Italien – Bankenkrise 2.0 – Bankenrettung praktisch beschlossen!

StuttmannItalien, das neue Zypern? Retten wir schon wieder Banken? Die italienischen Banken sitzen in großer Menge auf faulen Krediten – Darlehen, die von den Schuldnern nicht mehr zurückgezahlt werden können. Allein die Banco Monte dei Paschi di Siena, die älteste Bank der Welt, sitzt  auf faulen Krediten im Wert von 47 Milliarden Euro und ist dadurch von der Pleite bedroht. Die faulen Kredite bei italienischen Banken summieren sich auf 360 Milliarden Euro.

War Ihnen bekannt, dass der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi von 2006 bis 2011 Präsident der Italienischen Nationalbank war?  Von 2002 bis 2005 war er Vice Chairman und Managing Director bei Goldman Sachs International und er hat berühmte Freunde. Dazu auch unser Beitrag: Wie Goldman Sachs von der griechischen Schuldenkrise profitierte und nun verklagt werden soll. Wie soll ein solcher Mann wie er die Schuldenkrise in der EU retten können, wer er nicht mal Italien aus der Schuldenkrise helfen konnte? Im Gegenteil, die Schulden Italiens wuchsen von Jahr zu Jahr, wie wir in diesem Beitrag erläutern werden. Dazu auch: Gigantische Bankenrettung ganz aktuell!

Wir Netzfrauen berichteten 2013 in unserem Beitrag: Italien, das zweite Zypern ?, dass Italien eine Welle wütender Proteste erschütterte. Erst die Bauern, dann die Studenten: In ganz Italien kam es zu Demonstrationen. Der Zorn richtete sich gegen den Fiskus, das Brüsseler Spardiktat und die etablierten Politiker. Allein 2012 wurde 70 000 Familien die Wohnung gekündigt, weil sie mit der Miete im Rückstand waren. Laut der Statistikbehörde ISTAT hatte sich die Zahl der »absolut Armen« seit Krisenbeginn 2007 von 2,4 auf 4,8 Millionen verdoppelt. Die US-Ratingagentur Standard and Poor’s (S&P) drohte mit einer Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens. Selbst ein Abstieg in den Ramsch-Bereich wurde nicht ausgeschlossen. 

Der Finanzbedarf des italienischen Staats ist weiter hoch, hieß es 2013. In den kommenden drei Jahren wird die durchschnittliche jährliche Verschuldung des „Bel Paese“ weit höher sein als im Rest der Euro-Zone. Im kommenden Jahr werden Anleihen in Höhe von 326 Mrd. € fällig, hinzu kommen Zinszahlungen von fast 58 Mrd. €. Da die Banken mit einem Anteil von 23% zu den wichtigsten Anleihen-Investoren zählen, bemüht sich der italienische Staat darum, neue Investoren zu mobilisieren. Dabei sind vor allem inländische Privatanleger beliebt, da diese typischerweise Obligationen bis zum Verfall halten und – anders als ausländische Investoren – in schwachen Marktphasen nicht mit raschen Verkäufen reagieren. Eine tiefere Volatilität wäre das Ergebnis. Schon seit Ausbruch der Schuldenkrise versucht die Schuldenverwaltung Italiens primär inländische Privatanleger als Investoren zu gewinnen. Werbekampagnen, bei denen die Fußball-Nationalmannschaft zum Einsatz kommt, appellieren an den Patriotismus der potenziellen Obligationäre.

Laut Europäischer Bankenaufsicht (EBA) 2014 gab es beim BANKEN-STRESSTEST 25 Durchfaller: Spitzenreiter war Italien mit 9 Geldhäusern, die auf Grundlage der Zahlen von 2013 nicht die erforderlichen Kapitalanforderungen der EZB schafften. Bei dem aktuellen BANKEN-STRESSTEST war der größte Verlierer, die italienische Bank Monte dei Paschi, diese Bank hat im Stresstest der Europäischen Bankenaufsicht Eba am schlechtesten abgeschnitten. Und auch die italienische Großbank Unicredit konnte sich nicht mit Ruhm bekleckern, sie schrammte an einer Blamage nur knapp vorbei.

