Porno ist passé. Man berauscht sich jetzt an realen Vergewaltigungen – Gang rape videos on sale in India amid rise in violent crimes against women

Rape5zur englischen Version Frauen und Mädchen werden vergewaltigt. Die brutalen Vergewaltigungen werden mit Handys gefilmt und dann als Video verkauft. Und obwohl Indien nach der brutalen Gruppenvergewaltigung von einer 24-jährigen in einem fahrenden Bus in Neu-Delhi das Gesetz verschärfte, nehmen die Gewalttaten wieder zu. Die Brutalität der Vergewaltigungs-Gangs hat landesweite Proteste ausgelöst.

Vor vier Jahren starb Jyoti Singh, eine 23-jährige Medizinstudentin in Indien, nach einer brutalen Vergewaltigung in einem Bus durch eine Gang. Das abscheuliche Verbrechen erzeugte weltweite Empörung und war Gegenstand eines kontroversen und zensurierten Doku-Films namens „India’s Daughter“. Der Film konfrontierte Inden mit einer Kultur, in der Vergewaltigungen um sich greifen, einer Kultur, von der Menschen im Land und außerhalb fordern, dass sie sich ändert.

Uttar Pradesh ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat. Plattitüden wie die des Vize-Oberhauptkommisars Ajay Sharma kommen nicht gut bei Bürgern an, die die Nase gestrichen voll von dieser Barbarei haben.
Verwandte der Opfer fordern von den Behörden eine öffentliche Hinrichtung der Verdächtigen, so sie denn verhaftet werden.

Die Clips werden „unter dem Ladentisch“ verkauft, an Menschen, die „auf Empfehlung eines Kunden“ kommen, so die Times of India. Auch in den sozialen Medien werden sie weiterverbreitet. „Porno ist passé. Man berauscht sich jetzt an diesen realen Verbrechen, sagte ein Ladenbesitzer in Agra, der seinen Namen nicht nennen wollte. Die Videos dienen nicht nur der Erpressung, sondern die Täter wollen ihr Opfer damit unter Druck setzen, damit diese sich weiteren Taten „hingeben“.

Handy-Videoclips von Vergewaltigungen durch Gangs werden in Geschäften im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh verkauft. Eine Flut von Vergewaltigungen in einem der gewalttätigsten Bundesstaaten des Landes entfacht die Wut der Menschen, die den Rücktritt des Ministerpräsidenten fordern.

Die Clips, die eine Dauer von 30 Sekunden bis hin zu fünf Minuten haben, werden „zu Hunderten, vielleicht zu Tausenden an jedem Tag“ verkauft, berichtet die Times of India. Sie kosten 50 bis 150 Rupien (0,75 – 2 $) pro Stück.

„Wir wissen um das Problem. Wir treffen die erforderlichen Maßnahmen. Aber es ist schwierig, da die Verkäufe unter dem Ladentisch geschehen“, sagte Ajay Sharma, ein Vize-Oberinspektor der Polizei in Agra, der Thomson Reuters Foundation.

In den letzten Wochen wurde von mehreren Vergewaltigungen durch Gangs in Uttar Pradesh berichtet. Dieser Bundesstaat gehört zu den für Frauen unsichersten Bundesstaaten.

In der vergangenen Woche wurden eine Frau und ihre 14-jährige Tochter mit vorgehaltener Waffe aus ihrem Auto an einer Hauptstraße gezogen und in nahe gelegenen Feldern stundenlang von einer Gang vergewaltigt. Örtliche Medien berichten, dass die Polizei anfänglich auf Hilferufe nicht reagiert hatte.

Der täglich erscheinende Indian Express berichtete, dass in dieser Woche eine weitere Frau von einer Gang in Uttar Pradesh vergewaltigt wurde und dass dieser Vorfall von einem Handy gefilmt wurde. Mehr und mehr filmen Täter ihre Verbrechen und erpressen so ihre Opfer, damit diese nicht zur Polizei gehen, sagte die Times of India. Ministerpräsident Akhilesh Yadav ist wegen des Anstiegs von Gewaltverbrechen gegen Frauen unter Beschuss geraten, #LawlessUP auf Twitter ist diese Woche voll im Trend.

