Vergiftete Geschenke – Wie die EU Afrika in die Armut treibt und deren Lebensgrundlage geplündert

Afrika55Wer im Senegal einkauft, findet auf den Märkten kaum einheimisches Obst und Gemüse: Die Tomaten kommen aus Italien, die Kartoffeln und Zwiebeln aus Holland. In den Geschäften ist es ähnlich: Dort steht Trockenmilch, importiert aus Europa.

Europäische Politik raubt  den Fischern an Afrikas Westküste die Lebensgrundlagen. „Cash for Fish“ lautet das Prinzip der Fischereiabkommen, die die EU mit derzeit elf Drittländern abgeschlossen hat. Gegen Geld dürfen europäische Trawler beispielsweise in den Fanggründen vor Mauretanien, Senegal oder Guinea Beute machen: Schiffe, die rund 200 Tonnen Fisch am Tag fangen und verarbeiten können. Mit ihren Netzen haben sie die Fischbestände bereits so weit geplündert, dass Tausende lokale Fischer und Beschäftigte in der Weiterverarbeitung ihr Einkommen verloren. Viele Westafrikaner treibt das zur Flucht.

  • Die EU zerstört mit ihrer Politik den ganzen afrikanischen Kontinent
    — mit subventionierter Fischerei,
    — mit subventionierten Landwirtschaftsprodukten (z. B. Zwiebeln)
    — mit Milchpulver für Milch und Jogurt
    — und mit gespendeten Altkleidern.

Die EU-Zahlungen für Lizenzen werden von den afrikanischen Regierungen eingeheimst und die Armen in Afrika verlieren ihre Arbeit. Dies provoziert Flüchtlingsströme aus Afrika, wie wir sie seit Jahren erleben. Die EU produziert die afrikanischen Flüchtlinge selbst. In einigen Fällen kommt es sogar so weit, dass die afrikanischen Flüchtlinge dann in der EU in Betrieben arbeiten, die wiederum Afrika schaden, zum Beispiel in großen Fischfabriken. Afrikaner schaden dann ihrem eigenen Land.

Oder Altkleider werden in Dubai sortiert und in Ballen nach Afrika geschickt und die Afrikaner können gar nicht richtig kontrollieren, was in den Ballen ist. Dabei zerstören die Altkleider aus Europa die einheimische Kleiderproduktion in Afrika. Und so wird Afrika zerstört…Dazu auch Video: Die Altkleiderlüge – Geschäftemacherei mit dem Mitleid

Der Film ist aus dem Jahre 2007 und endet mit dem Versprechen, dass die kriminelle EU ab 2013 die Exportsubventionen streicht. Aber in Afrika glaubt niemand daran. Wie Recht sie hatten, sieht man an dem Freihandelsvertrag EU-Afrika: Siehe Rücksichtsloses Freihandelsabkommen – Europa erpresst Afrika

Der Film berichtet über einen Teufelskreis, der seinen Ursprung in der europäischen Subventionspraxis hat.

Adam Progress, einer der afrikanischen Flüchtlinge:
“Ich weiss, dass das eine sehr riskante Route ist. Aber was soll ich machen? Ich bin aus einer armen Familie. Ich kann mir nicht helfen. Ich musste die Reise durch die Wüste beginnen, um es nach Europa zu schaffen, um zu überleben. Ich glaube, die Europäer können uns nicht stoppen. Denn was sollen wir in Afrika machen? Wir haben nichts zu tun und haben kein Geld. Wir brauchen Kleidung und ein Auskommen. Wer will uns also stoppen? Ich verstehe gar nicht, dass es die Europäer nicht erwarten, dass wir es immer wieder probieren werden.”

