TTIP hat einen neuen Werbepartner – Erdoğan – kein Scherz – Erdowahn in den USA

Erdogan 222Während Erdogan noch immer versucht, den Satirebeitrag von „Extra 3“ sperren zu lassen, weilt der Boss vom Bosporus in den USA und trifft sich dort mit den Wirtschaftsbossen. Er will die Handelsbeziehungen mit den USA intensivieren und macht Werbung für das Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA (TTIP). DieTürkei fordert schön länger eine Beteiligung an TTIP.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ist zu einem offiziellen Besuch in die USA gereist. Erdoğan wird dort am Nuklearen Sicherheitsgipfel teilnehmen, der zwischen dem 31. März und dem 1. April in Washington stattfinden wird. Auch ein inoffizielles Treffen mit US-Präsident Obama sollte stattfinden. Wie aber auch Reuters bestätigte, hat Obama keine Zeit für Erdogan. Erdogan weiht im Bundesstaat Maryland eine Moschee ein, welche die Türkei mitfinanziert hat. Gerne hätte er US-Präsident Obama dabei gehabt, doch der will nicht.

Nachdem es zu Verstimmungen zwischen Deutschland und der Türkei wegen einer Satire-Sendung kam – wir berichteten darüber: Erdowahn hat wieder zugeschlagen – Ärger über „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ – von Extra3 -, macht sich die Netzgemeinde nun über Erdowahn lustig, der vergeblich versucht hatte, einen Termin bei Obama zu erhaschen.

Doch nun wieder zur Ernsthaftigkeit:

Vor 20 Jahren setzten die EU und die Türkei ihre ge­meinsame Zollunion in Kraft. Im Mai 2015 verkündeten EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und der türkische Wirtschaftsminister, Nihat Zey­bekci, dass diese Zollunion deut­lich ausgeweitet werden soll, um die wirtschaftlichen Beziehun­gen zu vertiefen.

„Wir wollen definitiv am TTIP-Prozess teilnehmen und hoffen, in den nächsten Monaten Fortschritte auf dem Weg zur TTIP-Vertragspartei zu erzielen“, sagte Zeybekci im Mai 2015 bei einer Presseerklärung. „Die Verhandlungen laufen zwischen der EU und den USA“, betonte dagegen Malmström. Wenn das Abkommen abgeschlossen sei, könne man mit der Türkei darüber reden, zu welchen Kon­ditionen sie beitreten könnte. Aber anscheinend sieht es Sultan Erdogan anders und lässt sich in den USA von den TOP100 Konzernen groß feiern. Ihm zu Ehren wurde sogar gestern Abend ein großes Bankett veranstaltet.

Der Handel zwischen der Türkei und den USA belief sich im Jahr 2015 auf $ 17,5 Milliarden, während der Handel zwischen Ankara und Europa im gleichen Zeitraum $ 150 Milliarden betrug, erklärte Erdogan in den USA den Gästen, die unter dem Motto „Invest in Turkey“ an der Gala im Andrew W. Mellon Auditorium, in Washington teilnahmen. Die Gala fand im Rahmen des Türkisch-American Business Council (TAIK) statt und man staune, es ging auch u. a. um das TTIP. Ja, wenn der Dollar in den Augen der TOP100 leuchten, dann vergisst man die Menschenrechte und auch die nicht vorhandene Pressefreiheit in der Türkei. Für Erdogan wieder eine Darstellung, über die sich seine „Fans“ freuen dürften. 

„TTIP ist nicht nur für den Handel wichtig, sondern es soll auch die transatlantische Allianz festigen“, so der Redner und TAIK-Vorsitzende Alptekin. Und genau das ist es, was auch in der türkischen Presse Platz findet, dazu viele Fotos, die man zuhauf auf Twitter findet. Hier ein Beispiel: 

https://twitter.com/hashtag/investinturkey?f=images&vertical=default&src=hash

https://twitter.com/hashtag/investinturkey?f=images&vertical=default&src=hash

„Ich lade Sie hier, von diesem Platz aus ein, mehr in die Türkei zu investieren“, sagte Erdogan. Die türkischen Unternehmer sollten dagegen mehr in den USA investieren. Der türkische Präsident betonte auch, dass seine Regierung dem Terrorismus nicht erlauben würde, die Demokratie und die öffentliche Ordnung zu beschädigen. Nach allem, was wir in der letzten Zeit von Erdogan zu lesen bekamen, müssen wir uns schon fragen, welche Demokratie er meinte. Auf der Rangliste für Pressefreiheit steht die Türkei auf Platz 149 von 180 – dies zu Recht. Siehe: Noch mehr Skandale um Erdogans Familie – Erdogan’s Family Caught in New Scandal First appeared.

