Erdogans Familie – Herrscher über Energie, Öl und Wasser – in neue Skandale verwickelt!

Erdogan4Wir haben schon mehrfach über zahlreiche Anschuldigungen gegen Erdogan und seine Familie in Anbetracht deren Beteiligung an diversen Verbrechen berichtet. Dazu gehört auch die Unterstützung des Islamischen Staates, einer terroristischen Organisation, die einen unmittelbaren Affront gegen den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen darstellt.

Update: am 01.09.2016 reiste EU-Parlamentspräsident Martin Schulz  zu einem Solidaritätsbesuch zu Erdogan! Die EU möchte die Spannungen mit der Türkei beenden, ja Sie lesen richtig. Warum die EU die Türkei braucht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Lesen Sie auch ganz aktuell: HELLO WORLD ‪‎KOBANE‬ IS FREE – doch anscheinend hat die Welt es vergessen – und schaut beim Völkermord an den Kurden lieber zu, anstatt zu helfen!

In der Folge eines gescheiterten Militärputsches am 15./16. Juli 2016 verhängte die Türkei den Ausnahmezustand und setzte die Europäische Menschenrechtskonvention aus. Es kam zu Massenverhaftungen und Amtsenthebungen von bis zu 60 000 Staatsangestellten in der Armee, Polizei, Justiz und im Bildungswesen. Regierungsmitglieder forderten die Wiedereinführung der Todesstrafe für die Putschisten. Über schwere  Misshandlungen von Gefangenen berichtet. Die inhaftierten Soldaten sollen so schreien, dass die anderen Insassen nachts nicht schlafen können.

Und während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan 130 Medienanstalten schließt, gibt er in verschiedenen internationalen Medienanstalten Interviews. So auch beim staatlichen Fernsehen Rai News 24 . Als die Journalistin Lucia Goracci Erdogan auf die Vorwürfe gegen seinen Sohn Bilal Erdogan anspricht, antwortet er, ob Italien nicht genug mit seiner Mafia zu tun hätte, anstatt sich mit seinem Sohn zu beschäftigen. Auf die Frage von Lucia Goracci zu der Todesstrafe in der Türkei antwortete Erdogan, dass 75 Prozent der Menschen in der Türkei die Todesstrafe wollten. Daraufhin die Reporterin, was wäre, wenn es in Italien auch keine gerechte Verurteilungen gäbe, dann wäre doch sein Sohn ebenfalls betroffen. Aber in Italien gilt jemand solange für  unschuldig, solange die Schuld nicht bewiesen wurde. 

Wir hatten bereits in unserem Beitrag – Noch mehr Skandale um Erdogans Familie – Erdogan’s Family Caught in New Scandal First appeared – darüber berichtet, dass gegen Bilal Erdogan, den Sohn des türkischen Präsidenten, in Italien wegen Geldwäscheverdacht ermittelt wird. Jetzt wurden die Ermittlungen um weitere 6 Monate verlängert.

Erdoğan droht Italien, das könne die Beziehungen zwischen den beiden Staaten gefährden. Darauf konterte Renzi ziemlich locker, dass es in Italien eine freie und unabhängige Rechtsprechung gäbe, die gemäβ der Gesetzgebung alle Formen der Illegalität bekämpfe – Italiens Richter seien der italienischen Verfassung verpflichtet und nicht dem türkischen Präsidenten. „Das nennt sich Rechtsstaat und darauf sind wir stolz“, twitterte er.

Während die Ermittlungen in Italien sich weiterhin um den Sohn von Erdogan drehen, weilt dieser in der Türkei und hält Vorträge.

Der Name des Sohns des türkischen Präsidenten Reep Erdogan: Bilal Erdogan

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Ein kurzer Einblick in seinen Lebenslauf:

Necmettin Bilal Erdogan, bekannt als Bilal Erdogan (geboren am 23. 4. 1980) ist das dritte Kind von Reep Tayyip Erdogan, dem Präsidenten der Türkei.

