Endstation Istanbul – ARD-Korrespondent Volker Schwenck in Türkei festgesetzt

Volker Schwenck - Auslandskorrespondent für die ARD-Fernsehberichterstattung und Leiter des Auslandsstudios in Kairo.

Bei seiner Einreise in die Türkei am Dienstagmorgen ist der ARD-Fernsehkorrespondent Volker Schwenck des SWR von türkischen Behörden festgesetzt worden. Bei Twitter vermutet er ein Problem mit seinem Status als Journalist, dieses berichtet SWR.

Seit Anfang 2013 ist Volker Schwenck mit der Leitung des ARD-Studios in Kairo betraut. Er berichtet nicht nur über Ägypten, sondern aus der gesamten arabischen Welt: von Libyen bis zum Sudan, von Oman bis nach Syrien. Auf Twitter können Sie Volker Schwenck folgen unter: @VSchwenck.

Schwenck kam aus dem ARD-Büro in Kairo und wollte von Istanbul weiter in das türkisch-syrische Grenzgebiet reisen. Dort plante er Gespräche mit syrischen Flüchtlingen. Gründe für die Festsetzung wurden dem SWR-Reporter nicht genannt.

Wie er bei Twitter mitteilte, wurde ihm mitgeteilt, dass es einen Vermerk zu seinem Namen gebe. Schwenck befindet sich derzeit in einem Abschieberaum am Flughafen Istanbul. Über den Vorgang sind inzwischen auch die deutsche Botschaft in der Türkei und das Auswärtige Amt informiert.

Das obige Video zeigt ein Beitrag von Volker Schwenck.

Die türkische Regierung erschwert auch ausländischen Journalisten die Arbeit in dem Land. Mehrere deutsche Reporter sind davon betroffen und verlassen die Türkei. Im März wurde bekannt, dass der Türkei-Korrespondent des „Spiegels“, Hasnain Kazim, das Land verlassen musste.

Die Arbeit für ausländische Journalisten in der Türkei wird immer schwieriger. Dem Korrespondenten der Welt, Deniz Yücel, wird vorgeworfen, Sympathisant der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu sein. Er hat ebenfalls keinen Presseausweis bekommen. Die Redaktionsleitung der Zeitung habe entschieden, ihn nicht mehr von vor Ort berichten zu lassen, schreibt tagesschau.de.

„Die pressefeindliche Politik der türkischen Regierung zeigt Folgen“, kommentierte der Deutsche Journalisten-Verband in einem Blogbeitrag.

Ohne Pressefreiheit ist eine Demokratie nicht möglich.

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Diktator – Mörder: So müsste „Erdowahn“ angeredet werden. Wenn er wiedewr einmal nach „D“ kommt, dann aber schnellstens die Handschellen anlegen und dem internationalen Gerichtshof vorführen. Machen wir es doch auch so wie er.
    Ich fordere unsere Staatsdiener auf, die Einreise nach „D“ zu verbieten.

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