Vogelmord – Lieblingsspeise Singvögel – Grillteller statt Winterquartier – Bird trapping in Cyprus on the rise

Vögel1zur englischen Version Die Grausamkeit nimmt kein Ende. In einigen Ländern wird alles, was fliegt, auf dem Vogelzug in Netzen gefangen oder abgeschossen.

Ist Ihnen auch aufgefallen, dass die Zahl der Singvögel in unseren Gärten und  Parks erheblich geschrumpft ist? Die Zahl der Singvögel ist in Europa drastisch zurückgegangen. Einige Arten stehen kurz vor dem Aussterben. Nicht nur das Insektizid Imidacloprid vom Chemiekonzern Bayer macht den Singvögeln zu schaffen. Im Namen alter Traditionen landen Millionen seltener Zugvögel als Delikatesse in den Kochtöpfen. Für Millionen Zugvögel endet der Flug über Malta tödlich. Auf der Mittelmeerinsel sind die Vogelschwärme zum Abschuss freigegeben – gegen alle Proteste der Tierschützer.

Der Vogelzug hat begonnen und die Zugvögel haben ganz andere Probleme, als Sie jetzt vermuten werden. In Serbien haben italienische Gastjäger einen Mitarbeiter von Birdlife Serbia, der eng mit dem Komitee gegen den Vogelmord zusammen arbeitet, angegriffen. Dem Mann wurde mehrfach ins Gesicht geschlagen, anschließend haben die Jäger versucht, ihn mit ihrem Fahrzeug anzufahren. Zu dem Zwischenfall unweit von Mokrin kam es, nachdem der Vogelschützer eine illegale elektronische Lockanlage gefunden hatte, die die Italiener zum Anlocken von Wachteln aufgestellt hatten. Pech für die beiden Jäger: Die Polizei war von Birdlife wegen des Lockgeräts bereits gerufen gewesen und deshalb ganz in der Nähe, sodass die beiden Angreifer festgesetzt werden konnten. Der Reisepass des Haupttäters wurde eingezogen, er darf das Land nicht verlassen.

Kurz vorher, am 10. August 2016, wurde ein Vogel-Wilderer in Mqabba, einem Ort im südlichen Malta, erwischt. Dort fand ein Komiteeteam eine aktive Fanganlage zum Fang von Watvögeln. Die Polizei hat die Netze sichergestellt und ein Verfahren gegen den Wilderer eingeleitet. Es ist bereits der 6. Vogelfänger, der während des laufenden Sommereinsatzes des Komitees gegen den Vogelmord auf Malta geschnappt wurde.

Ja, es ist ruhig geworden in unserer kleinen Idylle. Kein Rotkehlchen badet mehr an unserem Bachlauf, kein Zaunkönig kommt neugierig, aber vorsichtig einige Schritte näher und beäugt uns. Das emsige Treiben, das Aufplustern und Untertauchen von Herrn und Frau Amsel, um danach das Gefieder zu schütteln, immer auf der Hut dabei – vorbei.

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Es ist schon schlimm, dass durch große Epidemien Singvögel sterben wie im Jahr 2009, als ein Einzeller namens Trichomonas gallinae als Ursache für den Tod von rund 80 000 Finken in Schleswig-Holstein festgestellt wurde. Das sogenannte Usutu-Virus, das erstmals 2001 in Europa nachgewiesen wurde, führte in Österreich und Ungarn zu einem regelrechtem Vogelsterben. In Amerika und Schweden verendeten 2011 massenweise Vögel. Andere verhungern, wie eine Studie zeigt. Eine ganze Reihe Lebewesen sind durch den Einsatz von Pestiziden gefährdet. In dieser Studie geht es um das Pestizid Imidacloprid, das von der Firma Bayer 1985 entwickelt wurde. Dieses Pestizid gefährdet heimische Singvögel, insbesondere insektenfressende Singvögel wie Drosseln, Lerchen, Schwalben, Spatzen und Stare. Siehe: Das Ende der Artenvielfalt – Pestizide töten Vögel

Das sind nur einige Beispiele von vielen, die zu einem  Massensterben von Vögeln führen. Als ob dieses noch nicht reicht, gibt es einen weiteren grausamen Grund, warum viele Vogelarten vom Aussterben bedroht sind. Und wieder mal ist der Mensch die Ursache.