Für Italien wird es eng. Das Land müsse möglicherweise in den kommenden sechs Monaten von der Europäischen Union gerettet werden, warnte die italienische Mediobanca laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Daily Telegraph“ im Juni 2013. Das Land schlittere immer tiefer in eine Wirtschaftskrise und die Verknappung bei der Kreditvergabe treffe inzwischen auch große Unternehmen.

In der Bundesregierung ist man an einer Lösung interessiert, die Renzi davor bewahrt, bei dem anstehenden Referendum Anfang Oktober in Italien abgestraft zu werden, heißt es in Regierungskreisen, schreibt das Handelsblatt. Berlin ist bereit, eine flexible Lesart der EU-Regeln mitzutragen, die es erlauben würde, mögliche Verluste von Kleinanlegern durch öffentliche Gelder zu kompensieren, heißt es weiter. Grundsätzlich müssen die EU-Regeln zur Bankenabwicklung und das EU-Beihilferecht dabei allerdings eingehalten werden.„Man kann es sich nicht leisten, dass Renzi zu Fall kommt und sich eine populistische Regierung in Italien etabliert“, meint auch Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der Ingdiba in Frankfurt. Um dies zu verhindern, sei auch die Bundesregierung zu Zugeständnissen bereit. Bedeutet: Wir retten Banken, so wie zurzeit die HSH Nordbank – Siehe Die Skandalbank HSH Nordbank leistet sich über 100 Tochterunternehmen und wird trotz Steueroasen durch Steuerzahler gerettet

Doch die Deutsche Regierung hat selber Probleme mit ihren Großbanken, denn auch die Commerzbank – sie wurde in der Finanzkrise mit mehr als 18 Milliarden Euro an Steuergeldern gerettet – und auch die Deutsche Bank schneiden im BANKEN-STRESSTEST 2016 schlecht ab. Siehe Deutsche Bank am Boden und wird zum Sanierungsfall und ein neuer Skandal kommt zu den vielen anderen hinzu!

Bankenrettung praktisch beschlossen

In Italien werden durchschnittlich 30% aller Bankschuldverschreibungen von Privatkunden gehalten. Die drohende Enteignung dieser kleinen Leute ist jetzt das öffentlich kolportierte Argument aller Befürworter der Bankenrettung. Sie verschweigen allerdings, dass kein Gesetz EU-Staaten hindert, Kleinanleger für solche Schäden auch auf Kosten der Banken zu entschädigen. Bei der ganzen Kampagne für die Rettung geht es um anderes: Die großen Hauptanleger in den drei Banken in Schieflage, sind ausgerechnet die, die bei dieser Aktion sich an erster Stelle zu Wort gemeldet haben: Die Deutsche Bank, Société Générale und der weltgrößte Hedgefond Blackrock. Ihre Verluste bei der Haftung von Eignern und Gläubigern sollen verhindert werden! Der Chef der Europäischen Zentralbank assistiert ihnen bereits: Eine öffentliche Absicherung wäre „sehr hilfreich“, sagte Draghi am 28. Juli 2016  in Frankfurt. Auch „Berlin“ ist bereit, eine flexible Lesart der EU-Regeln mitzutragen, die es erlauben würde, mögliche Verluste durch öffentliche Gelder zu kompensieren.

In Portugal wurde vor einem Jahr das Finanzimperium der Bankerfamilie Espírito Santo mit staatlichen Milliarden gerettet. Ende Dezember 2015 ging es um das Geldhaus Banif, das unter zweifelhaften Umständen aufgelöst wurde: Auf Druck der Europäischen Zentralbank übernahm die spanische Großbank Santander für 150 Millionen Euro das fast risikofreie Kerngeschäft. Dagegen musste Portugals sozialistische Minderheitsregierung über 2,2 Milliarden Euro ausgeben, um eine sogenannte Bad Bank für notleidende Kredite zu schaffen. Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste ist der Alltag in einer EU, die versprochen hat, zu Bankenrettungen werde es nicht mehr kommen. Siehe auch: Wer Rettet Wen?

