Den Bock zum Gärtner machen! Welternährungspreis 2016 – im Kampf gegen Hunger mit Monsanto, Dupont, Syngenta, Bayer AG, Intrexon – World Food Prize 2016 :To set a fox to keep the geese!

worldfoodzur englischen Version Es ist kein Witz: Ausgerechnet  Monsanto und Syngenta erhielten 2013 den Welternährungspreis und auch dieses Jahr sind diese Agarkonzerne wieder mit dabei. Und obwohl längst bewiesen ist, dass genmanipulierte Pflanzen sogar für den Hunger mitverantwortlich sind, feiert die Genlobby auch jetzt wieder die unsägliche Errungenschaft. Der Welternährungspreis gilt als Oscar der Nahrungsmittelbranche. 

Als große Spender für den Worldfoodprize treten auch gern Monsanto oder Dupont auf, doch auch die anderen Giganten, die im Agrarmonopoly mitspielen, sind dieses Jahr vertreten. Alles, was Rang und Namen im Bereich Genmanipulierte Nahrungsmittel hat, zeigt wie man den Hunger bekämpft, und plötzlich sind diese Pflanzen auch noch gesundheitlich wertvoll.

Da wird sogar ein Konzern wie Monsanto zum Weltretter, anstatt Vernichter, denn man staune, in der Beschreibung steht, dass die Monsanto Company landwirtschaftliche Produkte liefert, um die Landwirte auf der ganzen Welt zu unterstützen. Als Agrarunternehmen mit tiefen Wurzeln im ländlichen Amerika hat sich Monsanto verpflichtet, seinen Teil zur Bekämpfung des ländlichen Hungers beizutragen, dies durch Partnerschaften und Philanthropie in Amerika. Die Realität sieht anders aus: Wir brauchen keine GVO, um die Welt zu ernähren – Hier folgen acht Gründe, warum! Monsanto really wants you to believe we need GMOs to feed the world. We don’t. Here’s 8 reasons why.

Doch nicht nur Monsanto wird lobend erwähnt, auch Dupont setzt sich laut Beschreibung positiv für den Hunger ein. Erst aktuell haben die beiden Monsanto und Dupont bekannt gegeben, dass sie an einer neuen Technologie arbeiten: Gentechnik 2.0! Wir werden schon wieder an der Nase herumgeführt – Monsanto, DuPont, Dow developing crops with the new technology

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Der Chemiemulti Dupont, der erst kürzlich mit dem anderen Chemiemulti Dow fusioniert hat, ist groß bei der diesjährigen Veranstaltung der 2016 Borlaug Dialogue Agenda im Rahmen des Wordfoodprize vertreten. Monday, Oct. 10  |  Tuesday, Oct. 11  |   Wednesday, Oct. 12  |   Thursday, Oct. 13  |  Friday, Oct. 14   Mehr zu Dupont: Die Lizenz zum Töten – DOW UND DUPONT – die größten Chemieriesen fusionieren

Mit von der Partie ist auch Randal J. Kirk – Chairman and Chief Executive Officer, Intrexon. Bekannt dürften seine genmanipulierten Moskitos sein, die gegen das ZIKA–Virus in Brasilien und anderen Länder ausgesetzt wurden. Auch gehören ihm die genmanipulierten Äpfel und die genmanipulierten Lachse, die im Rahmen von CETA demnächst auch in unsere Regale kommen dürften. Siehe: Frankenstein lebt – er hat sogar Patente auf Schimpansen, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Katzen, Hunde, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde und Schafe

Und wenn es sich um den Hunger der Welt handelt, ist Bill Gates nicht weit, denn auch bei den jetzigen Preisträgern war er mit einer finanziellen Spende dabei. Er hat einen Faible für genmanipupierte Nahrungsmittel. Seine Stiftung ist auch ganz eng mit Monsanto verbunden. Er hat eine Hungerallianz mit Monsanto, die Impfallianz mit Big Pharma und ist Hauptsponsor der WHO. Diesmal sind es die Süßkartoffeln mit mehr Vitamin A, daher gelten diese auch als medizinisch wertvoll. In den USA hatte Bill Gates nicht mit einem solchen Protest gerechnet, als er für die Vitamin-A-Banane freiwillige Studenten suchte, die diese Bananen essen sollten.  Diese genmanipulierten Bananen sollen ebenfalls angeblich zur Bekämpfung von Hunger und Unterernährung vor allem von Kleinbauern beitragen.