Nach Abschluss der Karate Imam Haiti High School 1999 ging Bilal Erdogan als Student vor dem Vordiplom in die USA. Er schloss seinen Master an der John F. Kennedy School of Government der Harvard University 2004 ab. Nach dem Abschluss arbeitete er eine Zeitlang als Praktikant für die World Bank. 2006 kehrte er in die Türkei zurück und begann sein Geschäftsleben. Bilal Erdogan ist einer der drei Anteilseigner der „BMZ Group Denizcilik“, einem Seeverkehrsunternehmen, das Öl transportiert.

Schiffe der BMZ GROUP Shipping Company (OIL Schiffsfracht) werden geleast für Millionen Dollar von der Palmali Gruppe. Palmali lässt die Tankerflotte bauen – und verleast sie später an die BMZ Group.

Besitzer der Reederei ist Mubariz Gurbanoglu, laut  Forbes #1415 Milliardäre (2015) #18 in der Turkei

Mubariz Gurbanoglu ist Gründer und Inhaber der Palmali Unternehmensgruppe mit Investitionen in Milchprodukten, Medien, Resorts, Flugzeuge und die Palmali-Reederei – sein größter Geschäftsbereich ist seine Flotte von mehr als 200 Öltankern. Er begann seine Karriere, nachdem er als Offizier gedient hatte und zwar im sowjetischen Geheimdienst (er besteht darauf, dass er nicht dem KGB angehörte). Seine ersten Schiffe bekam er für ein Fünftel ihres Wertes während der Privatisierung.

Jetzt verfügt sein Unternehmen über Ölverkehrsverträge mit dem russischen Öl-Riesen Lukoil und mit Socar, Aserbaidschans staatlicher Ölgesellschaft. Er bietet auch Dienstleistungen für Lukoil für Öl-Exploration und Lagerung im Kaspischen Meer an. 2013 kaufte er die Werft TVK mit Hüsnü Özyeğin in einer 50/50 Partnerschaft.

Zu der Flotte der  BMZ GROUP Shipping Company gehören:

  1. M / T Majid Aslanov – Malta Flagge / IMO: 9711248 – 2014
  2. M / T Begum Aslanova – Malta Flagge / IMO: 9718923 – 2015
  3. M / T POET Qabil – Malta Flagge / IMO: 9729582 – 2015
  4. M / T ARMADA FAIR – Malta Flagge / IMO: 9729594 – 2015
  5. M / T ARMADA BREEZE – Malta Flagge / IMO: 9745720 – 2015
  6. M/T SHOVKET ALEKPEROVA – Malta Flagge /IMO- 9633549 – 2014

Nr. 6 wurde nach der aserbaidschanischen Sängerin Shovket Alekperova auf Initiative von Mubariz Mansimov, Kopf der Palmali Group, benannt, ist der siebte Palmali  Armada Tanker und bezieht sich auf dqs RST22M Project.

Letzte 5 Zielhäfen, wie von AIS gemeldet

  1. M / T Majid Aslanov – Malta Flagge / IMO: 9711248 – 2014
    Letzter Bericht:
    Schiffstyp: Chemical/Oil Products TankerFlagge:
    Flag of Malta MaltaZielhafen BARCELONA

Datum / UhrzeitHafen / Land
Aug 02, 2016, 08:09 UTC
YEYSK, RUSSIA

Jul 13, 2016, 14:01 UTC
SETE, FRANCE

Jul 09, 2016, 16:03 UTC
NAPOLI, ITALY

Jun 29, 2016, 18:07 UTC
CEUTA, SPAIN

Jun 29, 2016, 09:08 UTC
GIBRALTAR, GIBRALTAR
Quelle www.vesselfinder.com/de

Die BMZ-Gruppe ist ein Unternehmen vom Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan –  Bilal – zusammen mit anderen Familienmitgliedern. Sie haben haben zwei neue Tanker in ihre Flotte von bereits fünf Tankern aufgenommen, darüber berichtet auch worldmaritimenews.com am 15. September 2015. 

