D-Day – Tausende starben bei der Landung in der Normandie – für Demokratie und Freiheit

Dday

Am 6. Juni jährt sich der D-Day zum 72. Mal. Rund 150 000 US-amerikanische, britische und kanadische Soldaten steuerten im Morgengrauen des 6. Juni 1944 in ihren Landungsbooten auf die Küste der Normandie zu. Der D-Day gilt als der Anfang vom Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Der 2. Weltkrieg kostete etwa 50 Millionen Menschen das Leben. 2014 mahnte Frankreichs Präsident Hollande auf dem Friedhof von Colleville-sur-Mer, die Landung bleibe eine Verpflichtung, sich auch heute für die Freiheit einzusetzen. Am 6. Juni 2014 jährte sich der D-Day zum 70. Mal. 20 Staats- und Regierungschefs aus rund 20 Ländern waren geladen, darunter auch Russlands Präsident Wladimir Putin, US-Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel. Nur zwei Jahre später rüstet die Welt weiter auf.

Hollande hatte 2014 Putin eingeladen, trotz der Krimkrise. Das Verhältnis war gespannt und man hatte bereits da aufgehört zu reden. Auch Merkel und Obama machten ihre Aufwartung. Doch in den Medien rückte eher das Verhältnis zwischen Putin und Obama in den Fokus, wie der eigentliche Ehrentag. Sie nutzen diesen Tag für Gespräche und als wäre der Krieg in der Ukraine für einen Tag unterbrochen, so wie mit dem Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, der als Weihnachtsfrieden des Jahres 1914 in die Geschichte einging, als sich an der Front zwischen Mesen und Nieuwkapelle Deutsche und Briten gegenüberstanden.

Putin nahm wie bereits zum 60. Ehrentag teil und das war auch gut so, denn ohne die Ostfront hätte es keine Landung der Alliierten geben können. Gerade mal 70 Jahre her, vielleicht besinnen sich Obama, Putin und Merkel, aber auch die anderen Staatsoberhäupter darauf, was uns der 2. Weltkrieg gebracht hat. Genau: nichts, nur Leid! Möge der D-Day dazu führen, dass wieder Frieden einkehrt in dieser Welt, jedes Jahr am 6. Juni in der Hoffnung, dass man doch endlich aus der Geschichte gelernt haben möge. Krieg ist für nichts gut.

„Lasst uns für heute, da wir weiter für Freiheit und universelle Menschenrechte kämpfen, Kraft aus dem Moment ziehen, als freie Nationen die Mächte der Unterdrücker zurückgeschlagen und der Welt neue Hoffnung geschenkt zu haben“, sagte Obama. 2016 sind die Fronten zwischen Russland und USA härter denn je. Im Jahr 2015 beliefen sich die Militärausgaben der USA auf rund 596 Milliarden US-Dollar. Die Militärausgaben von Russland sollen sich 2015 auf etwa 91 Milliarden belaufen. Insgesamt betrugen die Militärausgaben weltweit laut Sipri rund 1,7 Billionen Euro. Seit 2015 nimmt der Handel mit Rüstungsgütern wieder zu. Jahrelang war er zurückgegangen.

„Heute vor 60 Jahren war Caën, war die Normandie Schauplatz unendlichen Leids und Zehntausendfacher Opfer – und zugleich der Ort soldatischen Mutes zur Befreiung Europas. Die Erinnerung Frankreichs an den 6. Juni 1944 ist eine andere als die Deutschlands. Und doch münden sie in einer gemeinsamen Überzeugung: Wir wollen Frieden. Wir in Deutschland wissen, wer den Krieg verbrochen hat. Wir kennen unsere Verantwortung vor der Geschichte und wir nehmen sie ernst. Tausende alliierter Soldaten starben an einem einzigen, grausamen Tag. Sie zahlten den höchsten Preis für die Freiheit,“ so der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Als erster deutscher Regierungschef durfte Gerhard Schröder im Juni 2004 an den Feiern zum 60. Jahrestag am  „D-Day“, teilnehmen. Die Einladung durch Frankreichs Präsident Jacques Chirac galt als eine weitere Geste der Versöhnung zwischen den beiden Staaten.Doch was ist von diesem Ehrentagen geblieben? Europa ist gespalten und längst durch die aktuelle Flüchtlingskrise zu einer Festung mutiert.

Bis zu 14 Millionen Menschen mussten ab 1945 ihre Heimat in Ost- und Ostmitteleuropa verlassen. Etwa 50 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Nie wieder Krieg, sollte man meinen, doch aus der Geschichte lernt der Mensch nicht. Er macht da weiter, wo er aufgehört hat. Bei den Kämpfen in der Ukraine sind seit 2014 mehr als 9400 Menschen getötet worden. Etwa 2 Millionen sind in der Ostukraine auf der Flucht.