So rettet Monsanto mit seiner Aktion die Welt – mit dabei auch Warren Buffetts Sohn Howard mit seiner Foundation.

Nach genmanipuliertem Weizen werden diesmal die Vitamin-A-Süßkartoffeln ausgezeichnet. Diese wurden erst in Mosambik und Uganda, später in 10 weiteren afrikanischen Ländern eingeführt, doch dazu später mehr.

Der Preis wurde 1986 vom Friedensnobelpreis-Träger Norman Ernest Borlaug (* 25. März 1914 in Cresco, Iowa; † 12. September 2009 in Dallas, Texas) ins Leben gerufen.
Er war ein amerikanischer Agrarwissenschaftler, der für seine Bestrebungen und Arbeiten zur Verbesserung der Landwirtschaft 1970 den Friedensnobelpreis erhielt.
Der Preis berücksichtigt Beiträge auf allen Gebieten, die der Welternährung dienen:

  • Ernährungswissenschaft,
  • Agrarwissenschaft und Agrartechnologie,
  • Produktion,
  • Marketing,
  • Lebensmittelforschung,
  • Volkswirtschaftslehre,
  • Armutsbekämpfung,
  • politische Initiativen
  • Sozialwissenschaften.
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen werden auf 420 Millionen Hektar von 17,3 Millionen Landwirten auf der ganzen Welt angebaut.
  • Mehr als 90 Prozent von ihnen sind Kleinbauern in Entwicklungsländer. .

Den Welternährungspreis 2013 erhielten Monsanto und Syngenta und auch die anderen Jahre werden immer wieder Genforscher ausgezeichnet, im Jubiläumsjahr 2014 war es der genmanipulierte Weizen. Der Preis gilt als der Oscar der Lebensmittelbranche – Gesunde Lebensmittel waren gestern. Wenn man berücksichtigt, dass Monsanto im Jahr 2008 fünf Millionen Dollar an die Stiftung, die den Preis vergibt, überwiesen haben soll, brauchen wir uns darüber nicht zu wundern. Am 25. März 2009 hat die Firma Monsanto einen Zuschuss von 10 Mio. USD bereitgestellt, u. a. für die Unterstützung junger Wissenschaftler zur Verbesserung der Forschung und Produktion in Reis und Weizen durch Techniken der Pflanzenzüchtung. „Das ist eine willkommene Investition der Privatwirtschaft, in einer Zeit der zunehmenden Ernährungssicherheit und abnehmender Zahl der Studenten in der Pflanzenzüchtung”, sagte CIMMYT DG Tom Lumpkin. Studenten die sich für dieses Programm interessierten, konnten sich direkt bei Monsanto bewerben.

Kritik an gentechnischen Pflanzen werden weltweit lauter – darüber haben wir bereits 2013  in unserem Beitrag: Wir sind empört! Monsanto und Syngenta gewinnen Welternährungspreis 2013 mit Gift und Genen! berichtet:

Die Folgen der „Grünen Revolution”- der Hunger wurde noch vergrößert

Die Monokulturen verdrängten viele alte und traditionelle Landsorten der Kleinbauern. Die Intensivierung und Mechanisierung der Landwirtschaft durch die Technologie der Grünen Revolution war von teurem Know-How abhängig, um die erwünschte Ertragssteigerung tatsächlich zu erzielen.

Für das neue Saatgut und die dafür nötigen Bewässerungsanlagen und Chemikalien fielen Kosten an. Hinzu kam, dass die riesigen Monokulturen besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge waren. Daher fiel die Ernte für kleinere Betriebe trotz Hochertragssaatgut oft schlecht aus. Viele Bauern gerieten durch Kosten und Risiko in einen Schuldenkreislauf, der sie schließlich die Existenz kostete. Für sie war der Hunger vergrößert worden.

