Es reicht! Lebensmittelversorgung bedroht durch Bienensterben – Klage in Kanada eingereicht und 2,6 Millionen tote Bienen vor EPA – Lawsuit over bee killers – 2.6 Million Dead Bees Delivered to EPA Headquarters

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Lawsuit over bee killers – 2.6 Million Dead Bees Delivered to EPA Headquarters – Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie wichtig die Honigbienen für das Gleichgewicht in der Natur, aber auch für uns Menschen sind. Mindestens 80% unserer Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt. In den USA will man nicht mehr hinnehmen, dass die Konzerne weiterhin mit ihren Pestiziden Bienen vernichten. Das weltweite Bienensterben hat bereits verheerende Auswirkungen.

Die Gründe, warum ganze Bienenvölker in Europa, Nord­amerika und Asien schwinden, sind zum Großteil menschen­gemacht. Monokulturen in der industrialisierten Land­wirt­schaft bieten den Insekten nicht genug Nahrung. Was auf den Feldern wächst, wird zudem reichlich gedüngt und mit Pestiziden behandelt.

In Kanada starben 20 Millionen Bienen auf mysteriöse Weise. Eine Studie ergab, dass das Massensterben durch Neonicotinoide ausgelöst wurde. Bei 80 Prozent der toten Bienen wurden nachweislich Rückstände von  Neonicotinioiden gefunden. Auch in Deutschland kam es vermehrt zu einem Bienensterben, auch hier waren Pestizide der Auslöser. 37 Millionen Bienen starben nur Wochen nach dem Anbau von GVO-Getreide in Ontario. Imker Dave Schuit, der in Elmwood Honig produziert, verlor damit rund 600 Bienenstöcke auf einen Schlag. (Auf Honig kann man verzichten – auf Bestäubung nicht! 37 Million Bees Found Dead In Ontario, Canada After Planting Large GMO Corn Field)

Aber auch in Deutschland starben Bienen durch Pestizide. Entlang des Rheins, in Hitdorf und Rheindorf bei Leverkusen, waren Millionen Bienen mit Vergiftungserscheinungen bei den dortigen Imkern registriert worden. Siehe: Millionen Bienen vergiftet – Pestizide als Ursache

In den USA und auch in Kanada reicht es den Umweltgruppen, Imkern und den Bürgern. In Kanada wurde nun in Toronto eine Klage von einer Umweltgruppe eingereicht. Der Anwalt der Umweltgruppen bestätigte, dass es sich um den Wirkstoff Clothianidin handelt: Dieser wurde von Takeda Chemical Industries und der Bayer AG gemeinsam um 2000 entwickelt und 2004 in Deutschland unter dem Produktnamen Poncho zugelassen, außerdem auch um den Wirkstoff Thiamethoxam. 2011 wurden in den USA etwa 550 t Thiamethoxam verwendet, davon etwa je ein Drittel im Soja- und Maisanbau sowie ein Viertel im Baumwollanbau. In der EU und 26 Mitgliedsstaaten ist die Anwendung von Thiamethoxam zugelassen, aber auf Grund von Risiken für Honigbienen ab dem 1. Dezember 2013 für zunächst zwei Jahre für mehrere wichtige Verwendungen, wie der Saatgutbeizung von Mais und Raps, stark eingeschränkt. Es stammt von Syngenta.

Das Bienensterben hat eine bedrohliche Geschwindigkeit und Menge angenommen – und es sind die Neonicotinoide, die in diesem Zusammenhang immer genannt werden. Bienen sind aber nicht deren einzige Opfer. „Neonic“-Pestizide können auch das menschliche Hirn, das Nervensystem und die Hormonproduktion belasten. In Großbritannien dürfen wieder Bienenkiller-Pesitzide versprüht werden – trotz eines EU-weiten Verbots. Besonders pikant: Überzeugen ließ sich die britische Regierung von Bayer und Syngenta — beide Firmen nahmen an einem entscheidenden Treffen über die Erlaubnis der sogenannten Neonikotinoide teil. Syngenta, Bayer, BASF – The bee-killers» sind große multinationale Firmen, welche hochgiftige systemische Pestizide herstellen und verkaufen.

Protestbewegung bringt der EPA 2,6 Millionen tote Bienen

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Ein LKW voller toter Bienen machte am Mittwoch seinen endgültigen Halt bei einer Kundgebung außerhalb des Sitzes der U.S. Umweltschutzagentur (EPA) als Höhepunkt einer Tour von Küste zu Küste, um Aufmerksamkeit für den jüngsten massiven Rückgang der Bestäuber zu erregen.

