Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Fusionswelle Big Pharma – Nestlé will größte Pharma werden und spezialisiert sich auf Krankheiten – hervorgerufen durch Ernährung!

nestle666Die Krankheit ist ein einträgliches Geschäft, davon will auch Nestlé profitieren und baut sein Gesundheitsportfolio in den letzten Jahren stetig aus. Sogar der neue Chef von Nestlé kommt aus der Gesundheitsbranche. Nach 13 Jahren bei Fresenius wechselt Ulf Schneider jetzt zu Nestlé. Nestlé übernimmt in noch nie dagewesener Geschwindigkeit Unternehmen im Gesundheitsbereich oder geht Kooperationen ein, auch in der Forschung und Entwicklung. Erst kürzlich ging Nestlé Partnerschaften mit US-basierten Seres Therapeutics und chinesische Firma Medidata ein. Und auch für die europäische und US-amerikanische Entwicklungsprogramme hat sich Nestlé in Position gebracht.

Ulf Schneider, seit 01. September 2016 der neue CEO von Nestlé, war voher CEO bei Fresenius/Helios, ein deutsches Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen. Das Unternehmen der größte private Krankenhausbetreiber Deutschlands. Ulf Schneider war für folgende Zukäufe verantwortlich: Mit dem Zukauf von 40 Kliniken stieg der Konzern mit seiner Tochter Helios zum größten privaten Krankenhausbetreiber Europas auf. Es folgte die Übernahme des US-amerikanischen Dialyseanbieters Renal Care Group und die Übernahme des US-amerikanischen Pharmaunternehmens APP Pharmaceuticals. Auch durch die Übernahme von Liberty Dialysis, einem weiteren großen Dialyseanbieter in den USA, wurde man zum größten Anbieter von Dialyse. 2014 folgte die Übernahme von 41 Kliniken der Rhön Klinikum AG, wodurch Fresenius/HELIOS zum größten privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland wurde. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, war früher Aufsichtsratsmitglied bei den Rhön-Kliniken und zwar vom 2001 bis 2013. Kritiker sprechen von Wachstum um jeden Preis auf Kosten der Patienten. Die größte Investmentgesellschaft Blackrock besitzt, wie auch an anderen Konzernen, einen hohen Anteil von Stimmrechten. Ebenfalls Anteilseigner sind Goldman Sachs Asset Management LP, Morgan Stanley & Co Inc und was uns doch erstaunt: die Royal Bank Of Canada. Aber auch die National Bank Trust Inc ist vertreten – Siehe Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Nestlé, der größte Nahrungsmittelkonzern, spezialisiert sich auf Krankheiten, die durch Ernährung entstehen. Man stelle sich das so vor, der Mutterkonzern Nestlé produziert Nahrungsmittel, verdient daran. Werden dann die Verbraucher durch diese Nahrungsmittel von Nestlé krank, kommt die Nestlé Tochter Nestlé Health Science ins Spiel und hat die richtigen Medikamente für genau diese Krankheiten und schon wieder verdient Nestlé. Egal, was Sie machen, Nestlé ist dabei. Wie einträglich die Krankheiten sind, sieht man an genau diesem größten Nahrungsmittelkonzern.

Dass Nestlé anhand von Hirn- und Leberzellen den Zusammenhang zwischen Nahrung und Krankheit untersucht, haben wir bereits berichtet. Und Nestlé will auch so natürlich Produkte entwickeln, zum Beispiel mit Nährstoffen angereicherte Getränke und Smoothies, die als gesundheitsfördernd an den Mann gebracht werden können. Siehe dazu: Frankensteins Küche – Nestlé nimmt als Zutat menschliche Stammzellen. Übrigens stammt der Ausdruck „Frankensteins Küche“ nicht von uns, sondern wird als Ausdruck für den Eingriff in die Natur mithilfe von Gentechnik verwendet.

Würden Sie traditionelle chinesische Medizin von Nestlé kaufen? Genau diese Sparte hat sich der Konzern, der durch sein Abgraben von Wasserquellen in der Kritik steht, unter den Nagel gerissen. Da die Nachfrage nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) sich einer immer steigenden Beliebtheit erfreut, steigt das Schweizer Lebensmittelunternehmen Nestlé gleich mit in die traditionelle Heilkunde ein. Die Gesundheitssparte des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns Nestlé hat eine Kooperation mit dem chinesischen Pharmaunternehmen Chi-Med (Hutchison China Meditech) in Hongkong. Mit dem neuen gemeinsamen Unternehmen Nutrition Science Partners – Nestlé Health Science, das beide Unternehmen je zur Hälfte halten, wollen die Partner Arzneien auf Basis der traditionellen chinesischen Medizin herstellen. Nestlé hat nun den Zugriff auf eine botanische Bibliothek mit über 50 000 Wirkstoffen aus rund 1200 chinesischen Heilpflanzen. Siehe: Chinesische Heilkräuter in den Händen von Nestlé und Patent auf Instant-Reis-Conge

