Autokonzerne wurden mit Milliarden Subventionen gespeist und verpennen eMobilität – eMobilität aus China erobert die Welt

EautoSeit Jahren wird über den Abbau von Subventionen diskutiert. Geschehen ist indes recht wenig bis nichts. Sogar Milliarden flossen in die Entwicklung von Elektroautos. Sogar Porsche kassierte Millionen an Subventionen.

Das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektroautos auf den deutschen Straßen fahren zu sehen, ist noch in weiter Ferne. Derzeit sind es etwa 30 000. Mit einer Förderung will die Koalition nun den Verkauf der Elektroautos ankurbeln und ihr Ziel doch noch erreichen. Teil des Pakets, das am Dienstagabend beschlossen werden soll, ist zudem auch der Ausbau von Ladestationen deutschlandweit. 300 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 will die Bundesregierung hierfür ausgeben. Die Bundesregierung will die Deutschen mit einer Kaufprämie von bis zu 5000 Euro zum Umstieg auf Elektroautos motivieren. Die Prämien sollen bis Juni 2018 gelten und danach auf 3000 beziehungsweise 2000 Euro abschmelzen, heißt es.

Im vierten Quartal 2015 lagen laut Daten des europäischen Autoherstellerverbandes Acea  die mit alternativem Kraftstoff betriebene Fahrzeuge (AFV)  in der EU bei insgesamt 164 718 Einheiten, ein Plus von  21,1%.

Schauen wir in die Niederlande: Rund 10% der 449 000 verkauften Neuwagen waren 2015 Elektromobile. Dieser Anteil wird nur in Norwegen übertroffen. Plug-in-Hybridfahrzeuge sind besonders gefragt. Durch Änderungen der Fördermaßnahmen sollen zukünftig mehr reine Elektroautos verkauft werden. Zahlreiche lokale Initiativen und eine gute Ladeinfrastruktur begünstigen die Verkäufe. Die Nachfrage nach E-Bussen dürfte steigen. Die Beschäftigung im Elektromobilitätssektor nimmt zu. Die niederländische Regierung verfolgt das Ziel bis 2025 etwa 1 Mio. Elektro-Kfz (einschließlich Hybrid) auf den Straßen zu haben. Als Meilenstein werden 2020 rund 200 000 Elektroautos angestrebt. Die Regierung strebte für 2015 an, dass etwa 15.000 bis 20 000 Stromer mit drei oder mehr Rädern auf den Straßen rollen sollten. Mit 90 679 Fahrzeugen wurde die Zielsetzung für das Jahr deutlich überschritten.

E Auto

Die Anzahl der Unternehmen des Elektromobilitätssektors in den Niederlanden wächst. Das Land beherbergt unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Ladeinfrastruktur, Smart Grids, Antriebskomponenten und Batteriemanagement. Auch Betriebe aus dem Ausland lassen sich zunehmend in den Niederlanden nieder, wie zum Beispiel Tesla oder BYD (China).

Seit Mitte Oktober 2014 fahren auf Brüssels Straßen 34 Elektrotaxis aus China. Die Elektroautos sollen in der belgischen Hauptstadt für bessere Luft und weniger Lärm sorgen.

Die chinesischen Autos schlugen die japanisch-europäische Konkurrenz. So wollten auch Nissan und Renault die ersten Elektrotaxis in Brüssel liefern. Sowohl der Preis als auch der Fahrkomfort und die Reichweite hätten schlussendlich den Ausschlag gegeben, sagte ein Taxi-Unternehmer aus der belgischen Hauptstadt gegenüber Bloomberg. 46 000 Euro kostet das „e6″ Taxi, das von BYD, einem in Shenzhen ansässigen chinesischen Hersteller von Akkus und Automobilen hergestellt wurde. Quelle

Und auch in den USA erobern die chinesischen Elektrotaxis die Straßen. Ein ganz aktueller Beitrag berichtet, dass ein chinesischer Autohersteller im vergangenen Jahr mehr Elektroautos verkaufte als Tesla, Nissan oder GM und nun auch den amerikanischen Automarkt nicht nur mit Elektroautos, sondern auch mit batteriebetriebenen Bussen übernehmen wird.

