Zeugenberichte aus Idomeni: „Was hier abgeht, ist kaum in Worte zu fassen.“ – Rettet die vergessenen Kinder von Idomeni: „Wir sterben hier genauso wie in Syrien, nur langsamer.“

IdomeIdomeni: Die Menschen an der griechisch-mazedonischen Grenze geraten zur Zeit immer mehr in Vergessenheit. Nur noch selten wird über sie berichtet. Seit der Schließung der Balkanroute im März campieren in Idomeni mehr als 10 000 Menschen in Zelten. Die Zustande sind katastrophal. Die Menschenrechtsverletzung und die damit verbundene Verletzung der Genfer Konventionen mitten in Europa findet weiterhin unter den Augen der Weltöffentlichkeit statt.

(Titelfoto Quelle)

Wir Netzfrauen erhalten immer wieder Informationen, z. B. von Hilfsorganisationen, die uns die Lage der Flüchtlinge schildern. Heute berichten wir aus Idomeni und haben stellvertretend für alle, die dort helfen, einige Zeugenberichte und auch eine Petition zusammengestellt.

Am 6. Mai unternahmen die griechischen Behörden laut Medienberichten offenbar einen erneuten Versuch, das Lager zu räumen. An der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland setzte die mazedonische Polizei erneut Tränengas und Blendgranaten ein. Etwa 100 Flüchtlinge hatten zuvor gegen die Grenzschließung protestiert. Dazu auch: Idomeni: Mit Tränengas und Schlagstöcke gegen Flüchtlinge – Verzweiflung auf der Flucht – „Wir wollen nur Freiheit und Frieden“

Bis Ende Mai sollen alle Flüchtlinge in offizielle Lager gebracht werden, hat die griechische Regierung angekündigt. Aber nach wie vor reichten die Plätze nicht aus, um alle Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen, kritisiert Chris Boian, Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks in Griechenland.

In Griechenland reicht der Platz in den Unterkünften nicht aus, um alle Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Es kommt zu Gewaltausbrüchen. Manche Migranten sind aus Protest gegen die Verpflegung in einen Hungerstreik getreten. Einige versuchten, von der Insel Chios aus zurück in die Türkei zu schwimmen, um auf einem anderen Weg nach Europa zu gelangen, berichtet heute der Deutschlandfunk. 15 Kilometer Luftlinie – eine Strecke, die wegen der starken Strömungen auch für trainierte Schwimmer kaum zu schaffen ist.

Das Projekt „Balkanbus“

Am 6. Mai unternahmen, wie bereits geschrieben, die griechischen Behörden laut Medienberichten offenbar einen erneuten Versuch, das Lager zu räumen. Schon vor dieser Entwicklung sind sechs Hannoveranern – Jens Kroner, Johannes Wreden, Victor Reineking, Isabell Humpert, Katja Reimer und Sonja Abel – die Bilder in den Nachrichten nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Sie handeln und starten in diesem Frühjahr das Projekt „Balkanbus – humanity crosses borders„. Eine Woche lang geben sie ihr Bestes, um den Menschen in Idomeni zu helfen. In seinem Tagebuch beschreibt Jens Kroner wie diese Hilfsbereitschaft der sechs zur Grenzerfahrung wird. Der NDR veröffentlichte Auszüge.

„Die 100 Regenponchos gehen heuer weg wie warme Semmeln: Leider beginnt es am späten Vormittag zu regnen. Idomeni verwandelt sich nach kurzer Pause wieder in eine Schlammwüste. Gerade, als wir beim Verteilen sind, geht ein Regenguss auf uns und die Wartenden nieder. Es ist ein Dilemma: Wer wartet und keinen Regenschutz trägt, ist innerhalb weniger Sekunden klitschnass. Wer sich unterstellt und die Schlange der Anstehenden verlässt, büßt seinen Platz ein und läuft Gefahr, nichts mehr abzubekommen. Ich stelle mir dieses Szenario bei zwei Wochen Dauerregen vor.“ Quelle NDR

Sechs Monate dauerte die Vorbereitung der Hilfsaktion in Idomeni. In dieser Zeit sammelte die Gruppe aus Hannover über die Spendensammelplattform betterplace.org etwa 5000 Euro. Dazu kamen 125 Kartons mit gespendeter Kleidung. Von dem gespendeten Geld kauften sie vor Ort Lebensmittel und Hygieneartikel: 3500 Brote, 1.00 Kilogramm Obst, 2800 Liter Wasser, 900 Rollen Klopapier, 270 Pakete Taschentücher, zehn Fußbälle.