Nestlé Health Science ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Nestlé. Nestlé beschreibt diese Tochter folgendermaßen: „Nestlé Health Science ist in der Gesundheitswissenschaft tätig und engagiert sich in der Voranbringung von Ernährungstherapien, um den Weg zur Gesundheit von Verbrauchern, Patienten und unseren Partnern im Gesundheitswesen zu verändern . Das Angebot von Ernährungslösungen, Diagnostik, Geräten und Medikamenten zielt auf eine Reihe von Gesundheitsbereichen ab, darunter angeborene Metabolismusstörungen, pädiatrische und akute Pflege, Pflege bei Fettleibigkeit, gesundes Altern sowie gastrointestinale und Gehirn-Gesundheit. Durch Investition in Innovation und Nutzung führender Wissenschaft bringen wir innovative Ernährungstherapien mit belegten Vorteilen für Krankenhäuser, die Gesundheitswirtschaft und die Lebensqualität voran.“ – und nun sehen Sie daran – wie  Fresenius/HELIOS profitieren kann.

Sollten Sie Nestlé noch nicht kennen, hier die Produkte, die der Konzern vertreibt. Nestle hat zum Beispiel in Indien Instantnudeln mit erhöhten Bleiwerten verkauft, die gesundheitlichen Folgen können durch Nestlé Health Science behoben werden. Nestlé-Instantnudeln weltweit unter Verdacht- „unsicher und gefährlich“ – Five African countries withdraw Maggi noodles. Oder alle Krankheiten, die durch Genmanipuliertes entstehen: GMO-freie Babynahrung von Nestlé – in den USA nicht verfügbar! Nestlé Removes GMOs from Baby Food But NOT In The USA?

de.scribd.com

de.scribd.com

Greg Behar, Geschäftsführer von Nestlé Health Science, gab in diesem Monat (September 2016) bekannt: „Dysphagie ist ein strategischer Schwerpunkt von Nestlé Health Science. Diese Innovation kann eine neue Dimension der Schluck-Rehabilitation eröffnen, die aus der Perspektive von Patient und Gesundheitswesen einen starken positiven Wandel bringen könnte.“ Das sagte er bei der Bekanntgabe, dass Health Science (NHSc) bei Phagenesis in eine schrittweise, meilensteinbasierte Akquisition einsteigt, einer Medizingerätefirma, die eine neue Behandlung für Dysphagie entwickelt hat. Unter den Bedingungen der Vereinbarung wird NHSc eine Zahlung im Voraus leisten, der meilensteinbasierte Zahlungen folgen, während Phagenesis die klinische Evaluierung von Phagenyx®*weiterführt und abschließt. Die schrittweise Akquisition basiert auf dem erfolgreichen Abschluss der europäischen und US-amerikanischen Entwicklungsprogramme bis 2019. Über die finanziellen Bedingungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Ja, die Krankheit ist ein ein gewinnbringender Geschäftszweig, gerade auch die Krankheit, die durch Ernährung hervorgerufen wird und wie schon in der Chemiebranche „heiraten“ die großen Pharmakonzerne einander.

Laut Studie wird die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen einer der wichtigsten Wachstumstreiber sein. Und nicht nur Bayer will  Monsanto übernehmen, sondern die Fusionswelle hat schon längst die Pharmabranche erreicht.

Konzerne – Wie gut man sich kennt, zeigt die Vernetzung der einzelnen Aufsichtsräte

Im Jahr 2014 dürfte im weltweiten Pharmamarkt etwa 1,1 Bio. US-$ (748 Mrd. €) umgesetzt worden sein, so das IMS Institute for Health Informatics. Die USA zeichnen dabei für mehr als ein Drittel des gesamten Marktvolumens verantwortlich, gefolgt von der EU und Japan.

Als wichtigste Umsatzbringer präsentierten sich 2014 vor allem Medikamente gegen Krebs und Immunkrankheiten. In diesem Bereich konnten die Unternehmen insgesamt 115,8 Milliarden Euro umsetzen – nach 94,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Darüber hinaus wurde mit den Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten auch das zweitgrößte Segment weiter ausgebaut: Der Umsatz stieg in diesem Bereich von 74,1 Milliarden Euro im Jahr 2014 auf 84,8 Milliarden Euro.