BYD Auto Company Limited, kurz: BYD Auto, ist ein Autohersteller in Shenzhen in der Provinz Guangdong in der Volksrepublik China und eine Tochtergesellschaft der BYD Company Ltd. Das Unternehmen ist einer der größten Automobilproduzenten Chinas. Seit 2015 ist BYD Auto weltweit führend beim Verkauf von elektrisch aufladbaren Fahrzeugen. Seit 2013 wurde nördlich von Los Angeles eine Fabrik gebaut und wird nun dieses Jahr 300 Elektro-Busse liefern.

Im Mai 2010 zeichnete BYD laut Wikipedia mit der Daimler AG einen Kooperationsvertrag, der den Bau eines Elektroautos zum Ziel hat. Am 29. März 2012 erhielt das Unternehmen vom TÜV Rheinland ein Sicherheitszertifikat für die Ladeeinrichtungen seiner Elektrofahrzeuge BYD ebus und BYD e6, das die angestrebte Vermarktung dieser Produkte auf dem europäischen und amerikanischen Markt vereinfacht.

In China ist BYD bereits eine feste Größe. Zusammen mit Daimler Benz stellt es die Denza-Elektroautos her. Mit Denza wollen die beiden Unternehmen im wachsenden chinesischen Markt vorne mit dabei sein.

Gefördert haben wir mit Steuergeldern nicht den chinesischen Autobauer, der mittlerweile Spitzenreiter der Elektroautomobilitätist, sondern Konzerne wie Porsche, VW oder BMW und zwar mit Milliarden Euro, obwohl diese Konzerne Milliarden Umsätze haben. Nun sollen wir Steuerzahler wieder die Konzerne fördern, damit die E-Autos, die einfach zu teuer auf dem deutschen Markt sind, auf den Straßen fahren können.

Elektroautos kosten Steuerzahler bereits 2014 eine Milliarde Euro. Nochmal Subventionskosten von insgesamt 1,2 Milliarden Euro kommen hinzu, die sich Bund und Autoindustrie teilen wollen. Ist die Summe aufgebraucht, entfällt der Zuschuss. Lade-Stationen würden zudem mit weiteren 300 Millionen Euro bis 2020 ausgebaut.

Erneut retteten Audi und Porsche mit 2,7 Milliarden beziehungsweise 1,4 Milliarden Euro das Ergebnis – zusammen fuhren sie viermal so viel Gewinn ein wie die Kernmarke von VW. Das Konzern-Ebit kletterte insgesamt um 400 Millionen auf 6,19 Milliarden Euro, so das Handelsblatt im Juli 2014. 

2012 verkaufte der Sportwagenbauer Porsche mehr Autos als je zuvor und das trotz weltweiter Krise. Was macht das Unternehmen mit dem vielen Geld? Porsche investierte in sein Stammwerk in Stuttgart gut 700 Millionen Euro. Man kann es sich leisten, denn der Gewinn betrug 2012 (vor Zinsen und Steuern) 2,4 Milliarden Euro. Trotzdem kassierte das Unternehmen 7,6 Millionen Euro Subventionen für die Entwicklung von Elektroautos. Zur Begründung für die Subventionen, die an Porsche gezahlt wurden, heißt es:

„Der Nachweis der Alltagstauglichkeit bei einem Hersteller wie Porsche hat eine nicht zu unterschätzende Signalwirkung auf andere Hersteller und Kunden.“

Nun ja, der Steuerzahler, der sich sicherlich keinen Porsche leisten kann, muss halt dafür herhalten.

Aber auch andere Autobauer waren auf Betteltour!