Stille in Wald und Feld – Vogeljagd findet statt:

Vermissten Sie Singdrossel, Haus- und Gartenrotschwanz, Rauch- und Mehlschwalbe, Mauersegler, Zilpzalp, Neuntöter, Pirol, Girlitz, Kuckuck, Mönchsgrasmücke, Goldammer, Rotkehlchen oder gar Nachtigall?

Viele von ihnen überleben den Vogelzug ins Winterquartier nicht mehr. Sie werden massiv gejagt.

Auf dem Balkan, auf Malta, auf Zypern, in Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland und Ägypten und vermutlich anderen Ländern. Die Jagd auf Singvögel war in den 1970er-Jahren der Grund dafür, dass es zur EU-Vogelschutz­richtlinie kam. Damals wurden Zugvögel z. B. in Belgien, Frankreich und Italien zu Tausenden mit Netzen, Leimruten, Fallen und automatischen Waffen gefangen.

Nun haben wir zwar 28 Mitglieder in der EU, die sich an die Vogelschutz-Richtline halten sollten, doch viele tun es – ungestraft – immer noch nicht. Theoretisch ist die Vogeljagd in der EU verboten, sie wird jedoch „als Tradition“ trotzdem immer noch erhalten.

Stellen Sie sich vor, die Tradition macht es auch möglich, dass Frankreich, Italien und Malta einigen Regionen Sondergenehmigungen erteilen, sodass dort weiterhin mit Leimruten, Schlingen, Klappnetzen und Steinquetschfallen die Jagd auf Finken, Goldregenpfeifer, Drosseln und andere Zugvögel legalisiert ist.

„Viele der frei gegebenen Arten sind europaweit gefährdet und haben – wie zum Beispiel Feldlerche und Kiebitz in Deutschland – in den letzten 20 Jahren um mehr als die Hälfte im Bestand abgenommen“, so Alexander Heyd, Geschäftsführer des Komitees gegen den Vogelmord. „Es ist Aufgabe der Europäischen Kommission, das Überleben dieser Arten in der EU zu sichern und diese Massaker zu stoppen. Leider ist das bisher nicht geschehen“, so Heyd. Gemeinsam mit ihren Partnerverbänden in Italien, Spanien, Frankreich, auf Malta und Zypern führen sie auch im Jahr 2016 wieder zahlreiche Aktionen durch. Alle Einsätze sind aus deutschen Spendengeldern finanziert.

Anfang August 2016 wurden Wilderer in Italien überführt: Mitarbeiter des Partnerverbandes ENPA ertappten zusammen mit Komitee-Mitgliedern im süditalienischen Salerno zwei Vogelfänger auf frischer Tat. Die beiden Männer aus Neapel hatten ein Netz zum Fang von Stieglitzen aufgestellt. Als Lockvögel benutzten sie nicht nur Käfigvögel, sondern auch „zimbelli – eine grausame Methode. Dabei werden die Vögel mit einer Schnur an einer Wippe befestigt, die der Vogelfänger aus der Ferne bedienen kann. Betätigt er die Wippe, flattert der festgebundene Vogel hilflos umher und lockt so seine Artgenossen an. Eines der drei Fotos zeigt einen solchen Lockvogel. Die von uns zur Hilfe gerufenen Carabinieri konnten die beiden Täter überführen und 19 Stieglitze sicherstellen. Sie werden jetzt im Wildvogelauffangzentrum Neapel auf ihre Freilassung vorbereitet.