Der Novartis-Konzern gab seine milliardenschwere Tiermedizin-Sparte an Eli Lilly (USA) ab und die Impfstoff-Abteilung an GlaxoSmithKline (Großbritannien). Novartis kauft im Gegenzug von GlaxoSmithKline dessen Krebsmittelgeschäft. Auch Pharma-Branchenführer Pfizer mischt bei den Umwälzungen auf dem Arzneimittelmarkt mit und wollte den britischen Konkurrenten AstraZeneca übernehmen, das wurde aber nichts. Vor kurzem übernahm der Pharmariese Pfizer den Pharmariesen Allergan oder auch Viagra übernimmt Botex. Im Februar 2015 übernahm der Generika-Hersteller Actavis das Unternehmen Allergan für 66 Milliarden US-Dollar, dann folgte im November 2015 die Bekanntgabe der Fusion von Allergan und Pfizer. Das neue Unternehmen wird seinen Sitz in Dublin haben, um verschärfte US-Steuergesetze zu umgehen.

Warum ist diese Nachricht so interessant? Wie wir unschwer erkennen können, sind wieder alle irgendwie miteinander verzweigt und genau diese Konzerne erscheinen auch in der TOP 10 Liste der Pharmakonzerne wieder. Wir erleben zurzeit eine riesige Fusionswelle.

Sogar Nestlé will von den Krankheiten profitieren – Bulckes Kalkül: Weltweit kostet Gesundheit zehn Billionen Dollar, innerhalb von 15 Jahren dürfte sich die Summe verdoppeln. Er sitzt im Verwaltungsrat von Roche. 

Der Schweizer Konzern Nestlé setzt auf Nahrungsmittel, die vor Krankheiten schützen sollen. Für den Bereich der Gesundheitsernährung hat die Firma eine eigene Tochtergesellschaft gegründet. Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut sein gewinnträchtiges Gesundheitsgeschäft mit einer milliardenschweren Kooperation aus. Die Tochter Nestlé Health Science investiert zunächst 120 Millionen Dollar in die Biotechnologiefirma Seres Therapeutics. Ziel ist die Entwicklung und Vermarktung eines Wirkstoffes gegen Verdauungskrankheiten. Nestlé setzt bereits seit einigen Jahren auf das Gesundheitsgeschäft, das meist höhere Erträge abwirft als der traditionelle Bereich mit Schokoriegeln, Kaffee oder Fertigprodukten. Siehe: Nestlé macht es möglich: „Wir machen euch gesund!“ Pizza mit Pillen und mehr Bevormundung beim Essen mithilfe der EU

Bayer erhielt Mai 2014 den Zuschlag für das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln und Gesundheitspräparaten des US-Konzerns Merck & Co für 10,4 Milliarden Dollar. Der letzte Mega-Deal in Deutschland geht auf das Jahr 2006 zurück. Damals schluckte Bayer für 17 Milliarden Euro Schering. Schering war bis zu der Übernahme durch Bayer ein selbständiges, börsennotiertes Pharmaunternehmen mit mehr als 25 000 Mitarbeitern in 160 Tochtergesellschaften weltweit und mit ca. 5,3 Mrd. Euro Umsatz (2005). Vor der Übernahme war der größte Anteilseigner der Versicherungskonzern Allianz.
Seit dem 1. Mai 2016 ist der neue Vorstandsvorsitzender der Bayer AG Werner Baumann. Er war damals bis zur Übernahme von Schering Vorstandsmitglied.
Mit der Übernahme von Monsanto wird Bayer zum unangefochtenen Weltmarktführer bei Pflanzenschutzmitteln und Saatgut aufsteigen. Bereits im März gab Bayer bekannt, dass sich der Konzern künftig ganz aufs Pharma- und Agrargeschäft konzentrieren wird. Vor allem die lukrative Gesundheitssparte spült hohe Gewinne in die Konzernkasse der Bayer AG.

Der Umsatz des Pharma-Gesamtmarktes (Apotheke und Klinik) wuchs im Dezember 2015 um rund 4 % auf 3,3 Milliarden Euro. Der Absatz nach Zähleinheiten (Kapseln, Tabletten etc.) beläuft sich auf 8,4 Milliarden (+1 %).

https://www.imshealth.com/files/web/Germany/Marktbericht/Pharma-Marktbericht-Dezember-2015-IMSHealth-022016.pdf

https://www.imshealth.com/files/web/Germany/Marktbericht/Pharma-Marktbericht-Dezember-2015-IMSHealth-022016.pdf