Die beiden Schiffe Armada Fair und Türkter 82 werden mit einem Gesamtwert von USD 36 Millionen von der in Istanbul beheimaten Palmali in einem 10-Jahres-Vertrag gechartert. Eine Flotte soll von russischen Binnenhäfen schweres Heizöl, Dieselkraftstoff und andere Erdölprodukte und pflanzliche Öle transportieren. Im Seeverkehr werden das Kaspische Meer, das Schwarze Meer, das Mittelmeer sowie Ost- und Nordsee, einschließlich Winterreisen in Europa und in der Irischen See – befahren.

Die BMZ-Gruppe kaufte einen dritten Tanker – Shovket Alekperova auch für USD 18 Millionen. Die Gruppe plant, bis zu zehn gebrauchte Tanker in ihrer Flotte mit einem Gesamtwert von USD 180 Millionen zu betreiben.

Die Umstellung auf Second-Hand-Tankschiffe kam, nachdem die BMZ-Gruppe ihr Neubauprogramm mit der Türkei Yardımcı und Türkter Werften beschlossen hatte. Drei weitere Tankschiffe werden derzeit von zwei verschiedenen Werften gebaut.

Die Nachricht von www.vesselfinder.com/ vom 06. November 2015

Gegen den Sohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Bilal Erdogan, wird in Italien wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt. Ein türkischer Geschäftsmann habe bei der Polizei zuvor entsprechende Vorwürfe gegen den 34-Jährigen erhoben, bestätigte der Anwalt des Geschäftsmannes am 17. Februar 2016 der Deutschen Presse-Agentur. Die Staatsanwaltschaft Bologna hatte daraufhin Ermittlungen eingeleitet, wie die Nachrichtenagentur Ansa meldete. Siehe Treffen Sie den Mann, der ISIS finanziert: Bilal Erdogan, der Sohn des türkischen Präsidenten

Wie bereits in unserem Beitrag: Erdogan FAMILY will Onassis überholen – Treffen Sie den Mann, der ISIS finanziert: Bilal Erdogan, der Sohn des türkischen Präsidenten erwähnt, taucht immer wieder ein Name auf, der scheinbar Hauptagitator im Handel mit dem ISIS-Öl ist: der Name des Sohns des türkischen Präsidenten Reep Erdogan, Bilal Erdogan. In dem Beitrag hatten wir uns auch die Schiffsflotte der Söhne des Ministerpräsidenten angeschaut und festgestellt: Der Erdogan-Clan will Onassis überholen – Fracht: Öl.

Immerhin ist der „Islamische Staat“ auf offene Grenzen für seine Erdölexporte angewiesen und Erdogans Sohn soll da mitverdienen. Es ist auch kein Zufall, dass der neue Energieminister der Türkei, Berat Albayrak, ein Schwiegersohn von Erdogan ist. Er ist der ehemalige Geschäftsführer der Çalık Holding, seit Juni 2005 ist er Mitglied im türkischen Parlament und seit November 2015 Minister für Energie und Bodenschätze im Kabinett Davutoğlu III. Er ist verheiratet mit Esra Albayrak, geborene Erdoğan.

Konzern von Erdogans Schwiegersohn und gleichzeitig Energieminister von Türkei!

Zusatzinfos:  Das türkische Energieunternehmen Calik Enerji erhielt Anfang 2014 einen wichtigen Auftrag für die Errichtung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerkes in Libyen. Gleichzeitig begann das Tochterunternehmen der Calik-Gruppe mit dem Bau einer Kraftanlage in Georgien. Calik Enerji ist mit seinem weitreichenden Engagement im Ausland ein interessanter Partner für ausländische Anbieter von energietechnischen Anlagen und Ausrüstungen.