„Was hier abgeht, ist kaum in Worte zu fassen“

Der Balkanbus – humanity crosses borders verteilte:

3500 Brote.
3750 Servietten.
270 Pakete Taschentücher.
1000 kg Kleidung.
1100 kg Obst.
2800 kg Wasser.
900 Rollen Toilettenpapier.
20 Pakete Erdnüsse.
10 Fußbälle.

Und erhielten: unzählige dankbare Gesichter…

Zeugenbericht: Syriens Schatten in Idomeni

Photo: Guillaume Binet/MYOP

Photo: Guillaume Binet/MYOP

Ärzte ohne Grenzen / Médecins Sans Frontières (MSF) Arzt Conor Kenny schreibt von Idomeni: 

Bevor ich ihn sehen konnte, konnte ich seine Schreie kommen zu uns durch das Gewebe des Feldes Klinik Zelt hören. Getragen in einem Standard-Ausgabe dunkel Thermodecke von vier jungen Männern war er Tränen in schreiend und in Agonie windend. Wir stellten ihn sofort auf unserer Beurteilung Bank. Es war klar, dass dies ein Notfall war.

Meine ersten Gedanken waren, dass es ein chirurgisches Problem wie ein Nierenstein oder Perforation irgendwo im Darm aufgrund seiner extremen Not war. bei der Beurteilung seiner Atemwegs Allerdings war es offensichtlich, dass er mit Gewalt versuchte, seine Zunge zu schlucken, aktiv sein Atem zugleich halten. Sein Sauerstoffgehalt zu fallen begann. Seine Freunde nahmen jeder halten, ein Schenkel die gewaltsame zu steuern Tritte und auszurasten verhindernden ihn vom Schlagen anderen Strukturen im klinischen Bereich und verursacht erheblichen Schaden zu sich selbst. Es war unmöglich, ihn zu beruhigen.

Stattdessen wurde er mehr und mehr aufgeregt, schreit unzusammenhängend. Seine Freunde erklärte dann zu unserem Kulturvermittler, dass er-Hamza 22 * im Alter von -had gerade informiert worden, seine Schwester in einem Luftangriff in getötet wurde Syrien . Hier in Idomeni, war er so geschlagen mit Trauer, die er jetzt ernsthaft versucht, sich zu schaden.

Als ich hier ankam dies könnte mich schockiert haben, oder zumindest hat mich etwas überrascht fühlen. Aber jetzt ist es nicht.

Dies ist nicht das erste Mal, Ärzte ohne Grenzen in Idomeni hat einen Patienten mit einer starken körperlichen Reaktion auf die Bombenanschläge in Syrien behandelt. Nehmen wir zum Beispiel die 68-jährige Dame aus Aleppo, die oft in unserer Klinik mit Ohnmachtsanfälle nach dem Verlust eines Familienmitglieds in der Bombardierungen von Ende April durchgeführt wird. Unsere Untersuchungen zeigen keinen medizinischen Grund für diese Episoden.

In ähnlicher Weise ein sieben Jahre alter Junge, der nach dem Ansehen seines Vaters erschossen von einem Scharfschützen inkontinent 4 Monate bleibt, ist auch als „medizinisch gut.“ Wir planen einen Termin mit unserem psychologischen Team und versuchen, Kleidung und Windeln zu arrangieren. Doch klar, gibt es einen signifikanten hier zugrunde liegende Problem. Als Ärzte im Idomeni Feldlazarett arbeiten, sind meine Kollegen und ich finden uns zunehmend mit der psychologischen Auswirkungen der Beschuss in Syrien zu arbeiten. Die Leute lassen nicht diese Erfahrungen hinter sich, wenn sie um ihr Leben fliehen, diese Dinge sind unausweichlich. Sie folgen ihnen, wie ein Schatten.

Die Menschen, die wir behandeln, haben es geschafft, einen warzone zu entkommen, wo Bombardierung Zivilisten und Krankenhäuser jetzt gemeinsame Vorkommen sind, wie vernichtend letzte Woche in Aleppo demonstriert.