Die EU-Kommission schlug für die Forschungspolitik für die Jahre 2014 bis 2020 einen Topf von insgesamt 80 Milliarden Euro vor.

Spitzenvertreter der Autoindustrie hatten die Brüsseler Behörde im Juli 2012 um mehr Hilfen für Forschung und Entwicklung gebeten. In bestimmten Bereichen wie Batterien und Hybridtechnologie sei Europa aber nicht führend und müsse besser werden. Die Branche brauche deswegen „verstärkte Unterstützung für Forschung und Entwicklung“, so die Begründung. Zur Erinnerung: Es handelt sich hierbei um die größten Milliarden-Konzerne.

Deutschland hat die eMobilität verpennt

Wir drücken es mal so aus: Deutschland hat die eMobilität verpennt! Andere Länder machen längst Milliardenumsätze. In Deutschland hingegen beschäftigt man sich stattdessen lieber mit der Maut.

Elektroautos? Die fahren auf anderen Straßen, nicht auf deutschen. Während in einigen Ländern Elektroautos längst zum Alltag gehören, laboriert Deutschland noch an seinen sogenannten „Schaufensterprojekten“, zumindest hier in Deutschland.

Avere France hat ausgerechnet, dass im ersten Halbjahr 2014 bereits 29 017 Elektroautos in Europa verkauft wurden. Das sind 77 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2013. Treibende Kraft ist, und daran haben wir uns mittlerweile ja schon gewöhnt, natürlich nicht Deutschland, sondern das kleine skandinavische Land Norwegen, das alleine ein Drittel des Elektroautomarkts in Europa für sich beansprucht.

7109 Nissan Leaf wurden im ersten Halbjahr in Europa verkauft, was einem Marktanteil von knapp 25 Prozent entspricht. Mit 5330 Einheiten liegt der Tesla Model S auf dem zweiten Platz. Somit stammte mehr als jedes fünfte E-Auto vom kalifornischen Autobauer. Den dritten Rang belegt der Renault ZOE, der 3669 Abnehmer fand.

Das Beispiel Tesla

Man staune: Der Paypal-Gründer Elon Musk  war durch den Verkauf seines Online-Bezahldienstes an Ebay Mehrfach-Millionär geworden. Zu einem noch reicheren Mann macht ihn der Tesla-Börsengang 2012. Wie sein Freund und Mitbegründer von Paypal, Peter Thiel (Wir berichteten schon in vorherigen Artikeln ausführlich über ihn, zum Beispiel zum Thema Palantir und Prism), weiß Musk, wie man sein Vermögen richtig in die Zukunft investiert. So setzte er im Jahr 2003 sehr früh auf den Fahrzeughersteller Tesla Motors, der auf die Produktion von Elektroautos spezialisiert ist, mit dem Ziel, herkömmlichen vergleichbaren Fahrzeugen in nichts nachzustehen.

Tesla brachte in den letzten drei Monaten des Jahres 2015 deutlich mehr Elektroautos unter die Menschen. Der Autobauer veräußerte 17 478 Fahrzeuge, darunter auch 206 Wagen der Luxus-Serie Model X.Tesla kündigte an, im laufenden Jahr 80 000 bis 90 000 Stück des neuen Modells S oder Modells X ausliefern zu wollen. Allein im ersten Quartal sollen die Auslieferungen um 60 Prozent auf etwa 16 000 Fahrzeuge anziehen, so berichtet das Handelsblatt im Februar 2016.

Von Subventionen und Gewinnen  – Die Autobranche braucht keine weitere Staatshilfe zur Förderung von Elektroautos.

17 Milliarden Dollar war der Elektroautobauer 2013 an der Börse wert. Mehr als doppelt so viel wie damals der Chrysler-Mutterkonzern Fiat. Tesla kassierte zwar ebenfalls Subventionen, das Ergebnis kann sich aber echt sehen lassen. Und in Deutschland? Während BMW mit dem i3 aus den deutschen Subventionsgeldern Innovation zeigte, bekam Porsche trotz Milliardengewinnen 7,6 Millionen Euro Subventionen, ohne am Ende wirklich irgendetwas vorweisen zu können.