Innerhalb der führenden zehn Präparategruppen im Krankenhausmarkt sind überwiegend Arzneimittel zur Krebstherapie und Immunmodulation (Therapie von Rheuma und chronischen Darmerkrankungen) vertreten. Der größte Zuwachs mit +14 % ist bei Antineoplastika festzustellen. Weitere fünf Präparategruppen verbuchen je zehn Prozent Zuwachs.

https://www.imshealth.com/files/web/Germany/Marktbericht/Pharma-Marktbericht-Dezember-2015-IMSHealth-022016.pdf

https://www.imshealth.com/files/web/Germany/Marktbericht/Pharma-Marktbericht-Dezember-2015-IMSHealth-022016.pdf

Allein in China werden wegen der erheblichen Investitionen für den Sektor pharmazeutische Forschung und Entwicklung (R & D) voraussichtlich bis zum Jahr 2020 der Umsatz in diesem Bereich 315 000 000 000 $ betragen, das wären mehr als 650 Prozent – Umsatzwachstum. Nach einem neuen Bericht vom Forschungs- und Beratungsunternehmen Globaldata wird der chinesische Markt für medizinische Geräte auf 54 Milliarden US-Dollar wachsen.

Die Gesundheit ist ein einträgliches Geschäft – anhand von Mexiko.

Mexikos Markt für Medizinprodukte wird von $ 4 900 000 000 im Jahr 2015 auf $ 6 500 000 000 bis 2020 steigen, zu diesem Ergebnis kommt der neue Bericht von dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Globaldata.  Die Gründe sind wie auch in anderen Ländern eine wachsende Bevölkerung, die immer älter wird, und die zunehmende ungesunde Lebensweise. Die wichtigsten Akteure für den Pharmamarkt sind hier Bayer de Mexico, Genomma Lab, Pfizer, Merck und Roche. Als die wichtigsten Akteure für den Medizinmarkt  werden Fresenius Medical Care, Baxter, DePuy, Johnson & Johnson und Medtronic genannt.

Bereits 2012 teilte Nestlé mit, auf Grund der Attraktivität des mexikanischen Pharmasektors seinen bisherigen Produktkatalog durch die Abteilung Nestlé Gesundheitswissenschaften (Ciencias de Salud) erweitern zu wollen. Hierbei handelt es sich um Lebensmittel zur Heilung von Gastritis und Diabetis. Die Investitionen in F&D (Forschung und Entwickung) sollen um das Achtfache höher als für konventionelle Lebensmittel sein.

Auch aus 2012: Einer von drei Mexikanern wird an Krebs erkranken. Diese Informationen können bei der Industrie- und Handelskammer Deutschland-Mexiko mit der Überschrift: Mexiko: Gesundheitswesen Januar 2012 nachgelesen werden. Erschreckend für die ärmere Schicht in Mexiko: Die Preise der konventionellen Medikamente stiegen im Durchschnitt um 20 bis 30 Prozent; Verkaufzahlen von Schmerzmitteln gegen Stress stiegen trotzdem bis zu 30 Prozent; starker Anstieg von Preisen sowie Verkaufsmenge auch bei Salben und Sonnencremes auf Grund erhöhter Angst vor Umweltverschmutzung.  Auf Grund dieser Angst profitiert der Pharmakonzern Genomma Lab. Anhand Genomma Lab zeigt sich, wie ein Konzern durch eine Art „Teleshopping“ so riesig werden kann. Erst 1996 wurde dieser Konzern gegründet, der sich auf Hautpflegeprodukte spezialisiert hat. Mittlerweile ist der Konzern in 15 Ländern außerhalb von Mexiko präsent.

Die Armut in Mexiko ist während der Weltwirtschaftskrise zwischen 2008 und 2010 um 1,7 Prozentpunkte auf 46,2 Prozent der Bevölkerung gestiegen. Demnach gelten rund 52 Millionen der 112 Millionen Menschen in Mexiko als arm.

Profiteur Sanofi: Mexiko ließ als erstes Land der Welt einen Impfstoff gegen das Dengue-Fieber im Dezember 2015 zu. Das Präparat stammt vom französischen Pharmakonzern Sanofi Pasteur und sei über zwei Jahre lang getestet worden. 2014 hätten sich laut dem mexikanischen Gesundheitsministerium über 32 000 Menschen mit Dengue infiziert. Die Behandlungskosten lagen bei 3,2 Milliarden Pesos (174 Millionen Euro), rund 2,5 Prozent des gesamten Gesundheitshaushalts.