Laut AAA Nachrichten machte Erdogan auf der Gala noch einmal deutlich, welche Folgen es hätte, wenn man die Türkei nicht in dem Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union (EU) berücksichtigte. Er brachte zum Ausdruck, dass auch die Türkei in diesen Verhandlungen einbezogen werden müsste, und bat um Unterstützung.

Diese nachfolgenden Konzerne sollen laut  investieren: 

https://twitter.com/InvestTurkey

https://twitter.com/InvestTurkey

Erdoğan wollte eine Rede bei der Carnegie-Stiftung in der US-Hauptstadt halten. Doch die Stiftung lehnte diesen Wunsch ab.

In Washington wird Erdoğan zudem eine Rede im Brookings-Institut halten. Nach türkischen Medienberichten wollte Erdoğan ursprünglich eine Rede bei der Carnegie-Stiftung in der US-Hauptstadt halten. Doch die Stiftung lehnte diesen Wunsch ab. Nach einer Meldung der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet stand auch das Brookings-Institut einem Auftritt von Erdoğan in ihren Räumlichkeiten zunächst ablehnend gegenüber. Türkische Regierungskreise hätten eine hochrangige türkische Geschäftsfrau eingeschaltet. Auf ihre Bitte hin habe das Institut schließlich doch eingelenkt und Erdoğan ein Forum angeboten.

Der Protest beim USA-Besuch von Recep Tayyip Erdogan

Was Erdogans Bodyguards sich einfallen lassen, wenn Erdogans Kritiker protestieren wie in Washington, können Sie dem folgenden Video entnehmen. Sie übertönen einfach die Parolen der Präsidentenkritiker – mit Gegengeschrei in Form eines schlichten, aber lauten: Aaaaaahhhhh!


Auf Grund von Sicherheitsbedenken gab das US-Außenministerium eine Reisewarnung für Teile der Türkei heraus und ordnete an, Angehörige von in der Süd- und in der Westtürkei stationierten Soldaten und Diplomaten auszufliegen.

“Diese Entscheidung hat mit dem Gipfel zur nuklearen Sicherheit und dem Besuch der türkischen Delegation in Washington nichts zu tun”, so Pentagon-Sprecher John Kirby. “Es besteht keinerlei Zusammenhang. Die Entscheidung wurde – so wie es sein sollte – auf Grund der Gefahrenlage und unserer Sorge um die Sicherheit von US-Bürgern getroffen.”

Ja, der Boss vom Bosporus hat es zur Zeit nicht leicht. Forderte er doch den deutschen Botschafter in Ankara am Dienstag auf, dafür zu sorgen, dass der Song “Erdowi, Erdowo, Erdogan” der NDR Satiresendung Extra 3 nicht mehr gesendet werde, und erntete dafür in der Netzgemeinde Häme und Spott.

So kommen heute noch einmal welche dazu, nachdem er in den USA nicht wie ein würdiger Sultan empfangen wurde:

Das kommt davon, wenn man keine GEZ-Gebühr zahlt und sich dann über das Programm beschwert.

Hier noch einmal das Video – mit türkischem Untertitel:

Erdogan scheint dem Wahn zu unterliegen, auf die deutsche Presse- und Satirefreiheit Einfluss nehmen zu können. Schaut man sich die US-Medien an, die über Erdogans Besuch in den USA berichten, geht es meist nur ums Geschäft.

Netzfrau Doro Schreier

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich sehe paralellen zu Adolf Hitler in der Türkei und in Deutschland.Wenn die Türken denken sie könnten hier in Deutschland machen was sie wollen, dann sage ich nur „RAUS“aus Deutschland.Einreiseverbot nach Deutschland auf Lebenszeit.

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