Herzzerreißend! Mit Gewalt in die Ehe verkauft – The heartbreaking moment a Kenyan girl is sold into marriage

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Bunte Perlenketten tragen junge Mädchen – eine Art ,,Besitzurkunde“ für Männer, die mit den minderjährigen Mädchen Sex haben. Stellen Sie sich vor, ein Mann hält ein Mädchen fest, das zu fliehen versuchte, als ihm klar wurde, dass es zwangsverheiratet werden sollte. So in Kenia geschehen. Männer und Frauen des Pokot-Stammes halten ein Mädchen fest, bevor eine Gruppe von Männern es fortbringt. Als eines der Mädchen erkennt, dass es verheiratet werden soll, versucht es zu fliehen, wird aber von einem Mann überwältigt.

Auch Tausende Samburumädchen werden noch immer als Kinder verheiratet, sexuell missbraucht, verstümmelt – und mit Perlen geschmückt. Sie sind schön, sie sind bunt, sie sind der Inbegriff der Samburu-Kultur in Kenia. Doch der prächtige Perlenschmuck hat eine Schattenseite. Viele Mädchen leiden unter den Perlen. Es sind Geschenke von jungen Samburu-Kriegern. Doch diese Geschenke haben ihren Preis: Die Männer dürfen dafür mit den Mädchen Sex haben, wann immer sie wollen. So ist die Tradition.

Dass die Tradition gegen das kenianische Gesetz verstößt, ist vielen Samburu nicht bewusst. Beschneidung von Frauen, Sex mit Minderjährigen und Heirat unter 18 ist in Kenia verboten und doch nimmt diese Tradition trotz Aufklärung wieder zu.

In vielen Regionen Afrikas, aber auch in einigen asiatischen Ländern gehört diese nun folgende Geschichte zum Alltag. Zur jahrtausendealten Tradition. Es passiert alle elf Sekunden irgendwo auf der Welt. Ein Mädchen legt sich auf einen Tisch, eine Beschneiderin nimmt ein Messer oder auch eine Glasscherbe und beginnt mit einer Prozedur, nach der nichts mehr sein wird wie zuvor: der Genitalverstümmelung.

In einem Dorf etwa 80 km entfernt von Marigat im Baringo County, Kenia, lebt ein Stamm, der die Genitalbeschneidung von Mädchen als Ritual zum Übergang zur Frau betreibt. Dort wird ein Mädchen im Teenager-Alter zu einer arrangierten Eheschließung gezwungen. Ihr Preis: 20 Ziegen, 10 Kühe und ein paar Kamele – bereits gezahlt an ihre Familie in den vergangenen Wochen. Ihre Reaktion ist herzzerreißend!

In leuchtend-bunten Farben gekleidet und mit Perlen für die Zeremonie versehen, versucht sie zu fliehen. Sie ballt die Hand zur Faust und tritt barfuß um sich, als ein Mann sie von hinten packt, sie hochzieht und wegträgt von Zuhause – eine von Siegfried Modola, Reuters-Fotograf, eingefangene und beschriebene Szene, die sich vor zwei Wochen beim Stamm der Pokot ereignete. Seine Fotos dokumentieren eine Tradition der Pokots, nach der Eltern ihre Mädchen weggeben, meist an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Die Mädchen werden für eine Mitgift, ein Ehegeld, verkauft und mit einem Mann des Stammes verheiratet.

Die Familie des Mädchens gab an, sie habe nichts gewusst von dem Arrangement, das ihr Vater mit dem zukünftigen Ehemann getroffen hatte, berichtet Reuters. Hätten sie es dem Mädchen erzählt, so befürchtete man, wäre sie weggelaufen. Also kam eine Gruppe von Männern des Stammes, um sie abzuholen und zu der zweitägigen Zeremonie im Dorf zu bringen.

Der herzzerreißende Ablauf:

  • Männer und Frauen des Pokot-Stammes halten ein Mädchen fest, bevor eine Gruppe von Männern es fortbringt.
  • Ein Mann überwältigt ein Mädchen, als es zu fliehen versucht, nachdem es erkennt, dass es verheiratet werden soll.
  • Die in Tierhäute gewickelten Mädchen vom Stamm der Pokot sitzen während der Zeremonie ihrer Beschneidung auf Steinen.
  • Eine Frau des Pokot-Stammes führt die Beschneidung eines Mädchens durch.
  • Eine Frau des Pokot-Stammes hält eine Rasierklinge in der Hand, nachdem sie vier Mädchen beschnitten hat.
  • Ein Mädchen des Pokot-Stammes weint, nachdem es beschnitten wurde.
  • Ein Mädchen des Pokot-Stammes wird mit einer weißen Farbe eingeschmiert, nachdem es beschnitten wurde.
  • Ein in Tierhäute gehülltes Mädchen des Pokot-Stammes geht zu einem Platz, an dem es sich nach der an ihr verübten Beschneidung niederlässt.
  • Die Pokot-Mädchen gehen in einer Reihe während der Eröffnungszeremonie.
  • Die Pokot-Mädchen schlagen einen Jungbullen im Rahmen der Eröffnungszeremonie.
  • Ein Jungbulle liegt tot am Boden, nachdem er durch einen Schlag auf den Kopf und einen Speerstich ins Herz getötet wurde.
  • Mädchen und Jungen des Pokot-Stammes tanzen zusammen.
  • Ein Mann des Pokot-Stammes trägt ein Lamm, während er die Mädchen bei einer Beschneidungszeremonie segnet.