DENGVAXIA®, DER WELTWEIT ERSTE DENGUE-IMPFSTOFF, GENEHMIGT IN MEXIKO, teilt der französische Pharmakonzern Sanofi Pasteur mit. Nicht nur auf den Philippinen, sondern auch in Brasilien, welches mit dem Zika-Virus in den Schlagzeilen steht, wurde der Impfstoff zugelassen. Siehe: Zika virus outbreak – Denguefieber – von biologischer Waffe zu einer weltweiten Pandemie

Nicht nur die immer steigende Anzahl der älteren Bevölkerung sorgt für den enormen Umsatzanstieg, sondern auch wie in anderen Ländern die steigende Prävalenz von chronischen Krankheiten. Diese sorgen wiederum für eine steigende Nachfrage für medizinische Behandlungen unter Einsatz von Medikamenten. Gerade die multinationalen Pharmaunternehmen investieren zunehmend in F & E-Bereich (Forschung und Entwicklung). Natürlich sind auch diese Pharmakonzerne global vertreten: Roche, Novartis, Astrazeneca, GSK, Eli Lilly, Johnson & Johnson und Pfizer.

Die größten Übernahmen und Fusionen im Überblick:

Platz 5: Entscheidend ist das Know-how.

Kein Unternehmen der Pharmabranche war in der Vergangenheit so aktiv wie der US-Konzern Pfizer, der gleich dreifach in den Top 5 vertreten ist. 2009 zahlte Pfizer mit Sitz in New York 67,2 Milliarden Dollar für den Kauf des heimischen Rivalen Wyeth, lange besser bekannt unter dem Namen American Home Products (AHP). Der Käufer interessierte sich damals vor allem für das Know-how von Wyeth in der Biotechnologie.

Platz 4: Harter Kampf um Jungbrunnen.

Es war ein heißer Kampf: Der amerikanische Botox-Hersteller Allergan stand 2014 vor einer feindlichen Übernahme durch den kanadischen Konzern Valeant, der den Pharma-Konkurrenten mit der Hilfe eines Hedgefonds schlucken wollte. In letzter Sekunde einigten sich die Allergan-Bosse aber stattdessen mit Actavis und vereitelten so Valeants Plan. Actavis übernahm Allergan daraufhin im Einvernehmen für eine Summe von 70,5 Milliarden Dollar. Wenige Monate später firmierte der neue Konzern wieder unter dem altbekannten Namen Allergan.

Platz 3: Hochzeit unter Briten.

Auf Platz drei der größten Zusammenschlüsse in der Pharmawelt steht die Fusion der beiden britischen Konzerne Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham für rund 77 Milliarden Dollar im Jahr 2001. Gemeinsam bilden sie heute als GlaxoSmithKline, eines der größten Pharmaunternehmen weltweit. In Deutschland wurde der Konzern unter anderem als Produzent des Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix bekannt.

Platz 2: Zur Not eben feindlich.

Fast 89 Milliarden Dollar war Pfizer im Jahr 2000 die feindliche Übernahme von Warner-Lambert wert, der damaligen Nummer neun der Pharmabranche. Neben Medikamenten verkaufte der Konzern aus New Jersey auch rezeptfreie Produkte und Süßwaren. Besonders interessant aber war der Cholesterinsenker Lipitor, damals die umsatzstärkste Arznei der Welt. Mit dem Kauf kam der Weltmarktführer dem US-Konkurrenten AHP zuvor, der zuvor um Warner-Lambert geworben hatte. Neun Jahre später rutschte AHP dann selbst unter das Dach von Pfizer.

Platz 1: Rekord-Deal unter „Gleichen“.

Es ist ein Deal, der den Namen „Mega-Merger“ wahrlich verdient: der Zusammenschluss der beiden Giganten Pfizer und Allergan. Mit einem Transaktionsvolumen von rund 160 Milliarden Dollar stellt er alle anderen Deals der Branche bei weitem in den Schatten. Selbst branchenübergreifend war nur der Mobilfunk-Deal zwischen Mannesmann und Vodafone noch größer (178 Milliarden Dollar). Im Fachjargon wird die Fusion als „Merger of Equals“ (Zusammenschluss unter Gleichen) bezeichnet, da die Firmen über eine ähnliche Wirtschaftskraft verfügen und sich beide Parteien daher auf Augenhöhe begegnen.

Quelle: KPMG

Dies sind die Top 10 der weltgrößten Biotechunternehmen und Pharmahersteller nach Umsatz 2015:

Nach 2014 haben sich einige Änderungen ergeben: Siehe Die Top 10 der Pharmakonzerne – Das große Fressen

10. Amgen (Umsatz: 20,1 Mrd. US-$)

Der US-amerikanische Konzern Amgen wurde 1980 gegründet und ging drei Jahre später an DIE BÖRSE. 2014 erzielte der Biotech-Konzern einen Jahresumsatz von rund 20 Mrd. US-$, in Sachen Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen sehr aktiv.