Sie entkommen nur mit einer neuen Herausforderung bei Idomeni konfrontiert zu werden. Das Lager im Norden von Griechenland an der Grenze zu Mazedonien [die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien] hat für Waren und Vieh Schlachthof um einen internationalen Güterbahnhof gebildet. Beherbergungs mehr als 10 000 Flüchtlinge und Migranten leben diese Menschen in ständiger Angst. Angst vor dem Unbekannten. Die Angst vor den schlimmsten Nachrichten aus der Heimat empfangen – wird die nächste Bombe in Syrien töten jemand sie lieben? Der echte Angst vor zurückgeschickt zu werden.

Die Not und Frustration hier ist spürbar. Für Hamza mussten wir Relaxantien verschreiben. Eine extreme Reaktion verwendet als letzten Ausweg. Aber in diesem Fall, er verursacht wurde, sich zu schweren körperlichen Schaden und mit vielen Frauen und kleinen Kindern nach innen, wir hatten keine andere Wahl. Wir hielten ihn in der Klinik zur Beobachtung und verbrachte Zeit auf seine Geschichte zu hören, bevor er zu einem unserer Psychologen verweisen.

Ich hoffe, dass er gut tun wird. Aber um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, was mit ihm geschehen wird, wie die Zeit vergeht. Niemand weiß, was mit ihm geschehen wird, oder in der Tat jemand in Idomeni stecken. Es scheint, sie in Niemandsland gefangen sind. Als ein Patient sagte mir: „Wir sterben hier, so wie wir es in Syrien waren, aber langsamer.“

* Name des Patienten zum Schutz der Anonymität geändert.

Erfahren Sie mehr über Ärzte ohne Grenzen und ihre Arbeit mit Flüchtlingen

Rettet die vergessenen Kinder von Idomeni

Idomeni – oder nahe bei. In Sichtweite der mazedonischen Grenze. Mittwoch 11. 05. 2016
Hier lebt Paul mit seiner jungen Mutter, dem Vater und dem 2j. Geschwisterchen im Zelt.

Er wurde vor 4 Wochen geboren. Seine Mutter hatte nicht genug Milch und so wurde er zugefüttert, was unter den hiesigen Campbedingungen mit fehlender Möglichkeit, die Milch hygienisch zuzubereiten, für ein Neugeborenes lebensgefährlich ist. Durchfallerkrankungen sind häufig.
So habe ich es mir gestern und heute zu einer meiner Aufgaben gemacht, seine Mutter beim Stillen zu unterstützen. Sie zu informieren und herauszufinden, wo die Probleme liegen. Wir sprechen Englisch miteinander und so erfuhr ich gestern, dass ihr immer schwindelig ist und sie das Gefühl hat umzufallen. Sie ist sehr sehr dünn und blass und so ist zu vermuten, dass sie vielleicht nicht ausreichend zu essen und trinken hat. Evtl. auch viel Blut bei der Geburt verloren und einen entsprechenden Eisenmangel. Und siehe da, da lag auch schon der erste Hase im Pfeffer. Das Essen reicht nicht oder es schmeckt ihr nicht. Oder es gibt das Gewohnte nicht. Dasselbe mit dem Trinken. 1/2 Liter am Tag reichen nicht, um Milch zu bilden.
Außerdem friert sie. Am Tage ist es brütend heiß. In den Nächten kalt. Teilweise regnet es wie aus Eimern. Sie friert nachts im Zelt, hat u. a. nicht ausreichend Kleidung und keine geschlossenen Schuhe, um zur Toilette zu gehen. Quelle Joost Rot- Idomeni

Petition: richtet sich  an den Bundesrat der Bundesrepublik Deutschland

Idomeni

Sehr geehrte Mitglieder des Bundesrates,

Es ist kaum auszuhalten, zu sehen und hören, was mit den 10 000 Flüchtlingen in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze passiert! Es sind v. a. Frauen und Kinder, die dort unter menschenunwürdigen Bedingungen festsitzen, nachdem sie dem grauenhaften Krieg in Syrien entflohen sind. Mittlerweile gab es Beschuss mit Gasgranaten zum Teil direkt in die Zelte. Der neueste Versuch, sich dieses Problems zu entledigen scheint zu sein, dass Hilfsorganisationen keine Lebensmittel mehr verteilen dürfen.

Sehen Sie bitte nicht dabei zu, wie in Europa Kinder verhungern, Kinder unter Krankheiten leiden, nur weil sie die Medikamente nicht bekommen, Kinder unter Mangelernährung leiden, weil ihre Mütter keine Milch geben können.