Gemäß amtlichen Informationen gab es im Jahr 2014 337 922 Berichte über Gewalt gegen Frauen, darunter Vergewaltigungen, Belästigung und Entführung, was einer 9-prozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vergewaltigungsopfer in Indien leiden unter Stigmatisierung und müssen ein antiquiertes und unsensibles Justizsystem ertragen, sagen Aktivisten für Frauenrechte.

In langwierigen Gerichtsverhandlungen werden Opfer und Zeugen manchmal durch die Angeklagten eingeschüchtert, die oft auf Kaution freigelassen werden.

Eine Welle öffentlicher Proteste nach der schweren Vergewaltigung einer Frau in einem Bus in Delhi durch eine Gang veranlasste die Regierung im Jahr 2012, die Strafen zu verschärfen, darunter die Todesstrafe für Wiederholungs-Vergewaltiger und die Kriminalisierung des Stalking. (Siehe auch: Indien: Zwei minderjährige Mädchen vergewaltigt und getötet)

Gang rape videos are being sold in India

It’s been four years since Jyoti Singh, a 23-year-old medical student in India, died after suffering a brutal gang rape while riding aboard a bus. The heinous crime caused global outrage and was the subject of a controversial and censored documentary, India’s Daughter. The film has forced India to confront a culture in which rape has become rampant, a culture that people inside and outside the country have demanded must change. But change, if it’s happening, is hard fought, as a startling new report shows. According to Reuters, gang rape videos have become a popular seller in Uttar Pradesh, India’s most populous state located in the northern region of the country.

Platitudes like that, however, are not sitting well with citizens who are fed up with the barbaric behavior. Last week, a teenage girl and her mother were gang raped after being abducted at gunpoint by a band of thugs in a highway robbery. The mother and daughter were raped for hours as police failed to respond to calls for help promptly. Relatives of the victims have asked authorities to allow them to publicly execute the suspects police eventually arrested.

The clips are being sold „under the counter“, according to the newspaper, to people who come with a customer’s „reference“, and also via social media. They range in length from 30 seconds to as long as five minutes.

„Porn is passe. These real life crimes are the rage,“ an unnamed shopkeeper in Agra, home of the Taj Majal, told the Times of India. It reported that police believe the videos are used as blackmail, to prevent victims from reporting the crimes, or to pressure them into further acts.

Gang rape videos on sale in India amid rise in violent crimes against women

MUMBAI (Thomson Reuters Foundation) – Graphic mobile phone clips of gang rapes are being sold in shops in the northern Indian state of Uttar Pradesh, as a spate of rapes in one of the country’s most violent states has sparked anger and calls for the chief minister to step down.

The clips, which last 30 seconds to five minutes, are being sold in the „hundreds, perhaps thousands, every day“, the Times of India reported. They cost 50-150 rupees ($0.75-$2) each.

„We are aware. We are taking necessary action. But it is difficult, as the sales are happening below the counter,“ Ajay Sharma, a deputy inspector general of police in the city of Agra, told the Thomson Reuters Foundation.

In recent weeks, several gang rapes have been reported in Uttar Pradesh, which ranks among the most unsafe for women.

Last week, a woman and her 14-year-old daughter were dragged from their vehicle at gunpoint on a major highway and gang-raped for hours in nearby fields. Local media reported that initially the police did not respond to a call for help.

The daily Indian Express reported that this week another woman was gang-raped in Uttar Pradesh, and said the incident had been recorded on a mobile phone.

Increasingly, perpetrators are recording their crimes on mobile phones to use as a blackmailing tool and to dissuade victims from going to the police, the Times of India said.

Chief Minister Akhilesh Yadav has come under fire over the rise in violent crimes against women, with #LawlessUP trending on Twitter this week.

In 2014, there were 337,922 reports of violence against women including rape, molestation and abduction, a 9 percent increase on the previous year, according to official data.

Rape victims in India suffer enormous stigma and endure an archaic and insensitive criminal justice system, women’s rights activists say.

During lengthy trials, victims and their witnesses are sometimes intimidated by the accused who, in some cases, are granted bail by the court.

A wave of public protests following the fatal gang-rape of a woman on a Delhi bus in December 2012 prompted the government to enact stiffer penalties, including the death sentence for repeat rape offenders and the criminalisation of stalking.