22.05.2013

22.05.2013

Unter den großen Autokonzernen in Deutschland erhielt Daimler 2010 die größten staatlichen Hilfen. Allein aus dem Konjunkturpaket II bekam der Stuttgarter Konzern knapp 64 Millionen Euro.

Und dies, obwohl  Daimler im Mai 2009 mit 9,1 Prozent bei Tesla eingestiegen war. Er veräußerte aber kurz darauf 40 Prozent seines Anteils an den Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi. Nun verkauft Daimler seine Aktien an Tesla und bekommt dafür rund 780 Millionen Dollar (613,5 Mio. Euro) in die Kasse.

Aber, wie bei allen anderen Konzernen, ist es auch in der Automobilbranche nicht anders: Man arbeitet eh zusammen, so auch Tesla und Daimler.

Beispielsweise wechselte Jerome Guillen, der bei Daimler das Carsharing-Konzept Car2Go auf den Weg brachte, zu Tesla. Tesla hingegen entwickelt für Daimler den kompletten Antriebsstrang für die Elektrovariante der B-Klasse.

Und nun, wer hätte es gedacht, wollen die deutschen Premium-Autobauer den US-Platzhirsch Tesla mit neuen, eigenen Elektroautos angreifen. Zum Beispiel planen Mercedes und Porsche Modelle mit mehr als 400 Kilometern Batterie-Reichweite und Audi will seinen Tesla-Fighter bis 2018 präsentieren. 

Währenddessen hofft die Bundesregierung weiterhin auf eine Million Elektroautos, die spätestens 2020 auf Deutschlands Straßen fahren sollen. Allein in den Jahren 2012 und 2013 gab die Regierung deshalb für die Förderung batteriebetriebener Fahrzeuge eine Milliarde Euro aus.

Tesla-Fahrer bekommen keine Elektroauto-Prämie

Tesla sitzt nicht mit am Tisch! Auch das Wirtschaftsministerium hatte sich für eine Prämie stark gemacht. Die Minister dieser Ressorts werden gemeinsam mit dem Forschungsministerium auch am Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel mit den Spitzen von Automobilverband und Unternehmen teilnehmen. Der Bund will Autofahrer mit einer Kaufprämie von bis zu 5000 Euro zum Umstieg auf Elektroautos bewegen. Der Anreiz soll dabei zeitlich und nach Art des E-Antriebs gestaffelt werden, wie aus einem Papier des Finanzministeriums hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorlag.

Der Zuschuss soll ab 2016 zunächst 5000 Euro für reine E-Autos und 3000 Euro für Plugin-Hybride mit gemischtem Antrieb betragen, heißt es im Konzept für den Auto-Gipfel am Dienstag im Kanzleramt. Das „Handelsblatt“ schreibt derweil von einer Kaufprämie in Höhe von 4000 Euro. Die Autoindustrie müsste dem Vorhaben noch zustimmen, denn sie soll sich in jedem Fall an den Kosten beteiligen.

Tesla ist außer BYD aus China momentan der einzige Autobauer, der rein batterieelektrische Wagen mit mehreren hundert Kilometer Reichweite anbietet. Gerade hat das von Elon Musk geführte Unternehmen sein Model 3 für den Massenmarkt vorgestellt, das ab 35 000 Dollar kosten soll.