Einige aus Ihrer Runde der Ministerpräsidenten, haben schon bekannt gegeben, dass Sie weitere Menschen in ihren Bundesländern aufnehmen würden. Nun fordern wir sie alle auf. Bitte fassen Sie einen Beschluss, der dafür sorgt, dass diese noch knapp 10 000 Menschen dort raus und nach Deutschland kommen können. Zeigen Sie den Staaten der EU, wie es funktionieren kann. Finden Sie einen Schlüssel zur Verteilung dieser Menschen, denn hier bei uns ist Platz.

Wir bitten Sie um Menschlichkeit im Namen der Kinder von Idomeni.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen, schauen Sie sich bitte auf unserer Seite um und sehen Sie die wahren Berichte über die Zustände im Camp. https://www.facebook.com/Joost-Rot-Idomeni-1664491583812653/?fref=ts >> es werden noch Helfer und Helferinnen gesucht!

ZUR PETITION: >>> https://www.change.org/p/an-den-bundesrat-der-bundesrepublik-deutschland-rettet-die-vergessenen-kinder-von-idomeni?recruiter=18718431&utm_source=petition_show&utm_medium=copylink

Anhand der Zeugenberichte Vorort sehen Sie: Die Zustände sind schlimm, es fehlt an Allem.

Wären die Flüchtlinge eine Bank, hätte sie der Friedensnobelpreisträger längst gerettet

Netzfrauen Lisa Natterer (Österreich) und Doro Schreier (Deutschland)

Mehr Informationen:

Unterstützt die EU mit Millionen Euro den Terrorismus in Libyen, um Flüchtlinge zu verhindern nach Europa zu gelangen? Gerettete Flüchtlinge sterben in Libyen an Misshandlungen

BMZ – Neue Agentur für Wirtschaft und Entwicklung – Entwicklungshilfeprojekte in Ländern wie: Saudi Arabien, Katar, USA, China, Türkei, Indien, Belgien, Mali…

#NotATarget! Syrien: Wann hört dieses Gemetzel endlich auf – Luftangriff zerstörte Krankenhaus – Aleppo Syria Hospital Bombed 27 Dead

Erdogans Doppelspiel – Der schmutzige Deal zwischen der EU und der Türkei

Zwangs- und Kinderheirat – Terror hat einen Namen – „IS“ – sie entführten wieder Frauen und Kinder

Eine Schande! Friedensnobelpreisträger EU mit Schlagstöcken und Tränengas gegen Flüchtlinge

Der vergessene Kontinent in den Medien – Überschwemmungen, Not und Elend in Afrika

Rüstungsgüter gegen Rohstoffe- besichert durch Steuergelder

Trotz Rohstoffreichtum bettelarm – Wer profitiert vom Hunger?

Organhandel, Nahrungsmittel, Pharma, Kosmetik – Das schmutzige Geschäft mit abgetriebenen Föten

VIDEO- Flüchtlinge – „Der Marsch“ beschrieb 1990 ein Szenario, wie wir es 2015 erleben.

Festung Europa – Frontex: Einsatz gegen Flüchtlinge

Flüchtlinge – Koordinierungsschwäche als Dauerzustand

Die Vereinten Nationen (UNO) und die unselige Allianz

Vergiftete Geschenke – Wie die EU Afrika in die Armut treibt und deren Lebensgrundlage geplündert

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Auch wenn es hartherzig klingen mag:
    Ideologisches Gutmenschentum bringt niemanden weiter.
    Die Versorgung der Flüchtlinge vor Ort ist günstiger und weitaus vielfältiger möglich als in Deutschland. Darüber gab es Untersuchungen und Analysen. Wenn man nur will, kann man die Flüchtlinge sehr gut vor Ort versorgen. Aber man will nicht, sondern man will etwas ganz anderes.

  2. Wer hat ein Interesse daran, ganze Länder zu entvölkern (Irak, Afghanistan, Syrien, Kurdistan, etc)?

    Es ist doch humanitärer syrischen Kriegsflüchtlinge in den syrischen Nachbarländern zu versorgen.
    Warum wollen wir sie einem westlichen Kulturschock unterziehen?

    Ich wäre froh, wenn ich als Kriegsflüchtling nicht weiter als einige hundert Kilometer von meiner Heimat Zuflucht fände anstatt in 4000 km (Aleppo – Berlin).
    Wie sollte ich jemals wieder in meine Heimat kommen können?
    Welche Schmerzen müsste ich ertragen, so weit von meinen Verwandten und Freunden getrennt zu sein?
    Was ist mit Heimweh?

