch hohen Alkohlkonsum ihr Leben gefährden , sondern auch durch Glyphosat.

Das Unkrautbekämpfungsmittel Roundup (Glyphosat) ist in den USA und auch in Europa in der Luft, im Regen, im Grundwasser, in der Erde und in den meisten Nahrungsmitteln zu finden. Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist.

Roundup wird von Bauern weltweit eingesetzt und bescherte dem Unternehmen einen Umsatz von 4,8 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2015. Genetisch modifiziertes Saatgut, das in der Lage ist, Glyphosat zu widerstehen, ist bei den Produzenten von Mais und Soja sehr begehrt. In Kalifornien soll Glyphosat, der Hauptbestandteil von Roundup, auf die Liste der bekannten krebserregenden Stoffe aufgenommen werden.

In diesem Jahr wird der 500. Geburtstag des Reinheitsgebots gefeiert. Doch wie rein ist das deutsche Bier wirklich? Um dem nachzugehen, hat das Umweltinstitut München die 14 meistgetrunkenen Biere der beliebtesten Biermarken Deutschlands von einem Labor auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat testen lassen.

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Schlussfolgerungen

1. Alle getesteten Biere enthielten Rückstände von Glyphosat. Das konnten wir mit der Untersuchung nachweisen. Dies lässt vermuten, dass auch andere Biersorten und Biermarken bzw. Brauereien von einer Belastung mit Glyphosat betroffen sein können.

2. Nun sind die Brauereien am Zug, ihre Produkte und Zutaten genau zu überprüfen. Sie müssen klären, wie Glyphosat in das Bier gelangen konnte und in Zukunft sicherstellen, dass ihre Produkte frei von Pestizidrückständen sind.

3. Durch die hohen Einsatzmengen in der Landwirtschaft finden sich Glyphosatrückstände inzwischen fast überall. Das Pestizid stellt eine Gefahr für Mensch und Umwelt dar. Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, sich auf europäischer Ebene gegen eine erneute Zulassung von Glyphosat einzusetzen. Über die Neuzulassung wird voraussichtlich schon im März entschieden.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt heute Morgen im MoMa (Morgenmagazin)

  • Glyphosat im Bier? Macht nichts!

Studie: Roundup schädigt Spermien

Diejenigen, die sich ein Kind wünschen, sollten besondere Maßnahmen ergreifen, um ihr Risiko zu minimieren – einschließlich des Essens von Bio-Lebensmitteln und der Lobbyarbeit, um ein Verbot des Verwendens von Roundup in ihrer Nachbarschaft zu erreichen.

Eine Studie belegt, dass Roundup eine gesunde Fortpflanzung von Säugetieren gefährdet. Hier finden Sie den Originaltext. Roundup damages sperm – new study

Eine  Studie an Ratten belegt, dass Roundup die Hodenfunktion nur 8 Tage nach der Aufnahme einer Konzentration von nur 0,5% verändert, schreibt Claire Robinson. Das ist der Wert, der nach dem landwirtschaftlichen Spritzen im Wasser gefunden wurde.

Die Studie konnte keinen Unterschied in der Spermienkonzentration, der Lebensfähigkeit und der Beweglichkeit nachweisen, zeigte aber einen Anstieg der abnorm gebildeten Spermien, gemessen 2, 3, und 4 Monate nach dieser kurzen Exposition.

Die Studie – die erste, die die zeitverzögerten Wirkungen auf die Spermien bei Säugetieren nach einer kurzen Gefährdung durch Roundup nachwies, wurde von einem Team um Prof. Gilles-Eric Séralini (2015 Whistleblower Award: Prof. Gilles-Eric Séralini) an der Universität Caen in Frankreich durchgeführt.

Es wurde herausgefunden, dass Roundup die Genexpression in Spermien verändert, die das Gleichgewicht der Sexualhormone Androgen und Östrogen verändern könnten. Ein negativer Einfluss auf die Spermienqualität wurde bestätigt, was Fragen nach der Effizienz beeinträchtigter Spermien aufwirft. Die Autoren wiesen darauf hin, dass die wiederholten Forderungen, die Menge des in der Landwirtschaft verwendeten Roundup zu reduzieren, die die Fortpflanzung der Säugetiere auf lange Sicht schädigen kann, nicht ungehört verhallen sollten

Die Ergebnisse der Studie sollten sowohl die Alarmbereitschaft der Landarbeiter erhöhen als auch die der Menschen, die Roundup für Gemeinden ausbringen, oder Hobbygärtner. Menschen, die immer wieder über einen längeren Zeitraum niedrigen Dosen ausgesetzt sind – einschließlich der Verbraucher, die die mit Roundup gespritzten Lebensmittel essen – sollten ebenso beunruhigt sein.