In Spanien, Griechenland, Portugal und Frankreich gehen die Jungen schon länger auf die Straße. Ihr Zorn ist berechtigt: Sie verlangen nach guten Jobs, sie wollen Familien gründen und fürs Alter vorsorgen. Doch anstatt den Jugendlichen mehr Geld für Bildung und Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, debattieren die Staatsoberhäupter herum auf einem Gipfel, der wieder ein Gipfel ist, und weitere werden folgen.

Europa!  Im Oktober 2012 hieß es “Wut der Krisen-Staaten legt Europa lahm“. In den Ländern Spanien, Belgien, Italien, Portugal, Griechenland und Frankreich streikten ArbeiterInnen wegen der harschen Sparpolitik. Schon 2011 hieß es: Kommt nach dem arabischen Frühling der europäische Sommer? Von Nordafrika kommend hatte der Protest der Unzufriedenen erst Spanien erfasst und war auf dem Protestplatz schlechthin angekommen: der Place de la Bastille. 222 Jahre nach der französischen Revolution forderten die Jugendlichen nun nichts Geringeres als die Weltrevolution. Lesen Sie dazu: Spanien: Zehntausende Spanier feiern – seit fünf Jahren „empört“ – Hungern, während Banker sich ihre Schandtaten mit Millionen versüßen

BankMatthias Weik und Marc Friedrich sind Initiatoren der Petition „EZB Stoppen – wir zahlen nicht für Eure Krise“ . Sie haben bereits mehrfach für unsere Leser geschrieben, damit Sie die Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven erhalten. Ihr Buch  „Der Crash ist die Lösung“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014. Im Mai 2016 erschien ihr drittes Buch „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“, welches es auf Anhieb auf die Spiegelbestsellerliste schaffte. Sie haben bereits mehrfach für unsere Leser geschrieben. Hier der Kommentar:

Italien – Bankenkrise 2.0 – die Hütte Bank brennt!

In vielen Euro-Staaten, insbesondere im Süden Europas, sieht es alles andere als rosig aus. Die Verschuldung der EU-Staaten steigt weiterhin kontinuierlich, während sich die Arbeitslosenzahlen in Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und Griechenland nach wie vor auf einem extrem hohen Niveau und die Industrieproduktion (Italien beispielsweise auf dem Niveau Mitte der 1980er) auf einem äußerst niedrigen Level befinden. Nichtsdestotrotz können sich Staaten wie beispielsweise Italien oder Spanien immer günstiger verschulden. Dies bedeutet: Obwohl es in dem Land wirtschaftlich immer weiter bergab geht, wird man mit immer niedrigeren Zinsen belohnt. Das ist volkswirtschaftlicher Irrsinn!

Italien

Das mit 2,24 Billionen Euro (über 136,5 Prozent des nominalen BIP! – erlaubt sind eigentlich laut Maastrichter Kriterien gerade einmal 60 Prozent) verschuldete Italien kämpft vermehrt mit seinen maroden Banken und deren faulen Krediten. Die Frage, die einem hier sofort ins Auge springt: Wie soll ein so immens verschuldeter Staat seine maroden Banken retten? Weder kann Italien sich das leisten, noch wäre es konform zum geltenden EU-Recht! Wieder einmal müsste man Gesetze brechen, um die Banken zu retten, und zwar die extra gerade erst geschaffenen EU-Abwicklungsrichtlinien im Zuge der europäischen Bankenunion.

Prophylaktisch hat man in Italien schon mal die stolze Summe von 350 Milliarden Euro in eine Bad Bank ausgelagert. Gelöst wurde das Problem damit freilich nicht – es wurde lediglich in die Zukunft verlagert und auf die Bürger abgewälzt. Im Juli 2016 wird die Misere der italienischen Banken offiziell amtlich. Auf Grund der hohen Anzahl von doubtful debts (Notleidende Kredite von Unternehmen und Privatpersonen, die seit mehr als 90 Tagen nicht mehr bedient werden) drohen zahlreiche italienische Banken – welche de facto pleite sind – umzukippen. Die offizielle Summe bewegt sich bei 360 Milliarden Euro. Das sind ca. 21 Prozent aller Kredite in Italien. Italienische Banken haben haufenweise Kredite an Kunden vergeben, die diese nun nicht mehr zurückzahlen können. Damit ist jedoch das Ende der Fahnenstange offensichtlich noch nicht erreicht, denn zahlreiche Banken lassen anscheinend wegen der äußerst niedrigen Zinsen „den einen oder anderen“ Kredit ohne Tilgung – dies bedeutet, dass die Bankkunden nicht mehr zahlen – weiterlaufen. Die Überraschung dieses Irrsinns wird uns eher früher serviert werden.

