Unser Geldsystem und die Zinsen in ihm

Zinsen6Stellen Sie sich vor, Sie sind ein militärisch starkes Land und wollen nun auf Grund ihrer Interessen ein völlig neues Land erobern. Lassen Sie uns dieses Land „A“ nennen. Wenn man nun dort mit Panzern und Armee einmaschiert und dieses einnimmt, hat man zwar die Ressourcen und Arbeitskräfte, die die Ressourcen abbauen, man kann aber mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass die Menschen dort auf Grund der Gewalt, die Sie anwenden müssen, Ihnen nicht wohl gesonnen sind.

Da die Menschen dort immer noch im Tauschhandel sind, kommt Ihnen die geniale Idee, dass Sie Goldmünzen einführen und somit jedes Gut, was die Menschen haben, bewerten. Natürlich freut das die Menschen dort, denn ist es z.B. schwierig, 1000l Milch gegen einen Traktor zu tauschen, oder eine Kuh gegen 1 km2  Land. Zudem ist Geld haltbar und verschimmelt nicht. Durch die Bewertung jedes einzelnen Gutes floriert der Handel, aber es wird von nun an auch für jedes Gut, das man kaufen möchte, Geld benötigt. Und wie der Mensch halt so ist, versucht er, immer mehr von dem Geld zu ergattern, und übersieht dabei ganz, dass Sie eigentlich das Geld kontrollieren.

Mit der Zeit haben einige Menschen viel Geld und andere wiederum nur wenig Geld. Wer viel Geld besitzt, hat natürlich Angst, dass man es ihm klaut o. ä. und wer wenig hat, giert nach mehr. In den meisten Fällen benötigt man aber eine wichtige Sache, um an mehr Geld zu kommen….Richtig! Man braucht Geld und dieses kann man sich leihen, was Kredit genannt wird. Nun kommen Sie als „Eroberer“ auf die Idee, dass Sie daraus einen Profit schlagen können. Sie gründen ein Unternehmen, was Sie „Bank“ nennen, und bieten den Leuten mit viel Geld eine sichere Aufbewahrung an. Dafür bieten sie den Leuten an, dass Sie 2% mehr zurückbekommen, als das sie ihnen geben (Zinsen). Den armen, den Leuten mit wenig Geld, bieten Sie mit dem Geld einen Kredit an und verlangen natürlich für das Risiko 10% mehr, als das sie verliehen haben. Macht somit 8% Gewinn für Nix tun für die Bank und die Menschen sind dir auch noch dankbar und glauben an ihren eigenen Vorteil UND das auch noch ohne jegliches Risiko für Sie selbst – einfach fantastisch. Und das wirklich Tolle kommt erst noch.

Um den Zins zu erklären, kurz folgendes Beispiel:

Stellen Sie sich ein Land mit 100 Einwohnern vor. Dort wird nun eine Währung in Form von Goldtalern eingeführt und jeder erhält 100 Stück und muss 10% Zinsen zahlen. Nach einem Jahr ist es soweit und die Zinsen werden fällig. Wie soll das aber funktionieren, wenn jeder nur 100 Goldtaler hat? Richtig! Einer muss alle Goldtaler verlieren, damit alle anderen ihre Zinsen zahlen können. Da natürlich niemand dieser Depp sein möchte, wird jeder wie verrückt arbeiten und versuchen, noch mehr Geld zu verdienen. Aber jeder Bemühung zum Trotz wird am Ende irgendwo Geld fehlen.
Und wo bekommt man Geld? Richtig! Bei der Bank, also bei Ihnen.

Man kann also sagen, dass der Zins eine richtige Waffe ist, denn lässt er die Menschen gegeneinander zu arbeiten anstatt miteinander zu arbeiten, zwingt er sie, immer mehr zu produzieren (sogar so viel, dass es eigentlich gar nicht mehr benötigt wird) und der einzige, der davon profitiert, sind Sie als Bank. Denn durch die Zinsen wird immer mehr Geld benötigt und dadurch muss man immer mehr arbeiten. Man kann auch sagen: Die unsichtbaren Ketten an den Händen und Füßen der Menschen werden immer fester und größer.

Der Zins macht also die Menschen völlig abhängig. Der kann und wird die Menschen aber ruinieren. Was bedeutet Zinseszins aber? Der Zinseszins bedeutet: Der Betrag der jährlich verzinst wird, erhöht sich nach einem Jahr um genau diese Zinsen und dieser Betrag mit den Zinsen wird im nächsten Jahr erneut verzinst. Ein kurzer Beispiel dazu:

Man hat 10 000,00€ und einen Zins von 10% – bedeutet: Nach einem Jahr muss ich 11 000,00€ zurückzahlen. Nach 2 Jahren wären das also 10% von 11 000,00€ = 12 100,00.
Nach 10 Jahren wären das schon 25 937,42€ – also schon mehr als doppelt soviel.
Nach 100 Jahren wären das unbeschreibliche 137 806 123,40€.