Dessen Marktstart in Deutschland wird erst für Mitte 2018 erwartet. Genau zu diesem Zeitpunkt vermindert sich die Kaufprämie den Regierungsplänen zufolge jedoch und schmilzt auf 3000 (reines E-Auto) beziehungsweise 2000 Euro (Plugin-Hybrid) ab. Quelle

Der durchschnittliche private Nutzer: Männlich, gebildet, 51 Jahre

Es ist die bislang größte und umfangreichste Studie zur Untersuchung von Erstnutzern von Elektrofahrzeugen in Deutschland. Das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) befragte 2014 über 3000 private und gewerbliche Nutzer von Elektrofahrzeugen:

Elektrofahrzeuge werden im privaten Bereich von überwiegend gut gebildeten, männlichen Personen mit höheren Einkommen genutzt. Das Durchschnittsalter liegt mit 51 Jahren höher als bei Käufern von konventionellen Neuwagen. Die Mehrheit der Nutzer lebt in einem kleinstädtischen bis ländlichen Umfeld; lediglich gut jeder Fünfte (22 Prozent) der Befragten lebt in einer größeren Stadt mit mehr als 100 000 Einwohnern. Über die Hälfte wohnt sogar in Kleinstädten und Landgemeinden mit einer Größe von weniger als 20 000 Einwohnern. Trotz ausgeprägtem Umweltbewusstsein ist die Zahl der Haushalte, die neben einem Elektroauto noch einen weiteren Pkw besitzen, relativ hoch: vier von fünf Personen gaben dies in der Befragung an. Allerdings: Die Hälfte der Halter hatten vor der Anschaffung eines Elektrofahrzeugs zwei herkömmliche Pkws und ersetzten eines dieser Fahrzeuge bewusst durch ein elektrisches Auto.

Die gewerblichen E-Fahrzeug-Nutzer sind mehrheitlich kleine Unternehmen mit maximal 49 Mitarbeitern und neun Fahrzeugen (inklusive dem E-Auto). Dies widerspricht der oft geäußerten Erwartung, dass vor allem große Unternehmen, mit großen Fahrzeugflotten, die Treiber der Elektromobilität darstellen würden. Knapp über die Hälfte der gewerblichen Fahrzeuge kommen in großen und mittleren Städten zum Einsatz.

Chinesische Taxis in Europa

In fünf Jahren will China der größte Elektroauto-Markt der Welt sein und der Denza, der die Zusammenarbeit von BYD und Mercedes krönt, soll dabei mit seinem Elektroauto ganz vorne mitspielen. In Brüssel sind bereits jetzt 34 Taxis (Denza /vgl. Bild) im Einsatz. Zusätzlich werden derzeit auch deren  eBusse in mehreren amerikanischen und europäischen Städten getestet.

Von Elektroautos scheinen die Deutschen weiterhin nicht viel zu halten. Nur ganze 6051 Stück wurden laut Kraftfahrtbundesamt 2013 zugelassen plus einige Hundert Plug-in-Hybride – also Elektroautos mit Verbrennungsmotor zur Reichweitensteigerung. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Modelle einfach zu teuer sind oder dass nicht ausreichend Zapfsäulen zur Verfügung stehen (oder beides).

Ein paar Zahlen aus anderen Ländern

Hersteller verkauften in den USA 2013 etwa 97 000 batteriebetriebene Autos – Chevrolet Volt (23 100 Exemplare), der Nissan Leaf (22 600) und Teslas Model S (geschätzte 18 650)

Einen regelrechten Elektroauto-Boom gab es im Dezember 2013 in den Niederlanden. Dort rauschte der Marktanteil der Batteriewagen auf 24 Prozent in die Höhe, weil zum Jahresende Steuervergünstigungen ausliefen. Das berichtet das Portal insideevs.com.

Wenn Sie in den Niederlanden mit einem Elektroauto unterwegs sind, finden Sie auf den Parkplätzen solche Zapfsäulen – Ladestationen:

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Angesichts des Booms der Elektroautomärkte im Ausland haben die deutschen Hersteller den Blick bereits über die Grenzen geworfen. So verkaufte BMW zuletzt mehr i3 in den Niederlanden als in Deutschland. Auch Volkswagens E-Up läuft in Norwegen und den Niederlanden besser als zu Hause – obwohl der Heimatmarkt um ein Vielfaches größer ist.