2016: Bevor die Flüchtlinge Libyen erreichen, liegt vor ihnen eine gefährliche Reise von bis zu sechs Tagen quer durch die Sahara mit extremen Temperaturen. Haben sie dann diese Reise überlebt, erwarten sie wieder neue Schlepper, die sie übers Meer bringen, wo dann viele ertrinken. Siehe: Agadez: Wo die Reise durch die Wüste von Afrika nach Europa beginnt und niemand ihre Leichen zählt

John Ampan erzählt, dass er nach vier Jahren Flucht von Ghana über Oran in Algerien in Ceuta, der spanischen Enklave an der afrikanischen Küste, ankam. Es ist eine spanische Stadt, eine Exklave auf marokkanischem Boden, gesichert durch 6m hohe Zäune und schwer bewaffnet durch EU-Militär.
“Da war ein Junge aus Ghana dabei, er hiess Quiko. Er hatte schon in Holland gelebt und hatte dort eine Freundin und einen Sohn. Dann wurde er zurück nach Ghana abgeschoben. Er hatte das Foto seiner Freundin und seines Sohnes bei sich. Er hatte kein Visum für Holland bekommen, um zurückzufliegen. Um seine Familie wiederzusehen, musste er den Landweg nehmen über Spanien nach Holland. Leider konnte er die Reise nicht beenden. Wir haben ihn begraben, nachdem der starb.”

2016 Weil Spanien zwei Enklaven auf dem marokkanischen Festland hat, nämlich Ceúta und Melilla, versuchen die Flüchtlinge, diese zu erreichen. Um diese Anstürme auf die Enklaven abzuwehren, haben die spanischen Sicherheitsbehörden sie mittlerweile mit einem viele Meter hohen Zaun umzogen, der mit Schneidedraht versehen ist. Dieses Hindernis zu überwinden ist so gut wie unmöglich und endet oft mit schwersten Verletzungen. Vor einigen Monaten starben 15 Flüchtlinge, die versuchten, den Zaun von Melilla zu umschwimmen: Sie wurden von der Guardia Civil mit Gummigeschossen ins Wasser zurückgetrieben und ertranken.

Kann ein Bild besser die ganze Dramatik der Migrationsmisere zeigen? Nein. Besonders aufrüttelnd daran: Das wohlige Grün ist finanziert aus Brüssel.

Fremde Welten: Während eine Golferin in Melilla ihren Schlag macht, versuchen afrikanische Flüchtlinge, über den Grenzzaun zu klettern.

Manche Fotos haben das Zeug zum bleibenden Symbol, weil sie ein Phänomen besser fassen als viele Worte. Zum Beispiel dieses Foto von José Palazón, einem Menschenrechtsaktivisten aus Spanien. Es zeigt eine Szene auf dem Golfplatz von Melilla, einer spanischen Exklave auf afrikanischem Boden, drüben, an der Mittelmeerküste Marokkos.

Der Golfclub von Melilla wurde mit Geld aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. Die Stadt sollte auch einen haben, einen öffentlichen. Zwei Millionen Euro warf Brüssel dafür auf. Ob man in Brüssel auch wusste, wo das Grün zu liegen kommen und wer es verwalten würde, ist nicht so klar.

Seit einigen Jahren hat der Club nun private Manager. Der Verleger Enrique Bohórquez, Herausgeber der ebenfalls staatlich subventionierten Lokalzeitung «Melilla Hoy», lässt sich den Unterhalt offenbar mit Hunderttausenden Euro von den Behörden vergüten. Er soll gute Freunde haben unter den Lokalpolitikern. Sie sorgen für allerlei Privilegien, Baubewilligungen und Steuernachlässe. Ermittlungen laufen. Aber das ist eine andere Geschichte – eine aus der schönen, abgeschotteten ersten Welt. Siehe: Flüchtlinge – Koordinierungsschwäche als Dauerzustand

Bild: José Palazón/Reuters

Bild: José Palazón/Reuters

2007 Auf der Flucht von´Afrika nach Spanien: “Bald schon hatten die ersten kein Wasser mehr. Sie tranken Benzin. John Ampan war sparsam mit seinem Wasser. Er spürte die Gier, aber er bewegte das Wasser im Mund hin und her, bevor er schluckte. Er hütete sein Wasser. In den Kirchen Afrikas lehrten sie etwas anderes: “Teile, mein Sohn”.”
Wer Glück hat, überlebt den Höllentrip. Wer noch mehr Glück hat, kriegt einen spanischen Pass. Und wer das vollkommene Glück hat, findet einen Job. Zum Beispiel als Matrose. Auf einem spanischen Fabrikschiff, das vor der Küste Westafrikas fischt.

