Kenia verbrennt 106 Tonnen Elfenbein – ca. 40 Tausend Elefanten werden jedes Jahr in Afrika wegen Elfenbein getötet.

Elefanten8Vernichtung der bisher größten Einzelmenge illegaler Stoßzähne – „Jedes Jahr werden in Afrika zwischen 30 und 40 Tausend Elefanten wegen Elfenbein getötet. Afrikanische Elefanten sterben aus.

Foto: Rettet die Elefanten Afrikas e.V.

Nach Elfenbein suchende Wilderer haben in nur drei Jahren über 100 000 afrikanische Elefanten umgebracht, heißt es in einer Studie, die die ersten verlässlichen kontinentweiten Schätzungen zu den illegalen Tötungen zusammenfasst.

Im März wurden zwei chinesische Wilderer in Tansania zu 30 Jahre Haft verurteilt, nachdem sie nachweislich 226 Elefanten wegen des Elfenbeins getötet hatten.Diese harten Strafen sollen so den illegalen Handel von Elfenbein eindämmen. In Tansania ist die Zahl der Dickhäuter seit 2009 um rund 65 000 Tiere gesunken – das entspricht 60 Prozent der Gesamtpopulation.

Kenia verbrennt 106 Tonnen Elfenbein – Vernichtung der bisher größten Einzelmenge illegaler Stoßzähne

Von Rettet die Elefanten Afrikas e.V. : Im Beisein von Weltstars wie Nicole Kidman, Leonardo DiCaprio und Elton John werden am kommenden Samstag (30. April) in Nairobi 106 Tonnen illegales Elfenbein öffentlich verbrannt. Es wird die größte je auf einmal vernichtete Menge Elfenbein sein. Damit setzt Kenia zum wiederholten Male ein deutliches Zeichen im Kampf gegen die organisierte Wilderei und den illegalen Handel mit Elfenbein. Anlass ist ein historisches Gipfeltreffen zum Schutz von Elefanten Ende des Monats in Kenias Hauptstadt.

Auf Einladung des Giants Club werden neben den Film- und Musikstars auch afrikanische Staatspräsidenten, internationale Regierungsmitglieder, Elefantenexperten und hochrangige Vertreter der Wirtschaft Zeugen der Vernichtung der Stoßzähne gewilderter Elefanten sowie von über 1,3 Tonnen Rhinozeroshorn. Kenia hatte bereits 1989 als erster Staat mit der Vernichtung von illegalem Elfenbein begonnen. 1991, 2011 und 2015 folgten weitere Verbrennungen. Allerdings war die bisherige Menge jedes Mal deutlich geringer.

„106 Tonnen Elfenbein stehen für ein unfassbares Massaker an 5000 bis 7000 Elefanten“, sagt Birgit Hampl, Vorstandsmitglied des Vereins Rettet die Elefanten Afrikas (REA). „Mit der Zerstörung der Stoßzähne gibt Kenia ein unmissverständliches Zeichen, dass das Land niemals von illegalem Elfenbeinhandel profitieren wird, Elfenbeinschmuggel keine Zukunft hat und lebende Elefanten unendlich viel mehr wert sind als nur ihr Elfenbein.“ Kenia bekämpft die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen Afrikas, da diese für die Zukunft und eine stabile Wirtschaftslage des ostafrikanischen Landes unentbehrlich sind.

100 000 Elefanten in den letzten drei Jahren gewildert

Der illegale Handel mit Elfenbein hat in den vergangenen drei Jahren zum Tod von 100 000 Elefanten geführt. Die Profite aus dem Schmuggelgeschäft finanzieren unter anderem zahlreiche Terrorgruppen und bewaffnete Konflikte. Zudem sterben jährlich Hunderte Wildhüter im Kampf gegen die Wilderer. Experten gehen davon aus, dass sämtliche wilde Elefanten in einem Jahrzehnt ausgerottet sein könnten, wenn die Wilderei weiterhin anhält wie bisher.