Deutsche Bemühungen

Bereits im April 2014 hatte die Bundesregierung Privilegien festgelegt, die Fahrer von Elektroautos erhalten könnten. Spezielle Kennzeichen sollen es den Städten etwa ermöglichen, E-Autos freie Fahrt auf Busspuren oder freies Parken auf Sonderparkplätzen zu gewähren. Geplant ist außerdem eine verbesserte Infrastruktur durch mehr Ladestationen an Autobahnen. Um das ehrgeizige Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu erreichen, muss dringend etwas geschehen, zum Beispiel ein Kaufanreiz- Programm.

Sinnvolle Maßnahmen müssen ergriffen werden

Nicht die Automobilbranche hätte diese 1 Milliarden-Subvention für die Entwicklung gebraucht, sondern wie schon in anderen Ländern praktiziert, wir hätten Fördergelder gebraucht, damit wir uns ein Elektroauto leisten können. Natürlich hätte die dazugehörige Infrastruktur, also ausreichend Ladestationen, schon längst eingerichtet werden müssen. Man baut ja auch nicht erst das Dach eines Hauses, bevor das Fundament steht.

Der Blick über den Tellerrand

Dabei könnte eine Unterstützung so einfach sein: z. B. durch ein einheitliches Zugangssystem zu den Ladesäulen. Dieses bietet dem Elektroautofahrer in den Niederlanden schon heute viel Komfort. In Deutschland gibt es dagegen 1001 verschiedene Zugangssysteme – vermutlich, weil die Regierung Angst vor den Energieriesen wie RWE hat, die gerne ihr eigenes Ding machen. Geld hätte der Zwang zu einem einheitlichen Zugangssystem übrigens keines gekostet – nur ein wenig Ärger mit den Energieversorgern. Aber wäre es das nicht wert gewesen?

Aktuelle Informationen zu Elektroautos finden sich …

Netzfrau  Doro Schreier

VW-Skandal – Wenn man glaubt, es kann nicht schlimmer werden…

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Nein danke! Keine Subventionen für Atomkraft!!!

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7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Was ich persönlich sehr fragwürdig finde, dass wie schon bei Fotovoltaikanlagen die Effizienz, die Herstellungs-und Entsorgungsumstände (Batterien usw.) nirgendwo zum Nutzen dieser „sauberen“ Technik ins Verhältnis gesetzt werden. Welche Lebenszeit haben denn die Batterien? Wie lange können sie die volle Kapazität halten? Der ganze Dreck, der zur Herstellung und Entsorgung benötigt wird, lässt den Saubermann recht schmutzig erscheinen. Und natürlich soll es Anreize geben für die Konzerne (Steuergelder, Aufwandsentschädigungen für Forschung) und letztendlich wieder nur für die reicheren Käufer, die für diese unrentablen Kisten recht tief in die Brieftasche greifen können. Weil es ja en vogue ist! Am Ende werden die Konzerne für Umweltschweinereien belohnt und die Natur zusätzlich belastet. Mein Vorschlag: Jede sinnlose (also alle) fossil- und kernkraftbetriebene Kriegstechnik, Seniorenvergnügungspötte, Privatjets und dergleichen werden abgeschafft. Dann die Subventionen für den hirnlosen Agrar- und Fleischmarkt samt seiner pervertierten Vertriebswege und die Dreckschleudern unserer Volksver..äh…treter. Andere Möglichkeiten lassen sich in Massen finden, um die Luft zu verbesseren. Was bei uns durch E-Karren besser werden soll, das versaut in den Rohstoff- und Herstellerländern Flora und Fauna.
    Aber wen interessiert das schon…Hauptsache Frau Merkel darf sich auf der Messe in ein E-Auto quetschen, um dann doch wieder im fetten Drecksaudi von Gipfelchen zu Gipfelchen zu hüpfen.
    So und nicht anders geht es hier zu! Aber toll fand ich schon, dass Schlaumeiner herausfanden, dass außer CO2 aus den Auspüffen noch Anderes müffelt, was vielleicht chemisch betrachtet viel giftiger ist als das böse CO2, dass ja auch die doofen Bäume so ausblasen…Lösung fällen!