Doch nicht nur die EU setzte Afrika unter Druck, auch die USA – neuerdings gibt es die ersten Hähnchenteile in den Supermärkten in Afrika aus USA. Im vergangenen Jahr drohten die USA, alle Exporte aus Afrika zu stoppen, wenn Afrika sich weiterhin weigert, Geflügelprodukte aus den USA zu importieren Siehe: Hühnerkrieg- Afrika USA -Staatliche Erpressung zugunsten der Fleischkonzerne – Chicken war South Africa and US-First US chickens hit SA supermarkets

EU-Altkleider auf den Märkten und in Büros – EU-Zwiebeln, EU-Milchpulver und Thai-Reis

Auf den Märkten der senegalesischen Hauptstadt Dakar zum Beispiel stapeln sich Lebensmittel aus aller Welt, die zu erstaunlich günstigen Preisen verkauft werden. Einheimische Produkte sind in der Minderheit.

Das Wichtigste, was sich ändern muss, ist die Politik, die erlaubt, dass europäische, subventionierte Waren billiger auf unseren Markt kommen als unsere eigenen Waren, sei es Milch, Reis oder Fleisch. Das sind doch vergiftete Geschenke.

Gegen die computergesteuerten Produktionsanlagen ihrer europäischen Konkurrenten haben die afrikanischen Kleinbauern nichts zu bestellen. Würden sie ihre Ware auf dem heimischen Markt anbieten, müssten sie sie immer noch teurer verkaufen als die importierten Lebensmittel, die einen Transport von Tausenden von Kilometern hinter sich haben.

Netzfrauen

Versklavung eines ganzen Kontinentes – Afrika sagte NEIN zum Agrar-Genozid, den die USA und Europa ihm aufdrängen, und hat doch verloren!

AFRIKA BRAUCHT KEINE GVO – Mit Bio-Anbau steigt der Verdienst von Bauern in Tansania – Tanzania farmers earn more from organic

Auf dem Weltmarkt wird Afrika keine Chance gelassen – Ghana groans under large food import bills

Skandal – BASF, Nestlé, Coca Cola, Deutsche Bank u. v. m. sind Profiteure der Entwicklungshilfe

Entwicklungshilfe – Die deutsche Wirtschaft bereichert sich auf Kosten der Armen – Kartoffelchips gegen den Hunger – The Most Absurd in Development Aid – Potato Chips Against Hunger

Willkommen in der Hölle – E-Schrott-Albtraum in Afrika

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für die gute Zusammenfassung der Fakten. Man kann nur hoffen, dass das auch von Politikern und Entscheidern gelesen wird. Es macht so traurig, wie mit Menschen und dem Kontinent Afrika umgegangen wird.

    • habe gerade diese Filme an das Entw. ministerium gesandt , folgender Text – ich denke das ist das mindeste was wir tun können !

      “ mit Tränen und tiefer Traurigkeit sehe ich diese Berichte und möchte Ihnen diese TV Sendung empfehlen : og Sendungen

      Können Sie mir dazu eine Antwort auf die Frage „Was ändern Sie an dieser Situation ? “ geben. Eine weitere Frage bzw. Vorschlag : werden mit dem Geld (Steuergeld), das das Entwicklungsministerium bereitstellt, auch NGO`s unterstützt oder hat das Entw. Minist. nur eigene Projekte ? danke
      ich erwarte Ihre Antwort binnen 2 Wochen mit freundlichem Gruß I. Cunsolo-Hauptmann“

  2. UND WO
    ist der Weltgerichtshof der (noch) lebendigen und beseelten VÖLKER,
    wo MENSCHEN sitzen, die mit gesundem Menschenverstand,
    Herzensliebe und Empathie ausgestattet sind,
    die die VERANTWORTLICHEN POLITIKER,
    INSTITUTIONEN und LOBBYISTEN zur PERSÖNLICHEN Verantwortung ziehen –
    auf allen Ebenen, wie Haftung mit all ihrem Privatvermögen und vor allem:
    Strafabsitzung höchstselbst
    oder Souialeinsatz direkt in den versklavten und gezielt geschädigten Ländern???