Die dazu gehörenden Fotos können Sie hier sehen: The heartbreaking moment a Kenyan girl is sold into marriage und weiter unten:

Beim Stamm der Pokot wird die Klitorisbeschneidung eines Mädchens als deren Wandlung zur Frau angesehen. Obwohl dies heute in Kenia gesetzeswidrig ist, erlaubt der Stamm es noch immer – vielmehr zwingt er alle Mädchen vor der Hochzeit dazu. Diese Praxis ist auch bekannt als weibliche Genitalverstümmelung (FGM) und gilt in vielen Ländern als Menschenrechtsverletzung. Sie kann zu schweren Blutungen, Infektionen, Unfruchtbarkeit und zum Tod führen. Etwa 125 Millionen Mädchen und Frauen in 29 Ländern Afrikas und des Nahes Ostens wurde dies nach Aussage der Vereinten Nationen angetan.

Anfang dieses Jahres wurde in Kenia eine Strafverfolgungseinheit und eine Hotline für Mädchen und Frauen eingerichtet, bei der sie derartigen Missbrauch melden können.

„Wenn wir im Vorfeld eine Information erhalten, hilft es tatsächlich, diese Praxis zu verhindern, denn wir können vor Ort eine Razzia vornehmen und die Mädchen retten”, äußert sich Christine Nanjala, Leiterin der Anti-FGM-Strafverfolgungseinheit gegenüber der Thomson Reuters Foundation.

Im Oktober nahm Modola eine Fotoserie auf dem Land in Kenia auf, mit der das Beschneidungsritual der Pokots dokumentiert wird.

„Sie glauben: Wenn ein Mädchen beschnitten ist, ist es erwachsen und kann verheiratet werden”, sagt die Anti-FGM-Rechtsanwältin Rebecca Chebet im WXYZ-TV. „Heute werden Mädchen, die nicht älter sind als 9 Jahre, beschnitten, weil ihre Väter eine Mitgift haben wollen.”

An dem Wochenende hielt der Pokot-Stamm eine Eröffnungszeremonie ab für diejenigen, die sich vom Mädchen zur Frau wandeln sollten.

Mehr als 100 junge Frauen nahmen an der Zeremonie teil. Dazu gehörte auch ein Ritual, bei dem die Mädchen einen Jungbullen so lange mit den Fäusten schlagen, bis er am Boden liegt. Die Männer der Stammesgemeinschaft töteten den Bullen dann durch einen Schlag auf den Kopf und mit einem Speer ins Herz, berichtet Reuters.

Die Mädchen des Stammes sangen und tanzten den ganzen Abend und den nächsten Tag der Eröffnungszeremonie hindurch. Am Schluss wurde ihnen gestattet, unter Aufsicht der Älteren mit den Jungs zu tanzen.

Wir haben diesen Beitrag für Sie aus der Washington Post übersetzt, das Original finden Sie hier: The heartbreaking moment a Kenyan girl is sold into marriage

Gemeinsam ist allen Arten der Genitalverstümmelung der Schmerz. Die Beschneidung selbst wird ohne Betäubung durchgeführt. Überlebt das Mädchen, wird es trotzdem nie wieder frei von Schmerzen sein. Narben, Wucherungen oder Probleme beim Urinieren sind häufige Folgen der Tradition, Schmerzen beim Sex sowieso. Ein normales Gebären ist für die Frauen unmöglich. Können sie sich keinen Kaiserschnitt leisten, müssen sie tief aufgeschnitten werden. Viele Frauen und Kinder sterben bei den Geburten, oft kommt das Kind wegen Sauerstoffmangels während des verlängerten Geburtsvorgangs behindert zur Welt.

„Ich bete darum, dass eines Tages keine Frau mehr diese Qual erleiden muss. Sie soll zu etwas längst Vergangenem werden. Die Menschen sollen sagen: „Hast du schon gehört, die Genitalverstümmelung von Frauen ist in Somalia gesetzlich verboten und unter Strafe gestellt worden”? Und dann dasselbe auch im nächsten Land und im nächsten und so weiter, bis die ganze Welt für alle Frauen sicher ist. Was für ein glücklicher Tag wird das sein – und darauf arbeite ich hin. So Gott will, wird dieser Tag kommen”.

Waris Dirie

The heartbreaking moment a Kenyan girl is sold into marriage

By Lindsey Bever and Nick Kirkpatrick washingtonpost.com

In a village about 50 miles from Marigat in Baringo County, Kenya, among a tribe that practices genital mutilation as a rite of womanhood, a teenage girl is sold into an arranged marriage. Her price is 20 goats, 10 cows and a few camels, paid to her family over several weeks. And her reaction is heartbreaking.