    • Die doofen Bäume blasen kein CO2 aus, sondern atmen es ein, wie alle grünen Pflanze, und erzeugen damit „Biomasse“, also Nahrungsmittel, Holz, Baumwolle etc., CO2 ist für Pflanzen so wichtig wie für Mensch und Tier Sauerstoff. Wenn also, die 0,038 % CO2 verschwindeb würden, würden erst alle Pflanzen sterben und danach Mensch und Tier. Es ist also die wichtigste chemische Verbindung auf unserem Planeten.

  2. Warum sind Elektroautos ausserdem interessant? Ich erlaube mir einige Links dazu zu posten.

    El ‚Triángulo del Litio‘: ¿Por qué los ojos del mundo están puestos en América Latina?

    Mientras aumenta la demanda de baterías recargables, las empresas se esfuerzan por asegurarse el suministro del metal necesario para las mismas, que cada vez se vuelve más preciado.

    https://actualidad.rt.com/economia/205698-petroleo-blanco-litio-america-latina

    http://www.value-analyse.de/service/value-news/lithium-das-weisse-gold-der-anden.html

    Lithium: Die neue wirtschaftliche Hoffnung für Lateinamerika

    Inmitten der anhaltenden Krise im Öl- und Bergbausektor gibt es einen Hoffnungsschimmer für die lateinamerikanischen Länder Argentinien, Chile und Bolivien. Lithium gilt als neues Gold der Anden und als Schlüsselrohstoff der nächsten Jahrzehnte

    http://latina-press.com/news/219580-lithium-die-neue-wirtschaftliche-hoffnung-fuer-lateinamerika/

    Bolivien im Lithium Rausch

    Lithium – Das neue Gold der Anden

    https://www.youtube.com/watch?v=LSa-WsvKylY

    Gruss aus Suedamerika

  3. Schön, dass ihr den Artikel noch einmal bringt. Im Licht dieser neuen Erkenntnisse tun sich ja „Dimensionen“ auf!

    [ … Und wegen Fortschrittsverkennung. Seit vielen Jahren ist absehbar, dass die Optimierbarkeit von Verbrennungsmotoren an ein Ende gelangen wird: Es gibt schlicht kein Null-Liter-Auto auf Benzinbasis. Die Lösung ist ebenso lange bekannt, nämlich Elektroautos, die in Verbindung mit effizienten Akkus und erneuerbaren Energien den Schadstoffausstoß fast irrelevant machen. Aber der große Vorsprung der deutschen Automobilkonzerne bezieht sich in erster Linie auf die Technologien rund um Verbrennungsmotoren. Und diesen Vorsprung möchte man auskosten, offensichtlich um jeden Preis. …

    Damals [2013] verhinderte die Bundesregierung schärfere Abgasnormen in der EU, just als die BMW-Hauptaktionäre über 600.000 Euro Parteispenden an Angela Merkels Partei überwiesen. Ebenso interessant ist in diesem Kontext, dass die Bundesregierung offensichtlich schon länger von der betrügerisch agierenden Software wusste, was wiederum zur politischen Dimension der Affäre wird. …]

    Liebe Grüße und ein Lächeln :-)

    PS Wir lieben EUCH wie große Schwestern. :-) Fühlt EUCH geknuddelt, gedrückt und lieb gehabt. Danke für EUREN Mut, liebe Netzfrauen.

  4. Pingback: EU beschließt keine Auto-Quote – nur vage CO2 Senkung für Hersteller-Flotten. – Netzberichte

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