Der türkische Konzern ist seit mehreren Jahren auch in Turkmenistan stark engagiert, wo frühzeitig intensive Beziehungen zur Staatsführung aufgebaut wurden. Dort erhielt Calik Enerji 2013 von der Energiegesellschaft Turkmenenergo Aufträge für den Bau von drei Kraftwerken. Mehr Infos Quelle  gtai.de

Es ist auch kein Zufall, dass der neue Energieminister der Türkei, Berat Albayrak, ein Schwiegersohn von Erdogan ist. Er war offiziell bis 2013 der Geschäftsführer der Çalık Holding, seit Juni 2005 ist er Mitglied im türkischen Parlament und seit November 2015 Minister für Energie und Bodenschätze im Kabinett Davutoğlu III. Er ist verheiratet mit Esra Albayrak, geborene Erdoğan.

Tochter Esra Albayrak ist mit  Berat Albayra verheiratet

Sie studierte ebenfalls in den USA und zwar an der Universität University of California, Berkeley. Sie ist seit 2004 mit Berat Albayra verheiratet.

Noch ein Beispiel:

Sabah ist eine der größten und auflagenstärksten türkischen Tageszeitungen und ist im Besitz der Çalık Holding –  diese Holding gehört dem Vater von Erdogans Schwiegersohn, der seit November 2015 Minister für Energie und Bodenschätze ist.

Das vom türkischen Staat verkaufte Medienimperium Sabah, zu dem Tageszeitungen, Zeitschriften und Fernsehsender gehören, wurde von der Çalık-Gruppe als einzigem Bieter der Ausschreibung für 1,1 Milliarden US-Dollar am 22. April 2008 gekauft. Zum Kauf dieser Mediengruppe erhielt Çalık einen Kredit von 770 Millionen US-Dollar von den staatlichen Banken Halkbank und Vakıfbank. Der Verkauf rief türkeiweit einen Sturm der Entrüstung hervor, nicht nur weil es bevorzugte Kreditkonditionen von staatlichen Banken gab, sondern auch deswegen, weil Çalık im Rufe steht, eine besondere Nähe zur Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP) zu haben. Der damals stellvertretende Vorsitzende der oppositionellen CHP Kemal Kılıçdaroğlu beschuldigte den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, sich für die Kreditaufnahme starkgemacht zu haben. Präsident Abdullah Gül gab zu, dass er Çalik mit dem Herrscher Katars Hamad bin Chalifa Al Thani bekannt gemacht hat, der sich wiederum über eines seiner Unternehmen an dem Medienkonzern mit 25 % beteiligt hat. Quelle 

Dass Katar eine besondere Beziehung zur Türkei hat, ist nicht neu, erst am 19. Juni 2016 traf sich Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in Istanbul mit dem Emir von Katar, Scheich Temim bin Hamad.  Das Treffen in der Huber Villa in Tarabya unter Ausschluss der Presse dauerte 1 Stunde 15 Minuten. Auch der Emir von Katar, Scheich Temim bin Hamad steht in Verdacht, die IS-Terrorgruppe zu finanzieren.

Die Türkei baut in Katar einen Militärstützpunkt, den ersten großen des Landes im Nahen Osten. Gut ein Jahr nach der Unterzeichnung eines strategischen Zusammenarbeitsvertrags sind Ankara und Doha übereingekommen, dass die Türkei zum Zweck der «Abwehr gemeinsamer Feinde und Sicherheitsbedrohungen» in Katar eine Basis einrichtet, in der fürs Erste rund 3000 Soldaten stationiert sein werden. Der Stützpunkt soll als Ausbildungszentrum dienen und wird Kontingente der Luftwaffe, der Kriegsmarine sowie «Einheiten für spezielle Operationen» beherbergen. Der genaue Standort des Stützpunktes ist noch nicht bekanntgegeben worden. Bezahlt wird er vom reichen Katar. Siehe auch In Geiselhaft der Despoten – darum schweigt die EU – Gaspipeline durch die Türkei

Der älteste Sohn: Ahmet Burak Erdogan

Erdogans älterster Sohn bei der Hochzeit von seiner jüngsten Schwester im Mai 2016.