9. Abbott Laboratories (20,2 Mrd. US-$)

Das bereits 1888 gegründete Unternehmen Abbott Laboratories mit Sitz in Chicago ist in den S&P 500 gelistet und operiert in 120 Ländern. Auch in Deutschland ist der Konzern mit der Abbott GmbH & Co. KG vertreten, der Hauptstandort ist in Wiesbaden. Zu den wichtigsten Medikamenten zählen HIV-Präparate; auf Grund von Preiserhöhungen und beschränkter Distribution weltweit wurde der Konzern in der Vergangenheit oft kritisiert.

8. AstraZeneca (Umsatz: 24,7 Mrd. US-$)

Die in London ansässige AstraZeneca ist ein Pharmaunternehmen, das im Jahr 1999 aus der Fusion der schwedischen Astra AB und der britischen Zeneca Plc hervorging. Zu den wichtigsten Produkten gehören unter anderem das Asthma-Mittel Symbicort, der Cholesterinsenker Crestor und der Säureblocker NEXIUM.

7. GlaxoSmithKline plc (Umsatz: 35,8 Mrd. US-$)

Der in London ansässige Pharmakonzern GalaxoSmithKline verkaufte zuletzt das Geschäft mit Krebsmedikamenten für 16 Mrd. US-$ (ca. 12 Mrd. €) an den Konkurrenten Novartis. GalaxoSmithKline ist sehr stark im Forschungsbereich engagiert, jeder sechste Mitarbeiter arbeitet in diesem Bereich, wobei die Londoner täglich rund umgerechnet 13 Mio. € für Forschung und Entwicklung ausgeben. Siehe Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia

6. Sanofi (Umsatz: 41,2 Mrd. US-$)

Die in Paris ansässige Sanofi ging im Jahr 2004 aus der Fusion durch Sanofi-Synthélabo und Aventis hervor und stieg damit zu den Top 10 der weltgrößten Pharmakonzerne auf. Im Bereich Impfstoffe (Sanofi Pasteur) gilt das Unternehmen als Weltmarktführer. Zu den wichtigsten Medikamenten gehört das Diabetes-Therapeutikum Lantus – es ist mit Umsätzen von über 5,0 Mrd. € das weltweit erfolgreichste Diabetes-Medikament. Allerdings läuft der Patentschutz in diesem Jahr aus. Siehe auch: HPV vaccine – HPV-Impfung gerät immer mehr in die Kritik und trotzdem beschließt Kabinett Erhöhung der HPV-Impfquoten

5. Merck & Co (Umsatz: 32,9 Mrd. €)

Merck & Co war ursprünglich eine amerikanische Tochter des erfolgreichen Darmstädter Pharmariesen Merck KGaG. Heute sind beide Unternehmen vollständig unabhängig von einander am Markt aktiv, nachdem die deutschen Vermögenswerte im Rahmen des Ersten Weltkrieges im Jahr 1917 konfisziert wurden. Im Jahr 2009 übernahm Merck & Co den Konkurrenten Schering-Plough für 41,1 Mrd. US-$. Zu den wichtigsten Medikamenten von Merck & Co gehören das Asthma-Medikament Singulair, aber auch neue Medikamente wie Remicade und Simponi.

4. F. Hoffmann-La Roche AG (Umsatz: 47,7 Mrd. US-$)

Die Schweizer Roche wurde ursprünglich im Jahr 1896 vom Fritz Hoffman-La Roche in Basel gegründet. Heute stellt Roche nicht nur Medikamente, sondern auch medizinische Untersuchungsgeräte her. Darüber hinaus hat sich Roche mit den Medikamenten Herceptin, Avastin und Xeloda in der Behandlung von Krebspatienten einen Namen machen können.

3. Pfizer (Umsatz: 49,6 Mrd. US-$)

Der US-Pharmakonzern Pfizer wurde bereits im Jahr 1849 von Charles Pfizer gegründet. Bis 2012 war Pfizer das größte Pharmaunternehmen der Welt. Im Jahr 2012 verkaufte Pfizer seine Babynahrungssparte an den Konsumhersteller Nestlé, nachdem in 2009 der Biotechspezialist Wyeth für umgerechnet über 50 Mrd. € übernommen wurde. Zu den wichtigsten Medikamenten von Pfizer gehören der Cholesterinsenker LIPITOR sowie das Epilepsie-Mittel Lyrica. Mit seinem milliardenschweren Übernahmeangebot für AstraZeneca war Pfizer zuletzt gescheitert. Siehe auch Endlich! Indien räumt auf – Produkte von Pfizer verboten und Monsanto droht mit Weggang! – Monsanto sees 70% cut in cottonseed royalties despite threat to quit