Bereits 2014 haben wir in unserem Buch „Der Crash ist die Lösung“ folgendes geschrieben:

Italiens Banken stehen vor gewaltigen Problemen. Die Entwicklung der notleidenden Kredite bei italienischen Banken ist seit 2009 von knapp 40 Milliarden auf einen Rekordwert von über 160 Milliarden Euro gestiegen. Damit sind 9,7 Prozent aller Verbindlichkeiten italienischer Unternehmen und Privatschuldner »unter Wasser«! Sollte es mit der wirtschaftlichen Entwicklung weiter bergab gehen, was mehr als wahrscheinlich ist, wird das gesamte italienische Bankensystem implodieren.

Entweder das, oder es wird wieder von den Steuerzahlern Italiens und Europa kostspielig reanimiert.

Der folgende Chart zeigt, warum es geradezu dazu kommen musste. Die Wirtschaft Italiens befindet sich seit Jahren im Abschwung und in einer Rezession (orangefarbene Linie). Dadurch verlieren immer mehr Menschen ihren Job – die Arbeitslosenquote ist auf einem Hoch von über 12 Prozent und bei der Jugendarbeitslosigkeit hat man ein historisches Rekordhoch von 44 Prozent erreicht. Wer aber arbeitslos ist oder keine Aufträge mehr erhält, verdient kein Geld mehr und kann folglich seine Kredite nicht mehr bedienen (blaue Linie). Das ist nicht „rocket science“, sondern logischer Sachverstand. In dieser destruktiven Abwärtsspirale befindet sind Italien seit Jahren.

Fakt ist: Im Währungskorsett der EZB wird Italien niemals auf die Beine kommen, sondern von Krise zu Krise stolpern – bis zum bitteren Ende. Zweifellos ist das politisch motivierte Währungsexperiment Euro viel zu stark für Italien.

Wieder einmal sieht man, dass die Krise – konträr zu den Behauptungen aus der Politik und Finanzwelt – nicht gelöst wurde, sondern dass man sich lediglich teuer, mit dem Geld der Steuerzahler, Zeit erkauft hat. Trotz der tatkräftigen Hilfe des Landsmanns und EZB-Chefs Mario Draghi aus dem fernen Frankfurt in Form von Niedrig-, Null- und bald  auch Negativzinsen sowie zahlreichen Geldspritzen stehen Italiens Banken am Abgrund. Die Folgen eines Crashs einer oder mehrerer größerer Italienischer Banken sind heute nicht abzusehen. Deutsche Banken haben ca. 84 Milliarden Euro in Italien im Feuer. Frankreich über 250 Milliarden Euro. Jetzt will die Regierung Renzi geltendes Recht brechen und doch wieder mit Steuergeldern der maroden italienischen Finanzbranche helfen. Die italienische Bankenkrise hat durchaus die Kraft, eine neue, sehr viel größere Krise auszulösen.

Trotz der mehr als besorgniserregenden Situation verbreitet Italiens Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan Gelassenheit. Er betrachtet die Sorgen um Italiens Banken als übertrieben. Seiner Ansicht nach werde das italienische Bankensystem von außen „völlig verzerrt“ wahrgenommen und die Institute seien durchaus „solide“. Böse Zungen sprechen in Anbetracht solcher Aussagen zu Recht entweder von Realitätsverweigerung beziehungsweise oder gar deren Verlust. Doch auch Bundeskanzlerin Merkel macht sich offenkundig keine großen Sorgen, denn anders ist ihre Aussage vom 12. 07. 2016 „Ich sehe keine krisenhafte Entwicklung insgesamt“ nicht zu verstehen. Diesbezüglich sollte die Kanzlerin nicht zu sicher sein. Nicht nur die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) halten die Probleme italienischer Banken für systemgefährdend. Angesichts des geringen Wirtschaftswachstums und der insgesamt desolaten wirtschaftlichen Lage Italiens wird es unserer Ansicht fast unmöglich für die Banken, aus eigener Kraft und zeitnah das Problem ihrer notleidenden Kredite zu lösen.