Bekannt wurde Ahmet, als ein paar Tage vor der Kommunalwahl 2014 auf Youtube ein kompromittierendes Video auftauchte. Im Mittelpunkt: Ministerpräsident Erdogans Sohn Ahmet Burak und der sogenannte Sex-Tape-Skandal. Es soll sich dabei um Gespräche zwischen Ahmet Burak Erdoğan mit seiner ausländischen Geliebten handeln. Schon da wurde über Ahmet und seinen Schwiegervater Osman Ketenci berichtet, die zusammen Geschäfte machen. Es wurde darüber spekuliert, ob Ahmet durch Korruption und Vorteilsnahme zu seinem Reichtum kam. Von einer Reederei mit sechs Schiffen wurde berichtet.

Auch Erdogans ältester Sohn ist in der Schiffsbranche tätig. Er besitzt das Schiff Safran 1, welches nun Umit G heißt. Auch hat er einen Massengutfrachter namens SAKARYA – Baujahr 2002 in Japan. Reiseziel: 20. November 2015  Oran, Algerien. Der älteste Sohn von Erdogan kaufte diesen Frachter 2012 für 10 500 000 US-Dollar.

Nach Sözcü transportierte Ahmet Burak Erdoğan mit seinen Schiffen auch amerikanische Waren nach Ägypten, obwohl die Beziehungen zwischen der Türkei und Ägypten sich verschlechterten.

Nun wieder zum Schiff G. Inebolu, das in Indien abgewrackt wurde. Wie wir erwähnten, gehörte dieses Schiff der BMZ Group, einem Unternehmen von Bilal Erdoğan, aber auch Manta Versand Transport & Trade – Istanbul, Türkei, die Firma von Ahmet Burak Erdoğan scheint beteiligt zu sein. Denn laut http://maritime-connector.com/ gehört Manta Versand Transport & Trade – Istanbul das Schiff.

Irgendwie gehören wieder alle zusammen  Mehr Informationen: Treffen Sie den Mann, der ISIS finanziert: Bilal Erdogan, der Sohn des türkischen Präsidenten

Sümeyye Erdogan und ihr Mann laut Twitter am 08. August 2016 bei der Demonstration für den Vater

Sümeyye Erdogan, die Tochter des Patriarchen, führt ein verstecktes Militärhospital, in dem die Kämpfer des IS behandelt werden. Mit Zustimmung Erdogans haben türkische Geheimdienstler in geheimen Militärbasen in der Konya-Provinz innerhalb der Türkei Islamisten trainiert.

Geheiratet hat sie den Sohn eines Rüstungsunternehmers, Selcuk Bayraktar im Mai 2016. Sümeyye Erdogan hat im US-Bundesstaat Indiana Soziologie und Politikwissenschaften sowie in London an der School of Economics studiert. Ihr Mann studierte ebenfalls in den USA, unter anderem am renommierten MIT in Pennsylvania. Seiner Familie gehört der Baykar-Konzern. Die Firma ist im Verteidigungssektor aktiv und produziert unter anderem Drohnen. Sie gilt als enge Beraterin ihres Vaters.

Das Staudammprojekt GAP in Südostanatolien – wie wird der nächste Schritt von Erdogan sein?