Einer der Gründe für den unersättlichen Hunger nach dem „weißen Gold“ ist China. Sollte der legale Elfenbeinmarkt, der permanent auch mit illegalem Elfenbein versorgt wird, nicht geschlossen werden, wird das über kurz oder lang das endgültige Verschwinden aller Elefanten Afrikas bedeuten. Die einzige Hoffnung für das Überleben der „Giganten der Savanne“ ist das Verbot des Elfenbeinhandels in allen Ländern weltweit – und zwar für jegliche Form von Elfenbein, egal ob alt oder neu, roh oder geschnitzt.

Der Giants Club wurde von der Organisation Space for Giants und den Staatspräsidenten von Botswana, Gabun, Kenia und Uganda gegründet, um Politik, Wirtschaft und Umweltschützer zusammenzubringen und mit ihrem gebündelten politischen Willen und Kapital die letzten Elefantenpopulationen Afrikas zu schützen.

Der Krieg gegen Elefanten – Wie die Existenz von Afrikas Elefanten durch Wilderer, Händler und Asiens Appetit auf Elfenbein bedroht ist.

Unsere Elefanten sind weit stärker durch Auseinandersetzungen unter Menschen bedroht als durch Umwelteinflüsse. Das ergaben Forschungen an der University of British Columbia, die jetzt im Wissenschafts-Fachblatt „PLoS ONE“ veröffentlicht wurden. So konnten 2011 nur noch  6000 Elefanten von den einst etwa 22 000 Tiere umfassenden Herden im 1,6 Millionen Quadratkilometer großen Regenwald des Kongobeckens gezählt werden.

BBC Elfenbeinhandel

BBC Elfenbeinhandel

Zum Beispiel Garamba, im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, ist eine der ältesten Nationalparks in Afrika. Der Nationalpark entstand 1938. Und obwohl nach dem Jagdverbot von 1990 die Elfenbein-Wilderei zunächst stark zurückgegangen war, ist sie in jüngster Zeit wieder aufgeflammt und haben die Elefantenpopulation dezimiert. Das letzte Nashorn wurde vor einigen Jahren gesehen. Wilderer haben es geschafft und diese Tiere ausgerottet. Auch die Anzahl der Elefanten ist um 95 % zurückgegangen.

Elefant Zahlen im Garamba Nationalpark und Jagdreviere

Das folgende Video von BBC zeigt die Dramatik. Einen aktuellen Beitrag von BBC können Sie hier lesen: Der Kriege gegen Elefanten 

 

Was wir verlieren, wenn wir die Elefanten verlieren

Elefanten sind für das afrikanische Ökosystem enorm wichtig. Als Grundpfeiler-Art helfen sie, alle anderen Arten in ihrem Ökosystem auszubalancieren; sie erschließen Waldlandschaften, indem sie Feuerbreschen und Grasland produzieren, sie graben Wasserlöcher für andere Arten und sie stellen Nährstoffe für andere Arten zur Verfügung. Als „Großgärtner des Waldes“, wie sie manchmal genannt werden, sind Elefanten essentiell daran beteiligt, Samen von Bäumen zu verbreiten und so für den Fortbestand der Vielfalt des Waldes zu sorgen.

Netzfrau Doro Schreier

Das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn – The Last Male Northern White Rhino Left On Earth Is Protected By Armed Guards 24/7

Tansania- 30 Jahre Gefängnis für die Ermordung von 226 Elefanten – Chinese jailed 30 years for slaughter of 226 elephants

18 Elefanten, die „Großgärtner des Waldes“ aus Swasiland für US-Zoos – Keep elephants in the wild where they belong

Brutal! Video zeigt, wie in Kenia der Löwe Mohawk erschossen wurde – Graphic videos shows moment Kenyan rangers killed Mohawk the lion

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  1. …. ich bin absolut gegen das Töten von Elefanten, aber auch gegen das Töten anderer Wildtiere grundsätzlich.

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