Nestlé erwirbt Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!

Nestl-1024x576Das Recht auf Wasser ist ein Menschenrecht! Doch als Peter Brabeck Nestlé-Verwaltungsratschef war, machte er kein Geheimnis daraus, dass Wasser in seinen Augen kein öffentliches Gut sein sollte, sondern auch einen Marktwert wie jedes andere Lebensmittel benötige.

Warum sollte die Regierung zumindest nicht die eigenen Wasserflaschen auf dem freien Markt verkaufen, anstatt dass man diese Einnahmen Nestlé überlässt? Gerade die Abfüllung von Wasser ist kein anspruchsvoller oder teurer Prozess. Seit Jahrzehnten erlaubt die Regierung von Ontario Nestlé und anderen privaten Firmen, im wahrsten Sinne des Wortes gebührenfrei ihr Wasser aus dem Grundwasser zu ziehen, um es dann in Flaschen abgefüllt an die Bürger von Ontario mit einem respektablen Gewinn in Form von Mineralwasser, Bier oder Limonade zu verkaufen. Nach heftigem Protest aus der Bevölkerung und von Umweltschützern wurde dann doch eine Schutzgebühr erhoben. Und man staune, diese beträgt nur 3,71 $ pro 1 Million Liter und man erlaubt Nestlé einen durchschnittlichen Verbrauch von 3 Millionen Liter pro Tag für Wasser, das im öffentlichen Besitz ist.

Dies ist ein weiteres Beispiel für die Korruption der öffentlichen Hand durch private Konzerne, ähnlich wie die jüngsten Enthüllungen von Offshore-Steuerparadiesen wie Panama oder Luxemburg. Siehe: Wem gehört das Wasser? Wasser ist ein Allgemeingut und gehört der gesamten Menschheit und nicht nur Profiteuren!!

Wem gehört das Wasser?

In Algerien erwarb Nestlé die Wassernutzungsrechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft, während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu diesem Wasser hat. Und Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus

Der Nestlé-Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe erklärt die Einstellung Nestlés zu Trinkwasser!

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut seine Aktivitäten zur Zeit in Äthiopien aus. Die Waadtländer setzen dabei auf eine Partnerschaft mit einem lokalen Anbieter. Nestlé eröffnet eine Abfüllanlage in Äthiopien. Die lokale Produktion soll den Zugang zum äthiopischen Markt mit seinen über 90 Millionen Einwohnern erleichtern. Dazu arbeitet das Waadtländer Unternehmen mit dem äthiopischen Produzenten Great Abyssinia zusammen, dem größten Mineralwasserproduzenten des Landes.

2002 verlangte Nestlé von Äthiopien eine Entschädigung von 5,8 Millionen Dollar, weil die frühere Militärregierung 1975 eines seiner Unternehmen verstaatlichte. Die äthiopische Regierung soll sich daraufhin bereit erklärt haben, 1,5 Millionen Dollar an Nestlé zu zahlen. Lesen Sie dazu: Trotz Dürre-Katastrophe und Kampf ums Land als eines der größten Sicherheitsrisiken – Nestlé gräbt das Wasser ab – neue Abfüllanlagen in Äthiopien und Nigeria. Mittlerweile – Trotz Dürre-Katastrophe – Nestlé pumpt 50.000 Liter pro Stunde Wasser aus Äthiopiens Boden und baut die Milchwirtschaft aus

Das Geschäft mit dem Wasser

Experten gehen davon aus, dass der Mensch zum Trinken, Kochen und Waschen rund 20 Liter am Tag braucht. Sehr sparsam verwendet würden auch zehn Liter reichen. In Regionen mit Wassermangel müssen Bewohner mit gerade einmal fünf Liter auskommen. Da Trinkwasser schon jetzt ein knappes Gut ist, lockt es eine Reihe von Geschäftemachern an. Einer der größten, umtriebigsten und umstrittensten ist Nestlé.

Sogar in China stellte man nun fest, dass die ursprüngliche Auswahl von zehn auf drei Besitzer geschrumpft ist – Nestlé, Danone und Coca Cola.

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Sechs Milliarden Euro verdienen die Schweizer mit ihren weltweit 73 Wassermarken. Die bekannteste heißt „Pure Life“ und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft. 34,6 Liter Flaschenwasser werden weltweit pro Kopf und Jahr getrunken. Tendenz stark steigend. Der Verbrauch variiert allerdings von Region zu Region: Mexikaner trinken jährlich 201 Liter, Deutsche 135 Liter und Chinesen 21 Liter. Der Clou für die Wasserhändler: Der Rohstoff ist spottbillig, die Weiterverarbeitung einfach, der Verkaufswert hoch. In Nigeria ist ein Liter Wasser teurer als ein Liter Benzin.