Es ist nicht nur die Pipeline, mit dem Bau die Türkei begonnen hat, die ab 2018 Erdgas aus Aserbeidschan bis nach Griechenland pumpen soll. Das milliardenschwere Projekt soll Europas Abhängigkeit von russischem Gas verringern. Das Gas kommt aus dem Kaspischen Meer, wo unter der Führung des britischen BP-Konzerns eines der größten Gasfelder weltweit erschlossen wurde.Siehe In Geiselhaft der Despoten – darum schweigt die EU – Gaspipeline durch die Türkei – Es geht auch ums Wasser.  Die Türkei legt eine Wasser-Pipeline nach Zypern. Von dort aus könnte das Wasser dann mit weiteren schwimmenden Pipelines an alle Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeeres vertrieben werden, hoffen die Türken. Die Pipeline werde das politische Gefüge der Region verändern, so ein Beitrag aus 2014. 

Wasser ist der Stoff, aus dem Konflikte sind – Euphrat und Tigris

Wer Wasser hat, hat Macht – und wer den Zugang zu den Quellen hat, hat noch mehr Macht. Rein theoretisch könnte die Türkei mithilfe der Staudämme jederzeit Syrien und dem Irak „den Hahn zudrehen“.

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Durch den Bau des Atatürk-Staudamms in der südöstlichen Türkei hat die Regierung in Ankara einen Dauerstreit mit Syrien und dem Irak entfacht. Diese beiden am Unterlauf des Euphrat gelegenen Staaten fürchten, dass ihnen dadurch der Hahn zugedreht wird. Die türkische Regierung hat vorsorglich Boden-Luft-Raketen zur Verteidigung des Bauwerks installiert.

So reibungslos, wie es sich die türkische Regierung versprochen hatte, läuft der Masterplan jedoch nicht. Die türkische Politik übersieht viele Tatsachen sowohl auf der nationalen als auch auf der regionalen Ebene.
Umsiedelungen: Vom GAP sind ca. 400 Dörfer und 5150 Siedlungen betroffen. 40 000 Menschen wurden für den Atatürk-Staudamm bereits umgesiedelt. 20 000 Menschen mussten dem Karakaya-Damm weichen und 30 000 Anwohner der betroffenen Region haben bis ins letzte Jahr hinein vergeblich versucht, gegen die Überflutung Ihrer Häuser durch den Birecik-Damm zu protestieren.

Im Streit um den Ilisu-Damm bat die irakische Regierung sogar die Arabische Liga um Unterstützung. Die Reduzierung der Wassermenge schade der Landwirtschaft und führe zu Bodenerosion und Versalzung in ehemals bewässerten Gebieten.

INFOBOX

Der Damm sollte nach Planungen der Regierung noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Er ist Teil des 22 Staudämme und 19 Wasserkraftwerke vorstehenden Südostanatolienprojektes (GAP). Das Tigris-Tal würde dann auf einer Länge von 135 Kilometern zu einem 313 Quadratkilometer großen Stausee, in dessen Fluten rund 200 Dörfer sowie die kulturhistorisch einzigartige 10 000 Jahre alte Kleinstadt Hasankeyf mit ihren historischen Monumenten untergehen. Zurzeit wurde ein Baustopp verhängt, da es auf der Baustelle immer wieder zu Übergriffen kommt. Mit dem Baustopp des Ilisu-Dammes erfüllt die Türkei allerdings zugleich eine Forderung des IS. Der soll nämlich im August angedroht haben, sich Istanbul zu nähern, sollte die Türkei weiterhin mit Staudämmen an Euphrat und Tigris den Irak und Syrien von der Wasserzufuhr abschneiden.

Im Herbst 2009 trafen sich die Türkei, Syrien und der Irak zu Gesprächen, um das Abkommen von 1987 neu zu regeln. Damals hatte sich die Türkei verpflichtet, 500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde nach Syrien durchzulassen. Daran hat sie sich im Großen und Ganzen auch gehalten. Das war jedoch, bevor der Atatürk-Staudamm gebaut wurde. Jetzt, da er gebaut und mit Wasser gefüllt ist, pochen Syrien und der Irak jedoch darauf, dass die Türkei die Durchflussmenge erhöht. Das war kurz, bevor der Syrien-Konflikt begann.