2. Novartis (Umsatz: 49,6 Mrd. US-$)

Novartis ist ebenfalls ein Pharma- und Biotechnikunternehmen mit Sitz in Basel (Schweiz). Das Unternehmen ging im Jahr 1996 aus der Fusion des Pharmakonzerns Ciba-Geigy AG mit Sandoz hervor. Seit 2012 steht Novartis mit an der Spitze der Top 10 der weltgrößten Pharmakonzerne. Zuletzt veräußerte Novartis sein renditeschwaches Geschäft mit Impfstoffen, Tiergesundheit und rezeptfreie Medikamente, um sich mehr auf das Geschäft mit Krebsmedikamenten zu konzentrieren. SIehe: Impfstoff-Versorgung: Bill & Melinda-Gates-Stiftung und Pharmagigant Novartis zusammen mit Brasilien

1. Johnson & Johnson (Umsatz: 74,3 Mrd. US-$)

Unter Einbeziehung aller Geschäftsbereiche steht die amerikanische Johnson & Johnson an der Spitze der Top 10 der weltweit größten Pharmakonzerne. Wichtige Medikamente sind Remicade und Simponi, die für 29 Prozent des gesamten Pharma-Umsatzes in 2013 verantwortlich zeichneten. Allerdings erzielt Johnson & Johnson auch große Umsatzteile (11 Mrd. €) mit Konsumgütern, nachdem das Unternehmen im Jahr 2006 die Konsumgüter-Sparte von Pfizer für 12,4 Mrd. € übernommen hatte. Siehe auch: Es gibt Alternativen – denn 85% aller Tampons sind mit Glyphosat von Monsanto verseucht – 85% of Tampons Contain Monsanto’s ‘Cancer Causing’ Glyphosate

Quelle

Um zu zeigen, warum es so schwierig ist, „wer mit wem“ darzustellen, hier ein Beispiel am früheren Pharmakonzern Pharmacia:

Die Biotechnologie-Abteilung Pharmacia Biotech fusionierte 1997 mit der Amersham Life Science und übernahm den Namen Amersham Pharmacia Biotech. Als Pharmacia & Upjohn ihre Firmenanteile von Amersham Pharmacia Biotech an Amersham verkauften, nannte sich das Unternehmen 2001 AmershamBiosciences. Nachdem Pharmacia & Upjohn 1999 ihre Nahrungsmittelsparte an Fresenius verkauft hatte, fusionierte Pharmacia & Upjohn im Jahr 2000 mit Monsanto Company zur Pharmacia Corporation. Der ursprüngliche Stockholmer Teil von Pharmacia gelangte 2001 in den Besitz der Firma Biovitrum, welche ihre Plasmaproduktsparte ihrerseits 2002 an Octapharma veräußerte. Die landwirtschaftlich-chemische Abteilung unter dem Namen Monsanto wurde ebenfalls 2002 wieder verkauft, dafür behielt man die pharmazeutische Abteilung der Firma Searle. Im Juli 2002 wurde Pharmacia Corporation von Pfizer aufgekauft.

GE Healthcare übernahm 2004 die ehemalige Tochterfirma Amersham Biosciences. Die Life Science-Abteilung von GE Healthcare behielt jedoch ihren Sitz in Uppsala. Die ebenfalls in Uppsala ansässige Allergiediagnose-Abteilung von Pharmacia wurde 2004 als Pharmacia Diagnostic verkauft. Später im Jahr wurde auch die in Uppsala gegründete Augenheilkunde-Abteilung an Advanced Medical Optics verkauft. Die indische Firma Kemwell erwarb 2006 die Überreste von Pharmacia in Uppsala. Am 16. Januar 2006 benannte sich Pharmacia Diagnostic in Phadia um. Dies war gleichzeitig das Ende der Marke Pharmacia. Quelle  Wie Sie hier sehen können, sind irgendwie fast alle Konzerne dabei. Siehe auch: Monsanto muss 41 Millionen € an PCB Geschädigte zahlen! – St. Louis jury orders Monsanto to pay $46.5 million in latest PCB lawsuit

Weitere Beiträge zu Pfizer: EBOLA – Die Büchse der Pandora erreicht Europa und auch hier Frankensteinsküche: Medikamente aus gentechnisch verändertem Mais, Reis, Karotten …Kostengünstig!?