Während Millionen von toten Bienen im LKW blieben, lieferten Anwälte und Bienenzüchter mehr als 4 Millionen Unterschriften ab, die einen sofortigen Stopp für bienentötende Pestizide fordern.

„In den fünf Jahren, seit ich begann, Bienen zu halten, habe ich gesehen, wie viele Bienenstöcke vernichtet wurden,“ sagte James Cook, ein Bienenzüchter aus Minnesota, der den LKW seit letztem Montag quer durch das Land fuhr. „Wenn sich nicht einige grundsätzlichen Dinge ändern, wird es für Bienenzüchter sehr schwer sein, sich an die Umwelt um sie herum anzupassen.

Bienen bestäuben die meisten der üblichen Gewächse, einschließlich Sommerfavoriten wie Pfirsiche und Wassermelonen. Doch mehr als 40% der Honigbienenstöcke in den USA sterben jährlich ab, was die Landwirtschaft- und Bienenindustrie jährlich mehr als $ 2 Milliarden kostet.

Ein Übeltäter dieses Bienensterbens ist der weitverbreitete Einsatz von Pestiziden, sogenannten Neonicotinoids oder Neonics. Letztes Frühjahr begann die EPA mit einem Prozess, vier Arten von Neonics und ihre Wirkung auf Bestäuber zu bewerten. Im Januar erkannte die Agentur an, dass Imidacloprid Bienen tatsächlich schaden könnte, doch die restlichen Bewertungen stehen noch aus.

“Angesichts der Fakten, die uns über die Verbindung zwischen Neonics und dem Bienensterben vorliegen, sollten Beamte zügig jegliche Verwendung dieser gefährlichen Chemikalien stoppen,“ sagt Anna Aurilio, Direktor des Büros von Environment America in Washington, D. C.

Um ihre Kampagne „Haltet die Bienenstöcke am Leben“ abzuschließen, trafen sich Bauern, Bienenzüchter und Nahrungsmittelanwälte am Mittwoch mit Beamten der EPA, Kongressmitgliedern und Repräsentanten der US-Landwirtschaftsbehörde und lieferten Briefe von fast 200 Firmen und Organisationen aus, die Aktionen gegen bienentötende Pestizide und Unterstützung für nachhaltige Landwirtschaft fordern.

„Die Wissenschaft ist klar und überzeugend. Um wirklich effektiv sein zu können, benötigen wir eine landesweite Politik, die unsere Bestäuber schützt, bevor die Krise völlig außer Kontrolle gerät,“ sagt Del. Anne Healey, Sponsor für Maryland’s Pollinator Protection Act, dem ersten Gesetzentwurf, der in den USA die Verbraucherverwendung von Neonics abschafft.

Während der letzten beiden Wochen hat „Haltet die Bienenstöcke am Leben“ Stopps in Kalifornien, South Dakota, Minnesota, Michigan, Pennsylvania und North Carolina. Abgeschlossen wurde sie während der „Nationalen Bestäuber-Woche“ bei einer Kundgebung, die Hunderte von Menschen anzog, wo Umweltanwälte, Bauern, Restaurantbesitzer und andere sich den Bienenzüchtern anschlossen, um zum Handeln aufzurufen.

„Was heute mit den Bestäubern passiert, ist nichts anderes als das, was vor 50 Jahren mit dem Zusammenbruch von Fischadler-, Weißkopfadler-, anderen Vogel- und Fischpopulationen infolge der Verwendung von DDT passierte,“ sagte Scott Nash, CEO von Mom’s Organic Market. „Wenn wir der chemischen agrowirtschaftlichen Industrie weiterhin diese kurzsichtigen Praktiken erlauben, werden Nahrungsmittelkosten steigen, während der Nahrungsmittelvorrat abnimmt.“

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2.6 Million Dead Bees Delivered to EPA Headquarters

Ecowatch

Photo credit: Suzannah Hoover

Photo credit: Suzannah Hoover

A truck full of dead bees made its final stop at a rally outside the headquarters of the U.S. Environmental Protection Agency (EPA) Wednesday, culminating a coast-to-coast tour to raise awareness about recent massive declines in pollinators.

While the millions of dead bees stayed in the truck, advocates and beekeepers delivered more than 4 million signatures urging an immediate ban on bee-killing pesticides.

“In the five years since I started keeping bees, I’ve seen many hives killed by pesticides,“ said James Cook, a Minnesota-based beekeeper who has been driving the truck across the country since last Monday. “If some fundamental things don’t change, it’s going to be really hard for beekeepers to adapt to the environment around us.“

Bees pollinate most of the world’s most common crops, including summer favorites like peaches and watermelon. But more than 40 percent of U.S. honeybee hives die each year, costing the farming and beekeeping industry more than $2 billion annually.