Führungspersönlichkeiten aus aller Welt versammelten sich in Stockholm vom 1. bis zum 6. September 2013 zur 23. Weltwasserwoche, die zu einer verstärkten Zusammenarbeit für Wasser aufrief. Einer der Hauptsponsoren ist natürlich Nestlé neben PepsiCo und dem WWF.

Seit einigen Jahren kaufen Firmen wie Nestlé und Coca-Cola auch in Brasilien Gebiete auf, die reich an Wasserquellen sind. Dieses wichtige Problem wurde hauptsächlich durch eine Bürgerbewegung publik gemacht, die gegründet worden war, um die Wasserquellen eines sehr bekannten Ortes in Brasilien zu verteidigen – dem Wasserpark von São Lourenço.

Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt ist der Privatisierung der weltweit wichtigsten Ressource Wasser Tür und Tor geöffnet worden und längst bemächtigen sich Wirtschaftsunternehmen der immer knapper werdenden Ressource Wasser. Das Geschäft mit dem Wasser ist in vollem Gange. Wasser ist das wichtigste Gut auf unserer Erde. Wasser ist durch nichts in der Welt zu ersetzen. Ohne Wasser ist keinerlei Leben möglich.

Wasser ist eine absolut unabdingbare Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Wir sind zwingend auf Wasser angewiesen und in letzter Konsequenz müssen wir jeden Preis bezahlen. Mit anderen Worten: Wir sind erpressbar. Das sollte sich jeder ganz eindringlich vor Augen führen.

„Was für die Einen zum Schicksal und Verhängnis wird, ist für die Anderen eine Goldgrube, die immer höhere Gewinne durch Verknappung verspricht.“

Geschäfte mit Wasser: Die gewissenlose Gier globaler Profiteure

Wasser wurde von wenigen und mächtigen globalen Interessengruppen zum Handelsgut erklärt. Unternehmen machen exorbitante Gewinne mit Wasser, das sie sich fast kostenlos aneignen und dann mit hohen Margen verkaufen. Bevor die meisten Menschen überhaupt nur ansatzweise bemerken, was passiert, gelangt die Ressource Wasser in den Besitz weniger Großkonzerne.

Gewissenlose Gier globaler Profiteure, zu deren Geschäftsgebaren u. a. auch gehört, sich Wasserquellen, Bohrrechte und Wassereinzugsrechte zu sichern. Eine Handvoll Konzerne versuchen, „das blaue Gold“ unter sich aufzuteilen. Zukünftige Konflikte werden nicht mehr um Öl geführt werden, sondern um Wasser.

Je schlechter der Zustand der jeweiligen kommunalen Trinkwasserversorgung, je verschmutzter das Wasser, desto höher der Umsatz der Konzerne

Während die Weltbevölkerung zügig ansteigt, wird sauberes Wasser immer mehr zu einer Mangelware und gierige Lebensmittelkonzerne profitieren schamlos von der steigenden Knappheit an sauberem Wasser, insbesondere in den Entwicklungsländern. Ein Bombengeschäft für Lebensmittel-Multis auf Kosten der Armen und Ärmsten. Vor allem in Ländern des Südens fehlt der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Doch so transparent die Handelsware, so undurchsichtig scheinen die Geschäftsgebaren.

Weltweit floriert das Geschäft mit Trinkwasser aus der Flasche. Die Umsätze mit abgefülltem Wasser erzielen exorbitante Milliardenbeträge.

In Algerien erwarb Nestlé die Wassernutzungsrechte und lässt die Fabriken bewachen und einzäunen. In Pakistan das Gleiche. In diesen Ländern wird das Wasser angezapft und für viel Geld in Plastikflaschen wieder verkauft. Während die Bevölkerung keinen Zugang mehr zu Wasser hat. Eine Schande!! Lesen Sie dazu auch:  Mineralwasser- Nestlé, Danone, Coca-Cola und Pepsi beherrschen Weltmarkt

Flow – Wasser ist Leben

Wasser bedeutet Leben. Doch nach neuesten Studien leiden mehr als 30 % der Menschheit unter den Folgen der Wasserknappheit. Jeden Tag sterben 4000 Kinder weltweit an Krankheiten, die durch Wasserverschmutzung hervorgerufen werden. Durch die Privatisierung der natürlichen Wasserquellen durch internationale Großkonzerne wird diese Situation noch weiter verschärft. Darf Wasser zum Privileg der Reichen werden? Wer den Zugang zum Wasser kontrolliert, hat den Zugang zur Macht, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Genau diese These unterstreicht die preisgekrönte Regisseurin Irena Salina in ihrem eindringlichen Film. Fünf Jahre lang führten sie ihre Reisen rund um den Globus, um die Entwicklung und die Auswirkungen der „Wasserarmut” zu dokumentieren. Das Ergebnis ist ein alarmierender Weckruf, der den Blick auf den Umgang mit der wichtigsten Ressource des Menschen verändern wird.