Dressed in bright-colored clothes and ceremonial beads, she tries to escape, balling up a fist and kicking her bare feet from the ground when a man picks her up from behind and pulls her away from her home. The scene, which unfolded over the weekend in the Pokot tribe, was captured and described by Reuters photographer Siegfried Modola. His photos document a Pokot tradition in which parents give away their daughters, usually at the start of adolescence. The girls are sold for a dowry and married to men in the tribe.

The girl’s family claimed she didn’t know about the arrangement her father made with her future husband, Reuters reported. If they told her, they feared, she would run away. A group of men from the tribe came to collect her and led her to a two-day ceremony in the village.

Pokot men and women hold a girl before she is taken away by a group of men. (Siegfried Modola/Reuters)

A man holds a girl as she tries to escape when she realized she is to be married. (Siegfried Modola/Reuters)
Within the Pokot tribe, female circumcision is seen as a girl’s transition to womanhood. Although it’s now illegal in Kenya, the tribe still allows it and, in fact, forces all girls to do it before marriage. The practice is also known as female genital mutilation (FGM) and, in many countries, is considered a human rights violation. It can lead to severe bleeding, infections, infertility and death. Some 125 million girls and women in 29 countries in Africa and the Middle East have experienced it, according to the United Nations.

Earlier this year, Kenya created a prosecution unit and a hotline for girls and women to report such abuse.

“If we get this information beforehand, it will actually assist in prevention of the practice because we can organize our officers on the ground to raid the place and rescue the girls,” Christine Nanjala, head of the anti-FGM prosecution unit, told Thomson Reuters Foundation.

In October, Modola shot a series of photos in rural Kenya documenting Pokot’s circumcision ritual.

“They believe when a girl is circumcised, she is an adult and she is ready to get married,” anti-FGM advocate Rebecca Chebet told WXYZ-TV. “Now girls as young as nine are getting circumcised because their father wants a dowry.”

WARNING: The images below may be disturbing because of their graphic nature.

Pokot girls wait in a home before their circumcision ceremony in a village about 50 miles from the town of Marigat in Baringo County, Kenya, on Oct. 16, 2014. (Siegfried Modola/Reuters)

Pokot girls, draped in animal skins, sit on rocks during their circumcision ceremony. (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot woman performs a circumcision on a girl. (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot woman holds a razor blade after performing a circumcision on four girls.  (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot girl cries after being circumcised. (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot girl is smeared with a white paint after being circumcised. (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot girl, covered in animal skins, walks to a place where she will rest after being circumcised. (Siegfried Modola/Reuters)
Over the weekend, the Pokot tribe held an initiation ceremony for girls who were transitioning into womanhood.

More than 100 young women took part in the ceremony, which included a ritual where the girls punch a young bull into submission. The men in the community then kill with a hit to the head and a spear to the heart, Reuters reported.

Girls in the community sang and danced all evening and through the next day during the initiation ceremony. At the end, they were allowed to dance with the boys, under supervision from the elders.

Pokot girls walk in line during an initiation ceremony. (Siegfried Modola/Reuters)

Pokot girls hit a young bull as part of an initiation ceremony. (Siegfried Modola/Reuters)

A young bull lies dead on the ground after having been killed by a blow to the head and a spear thrust to the heart. (Siegfried Modola/Reuters)

Pokot girls and boys dance together. (Siegfried Modola/Reuters)

A Pokot man holds a lamb as he blesses girls during a circumcision ceremony. (Siegfried Modola/Reuters)

Pokot girls wearing traditional jewellery stand in a circle. (Siegfried Modola/Reuters)

Netzfrau Heike Garisch
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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Artikel!
    Frage: Kann es sein, dass die betroffenen Mädchen durch die dort herrschenden Doktrien nicht sogar manchmal stolz oder „heiss“ darauf sind, zum Kreis der Frauen (Jugendweihe) zu gehören?
    Es ist widerlich – sicher – was dort oder anderswo geschieht – Mittelalter oder Urgesellschaft!
    Aber es sichert dort das Fortkommen! Wenn WIR hier nicht so ekelhaft auf „Unser täglich Brot – Blut“ bedacht wären und endlich aufhören würden Afrika zu verachten und auszubeuten, dort sinnvoll zu helfen, statt strategische und koloniale Zielen als Mantra zu huldigen, kämen selbst die Völker im Urwald auf die Idee, dass es etwas anders gibt, als Schamlippen oder Vorhäute abzuschneiden, Kinder an den „Mann“ zu bringen aus finazieller oder traditioneller Not oder zu sammeln – wahlweise zu Reliquien zu erklären (!!!) Bildung scheint ein Weg zu sein…Selbstständigkeit…Selbstvertrauen…Unabhängigkeit…doch davor bewahre uns die liebe einzig gesalbte USA, denn sonst würden uns etliche Umstände etwas komplizierter und humaner zu drohen werden ! Wer will das schon?!

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