    Sicher Krieg ist kein Kinderfasching. Nur in Idomeni wird eben nicht mehr geschossen.
    Also sind die Menschen dort in Sicherheit.
    Ebenso sind sie dort freiwillig.
    Falls nicht, muss ich mich wieder fragen, wer hat die Menschen dort hingebracht und möchte sie jetzt in die EU verteilen?
    George Soros, die „Deutsche Asylindustrie“ oder andere?

  3. @peacepro
    ca. um 1990 herum hatte ich in Fernsehen Dokumentationen aus dem einem Gebiet am afrikanischen Viktoriasee gesehen. Obwohl große Konzerne dort mit dem Fischfang viel Geld verdienten, lebten die Einheimischen in großer Armut. Doch die Neger schwärmten von Deutschland und sehr viele antworteten auf die Frage ihres größten Wunsches, daß sie unbedingt nach Deutschland wollen.

    Warum, so müssen wir uns fragen, will ein Einheimischer sein eigenes Land verlassen und in die Fremde ziehen, wo es kalt und regnerisch ist, wo die Menschen eine ungewohnte Hautfarbe haben und wo die Menschen zueinander meistens einen eher emotional unterkühlten Umgang haben? Wo auch die Nahrungsmittel nicht dem gewohnten Geschmack entsprechen werden?

    Ist Arbeit wirklich der Anziehungsmagnet? Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen.
    Die Hoffnung auf ein besseres Leben, das zieht die Menschen an. Die Einzelheiten werden wahrscheinlich nicht groß hinterfragt. Doch warum haben die Neger diese Hoffnung entwickelt?

    Kommunikation mit erfolgreichen ausgewanderten Negern und vor allem auch die Kanäle der Medien spielen wahrscheinlich eine große Rolle. Der Mensch ist meistens relativ einfach gestrickt und lässt sich leicht etwas vorspielen, merkt dabei fast nicht, daß er einer Fatamorgana nachläuft.

    Soros und andere Geldgeier wissen bestimmt ganz genau, wie man mit den Hoffnungen und Wünschen der Menschen zu dicken Konten kommt und sie treiben das auch noch an und wecken sogar Hoffnungen und Wünsche, wo zuvor keine waren. Aber ich glaube, daß das Potenzial der Völkerbewegung nicht nur bei Soros & Co. seine Ursachen hat, sondern die Ursachen liegen sehr viel tiefer.

    Ein Grund mag sein, daß wir Industrie-Nationen-Menschen zu gesättigt und zu bequem geworden sind. Wir wollen unseren Wohlstand in relativer Ruhe genießen und es soll uns bitteschön so wenig wie möglich am Genuß stören. Sogar Familie und Kinder empfinden wir oft als ungeliebte Störungsquelle. Wir arbeiten eigentlich nur dafür, unseren eigenen Wohlstand zu mehren oder zu erhalten. Aber wir haben keine Motivation und keine Kraft dazu Entwicklung und Fortschritt gleichmäßiger immer weiter in die Welt hinauszutragen. Die Globalisierung könnte schon ein Werkzeug dafür sein, ist es zum Teil auch. Aber wir spüren und wissen doch schon längst, daß viele einflußreiche und reiche Menschen die Globalisierung nur dazu benutzen selbst noch reicher und einflußreicher zu werden.

    Der Industrie-Nationen-Mensch hat seine Anbindung an eine starke spirituelle Entwicklung verloren. Man mag über die Kirchen schimpfen. Doch die jahrhundertelange spirituelle Aufbauarbeit der verschiedenen religiösen Orden und Priester hat in den Völkern der Industrie-Nationen sehr kraftvolle und potente Wurzeln für das spätere Erblühen der Nationen gezüchtet.
    Leider können wir überall unter den Menschen unserer Nationen einen spirituellen Verfall beobachten, der wiederum sehr vielfältige Ursachen hat. Doch ohne eine gute ständige Arbeit an der geistig-spirituellen Komponente des Menschenleben zerfällt die Kraft des Menschen zu Staub.

    Weil wir unsere Kräfte und Potentiale durch immer raumgreifender werdende Leidenschaften vergeuden, entsteht ein Entwicklungs-Vakuum in unseren Lebensgebieten. Und dieses Vakuum erzeugt eine Sogwirkung auf andere Menschen in anderen Völkern.