Verflechtungen Novartis

Novartis ist ebenfalls ein Pharma- und Biotechnikunternehmen mit Sitz in Basel (Schweiz). Das Unternehmen ging im Jahr 1996 aus der Fusion des Pharmakonzerns Ciba-Geigy AG mit Sandoz hervor. Seit 2012 steht Novartis mit an der Spitze der Top 10 der weltgrößten Pharmakonzerne. Zuletzt veräußerte Novartis sein renditeschwaches Geschäft mit Impfstoffen, Tiergesundheit und rezeptfreien Medikamenten, um sich mehr auf das Geschäft mit Krebsmedikamenten zu konzentrieren.

Zu Novartis erfahren Sie alles hier: Impfstoff-Versorgung: Bill & Melinda-Gates-Stiftung und Pharmagigant Novartis zusammen mit Brasilien

Syngenta – Das Unternehmen entstand am 13. November 2000 aus einer Fusion der Agrarsparten von Novartis  (61 % des Aktienkapitals) und AstraZeneca (39 % und Nr. 8 der Liste). Seither erfolgten zahlreiche Unternehmensübernahmen sowie Kooperationen im Bereich dieser Tätigkeitssparten.

Anhand dieser Grafik können Sie sehen, wie verzahnt diese Konzern miteinander sind.

Novartis-791x1024

Sollten Sie bisher die Liste verfolgt haben, so werden Sie feststellen, dass irgendwie alle zusammenarbeiten. Die Vernetzung ist enorm, aber das kennen wir bereits aus anderen Branchen. Letztendlich bleiben immer nur einige wenige, die den Markt bestimmen. [Siehe Weltherrschaft weniger Konzerne – wer mit wem?]

Multinationale Unternehmen können einen starken Einfluss auf die lokale Wirtschaft und selbst die Weltwirtschaft haben. Und eines müssen Sie bedenken: Irgendwie sind diese Konzerne alle miteinander verflochten.

© Netzfrau Doro Schreier

Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Nestlé erwirbt Wassernutzungsrechte und lässt Fabriken bewachen und einzäunen!

Chinesische Heilkräuter in den Händen von Nestlé und Patent auf Instant-Reis-Congee

Big Pharma – Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia

Impfen – Verflechtungen mit der Industrie

Studie – Macht der Pharma-Lobby – dramatische Auswirkungen auf IHRE Gesundheit – Big money and close ties behind Big Pharma’s Brussels lobby efforts – new study

Lobbyverflechtungen – EFSA gefährdet unsere Gesundheit zugunsten der Industrie!

Glyphosat krebserregend?! Bill Gates – Hungerallianz mit Monsanto, die Impfallianz mit Big Pharma und Hauptsponsor der WHO

Kampf der Giganten – Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion

Eine Handvoll Energie-Giganten dominiert die Versorgung Europas mit Strom und Gas

Pestizide – „Mord auf Raten”! Die Macht der Agrarlobby!

Lebensmittel-Monopoly und Verschwendung – trägt zum Hunger in der „Dritten Welt” bei!

Fleisch-Monopoly auf Kosten der Steuerzahler

DAVOS 2014: Die Umgestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – Geld gegen Leben

 

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das war mal wieder sehr informativ!! Man sieht hier außerdem sehr gut das eherne Gesetz der Volkswirtschaftslehre : „Das Kapital fließt immer an die Stelle der höchsten Rentabilität „.
    Moralisch bedenklich ist hier aber , daß man durch den Verkauf von Nahrungsmittel ,die krank machen , seine Rentabilität in seinem anderen Geschäftsfeld steigern kann .

    • @Hoffmann: Ein einzelnes Lebensmittel kann niemals krank machen – es ist immer die Gesamtheit von dem, was wir zu uns und nicht zu uns führen. Und in 80% unserer aktuellen Krankheitsprobleme ist mehr das „Wieviel“ als das „Was“ ursächlich. Wenn Sie vorher Gesetze der VWL zitieren, sollte der nachfolgende Satz Ihnen eigentlich auch einleuchten…Marktbeobachtung und schnellstmögliche Angebotsanpassung – das machen andere Unternehmen nicht anders.

  2. Pingback: Konzerne suchen ihre neuen Profite in der Pharma/Medizinbranche

  3. In erster Linie ALLE PRODUKTE VON NESTLÉ BOYKOTTIEREN !!!
    So langsam wachen immer mehr Menschen auf …nur leider immernoch zu wenig .
    Man sollte alle Medikamente weglassen und versuchen sich schlau zu machen um nach anderen Alternativen zu gucken .
    Es gibt sie ….auch ich war leider betroffen .
    Wacht endlich auf und teilt diesen Bericht so oft ihr könnt !!!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.