Diejenigen, die sich ein Kind wünschen, sollten besondere Maßnahmen ergreifen, um ihr Risiko zu minimieren – einschließlich des Essens von Bio-Lebensmitteln und der Lobbyarbeit, um ein Verbot des Spritzens von Roundup in ihrer Nachbarschaft zu erreichen.

Den Glyphosat-Herbiziden akut ausgesetzt zu sein verändert den Aromatase-Anteil in Hoden und die Qualität der Samenzellen. Siehe: Studie: Roundup schädigt Spermien – Roundup damages sperm – study

Glyphosat raus aus dem Bier!

Die Deutschen konsumieren im Durchschnitt 107 Liter Bier pro Jahr. Durch unsere Untersuchung wissen wir, dass sie damit unbewusst auch Glyphosat zu sich nehmen. Das passt nicht zum Image von Reinheit und Natürlichkeit, für das deutsches Bier weltweit steht.

Deshalb sind jetzt die Brauereien gefordert: Sie müssen klären, wie Glyphosat ins Bier gelangen konnte, und in Zukunft sicherstellen, dass ihre Produkte frei von Pestizidrückständen sind.

Das Umweltinstitut startet deshalb eine Online-Aktion, mit der sich VerbraucherInnen direkt an die Hersteller der getesteten Biere wenden können. Beteiligen auch Sie sich jetzt an dieser Aktion und fordern Sie von den Brauereien: „Glyphosat raus aus dem Bier!“

Ob Dr. Patrick Moore ein von Monsanto bezahlter Lobbyist ist? Dr. Patrick Moore sagte in einem Interview mit Canal+, das wir gerne für Sie übersetzt haben, das Folgende:

„Ich glaube nicht, dass Glyphosat, die aktive Zutat in Roundup, zur Steigerung der Krebsrate in Argentinien beiträgt. Man kann einen ganzen Becher trinken, das schadet nicht“, behauptet Moore.
Der Interviewer fragt: „Möchten Sie davon trinken, wir haben etwas hier“.
„Aber gerne, wirklich” so die Antwort von Moore und dann, „eigentlich nicht. Aber ich weiß, es würde mir nicht schaden”.
„Wenn Sie das sagen, ich habe welches”, macht der Interviewer Druck.
„Ich bin doch nicht blöd”, erklärt Moore.
„Also ist es gefährlich”, kontert der Interviewer.
Dazu Moore: „Roundup ist so sicher, dass Menschen, die damit Selbstmord begehen wollen, regelmäßig dran scheitern”.
„Sagen Sie uns die Wahrheit, es ist gefährlich”, kommt jetzt vom Interviewer.
„Es ist für Menschen nicht gefährlich. Nein, das ist es nicht“, antwortet Moore.
Der Journalist macht weiter Druck: „Also sind Sie bereit, ein Glas zu trinken?!“
Dazu Moore „Ich bin doch kein Idiot. Befragen Sie mich zu Golden Rice, darüber rede ich“.
Dann erklärt Moore, dass das Interview beendet sei.

„Eine gute Art, Probleme zu lösen“, witzelt der Interviewer.
Mit dem Wort „Trottel”! verlässt Moore das Studio.

Ist es nicht langsam Zeit, dass die Regulierungsbehörden Lehren aus den Fehlern der Vergangenheit ziehen?

Die Unkrautvernichtungsmittel gefährden bereits die Ungeborenen, das dürfen wir nicht einfach tolerieren. Wir haben eine Verantwortung gegenüber unseren Kindern, unseren Tieren und unserer Umwelt. Wir müssen endlich Maßnahmen ergreifen, denn was auf den Äckern geschieht, ist Mord auf Raten.

Die Menschen in den USA glauben, hier in Europa habe das Glyphosat noch keine Spuren hinterlassen. Das ist falsch, denn in unserem Beitrag  Das tägliche Gift Pestizide – “Mord auf Raten” – doch Brüssel erkennt die neue Studie nicht an! wiesen wir auf die Sturheit der EU hin. Sie stecken doch alle unter einer Decke, wie unser Beitrag TTIP – die vielen weitreichenden Verflechtungen in der Politik und Wirtschaft zeigt.