($1 = 66.854 Indian rupees)

Source 

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle (Übersetzungen)
deutsche Flagge
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5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Was wir hier von diesen widerlichen Kerlen halten, möchte ich gar nicht aussprechen. Ohne ihre Frauen sind sie ein NICHTS, ein ABSCHAUM, ein DRECK. Wie enorm mutig die indischen Frauen jetzt geworden sind, macht uns glücklich. Jeder Kerl ob alleine oder in der Gruppe sollte öffentlich gesteinigt oder verbrannt werden. Das die Gerichte so milde bestrafen spricht für unsere Begriffe eine Sympatie gegenüber den Tätern aus. Wir wünschen der Gutabi Gang das noch viele Frauen hinzu kommen und sie sich grausam an ihren Peiniger rächen werden.

  2. Ja auf dieser Welt geht es ohne Selbstjustiz wohl nicht mehr, die Zeiten in Europa kommen auch immer näher, machen wir uns da nix vor da die Vergewaltigungen der letzten Zeiten
    keinerlei Konsequenzen haben und die Täter noch verhätschelt werden, weil sie ja so traumatisiert sind.

  3. Die Gewalt gegenüber Frauen wird in vielen Ländern immer noch gesellschaftlich ignoriert. Ich bin darauf aufmerksam geworden durch ein Video aus Afghanistan. Eine junge Frau wurde beschuldigt, aus dem Koran Seiten herausgerissen und in die Toilette geworfen zu haben. Die junge Frau wurde von dem Mob gejagt und gesteinigt.

    Hinterher stellte sich heraus, dass die Vorwürfe völlig unbegründet waren.

    Das ganze war so entsetzlich anzusehen, dass ich mich übergeben mußte.
    Aber Indien ist ja nicht das einzige Land, in dem Mädchen und Frauen auf grausamste Weise mißhandelt und getötet werden. Auch Afrika und Südamerika sind hier zu nennen.
    Die Gründe hierfür sind in der jeweiligen nationalen Gesellschaft und deren soziales rückständiges Gefüge zu suchen.

    Wir vergessen innerhalb unserer europäischen Gesellschaften auch viel zu schnell, wie Frauen bis in die 1970er Jahre benachteiligt wurden. Das soll keine Relativierung der grässlichen Zustände in den Ländern sein, in denen Frauen heute noch unvorstellbare Qualen erleiden müssen. Ein großer Teil der Menschen hier in Europa weiß von diesen entsetzlichen Zuständen einfach nichts, weil die Mainstreammedien hierüber nicht berichten.

    Pauschal gegen Männer zu hetzen ist wohl der falsche Weg. Jede Gesellschaft ist das Spiegelbild der jeweiligen Machtelite. Hier muß angesetzt werden. Aber mit diesen Machteliten aus rückständigen Ländern machen gerade die europäischen Länder Geschäfte. Und wir kaufen Waren, die von diesen betroffenen Frauen hergestellt wurden. Und das nur aus einem Grund, weil diese Waren auf dem Weltmarkt dann die billigsten sind. Es sind europäische und amerikanische Firmen, die dort fertigen lassen, oft in eigenen Firmenräumen.

    Seit der US-Globalisierung ist diese Art der „Industrialisierung“ geradezu explodiert. Und die USA einschließlich ihrer Vasallen-Länder verkaufen sich als Wächter von Demokratie und Freiheit.
    Dabei haben in diesen Billiglohnländer Frauen und Kinder am meisten zu leiden. Sie werden als Sklaven direkt und indirekt von den Weltkonzernen der Industrieländer ausgenutzt.

    Bleibt nur ein Weg, der gangbar ist: „Frauen in aller Welt vereinigt Euch!“ Die Frauen gebären unsere Nachkommen, also unsere Zukunft! Werdet Euch Eurer eigentlichen Macht bewußt! Eure Söhne werden Euch dann zur Seite stehen. Schickt die alten kriegslüsternen Greise in die Wüste!
    Es liegt in Eurer Hand!

    Weiter so! Ihr werdet gewinnen!
    Herzlichst
    Dieter Krogmann

  4. Dieter Korgmann, vielen Dank für diesen Kommentar, dem ist nichts hinzuzufügen.
    Netzfrauen, danke für die vielen Infos und tollen Berichten hier, auch wenn ich Tag für Tag immer und immer wieder geschockt bin. Was ist das bloss für eine Welt, dabei könnten wir es so schön haben, gemeinsam mit der Natur, die wenig fordert, aber alles gibt.

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