Wenn ich eines Tages alt sein werde…

HändeWenn ich eines Tages alt sein werde …

Wenn ich beim Essen kleckern sollte und ich nicht in der Lage sein sollte, mich selbst anzuziehen…

Hab Geduld, erinnere dich an die Zeit, die ich damit verbrachte, es dir beizubringen.

Wenn ich mitreden und vieles wiederholen sollte. unterbrich mich nicht. Hör mir zu.

Als du klein warst, musste ich dir jeden Abend immer wieder dieselbe Geschichte erzählen, damit du einschliefst.

Sollte ich mich nicht waschen wollen, rüge mich nicht und lass mich dafür nicht schämen. Erinnere dich daran, wie oft ich dir nachlaufen musste und mir viele Ausreden einfallen lassen musste, weil du nicht baden wolltest.

Solltest du sehen, dass ich mich mit der neuen Technik gar nicht auskenne, gib mir genügend Zeit und schau mich nicht mit diesem ironischen Lächeln an. Ich musste meine ganze Geduld aufbringen, um dir das ABC beizubringen.

Sollte ich plötzlich Sachen vergessen oder mitten in einer Unterhaltung den Faden verlieren, gib mir genügend Zeit, um mich wieder daran zu erinnern, und sollte es mir nicht gelingen, reg dich nicht auf. Denn das Wichtigste ist nicht, was ich sage, sondern dass ich deine Nähe brauche und dass du da bist, um mir zuzuhören.

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Sollten meine müden Beine es nicht schaffen Schritt zu halten, behandele mich nicht als Last. Komm mir entgegen mit deinen starken Händen, so wie ich es tat, als du deine ersten Schritte gemacht hast.

Sollte ich mal sagen sollen, ich wollte sterben, sei nicht böse. Eines Tages wirst du verstehen, was mich dazu bewog. Versuche zu verstehen, dass man in meinem Alter nicht lebt, sondern eher überlebt.

Eines Tages wird dir klar sein, dass, obwohl ich viele Fehler gemacht habe, ich immer das Beste für dich wollte und versuchte, dir den Weg zu ebnen.

Gib mir ein wenig von deiner Zeit, ein wenig deiner Geduld, gib mir eine Schulter, an die ich den Kopf lehnen kann in der gleichen Weise, wie ich es für dich tat.

Hilf mir, den Weg zu beschreiten, hilf mir, meine letzten Tage mit Liebe und Geduld zu verbringen. Im Gegenzug werde ich dir mein Lächeln sowie meine unendliche Liebe schenken, die ich immer für dich empfunden habe.

Verfasser unbekannt

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Also,

    ich betreue ebenfalss freiberuflich Menschen, die dementiell verändert sind.
    Tatsächlich habe ich damals meine Arbeitsstätte, ein Pflegheim aufgrund Zuständen, sowohl für das Personal als auch die Bewohnerinnen und Bewohner nicht meiner Arbeitsweise entsprachen

    Aber Euere Recherchen der Straftaten der Pflegeheimen sind sehr raulich und entsprechen nicht der Ursachen.
    Sachleistungen können stationär gar nicht abgerechnet werden
    und im Pflegheim sind keine Patienten, sondern Bewohner
    usw…
    Versucht doch Fakten klar dazustellen und wirft nicht alles durcheinander.
    Das ist dann auch glaubwürdig, auch gegenüber tatsächlichen Kritikern dieses Systems!

    Inge

    • Entschuldigen Sie, dass wir die Fakten aus der Finanzwirtschaft genommen haben. Wir dachten immer, dass gerade die Aktiengesellschaften richtige Zahlen veröffentlichen. Müssen diese auch, denn sonst bekommen diese Unternehmen Schwierigkeiten. Und sehr geehrte Frau Eibach, es gibt nicht nur die Häuser, wo Sie tätig waren. Etwas über den Tellerrand schauen, wie wir, bringen die richtigen Fakten ans Tageslicht. Es ist wie mit Brot, wenn ein Bäcker gut arbeitet, heißt es nicht, dass alle es tun.

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