Der Wahnsinn nimmt kein Ende – trotz Erdbeben fährt Japan einen weiteren Atomreaktor hoch!

fukuDass man aus dem Desaster Fukushima nichts lernt, zeigt wiedermal Japan. Am 16. Juni traf ein Erdbeben der Stufe 6 die südlichen Teile von Hokkaido in Japan. Das Atomkraftwerk der Region soll nicht beschädigt worden sein. Erst aktuell erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,5 bei Taira, vor der Ostküste von Honshu, Japan, unweit der Präfektur Fukushima. Und trotz Protesten soll mit Ikata das dritte Atomkraftwerk hochgefahren werden. Damit folgt es dem Beispiel der Sendai-Anlage im Südwesten von Japan und dem Takahama-Atomkraftwerk im Zentrum von Japan.

Wie bekannt wurde, haben japanische Forscher nachgewiesen, dass das radioaktive Cäsium aus den Reaktoren nicht mit dem Regen aus der Luft herunterkam, sondern in winzigen Glaskörnchen eingeschlossen ist. Das Glas entstand während der Kernschmelze und verband sich mit herumfliegenden Cäsiumpartikeln. Forscher haben die Cäsium-Glas-Körnchen in Boden- und Luftfilterproben in einem Umkreis von 230 Kilometern um Fukushima herum nachgewiesen.Die Radioaktivität könnte daher länger in Umwelt und Organismen erhalten bleiben. 

Allein in Tokio machten diese radioaktiven Glaspartikel 89 Prozent der gesamten, in Luftfiltern eingefangenen Radioaktivität aus, berichtet Utsonomiya auf der Goldschmidt Conference in Yokohama. Auch im Boden der Umgebung von Fukushima liege der größte Teil des radioaktiven Cäsiums in Form solcher Glas-Mikropartikel vor. „Das verändert einige unserer Annahmen über den Fallout von Fukushima“, konstatiert der Forscher.

Ist Ihnen bekannt, dass die EU die Bestimmungen für Lebensmittel-Importe aus Japan gelockert hat? Fast alle Lebensmittelprodukte der Präfektur Fukushima werden wieder für den Handel in der EU freigegeben. Siehe: Guten „strahlenden“ Appetit! Vertrauen Sie Tepco – EU lockert Bestimmungen für Lebensmittel-Import aus Fukushima

Die Regierung und Versorgungsunternehmen drängen darauf, die Reaktoren wieder in Betrieb zu bekommen – mehr als fünf Jahre nach dem schwerem Erdbeben und dem Tsunami, die eine katastrophale Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima ausgelöst hatten. Die öffentliche Sorge um die Sicherheit der Nukleartechnologie und die Ängste vor der Strahlenbelastung hatten nach dem Unfall dafür gesorgt, dass die AKWs in Japan abgeschaltet wurden. Japans Atomaufsicht hatte erst am 20. Juni.2016 einer Laufzeitverlängerung zweier Reaktoren um 20 Jahre zugestimmt. Die Reaktoren 1 und 2 im Kernkraftwerk Takahama westlich der Hauptstadt Tokio dürfen laut der Entscheidung weiter betrieben werden, obwohl sie bereits mehr als 40 Jahre alt sind. Nun kommt ein weiteres hinzu.

Angesichts der Risiken von Erdbeben und Vulkanausbrüchen und mit Blick auf die durch ein Erdbeben ausgelöste Atomkatastrophe von Fukushima 2011 kritisieren Anwohner und Umweltschützer das Hochfahren der Reaktoren. Japan liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der sich über zahlreiche Länder erstreckt. Zwei Reaktoren in der südlichen Präfektur Kagoshima, von Kyushu Electric Power betrieben, wurden im August und Oktober 2015 wieder neugestartet. S. Japan vor der nächsten Atomkatastrophe? Sakurajima ausgebrochen etwa 50 km vom Kernkraftwerk Sendai  Der Vulkan Sakurajima erlebt seit 2009 jedes Jahr zwischen 500 und 1000 kleinere Eruptionen. Im August 2013 wurde bei einem Ausbruch Asche über ein riesiges Gebiet verstreut. Bei einem Ausbruch des japanischen Vulkans Ontake kamen im September 2014 mehr als 60 Menschen ums Leben.