One culprit in the bee die-off is the widely-used class of pesticides called neonicotinoids or neonics. Last spring the EPA began a process to assess four types of neonics and their impacts on pollinators. In January the agency acknowledged that imidacloprid could indeed harm bees, but the remaining assessments are still outstanding.

“Given the facts we have at hand about the links between neonics and bee die-offs, officials should move boldly and swiftly to stop any and all uses of these dangerous chemicals,“ said Anna Aurilio, the director of the Washington, DC, office of Environment America.

To wrap up their Keep the Hives Alive Tour, farmers, beekeepers and food advocates met Wednesday with officials from the EPA, members of Congress and representatives from the U.S. Department of Agriculture, delivering letters from nearly 200 businesses and organizations urging action on bee-killing pesticides and support for sustainable agriculture.

„The science is clear and convincing. To be truly effective, we need a nationwide policy to protect our pollinators before the crisis gets completely out of control,“ said Del. Anne Healey, sponsor of Maryland’s Pollinator Protection Act, the first bill passed in the U.S. to eliminate consumer use of neonics.

Over the past two weeks Keep the Hives Alive has made stops in California, South Dakota, Minnesota, Michigan, Pennsylvania and North Carolina. It came to a close during National Pollinator Week, at a rally drawing hundreds of people, where environmental advocates, farmers, restaurant owners and others joined beekeepers to call for action.

“What’s happening today to pollinators is no different than what happened 50 years ago with the collapse of the osprey, bald eagle and other bird and aquatic animal populations  due to the use of DDT,“ said Scott Nash, CEO of Mom’s Organic Market. “If we allow the chemical agribusiness industry to continue these short-sighted practices, food costs will increase as food supplies diminish.“

Netzfrau Belinda Schneider

deutsche Flagge

Lebensmittelversorgung bedroht! Das gängigste Pestizid ein Bienenkiller – The EPA Finally Admitted That the World’s Most Popular Pesticide Kills Bees—20 Years Too Late

Studien: Nicht nur Bienen sterben auch Libellen – Agrochemikalien stellen ein globales Risiko für Gewässer dar – Agricultural insecticides pose a global risk to surface water bodies

Machen Sie mit! #STOPPTBAYER! Gefährliches Nervengift im Honig – schädigt Bienen und Hummeln – kann Fortpflanzung des Menschen beeinträchtigen!

Insektizid-Verbot gegen Bienensterben in Frankreich – France Begins the Fight to Save the Bees by Banning Toxic Pesticides!

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Stoppt diesen Wahnsinn. Die Zeit wird kommen und die Verantwortlichen werden auch merken, dass man Geld nicht essen kann.

  2. Es geht um Geld. Viel Geld. Da ist den Chemiekonzernen und den Aktionären jedes Mittel recht.
    Natürlich spielt die Politik mit. Ist doch so manchem Politiker ein Posten im Aufsichtsrat sicher, wenn er der Lobby folgt.

  3. Das kann doch nicht wahr sein, wir Menschen zerstören die Umwelt und damit uns selbt. Die Armen Bienen! Es ist doch traurig so zu leben, verschenderisch und egoistisch. Die Natur muss sich eindeutig mal von den Auto abgasen, Pestiziden, Holzfällern in den Urwäldern, Bedrohten Tierart Tötern, Massentierhaltung, Kriege, Überfischung der Meere, Chemiekalien und Abgasen der Unternehemen/Konzerne, erholen. ES REICHT!!!
    Wircklich lasst uns doch mal ein Jahr Pause machen mit dem ganzen Wahnsinn und lasst uns doch sehen wie sich die Erde erholt. Ich sage ja nicht das wir total auf die Technologie und Wissenschaft verziechten müssen. Aber wir könnten bescheidener leben, z.B. Bahn nehemen anstatt Auto, einmal in der Woche Fleisch essen anstatt jeden Tag! Besonders wir Menschen in den reichen Industriestaaten könnten gutes Vorbild sein. Liebe Menschen lasst uns doch zusammen etwas bewirken. Lasst uns doch einfach von selbt für ein Jahr auf diese Sachen ( pestizide, Auto usw) verzichten, bevor wir von der Natur dazu gezwungen werden. Was bringt uns Geld, wenn wir es irgenwann nicht ausgeben können ???? Überlegt docht mal Ihr großen Unternehmer und Wirtschaftsgrößen!!! Es geht um die gesamte Natur (nicht nur um Bienen).

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