Heute vor 72 Jahren nahmen Rund 156 000 Soldaten an der Operation „Overlord“ teil. Die Bilanz am Abend der Landung: Gut 12 000 Opfer, darunter 4400 Tote bei den Alliierten. Bei den Deutschen liegt die Zahl der Verwundeten, Vermissten und Gefallenen bei 4000 bis 9000 Mann. Sechs Tage nach dem 6. Juni schaffen es die Allierten, die Brückenköpfe der Landung zu einer Front von insgesamt 100 Kilometern Länge zu verbinden. Im weiteren Verlauf der “Operation Overlord” sollen bis zur Eroberung von Paris im August 200 000 Deutsche und 70 000 ihrer Verbündeten gefallen sein, bei den Alliierten waren es 53 700 Tote, 18 000 galten als vermisst

„Die Soldaten von damals haben Demokratie und Freiheit verteidigt. Dieser Anspruch steht auf diesem Strand in Blut geschrieben“, sagte Obama 2014. Ja, es steht in Blut geschrieben und sollte als Mahnung für diese Welt sein.

Vielleicht wissen einige von Ihnen nicht, was am D-Day geschah. Es gibt dazu zwei Filme, die ich empfehle:

„Der längste Tag“ mit Schauspielern wie John Wayne, Henry Fonda, Robert Mitchum, sogar Loriot und vielen anderen. Ein weiterer Film ist der „Der Soldat James Ryan“ mit Tom Hanks. Diese beiden Filme zeigen, was am 6. Juni in der Normandie geschah, es ist der Beginn der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Die Operation „Overlord“ war eine Operation der westlichen Alliierten der Anti-Hitler-Koalition im Zweiten Weltkrieg, die zum Ziel hatte, die deutschen Besatzer aus Nordfrankreich zurückzudrängen und dort eine zweite Front aufzubauen.

Jedes Jahr gibt es eine feierliche Veranstaltung, über die Medien berichten und auf BBC oder anderen ausländischen TV-Sendern übertragen wird. In Deutschland sah man in der Vergangenheit wenig von den Feierlichkeiten, von dem Ort, wo schätzungsweise an einem Tag 20 000 Menschen ihr Leben lassen mussten.

Am D-Day landeten insgesamt 155 892 alliierte Soldaten an den fünf Stränden der Normandie. Das Gros stellten Amerikaner (57 500 Soldaten und 13 000 Fallschirmjäger) und Briten (53 815 Soldaten und 10 000 Fallschirmjäger). Aus Kanada kamen 10 000 Mann, aus Polen 21 400. Insgesamt waren 14 Nationen an der Operation „Overlord“ beteiligt. Auch Frankreich, Belgien, Norwegen, die Niederlande, Luxemburg, Griechenland, Tschechien, die Slowakei, Neuseeland und Australien stellten Soldaten.

Jedes Jahr schaue ich es mir an und sehe, wie die Helden von früher immer älter und die Zahl derer, die an dem D-Day teilnehmen, weniger werden. Wie bereits 2004 war auch 2009 Tom Hanks eingeladen, er lief allein an den Gräbern vorbei, still, leise und wollte auch nicht auf seine Popularität angesprochen werden. Obama, der ebenfalls teilnahm, war da schon anders. Doch dieser Tag gehört den Überlebenden, die als Augenzeugen dabei waren.

Dieser Tag gehört den Verstorbenen, die ihr Leben gaben, dieser Tag gehört den Angehörigen, deren Männer, Väter, Söhne nie wieder nach Hause zurückkehrten. 72 Jahre nach dem D-Day finden auch diesmal wieder viele Veranstaltungen statt und sie sind da, die Überlebenden.

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Diesmal werden die deutschen Medien sicherlich wieder nicht berichten, was ich in den letzten Jahren sehr vermisste. Und sehe ich mir die Feierlichkeiten an, dann sehe ich den Soldaten vor mir, der mit seinem Fallschirm am Kirchturm hängen blieb und so überlebte. Heute hängt an diesem Ort eine Puppe. D-Day, bei den Feierlichkeiten wird an die Landung der Alliierten in der Normandie 1944 erinnert. Schätzungsweise 20 000 Männer starben an nur einem Tag. Omaha Beach: Das Bild war grauenhaft: Hunderte, Tausende toter Soldaten, das Wasser hatte sich durch das Blut in eine rote Flüssigkeit gewandelt. Es war die Hölle. Wenn man das überlebte, konnte man Gott danken. Jeder kämpfte um sein Leben, um den Strand hoch zu kommen …. ein Mahnmal, das zeigen möge, dass wir keinen neuen Krieg mehr wollen. D-Day und die Hoffnung bleibt. Der 6. Juni 1944 war der Beginn der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus.

Netzfrau Doro Schreier

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