Video: Das Geheimnis des Bienensterbens

Bienen_im_Flug_52f_aufpoliertEines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: Der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln.

Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren.

Bonus Material „More than Honey“


Ein Drittel der menschlichen Nahrung hängt heute unmittelbar von der Biene ab, dem wichtigsten Bestäuber von Pflanzen. Doch seit mehreren Jahren sterben weltweit Milliarden Bienen ohne sichtbaren Grund. Bislang konnte kein Krankheitserreger als Ursache des Massensterbens ausfindig gemacht werden. Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen suchen nach einer Erklärung. Der Dokumentarfilm fragt nach, was die Forscher in den vergangenen vier Jahren in Erfahrung gebracht haben und ob sie inzwischen Lösungen anbieten können.

Im Jahr 2006 machte die Nachricht aus den USA Schlagzeilen, Milliarden von Bienen seien verendet. Viele Bienenzüchter fanden leere Bienenstöcke vor. Die US-Regierung beauftragte eine Gruppe von Wissenschaftlern mit der Untersuchung dieses mysteriösen Sterbens, das sogleich einen eigenen Namen bekam: Colony Collapse Disorder (CCD; auf Deutsch: „Völkerkollaps“). Über die Ursachen gibt es bisher nur Vermutungen – Genmutation, neue Pestizide, Mobilfunkstrahlungen, ein Virus – aber keine endgültigen Erkenntnisse. Seit vier Jahren investieren Regierungen und verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen beachtliche Mittel in die Erforschung und mögliche Beseitigung der Ursache dieser sich anbahnenden Katastrophe. Hat die Wissenschaft eine Antwort gefunden? Kann sie die Bienen überhaupt retten?

Das Geheimnis des Bienensterbens

Noch nie starben so viele Bienen  – und jetzt gibt die US-Regierung zu, dass ein besonders verbreitetes Pestizid zumindest teilweise dafür verantwortlich ist. Auch ein großer Faktor ist die Monokultur Mais. Da anstelle von blühenden Pflanzen Mais angebaut wird, finden die Bienen nur noch wenig Futter. Mais dient der Energiegewinnung (Biogasanlagen) und der Fleischproduktion (Futter).

Das Bienensterben hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten.

Im Juni 2014 veröffentlichte eine internationale Gruppe unabhängiger Wissenschaftler die Ergebnisse einer Analyse von 800 im Peer-Review-Verfahren untersuchten Studien – ein massives Unterfangen, das vier Jahre in Anspruch nahm.

Ihr Resümee: „… es gibt eindeutige Belege für eine Gefährdung, die ausreicht, um gesetzliche Maßnahmen anzustoßen.“ Die durchgeführte Auswertung hebt die hohen Risiken hervor, nicht nur für Bienen, sondern für weitere Nützlinge wie z. B. Schmetterlinge, Regenwürmer und Vögel.

Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA veröffentlichte Mitte Januar 2013 ein Gutachten, demzufolge Bienen durch Insektizide geschädigt werden können. Sie sehe ein „hohes, akutes Risiko“ für Bienen durch die drei Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam. Daraufhin untersagte die EU-Kommission den Einsatz dieser speziellen Pflanzenschutzmittel, auch Neonicotinoide genannt, für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle ab 1. Dezember 2013 für zwei Jahre.

In Großbritannien dürfen wieder Bienenkiller-Pesitzide versprüht werden – trotz eines EU-weiten Verbots. Besonders pikant: Überzeugen ließ sich die britische Regierung von Bayer und Syngenta — beide Firmen nahmen an einem entscheidenden Treffen über die Erlaubnis der sogenannten Neonikotinoide teil.

Mehr Informationen :

Reloaded: Mit Blumen gegen Bienen-Sterben 2016

Studien: Nicht nur Bienen sterben auch Libellen – Agrochemikalien stellen ein globales Risiko für Gewässer dar – Agricultural insecticides pose a global risk to surface water bodies

Neue Studie: Rettet die Bienen – oder die Menschheit wird hungern – Scientists: Save the Bees, or People Will Go Hungry

Wissenschaftlicher Skandal in Großbritannien – Bienen vs. Chemie-Lobby im Weißen Haus

Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

Bienensterben: USDA Whistleblower zum Schweigen gebracht – whistleblower claims censorship of pesticide research

Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet,
hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.
Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.

Albert Einstein

Netzfrau Doro Schreier

Bienensterben – Es nimmt dramatische Ausmaße an – 20 MILLION Bees Have Died

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    Sie haben dieses Zitat hier mit reingesetzt:
    Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet,
    hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.
    Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
    keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.

    Albert Einstein

    Mich würde interessieren, wo oder wann Einstein das gesagt oder geschrieben hat? Darum würde ich mich über eine Quellenangabe freuen.
    Danke

    • Hallo Naturi, Ihre Nachfrage ist verständlich und berechtigt, jedoch übersteigt ihre Erfüllung unsere Kapazitäten. Wir würden eh nichts anderes tun als Sie in der selben Situation, nämlich mithilfe der Suchmaschine recherchieren. mfG von Ulla (Lektorat)

      • Hallo Ulla,
        das habe ich schon des öfteren getan. Aber es scheint keine Quelle dafür zu geben, die darauf hinweisen würde, dass er das wirklich gesagt oder geschrieben hat. Aus verschiedenen Gründen, ist es sogar sehr unwahrscheinlich, dass er das gesagt hat. Es wird einfach immer und immer wieder abgeschrieben, ohne dass sich jemand fragt, ob das überhaupt stimmt.
        In einem Artikel der Zeit.de ( http://www.zeit.de/2007/22/Bienen/komplettansicht ) ist fogendes zu finden: „Bromenshenk ist auch dem Einstein-Zitat nachgegangen und hat in Israel am Einstein-Institut angefragt. Die Antwort: Einstein hat das Bienensprüchlein nie gesagt. …“
        Ich hatte gehofft, dass Sie vielleicht den Dingen, über die Sie schreiben, nachgehen. Darum habe ich nachgefragt.
        Trotzdem freue ich mich immer wieder über Ihre Artikel! :) Danke!
        MfG – Naturi

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