Mitten in Europa – Vogelmord auf Zypern

Sechs Wochen lang und vom 2. April bis zum 15. Mai  2016  waren insgesamt 22 Komitee-Mitglieder auf der Insel im Einsatz und fanden zusammen mit der Polizei

1817 Leimruten und 50 Fangnetze.

Diese Zahl (ein neuer Rekord für einen Frühlingseinsatz) ist erschreckend hoch und spiegelt unseren Eindruck wieder, dass die Wilderei in diesem Frühjahr so intensiv war wie seit Jahren nicht mehr. Hintergrund ist die Parlamentswahl Ende Mai. Die Regierung hat den Vogelfängern verbal den Rücken gestärkt und der Polizei die Arbeit massiv erschwert, um sich Wählerstimmen aus dem konservativen „Vogelfängerlager“ zu sichern.
Die Polizei hat trotzdem eine ausgezeichnete Arbeit gemacht und konnte auf Grund unserer Hinweise 15 Wilderer überführen und bei Hausdurchsuchungen

1258 tiefgefrorene Vögel beschlagnahmen. 132 Vögel konnten wir unversehrt aus Netzen und von Leimruten befreien.

Was bei uns die Martinigans-Saison ist, wird auf Zypern mit kaum zwanzig Gramm schweren Singvögeln als Feinschmecker-Leckerbissen begangen. In nur einer Nacht werden rund ums Mittelmeer Zehntausende unserer Sommergäste gefangen und anschließend verspeist.

Ein Teller mit gegrillten Singvögeln kostet in Zypern etwa 40-80 Euro.

Malta – Jagd auf Singvögel – Für Millionen Zugvögel könnte auch in diesem Frühjahr der Flug über Malta tödlich enden. Auf der Mittelmeerinsel sind die Vogelschwärme zum Abschuss freigegeben – gegen alle Proteste der Tierschützer.

Vogelmord auf Zypern

Bereits 2012 machte Hannes Jaenicke in einem Kampagnen-Spot  „STOP dem Vogelmord auf Zypern“ auf diese grausame Tötung von Vögeln aufmerksam.

Der Fang von Wildvögeln ist immer noch ein großes Problem auf Zypern. Bereits vor dem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 gab es erste Versuche der Regierung, dem ausufernden Vogelfang Einhalt zu gebieten.

Der nach 2001 zu beobachtende Rückgang der Verwendung von Leimruten und Netzen zeigt, dass dies zunächst auch erfolgreich war.

In den letzten Jahren hat die Wilderei aber wieder in erheblichem Ausmaß zugenommen und inzwischen wieder einen Umfang wie vor dem EU-Beitritt erreicht. Nach Angaben von BirdLife Cyprus werden auf Zypern in jedem Jahr rund 3 Millionen Vögel illegal gefangen. Der Umsatz auf dem Schwarzmarkt beträgt mehrere Millionen Euro. Die Regierung Zyperns geht davon aus, dass der Vogelfang die wichtigste Einnahmequelle des organisierten Verbrechens nach Drogenhandel und Prostitution ist.

Der Zugvogelfang auf Zypern ist inzwischen ein profitables Geschäft, das in großen Teilen durch eine Mafia kontrolliert wird. Jedes Jahr verdienen die Profiteure mehrere Millionen Euro durch den illegalen Verkauf gefangener Vögel an Restaurants, wo diese als „traditionelle Delikatesse“ unter dem Namen „Ambelopoulia“ angeboten werden.

Unter dem Titel „Emptying the skies“ (deutsch: Die Verwüstung des Himmels) zeigen der New Yorker Bestsellerautor Jonathan Franzen und Regisseur Roger Kass, wie unter dem Deckmantel alter Traditionen und „nachhaltiger Nutzung“ jedes Jahr Millionen europäischer Singvögel im Kochtopf landen.

Einen Trailer zu dem Film gibt es außerdem hier.

Grausame Vogelfänger morden Millionen unserer Singvögel!

Jonathan Franzen, der als Autor von Romanen wie „Freiheit“ oder „Die Korrekturen“ Weltruhm erlangt hat, ist seit Jahren ein begeisterter Vogelbeobachter und -schützer. „Die Verwüstung des Himmels“ ist eine Adaption eines mehr als 20 Seiten langen Essays über die Zugvogeljagd, das Franzen für das Magazin „The New Yorker“ geschrieben hat und das Anfang 2013 auf deutsch in seinem Buch „Weiter weg – Essays“ (Rowohlt-Verlag) erschienen ist. Bei den Dreharbeiten auf Zypern entkam Franzen selbst nur knapp einem Attentat, was ihn zur Äußerung: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich in eine Art Kriegsgebiet geraten würde“, brachte.