Umsiedelungen: Vom GAP (22 Staudämme) sind ca. 4100 Dörfer und 5150 Siedlungen betroffen. 40 000 Menschen, überwiegend Kurden, wurden für den Atatürk-Staudamm bereits umgesiedelt. 20 000 Menschen, auch überwiegend Kurden, mussten dem Karakaya-Damm weichen und 30 000 Anwohner der betroffenen Region, ebenfalls Kurden, haben bis zuletzt vergeblich versucht, gegen die Überflutung Ihrer Häuser durch den Birecik-Damm zu protestieren. Im Streit um den Ilisu-Damm bat die irakische Regierung sogar die Arabische Liga um Unterstützung. Die Reduzierung der Wassermenge schade der Landwirtschaft und führe zu Bodenerosion und Versalzung in ehemals bewässerten Gebieten. Doch seitdem der Krieg mit Syrien eskalierte, können sich der Irak und Syrien nicht mehr der Arabischen Liga sicher sein, denn sowohl Katar als auch Saudi Arabien haben sich mit der Türkei verlinkt.

Mehr Informationen: ISIS – Wie konnte sich eine solche Terror-Gruppe unbemerkt trotz Geheimdienste bilden? Die Geister die ich rief?

Erdoğan droht Italien, das könne die Beziehungen zwischen den beiden Staaten gefährden. Darauf konterte Renzi ziemlich locker, dass es in Italien eine freie und unabhängige Rechtsprechung gäbe, die gemäβ der Gesetzgebung alle Formen der Illegalität bekämpfe – Italiens Richter seien der italienischen Verfassung verpflichtet und nicht dem türkischen Präsidenten. „Das nennt sich Rechtsstaat und darauf sind wir stolz“, twitterte er.

Lesen Sie auch ganz aktuell: HELLO WORLD ‪‎KOBANE‬ IS FREE – doch anscheinend hat die Welt es vergessen – und schaut beim Völkermord an den Kurden lieber zu, anstatt zu helfen!

Netzfrau  Doro Schreier 

Es ist 5 vor 12 – Wir stehen am Rande eines Atomkrieges – 50 US-Atombomben lagern in der Türkei – hat Türkei sogar eigene Atombomben?

Erdogan FAMILY will Onassis überholen – Treffen Sie den Mann, der ISIS finanziert: Bilal Erdogan, der Sohn des türkischen Präsidenten

Erdogans Krieg und Merkels Schweigen

Der nächste Konflikt – Türkei schießt russischen Kampfjet ab – Nato beruft Sondertreffen ein

Finanzielle Hilfe: Milliarden Euro für EU-Beitrittskandidaten (incl. Türkei) und neue Grenzzäune

Energiehunger in der Ukraine-Krise: TTIP schneller als erwartet? Fracking, Teersand, Iran und Türkei

Offener Brief an Merkel, Gabriel und Steinmeier – Verletzungen der Menschenrechte!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Einen Politiker wie Erdogan darf man weder unterschätzen noch überbewerten. Mir fehlt aber in dem Zusammenhang der Berichterstattung sowohl der Putschereignisse als auch die politischen Entscheidungen eine gewisse Objektivität innerhalb der deutschen Leitmedien. Es gibt grundsätzlich nur gut (türkische Presse) und schlecht (deutsche Presse). Es wird nicht hinterfragt, recherchiert oder mal sachlich argumentiert und erörtert. Von beiden Seiten. Gerade in den heutigen Zeiten ist Frieden wichtiger als je zuvor. Aber die Massen lassen sich beidseitig nur allzu leicht aufwiegeln.

  2. Ich finde es in heutiger Zeit richtig und gut und hilfreich, gut recherchierte Berichte zu lesen… und habe sehr großen Respekt vor all den investigativen Journalistinnen, die so viel Zeit ihres Lebens dafür geben, empathisch zu berichten und die Welt ein Stück weit besser und schöner zu gestalten. Danke!

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