    Einige wenige auf diesem Kontinent,
    denen nur noch die Gier- und Machtsucht
    aus jeder Pore trieft,
    die sich selbst verraten haben,
    um des schnöden Mammon wegen UND
    die ihre eigene Mutter verkaufen,
    um sich selbst zu bereichern,
    bzw. um sich ihre eigene Unterdrückung und Versklavung
    so angenehm wie möglich zu gestalten.

    Nachdem sie sich ihrer Verantwortung gestellt haben,
    entlassen wir diese Menschen in die betreute FREIHEIT
    auf das auch in ihren Herzen wieder/oder endlich
    der Funken der LIEBE entfacht wird
    und sie sich als Teil des ganzen erspüren können.

  3. In diesem Artikel werden vier Problemzonen gemischt
    — mit subventionierter Fischerei,
    — mit subventionierten Landwirtschaftsprodukten (z. B. Zwiebeln)
    — mit Milchpulver für Milch und Jogurt
    — und mit gespendeten Altkleidern.
    Möchte die europäischen Handlungen in keinster Weise in Schutz nehmen, sehr wohl die traurige Realität auch von anderen Seiten beleuchten. Neben der schlechten europäischen Politik, ist ganz klar die schlechte afrikanische Politik zu nennen. All diese Misslichkeiten sind von Afrikanern für Afrikaner gemacht. Auch erhebt sich für mich die Frage was haben EZA-NGO´s seit 50 Jahren mit den Unmengen an EZA- offiziellen Geldern und Spenden gemacht welche ja zu “Hilfe zur Selbsthilfe” – laut angaben eingesetzt werden.
    Als ich 2008 drei Monate in einem kleinem Dorf (ca 2500 Einwohner) im Senegal in der Casamance – der “Kornkammer” des Landes lebte, wurde ich tatsächlich mit dem furchtbaren Phänomen konfrontiert, Zwiebel aus Holland und Knoblauch aus China, daneben Arbeitslose jeder Altersstufe und dies in einer Region wo “alles” wächst. Auch gab es das Phänomen, das Mangos am Boden verfaulten, sie wurden weder verfüttert oder kompostiert und die gespendeten Trocknungsanlagen standen in der vollen Saison still.
    Wenn wir uns die erwähnten und leider bekannten Flüchtlingsbewegungen nur aus dem Senegal ansehen, so muss gesagt werden, ein Flüchtling bezahlt mindestens für die Flucht circa Euro 10.000.- bis 15.000.- . So ergibt dies, wenn sich nur drei Flüchtlinge zusammenschließen – sie sitzen ja dann auch im gleichen Boot, die doch stattliche Summe von mindestens EURO 30.000.- . Mit dieser Summe kann man bereits in Europa einen guten kleinen Produktionsbetrieb oder Landwirtschaft aufbauen – noch leichter in Afrika. Wenn der afrikanische Flüchtling sein Geld und seine Energie in seinem Land Einsätzen würde stünde Afrika vor einer anderen Situation. Dazu kenne ich auch ein Beispiel, SONGHAI, Film http://afrika.arte.tv/blog/?p=2203 ca 7 Minuten .
    Leider helfen weder NGO´s, noch Andere, auch afrikanische Investoren nicht solche funktionierende Systeme auf zu bauen.

    Gerhard Karpiniec
    Laxenburg/Österreich

  4. Hätte Europa von Anfang an nicht Afrika kolonisiert und die Menschen einfach in ruhe gelassen hätte wie sie sind gäbe es bestimmt so eine große Armut in Afrika und andere arme Länder.
    Europa ist nur reich weil, Afrika arm ist.
    Durch Europa gibt es Armut in Afrika
    und anderen arme Länder die betroffen sind.

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