In der Doku am Mittwoch wurde auch gezeigt, wie diese Vögel von ‚Gourmets’ verspeist werden – ziemlich unappetitlich, können wir Ihnen berichten.

In Frankreich werden Goldammer vor der weiteren Verarbeitung in Armagnac ertränkt. Mit einer weißen Serviette über dem Kopf stopft man sich schließlich den geköpften Vogel im Ganzen in den Mund, wo er möglichst heiß, langsam zerkaut und inklusive aller Knochen geschluckt wird.

Dazu findet sich in der taz vom 01. 09. 2013 ein Artikel, in dem es sich um die Gartenammer handelt, einen kleinen Singvogel. Sie wird lebend gefangen, 14 Tage lang gemästet und dann mit Kopf und Knochen verspeist. Sie lesen richtig, nun werden bereits Singvögel gemästet wie Schweine, Gänse oder Hähnchen. Dazu findet man noch das Rezept, wie die Ammer zuzubereiten ist, was wir nicht weiter kommentieren möchten. Es ist schon erschreckend, dass man das Rezept für einen Singvogel überhaupt veröffentlicht.

Während hierzulande die Martinigans-Saison mit kiloschweren Masttieren vor der Tür steht, sind in Südeuropa ganz kleine Tiere im Visier kulinarischer Vogelfreunde: Zehntausende Singvögel werden derzeit rund ums Mittelmeer von illegalen Jägern mit Netzen und Klebefallen aus der Luft geholt – in nur einer Nacht. Kaum zwanzig Gramm schwer, gelten sie als besonders exklusive Delikatesse.

Viele Arten sind aktuell vom Aussterben bedroht und die Jagd auf Sing- und Zugvögel ist in Europa per Gesetz verboten. Doch das macht ihren Genuss nur noch exklusiver. Grausam, oder?

Grillteller statt Winterquartier

Da gibt es den Wachtelkönig zum Beispiel, der etwa in den Feuchtwiesen des Odertals in Brandenburg brütet. In den vergangenen Jahren sind teure Projekte entwickelt worden, um die Feuchtwiesen und damit die Wachtelkönig-Populationen zu stabilisieren. Im Herbst machen sich die Tiere auf zum Langstreckenflug nach Afrika südlich der Sahara. Statt im Winterquartier landeten viele auf dem Grillteller in Italien, Frankreich, Portugal, Griechenland, Malta, Zypern oder spätestens in Ägypten, berichtet Azertag.

700 Kilometer Strand in Ägypten, das ist eine Länge von München nach Hamburg, sind mit Vogelfangnetzen abgesperrt. Die Strandabschnitte sind einzeln aufgeteilt an lokale Überwachungsleute, die 300, 500 Meter Strand im Griff haben und diese Netze überwachen. Was man als Hintergrund wissen muss: Die Vögel müssen lebend herausgenommen werden. Wenn sie schon tot drin sind, kann man sie nicht mehr verkaufen. Sie müssen also lebend geborgen werden und werden erst dann geschlachtet. [Dazu auch unser Beitrag: Arabischer Prinz tötete fast 2000 geschützte Vögel]

Die EU, die alles reglementiert, sollte endlich darangehen, die Verstöße all dieser Länder ins Visier zu nehmen, Ausnahmegenehmigungen verbieten und alle, die gegen die geltenden Gesetze verstoßen, schwer zu bestrafen.

Auf YouTube finden Interessierte viele Videos des Komitees gegen Vogelmord, die aufzeigen, was wo geschieht, außerdem hier noch mehr Informationen: Prospekt: „Grausame Vogelfänger morden Millionen unserer Singvögel!“ (PDF-Datei)

Zurzeit stirbt etwa eine Vogelart pro Jahr aus. Die Aussterberate bei Vögeln liegt etwa 100 bis 200 Mal über der langfristigen, natürlichen Aussterberate. Damit ist sie etwa so hoch wie bei den fünf großen Massenaussterbevorgängen in den letzten 500 Millionen Jahren; etwa dem Meteoriteneinschlag, der die Dinosaurier aussterben ließ. Daher wird die gegenwärtige Artenvernichtung auch „das sechste Massenaussterben” genannt. Noch Fragen?