Lasst uns alle zusammen gegen diese Konzerne Monsanto und Co. aktiv werden. Wir müssen uns weltweit vernetzen. Helfen Sie uns, teilen sie unsere Nachrichten, informieren Sie die Organisationen, die weltweit aktiv sind, dass auch wir hier, in Europa mit dem was geschieht, nicht einverstanden sind.

Ein Landwirt, der Glyphosat einsetzt!

 Aktion – Schützt unsere Gesundheit, stoppt Glyphosat!!

Hier finden Sie die Kontaktangaben Deutscher Bauernverband: 
 
 

Sie arbeiten in einer Behörde
oder in einem Ministerium?
Dann wenden Sie sich bitte andbv@bauernverband.net 
 
Sie sind Journalist oder Redakteur? Dann wenden Sie sich bitte direkt an presse@bauernverband.net 
 
Sie haben allgemeine Fragen zur Landwirtschaft oder zum Verband? Dann richten Sie ihre Anfrage bitte an info@bauernverband.net 
 
Sie wollen persönlich mit uns reden? Unter 030 / 31 904 – 0 helfen wir Ihnen gern weiter.

Deutscher Bundestag – Alphabetische Liste aller Mitglieder …

Helfen Sie mit, dass Glyphosat aus unserem Leben verschwindet, denn dort hat es nichts zu suchen!

Netzfrau Doro Schreier

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8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Schon heftig. Aber in meinem Alter ist es eh zu spät, sowohl für Kinder als auch den Bierverzicht. Mal sehen was daraus noch wird. Danke für die Detailinformationen.

  2. Sehr bedenklich. Jeden Tag lesen wir neue Berichte über die Machenschaften der Nahrungsmittel-Mafia.
    Wie ich den Moment herbeisehne, dass sich die Menschen dies nicht mehr gefallen lassen. Muss Alles radioaktiv
    verseucht sein, dass endlich etwas geschieht? Oder wo liegt die Toleranzgrenze der kritischen Masse!?

  3. Ja bei einer Promotion sagte Prof Holzweisig in Dresden “ das man von einen Ocksen nur noch Rindfleisch erwarten könne ….. (da sind die Vermährungsorgane außer betrieb gesetzt)
    Hoffentlich hat Biermann nicht recht er trug vor “ das Professoren vieles besser wüssten wenn sie nicht täglich fressen müssten ………“

    mit freundlichen Grüßen
    wrussig
    merkwürdig z.Z. leben noch alle Bienenvölker in Hinterhermsdorf man hat seit April 2015 nicht mehr gespritzt …

  4. Das ist nur ein Fakt der ganzen Sache.Getreide wird in unserer Region grundsätzlich eine Woche vor der Ernte nochmal gegen Unkräuter gespritzt und dann gedroschen.Bei Leinen ist das auch so.
    Auch die beliebten Spreewaldgurken werden über die gesammte Erntezeit in regelmäßigen Abständen nachts gesprizt das ist doch nichts neues mehr.Jeder von und nimmt in irgend einer Weise das Gift stets und ständig auf .
    Die Liste umfäßt sicher alles von Getreide bis Fleisch ,irgend einen giftigen Stoff enthält jedes Lebensmittel.Ich denke mitlerweile gibt es sicher nur noch selten etwas komplett gesundes zu kaufen.

  5. Soweit ich weiß, hat man in Bier deutlich höhere Konzentrationen von Alkohol gefunden. Während Glyphosat in erst heutzutage überhaupt nachweisbaren Spuren enthalten ist, also hunderte bis tausend Liter Bier pro Tag konsumiert werden müssten um sich zu schaden, tritt bereits nach 1-2L Bier eine deutlich gesundheitsschädigende Wirkung ein – und zwar sofort. Auf Dauer geht das dann bis zu irreperablem Organversagen, Leberkrebs usw. Es ist sogar deutlich mehr Alkohol im Orangensaft enthalten als Glyphosat im Bier. Übrigens sind auch in den viel gelobten Naturheilmitteln und homöopathischen Medikamenten tödliche Gifte in sehr stark verdünnter Form enthalten (Quecksilber etc.). Die sollen dann sogar plötzlich auf wundersame Weise eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Da sind erwartbare Spuren (die Technik ist heute einfach so gut, man würde sicherlich auch Arsen im Bier finden, wenn man mit heutigen Methoden danach sucht) kein Grund sich sein Bier vermiesen zu lassen!

  6. Mann kann doch nicht auf den Biergeschmack verzichten.
    Ich habe schon in jungen Jahren damit angefangen.

    Ich bedanke mich bei euch für so einen tollen Artikel.

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