Nestlé, das Wasser abgräbt

„Der wahre Präsident des Unternehmens ist der Konsument”. Helmut O. Maucher (*1927), dt. Topmanager, 1980-2000 Gen.-Dir. Nestlé

… und heute gilt Nestlé, das Wasser abgräbt!

Es gibt nichts, was der Lebensmittelkonzern Nestlé nicht herstellt. Weil die Geschmäcker sich verändern, verändert er ständig seine Produktpalette. Lesen Sie dazu: Nestlé ist nicht nur der weltgrößte Mineralwasserproduzent sondern auch Milchunternehmer

Und warum wir Neslé boykottieren? U. a. deswegen:

Der Chef des Lebensmittel-Konzerns Nestlé hatte in einem kontroversen Statement behauptet, dass Wasser kein Menschenrecht darstelle. Laut Peter Brabeck ist es nur ein Lebensmittelstoff und muss deshalb wie andere auch privatisiert werden. Wasser ist eine Ressource, die am besten von Geschäftsleuten gemanagt werde, so Brabeck.

Netzfrau Doro Schreier

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7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. @Grita: Die Idee mit dem Boykott ist gut – denen einfach „das Wasser abgraben“. Allerdings finde ich, dass die „Boykott-Liste“ dermaßen lang wird, dass es recht unübersichtlich wird, damit noch einkaufen zu gehen. Laut Wikipedia führt Nestlé bis zu 6000 Produktmarken. Und Nestlé ist ja nur ein Problem unter vielen, die man mit dem Kauf beim Discounter oder Supermarkt fördert. Meine vorläufige Konsequenz ist: Nur noch da kaufen, wo man garantiert keinen weiteren Schaden anrichtet und finanziert – auch nicht unbewusst und ungewollt. Die (ökologisch! wirtschaftende) solidarische Landwirtschaft habe ich erst kürzlich entdeckt und halte es momentan für den besten Weg, gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Dann muss ich halt etwas mehr selbst in der Küche tun als ich es mir angewöhnt habe – dafür fühlt es sich aber auch besser an. LG

  2. P.S.: Dass Nestlé z.B. auch an Dallmayer, L’Oreal und anderen „Beteiligungen“ mitverdient… hätte ich vorher auch nicht geahnt. Die Netzwerke sind einfach zu groß und zu verwoben, um da noch als normalsterblicher Mensch durchzublicken.

  3. Unfassbar wie gierig Menschen …..oh Entschuldigung in diesem Fall trifft besser Personen zu werden können.
    Ich frage mich wie diese Personen überhaupt in den Spiegel schauen geschweige denn Nachts schlafen können?.
    Dass ist unbegreiflich für mich.

  4. Es ist einfach unbegreiflich, was sich auf unserem Planeten abspielt! Die Bevölkerung wird übergangen, die armen Länder getäuscht und über den Tisch gezogen. Gesetze haben immer wieder Schlupflöcher, die den Konzernen die Möglichkeit bieten, ihre Vorhaben durchzuboxen! Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, sich ein Gut einfach anzueignen, das allen gehört, und teuer verkaufen zu wollen? Was heißt hier „Wassernutzung“? Hier geht es wieder nur um GIER, PROFIT und MACHT! Das Vorgehen der Konzerne ist skrupellos und dreist!
    Ich verzichte schon lange und gern auf die Fertig- und Halbfertigprodukte der Konzerne mit all ihren krankmachenden chemischen Substanzen, an denen sie sich dumm und dämlich verdienen. Und wo in letzter Konsequenz auch noch die Pharmaindustrie gut profitiert!

  5. Schulbildung, Berufs-Ausbildung, politische Grundbildung, Entwicklung aller menschlichen Kompetenzen, Achtung vor der Mitwelt und Einhaltung der Menschenwürde und MenschenRECHTE:
    Sie sind notwendig für ein Leben in Anstand, ein Leben ohne Mangel.
    EVERY HUMAN’S SAME RIGHT TO THE WORLD.

  6. Wenn alle Menschen zusammen halten würden und keiner mehr den Dreck kauft, wäre Nestle ruiniert. Was die treiben ist Massenmord an der Gesellschaft. Habe meine Ernährung komplett umgestellt und Listen angefertigt, mit denen ich in den Supermarkt gehe, damit ich nicht aus versehen ein Produkt von denen kaufe. Ich hoffe sie kommen alle in die Hölle. Jeder 2. Ist mittlerweile krank. Doch viele Menschen wachen einfach nicht auf und denken immer noch was in der Werbung im Fernsehen läuft muss ja gut sein. Was kommt als nächstes? Tja wir werden immer älter. Das wird nicht zugelassen. Auch die Regierung steckt mit drin. Wir werden von vorne bis hinten verarscht und nur 30 Prozent der Bevölkerung merkt es. Aber wir alle zusammen würden am längeren Hebel sitzen. Wir tun es nur leider nicht

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