Die Lebenserhaltungssysteme der Erde werden auch mit dem Menschen fertig werden: Tatsächlich geht es beim „Umweltschutz“ weniger um den Schutz von „Mutter Erde“, sondern um den Erhalt der Grundlagen für das menschliche Wohlbefinden und unseren (wie auch immer definierten) Wohlstand. Die Erde braucht den Menschen nicht, wohl aber der Mensch die Erde.

Mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart stirbt ein Stück unserer menschlichen Lebensgrundlagen. Aktuell stirbt alle 10 Minuten eine Tier- oder Pflanzenart aus. Das sind sechs Arten pro Stunde. Oder mehr als 140 Arten an einem einzigen Tag. Nur die Vielfalt der Arten garantiert das Gleichgewicht in der Natur und damit auch unsere menschliche Lebensqualität.

Stop dem Vogelmord!

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Bird trapping in Cyprus on the rise

Some 1828 limesticks, 50 mist nets, and 13 electronic bird callers were located in 6 weeks of field investigations by the Committee Against Bird Slaughter (CABS) and the Foundation Pro Biodiversity (SPA – Stiftung Pro Artenvielfalt), it was announced in a press release on Thursday.

Between 3 April and 15 May 2016 CABS and SPA conducted their 9th Spring Bird Protection Camp (BPC) in Cyprus. Overall, 1828 limesticks, 50 mist nets, and 13 electronic bird callers were located during the Camp in 111 different trapping sites, while 13 poachers were caught and prosecuted for trapping. 1401 illegally caught birds, belonging to 26 different species, were found in traps or in the possession of poachers. These numbers demonstrate that spring trapping is still very common in Cyprus and show a worrying increase after 4 years of decrease.

This increase reflects the lack of political will to deal with bird trapping and is the direct consequence of the reduced presence of law enforcement agencies on the ground during this spring.

“After a slow start that gave room for hope, the spring trapping season 2016 turned into a bad season for migrating birds. Almost a third of all checked trapping sites (28,1 %) were found active. This is 7.6% more compared to the previous season”, states Axel Hirschfeld, CABS press officer.

“Most of trapping in spring is concentrated in Famagusta District. Under the name of tradition trappers are slaughtering thousands of birds during the spring migration, when those birds which have survived the winter, are coming back to Europe to breed”.

The destructive nature of this illegal practice is evident by the numbers: One poacher caught trapping with limesticks, had more than 800 dead birds in his possession, while in another case, a total of 35 nets were found in the possession of a single poacher.

“This is trade and has nothing to do with tradition. Cyprus has signed the Bonn Convention, which states that wildlife crimes fund organized criminal and violent groups, a statement that suits Cyprus case perfectly,” said Hirschfeld.

CABS and SPA call upon the Cyprus Republic authorities and the SBA Administration to strongly increase their engagement against bird trapping and prevent the massive bird slaughter during the upcoming Autumn Season, which is the main season for illegal bird trapping.

Source 

Netzfrau Lisa Natterer
deutsche Flagge
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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. In meiner Stadt Düren sind wohl nach meiner Beobachtung und Zählung 99,99% aller Vögel tot. Die Stadt ist beinah vollkommen steril. Auch alle großen Parkanlagen außerhalb der Stadt. Zu sehen sind allenfalls noch ein paar Schwalben am Himmel. Selbst die Tauben sind massiv so um 98% tot. Es gibt auch keinerlei Insekten mehr in der Stadt oder in den Parks. Im Schlosspark Burgau zählte ich nur ca. 25 Vögel. Käfer, Schnaken, Wespen, Bienen, Hummeln, Fliegen, Mücken existieren nicht mehr. In der gesamten Stadt gibt es keinerlei Insekten mehr. Ich fühle mich wie in einem surrealen Horrorfilm. Die Menschen sind völlig teilnahmslos und blind. Wahrscheinlich stehen wir vor einem völligen Kollaps des ökologischen Systems in Deutschland wie vor einigen Jahren auch in Holland. Es ist damit zu rechnen, daß es in den nächsten Jahren zu massiven Ernteausfällen bei Kartoffeln und Obst in Deutschland kommen wird, also allen Nutzpflanzen, die durch Insekten bestäubt werden. Sollte dieser Albtraum wahr werden, stehen einkommensschwache Familien, Alte und Kranke wohl vor dem Hungertod in Deutschland, was von vielen Neoliberalen wohl auch erwünscht ist.