Hierzu gibt es auch das Beispiel mit dem einen Eurocent.
Hätte man vor 2000 Jahren einen Eurocent zu 5% angelegt, wären es heute 286 Milliarden mal die Erde als Vollgoldkugel an Guthaben.

Nun bringen Ihnen die Menschen ihr Geld (Goldmünzen), um diese bei Ihnen zu hinterlegen und Sie geben den Leuten dafür Quittungen aus, welche Sie Geldscheine nennen. Die Menschen haben also mit den Geldscheinen einen Anspruch auf eine entsprechende Anzahl an Goldmünzen. Ab sofort zahlen die Menschen nur noch mit Scheinen, die einen Anspruch auf das Gold darstellen, und das Gold wiederum befindet sich bei der Bank, also bei Ihnen – Super!

Die genialste Form des Geldes für Sie ist natürlich das Buchgeld. Zahlt also jemand Geld auf ein Konto ein bzw. gibt die Bank einer Person einen Kredit, so wird dieser Betrag auf einem Konto gutgeschrieben. Mit dieser Gutschrift hat man einen entsprechenden Anspruch auf das Bargeld. Mit Überweisung bzw. EC-/Visakartenzahlung übergibt man den Anspruch auf das Bargeld einer anderen Person. Da diese Zahlungsart natürlich Vorteile hat, in dem man unabhängig von Ort und Zeit überallhin Geld überweisen kann, wird sie sich schnell verbreiten. Es wechselt aber kein reales Geld mehr den Besitzer. Da die Menschen faul sind, empfinden sie natürlich diese neue Zahlungsart als Erleichterung und werden das Bargeld kaum noch nutzen.

Da das Bargeld jetzt kaum noch benutzt wird, kann die Bank (also Sie) diesen Anspruch auf das Bargeld auch gleich mehrfach vergeben. Es bleibt ein kleiner Eigenkapitalanteil von 10%. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass wenn Sie 10% Eigenkapital haben „müssen“, dass Sie aus jedem Geldschein das 10-fache an Buchgeld machen können.

Nehmen mir einmal an, ein Kunde zahlt bei Ihnen 1000€.
Sie können nun also daraus 10x 1000€ machen und jeweils 10x einen Kredit zu 1000€ vergeben. Durch die Vergabe der Kredite entsteht hier Geld. Auf dieses neue Geld erhalten Sie nun auch noch Zinsen, z. B. in Höhe von 10%. Dadurch entsteht natürlich wiederum ein Bedarf an Geld, welches wiederum durch einen Kredit entsteht usw…

Im Prinzip bekommt die Bank Geld, welches nicht der Bank gehört, erschafft Geld, welches gar nicht existiert, und kassiert dafür auch noch Zinsen.

Somit stimmt also der Spruch „Geld regiert die Welt“.
Im Endeffekt kommt es zu dem, was wir derzeit weltweit erleben. Die Reichen sind glücklich und die Armen zu beschäftigt, um zu merken, was eigentlich schief läuft, da sie einfach zu abhängig sind von dem Geld.

Max Müller – im Team der Netzfrauen

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Super erklärt !! Ein Aspekt , der immer den meisten Profit gebracht hat , muss aber noch besonders erwähnt werden : Aus Erfahrung wußten bzw, wissen die Banken , daß nur ein Bruchteil des eingezahlten Bargeldes zurückverlangt wird .( ausgenommen Krisenzeiten wie z. Bsp. in Griechenland ) . Man kann also ohne großes Risiko bei 100 € Einzahlung 900 € an Kredit vergeben . Die restlichen 10 Prozent reichen normalerweise aus ,um Bargeld auszuzahlen . Deshalb versuchen die Banken auch alles ,um ihre Kunden dazu zu bringen .möglichst viel zu überweisen ,mit Ec- und Kreditkarten zu arbeiten . Zwei Probleme bringen die Banken aber in Schwierigkeiten : die Leute stürmen die Banken und wollen Bargeld abheben ( Rettungsschirm : die EZB druckt ganz schnell Banknoten und schickt es den Banken ) , anderes Problem : die Leute und Betriebe verweigern eine Kreditaufnahme., weil sie sich nicht verschulden wollen oder befürchten , die Kredite nicht zurückzahlen zu können . ( Rettungsschirm : der Staat verschuldet sich bei den Banken und damit springen die Steuerzahler in die Bresche )

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