Nun ist guter Rat teuer. Der italienische Premierminister Matteo Renzi dringt nach dem „Alt-Bewährten“ – auf Staatshilfen. Jedoch kann er diese den Banken nicht so einfach gewähren, denn die EU-Staaten haben sich – nach den für den Bürger schwer vermittelbaren Bankenrettungen im Zuge der Euro-Krise – auf strikte Regeln bezüglich des Handlings strauchelnder Banken geeinigt. Das Resultat dieser Einigung ist, dass im Zuge der „Haftungskaskade“ zuerst die Gläubiger (Aktionäre, Anleihebesitzer und Sparer) für den Schaden aufkommen müssen, bevor der Staat zu Hilfe kommen „darf“. Premierminister Renzi fürchtet jedoch offensichtlich, dass zahlreiche Kleinsparer sich dies nicht bieten lassen und ihn aus dem Amt jagen werden. Beppe Grillos Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) – strikte Gegner des Euros – ist weiter auf dem Vormarsch und hat mehreren Umfragen zufolge sogar den Partito Democratico (PD) von Matteo Renzi als stärkste Partei überholt. Bei der Regierung in Rom schrillen die Alarmglocken. Also muss dringend eine Alternative her – ein Schlupfloch in der EU-Regelung gibt diese her. Dieses Schlupfloch sieht folgendermaßen aus: Banken können weiterhin mit Staatsgeld gerettet werden, wenn das „zur Abwendung einer schweren Störung der Volkswirtschaft eines Mitgliedstaats und zur Wahrung der Finanzstabilität“ dient. Dies bedeutet nichts weiter als: Der Steuerzahler ist abermals der Dumme.

Die Bankenunion ist gerade ein Jahr alt und wird schon wieder zu Grabe getragen. Man bleibt dem Rettungsirrsinn treu und bricht offenbar auch in Zukunft weiterhin Gesetze am laufenden Band, um das marode Finanz- und Bankensystem weiterhin am Leben zu erhalten.

Wir sind gespannt, wann Merkel, Renzi und Konsorten umschwenken und uns erklären werden, dass die Rettung der italienischen Banken alternativlos ist. Wir sagen knallhart, nichts ist alternativlos. Es muss ein Ende haben mit der unleidlichen Konkursverschleppung. Gründet „Good Banks“ anstatt „Bad Banks“, lasst Banken endlich pleitegehen und bringt die Verantwortlichen aus der Finanzwelt und Politik endlich hinter Schloss und Riegel. Ein Land hat uns vorgemacht, wie das bestens funktioniert – das kleine Island.

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und Honorarberater Matthias Weik und Marc Friedrich haben im Mai ihren dritten Bestseller „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“ veröffentlicht.

Bedenken Sie:

Gesetzlich sind Guthaben privater Sparer in der EU bis zu einer Höhe von 100 000 Euro pro Kopf gesichert. Diesen Sparerschutz zu gewährleisten, ist Aufgabe der einzelnen Euroländer. Wessen Guthaben bei einer Bank höher ist, sollte überlegen, den über 100 000 Euro hinausgehenden Betrag bei einem anderen Institut anzulegen. Wir haben es bei der Finanzkrise in Zypern schon einmal miterleben können.Italien, das zweite Zypern ?

Das Schöne an der Börse sei, lobte einst Altmeister André Kostolany, dass sich dort tausend Prozent gewinnen, aber nur hundert Prozent verlieren ließen. Genauso funktioniert das auch in den Kasinos dieser Welt, dort verschwindet aber das Geld zumindest mit Glamour.

Karikatur : Stuttmann 

Netzfrau Doro Schreier

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3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Monte-Paschi, aha, Pleite wegen 47 MRD? und die 100 Billionen nutzloser Derivate? macht das nix?

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