    • @Thomas Raffelsieper
      … es ist doch alles so schön grün!! ….
      Ja, wir leben tatsächlich in einem Öko-Horrorfilm – und zwar nicht nur in Düren, sondern auch anderswo in Deutschland und Europa.
      Nicht nur die Landwirtschaft zerstört wertvolle ökologische Reserven, sondern auch unsere Gärten verarmen zunehmend. Besonders kritisch ist der Trend zum Stein-Beton-Rasen-Garten mit Liegestuhl, Grillstation, Feuerkorb und möglichst pflegeleicht mit Round-Up, Flammenwerfer und Rasentrimmer in „Schuss“ gehalten. Da gibt es weder Samen für Körnerfresser noch Insekten für die sommerlichen Singvogelgäste. Wir brauchen gar nicht weit gehen, denn rundum orientieren sich Eigenheimbesitzer*innen (selbst auf Dörfern) an moderner Gartengestaltung, die kaum noch andere Pflanzen zulassen als gestylte und zurechtgestutzte Hausbäumchen (möglichst in Kübeln), in denen kein Vogel brüten möchte, und ein paar Blumenkästen mit kaum nektarspendenden dafür aber bunten Blümchen. Hinzu kommen dann noch die regen Freizeitaktivitäten der kleinen und großen menschlichen Bewohner*innen. Bei meinen Nachbarn sind es z.B. die volljährigen Söhne, die sich mit sportlichen Einlagen und viel Lärm über rund 1000m2 Grundstück ausbreiten und so jedes Lebewesen zum Rückzug zwingen (u.a. ein brütendes Bluthänflingpaar) . Andere Gartenbesitzer*innen lieben es, Sylvesterraketen im Frühjahr und Sommer zu jeder Gelegenheit abzuschießen und dann alle Vögel im Umkreis für mehrere Wochen zu vertreiben oder Drohnen über Büschen, Hecken und Bäumen fliegen zu lassen.
      Gemeinden und Städte reihen sich in diesen Radau und Ringelpiez mit ein, schießen während der Zugvogelwanderung anlässlich eines Marktes nachts Laserstrahlen in den Himmel, lassen am Wochenende von morgens bis nachts Hubschrauber im Tiefflug zur Belustigung der Menschen über Wald und Flur kreisen, und natürlich fehlt bei keiner städtischen Feier das Feuerwerkgetöse. Wieder andere Gemeinden gehen mit chemischen Luftangrifen gegen Mücken selbst in Naturschutzgebieten vor (Begründung: die Bewohner der umliegenden Gemeinden fordern es).
      Fazit für unsere Vögel: Es gibt kein Futter, kaum eine Stelle zur Eiablage und kaum ein Örtchen Schlafen ohne z.B. das Platzen der Luftsäcke durch Böllerlärm und damit den Tod zu riskieren.

      Der Mensch wird an seinem Homozentrismus irgendwann zugrunde gehen. Er ist einfach zu blöde, um zu verstehen, dass er sich selbst schadet, wenn er sich nicht ein kleines bisschen am Riemen reißt und mit ein wenig mehr Respekt und Rücksichtnahme gegenüber seinen Mitgeschöpfen und mit weniger Gier und Egoismus sein Leben gestaltet. Aber hierzu gehört ein gewisses Maß an Selbstdisziplin.
      Auf alle Fälle ist die Liste der tierweltfeindlichen Übergriffe seitens der Menschen unendlich lang geworden.
      Ich erinnere an ein Buch, das bereits 1962 erschien: Der stumme Frühling (Silent Spring) von der Biologin Rachel Carson. Ihre Visionen sind teilweise schon Wirklichkeit geworden und ihre Warnungen verpuffen in den dementen Hirnen der Menschen des 21. Jh..

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