Arbeiter haben damit begonnen, einen Reaktor des Ikata-Atomkraftwerks im Westen von Japan mit Brennstoff zu befüllen. Der Betreiber möchte den Reaktor Ende Juni neu starten, schreibt .kyodonews.jp und auch  Japan News bestätigen es. Am Freitag haben sie damit begonnen, Brennstäbe aus einem Becken zu entfernen und nacheinander im Reaktor Nr 3 zu platzieren. Sechzehn der 157 Brennstäbe gehören zum Typ MOX. Sie bestehen aus einer Mischung aus Plutonium, das aus abgebrannten Brennstäben extrahiert wurde, und Uran. Der Betreiber, Shikoku Stromkonzern plant, die Arbeiten am kommenden Montag abzuschließen. Sie hoffen, dass sie den Reaktor spätesten Ende Juli 2016 wieder in Betrieb nehmen können. Davor werden Übungen durchgeführt, bei denen ein nuklearer Unfall nachgespielt wird. Die Aktivität des Reaktors wurden im April 2011 nach dem Atomunfall des AKW Fukushima Daiichi eingestellt.

Japan hatte bereits mehrfach bestätigt, dass es einen Neustart seiner Reaktoren geben würde. Aber es gibt ein Problem – sie sind alt und unsicher und es ist überall ein aktiver Vulkan in der Nähe. Die Regierung nennt die Auflagen die „strengsten der Welt“. Das ist uns ja bereits bekannt. Die Folgen von Fukushima werden durch die Regierung einfach verschwiegen. Dafür gibt es einen Grund: Olympia 2020! Die japanische Regierung hat für die meisten Teile eines Dorfes in der Nähe des zerstörten Atomkraftwerkes in Fukushima jetzt die Evakuierung aufgehoben. Damit ist das Katsurao bereits das vierte Dorf nach der Atomkatastrophe von 2011.

Erdbeben Japan

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us2000671z#general

http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eventpage/us2000671z#general

Im April 2016 wurde Japan innerhalb von nur zwei Tagen von zwei Erdbeben erschüttert – beide trafen vor allem die Region um die Insel Kyushu. Das erste Beben wurde mit einer Stärke von 6,5 und das zweite mit einer Stärke von 7,3 verzeichnet. 50 Menschen kamen durch die Unglücke ums Leben, zudem rutschten ganze Berghänge ab. 80 657 Häuser in den Präfekturen Kumamoto und Oita nahmen in irgendeiner Form Schaden. Einen Monat danach kämpfen die Präfektur Kumamoto und teilweise auch die Präfektur Oita noch mit den Folgen dieser Naturkatastrophe. Inzwischen wurden über 1400 Nachbeben gezählt, wie NHK News berichtet. Bis Mitte Mai waren rund 3000 Haushalte in vier Gemeinden noch immer ohne Wasser.

Am 16. Juni traf ein  Erdbeben der Stufe 6 die südlichen Teile von Hokkaido in Japan und heute das Erdbeben der Stärke 5,5 bei Taira vor der Ostküste von Honshu, Japan.

Auf der Sadamisaki-Halbinsel in Japan protestieren Aktivisten gegen das Wiederanfahren des AKW Ikata. Käme es in der erdbebengefährdeten Region zu einem größeren Unfall, gäbe es für die über fünftausend Bewohner der Insel keinen adäquaten Evakuierungsplan. Dennoch hatte die japanische Atomaufsicht das AKW jetzt für sicher erklärt, und wie Medien berichten, soll noch Ende dieses Monats oder im Juli der Ikata-Kernreaktor 3 hochgefahren werden.

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Netzfrau Doro Schreier

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28 Belege dafür, dass die ganze Westküste der USA durch radioaktiven Fallout aus Fukushima belastet ist

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich möchte, dass der Wahnsinn gestoppt wird. Japan sollte nicht mitbestimmen, wie unsere Zukunft aussieht und ob wir überhaupt noch eine haben. Wo bleibt unsere Regierung…?!?

  2. Die Atomkraft war, ist und bleibt der teuerste Strom, wenn man den radioaktiven Müll und die Schäden an Menschen, Tieren, Umwelt nicht rechnet. Letztere lassen sich nämlich auch gar nicht in Zahlen fassen. Dass auf die Politik und Regierung auch bei der Atomkraft kein Verlass ist, sollte mittlerweile auch allen klar sein.
    Letztlich ist dies ein weiterer und nachhaltiger Beweis, dass die Menschheit nicht in der Lage ist aus bekannten Fehlern zu lernen und sich weiter an den Abgrund manövriert. Eine intelligente Species zerstört weder sich selbst, noch die eigene Lebensgrundlage.

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