    Leider kann ich nicht erkennen, daß es unter den Industrie-Nationen-Menschen eine gute geistig-spirituelle Entwicklung gibt. Im Gegenteil stelle ich fest, daß selbst dieser Bereich immer mehr zu einem Geschäftszweig verkommt, oder schon lange verkommen ist, mit dem man sehr viel Geld scheffeln kann. Das bedeutet, auch hier kann man beobachten, wie verschiedene Leidenschaften immer mehr an Einfluß gewinnen. Ein Aspekt davon ist die Wünsch-Dir-Vom-Universum-Was Bewegung. Ich bewerte diese Bewegung als absolut irreführend und gefährlich.

    Darum wird die Sogwirkung, welche auf die aktuellen großen Völkerbewegungen einwirkt sehr wahrscheinlich nicht nachlassen, sondern eher noch an Kraft gewinnen.

  4. @buntes papier : Der erschlaffte, entspiritualisierte Industrie-Nationen-Mensch, der sich in immer raumgreifender werdende Leidenschaften verliert, dadurch ein Entwicklungs- Vakuum entstehen lässt, das relativ einfach gestrickte Neger ansaugt?????
    Und das alles schließen wir aus einer Fernsehdoku von 1990?
    DAS nenne ich mal gründlich entspritualisiert.
    Wieviel Spirit bei den Menschen zu finden ist, die sich nicht abwenden von dem Schicksal der Entwurzelten und Verzweifelten. Ist die Versorgung von Flüchtlingen „vor Ort“ (Griechenland, Türkei, Jordanien usw.) wirklich so viel besser, also nur einige 100 km von der zerstörten Heimat entfernt, ohne realistische Hoffnung, dort in einem fassbaren Zeitraum wieder Fuss fassen zu können? Oder sollten wir denen, die unsere Hilfe brauchen nicht die Chance auf ein menschenwürdiges, selbst bestimmtes leben geben. Ja- Arbeit zieht an. Auch wenn’s dort regnet und kühl ist, das Essen anders schmeckt. Denn Arbeit ist der Schlüssel dazu, aus eigener Kraft das eigene Leben und dass der Familie sichern und zu gestalten. Da, wo „Gutmenschentum“ zu Abfälligkeit wird ist die jahrhundertelange, spirituelle Aufbauarbeit scheinbar ins leere gelaufen. Ich habe , gerade im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise viele „Gutmenschen“ kennengelernt. Und ich versuche jeden Tag selbst einer zu sein- ein guter Mensch.
    Sollten andere auch mal probieren!

  5. @Carsten Megow,
    Die Gutmenschen merken doch vor lauter gut sein gar nicht, wie sie vor einen Karren gespannt werden, den jemand anderer mit weniger guten Interessen immer weiter in den Dreck zieht. Die Gutmenschen lassen sich in Ideologien hineintreiben und man kann das schon länger an der Antifa, an den Grünen und anderen sehen, wie fanatisch und bösartig diese Menschen mit der Zeit werden. Jeder, der sich von den Drahtziehern der Politik, Wirtschaft und sonstigen Gruppen einspannen lässt, macht sich mitschuldig am Machtzuwachs der NWO-Architekten.

    Wenn ihr unbedingt gut sein wollt und euch in eurer Heiligkeit sonnen wollt, warum habt ihr denn den ganzen Obdachlosen und verarmten und vereinsamten alten Menschen oder den Verzweifelten und Kranken in unserer Gesellschaft all die vielen Jahrzehnte nicht so scheinbar selbstlos geholfen (bis auf einige wenige, die sich schon immer ehrlich engagiert haben)? Warum lasst ihr heute zu, daß Menschen, die nach harten Obdachlosigkeitserfahrungen endlich eine kleine Wohnung gefunden hatten, von den Behörden rausgeschmissen werden, und dafür den neuen Fachkräften ohne daß diese je etwas geleistet hätten für den Deutschen Staat, ganz neue, moderne Wohnungen hingebaut werden? Es werden teilweise Unsummen mit diesen angeblichen Flüchtlingswellen verdient, das natürlich vom Steuerzahler später mehrfach zurückkassiert werden wird. Und die Meldungen darüber, wie man ehrliche Grenzschützer mundtot machte, als sich diese mit großem Mut und ehrlichem Einsatz gegen die Schleuserkriminalität eingesetzt haben? Aus höchsten Macht-Kreisen wurden diese braven Menschen zurückgepfiffen und bewegungsunfähig gemacht.

    Das Gehabe der Gutmenschen ist scheinheilig und unehrlich, vielleicht auch nur uninformiert und dumm-naiv.
    Viele Gutmenschen haben sich mit 40 Euro am Bahnhof bezahlen lassen, daß sie den durchtrainierten jungen Männern aus fremden Ländern vor den Fernsehkameras zugeklatscht haben. Den Ankömmlingen werden professionelle Broschüren mit Telefonnummern und Adressen geschenkt, wo alles drinsteht, wie man es schafft, Asyl zu bekommen und wo die besten Schleichwege zu finden sind. Es werden alle möglichen, zwar gesetzlich legalen Wege beschritten, notwendige Abschiebungen auf jeden Fall zu verhindern. Von der türkischen Regierung wurde ein Verhaltenskatalog herausgegeben, wie sich die Moslems in fremden, nicht muslimischen Ländern zu verhalten haben, um nach und nach diese Länder von innen heraus im Interesse des Islam und der islamischen Regierungen zu übernehmen. Diese Prozesse sind voll am laufen und es ist erstaunlich, wer sich daran alles beteiligt.

    Wenn man sich nicht umfassend informiert, dann ist man selbst Schuld.
    Es gibt immer wieder öffentliche Warnungen von wirklich guren und angesehenen Menschen aus entsprechenden Ländern, die das alles am eigenen Leib erlebt haben. Mit viel Leid, Schmerz und viel Blut. Im ARD und ZDF oder der Springer- und Burdapresse wird man davon natürlich nichts erfahren.

    Uns Bürgern hat man seit Jahrzehnten vorgelogen, daß wir kein Geld mehr für dies und jenes haben.
    Die Schulbildung unserer Kindern, die Schulen usw. sind unter aller Sau. Joschka Fischer darf öffentlich sagen, daß er es absolut notwendig findet, wenn man das Deutsche Volk ausblutet, daß es sogar notwendig ist, die vom Deutschen Volk hart erarbeiteten Werte und Steuern auf jede nur erdenkliche Art und Weise zu vergeuden und aus dem Fenster rauszuwerfen – für nichts. Merkel darf öffentlich ins Mikrofon sagen, daß die Deutschen natürlich kein immerwährendes Recht auf Demokratie und eine soziale Marktwirtschaft haben. Und noch viel mehr. Der Typen der Invasoren-Wellen schiebt man allerdings alles in den Bereich auf dem sie dann in paschahafter Art fläzen, während sich viele Helfer erniedrigen müssen und deren Dreck wegputzen und sich sogar noch unflätig und gemein beschimpfen lassen müssen.

    Ich kann ihnen nicht nachtragen, wenn sie meine Erklärung des spirituellen Vakuum nicht verstehen können. Man muß aus Spiritualität keinen Elefanten machen, weil eine ensprechende Verhaltensweise, ein entsprechendes Denken ganz selbstverständlich sein sollte. Spiritualität hat für mich nichts mit Religion zu tun. Spiritualität ist natürliches Leben, während Religion meistens unnatürlich ist.

    Wenn ich desshalb, weil ich mich nicht in die widerwärtigen Pläne und das Schafherdentreiben einspannen lasse, von einigen Menschen als nicht politisch korrekt, als aufmüpfig oder was weiß ich abgestempelt werde, dann ist das deren Sache. Noch sind die Gedanken frei und noch ist es möglich selbständig zu denken. Und so lange das möglich ist, werde ich das tun.

  6. Buntes Papier, Sie haben mir aus dem Herzen gesprochen. Mit dem Wort Gutmensch habe ich ein Problem, weil es mittlerweile herrabwürdigend klingt. Aber wahr ist, daß die Menschen, die es aus
    Überzeugung tun, benutzt werden. Ich habe meine „Gute Seite“ entdeckt und bin ehrenamtlich bei den „Grünen Damen“ tätig. Das ist ein Krankenhausbesuchsdienst für ältere und auch andere Kranke, denen wir Hilfe anbieten. Meist als Gespräch, um Mut zu machen. Jeder könnte ein bißchen dazu beitragen, das Leben für unsere Mitmenschen ein wenig besser zu machen.

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