  • Ergebnisse von unabhängiger Forschung und von Prüfungsberichten auf Bauernhöfen seit 1999 bestätigen, dass GM-Pflanzen versagt haben. Die Nachweise für Vorteile von signifikant erhöhten Erträgen und reduziertem Einsatz von Herbiziden und Pestiziden konnten nicht erbracht werden.
  • Gentechnisch veränderte Pflanzen haben die USA etwa 12 Milliarden US$ an Landwirtschaftsunterstützungen, eingebüßten Verkäufen und Rückrufen von Produkten auf Grund transgener Verunreinigung gekostet.
  • Aus Indien wird von massiven Fehlschlägen bis zu 100% bei Bt-Baumwolle berichtet. Biotech-Unternehmen haben seit dem Jahr 2000 einen rapiden Verfall erlitten und Investmentberater sagen ihnen im landwirtschaftlichen Sektor keine Zukunft voraus.
  • Der weltweite Widerstand gegen GM erreichte 2002 einen Höhepunkt, als Sambia trotz der Bedrohung durch eine Hungersnot GM-Mais als Nahrungsmittelhilfe ablehnte.
  • Weitflächige transgene Verunreinigung ist in den Landsorten des Maises in verborgenen Regionen von Mexiko trotz eines offiziellen Anbauverbots aufgetreten, das seit 1998 in Kraft ist.
  • Hochgradige Verunreinigung ist inzwischen in Kanada gefunden wurden. In einem Test von 33 Proben aus zertifizierten Saatgut-Lagern wurden 32 kontaminierte vorgefunden.
  • Die neuere Forschung zeigt, dass transgener Pollen, durch Wind getragen und anderswo abgelagert oder direkt auf den Boden gefallen, eine Hauptquelle transgener Verunreinigung ist. Kontamination ist als unvermeidbar generell anerkannt, somit kann es keine Koexistenz von transgenen und konventionellen Pflanzen geben.
  • Bt-Proteine, eingebaut in 25% aller weltweiten transgenen Pflanzen, sind für eine Reihe von Nicht-Zielorganismen als schädlich befunden worden. Einige von ihnen sind auch potente Immunogene und Allergene. Ein Team von Wissenschaftlern hat vor der Freigabe von Bt-Pflanzen für die menschliche Nutzung gewarnt.
  • Nahrungspflanzen werden in wachsendem Maße für die Herstellung von Pharmazeutika und Medikamenten genutzt, einschließlich Zytokinen, die bekannt sind für ihre Wirkung, das Immunsystem zu unterdrücken, Übelkeit herbeizuführen und eine Vergiftung des zentralen Nervensystems zu bewirken.
  • Von Interferon Alpha wird berichtet, Demenz, Vergiftung der Nerven und Nebenwirkungen auf das Gemüt und Gedanken zu bewirken; und virale Sequenzen wie das „Spitzen“-Protein-Gen des Schweine-Coronavirus stammen aus der gleichen Familie wie das für die aktuelle Epidemie verantwortlich gemachte SARS-Virus.
  • Das Glyko-Protein-Gen gp120 des AIDS-Virus HIV-1, eingebracht in GM-Mais als ‚billiger, oral einzunehmender Impfstoff‘, ist noch eine weitere biologische Zeitbombe, da dieses Gen mit dem Immunsystem in Konflikt geraten und sich mit Viren und Bakterien rekombinieren kann, um neue und unvorhersehbare Pathogene zu erzeugen.
  • Es gibt bereits experimentellen Nachweis, dass transgene DNA von Pflanzen durch Bodenbakterien und im Darm von freiwilligen Versuchspersonen aufgenommen wurde. Markierungsgene für Antibiotikaresistenz können sich von transgenen Lebensmitteln auf pathogene Bakterien übertragen, was die Behandlung von Infektionen sehr schwierig macht.
  •  Es ist bekannt, dass transgene DNA die Verdauung im Darm überlebt und in das Genom von Säugetierzellen eindringt, was die Möglichkeit des Auslösens von Krebs erhöht.
  • Erträge Organischer Reisfelder widerlegen Mythos, dass nur GMO die Welt ernähren können – Organic Rice Crop Yields Debunk Myth GMOs Are Needed to Feed the World

  • Zusammenhänge: Bill Gates, Norman Borlaug, CIMMYT und Dr. Sanjaya Rajaram (Preisträger 2014)

    Über Bill Gates’ Faible für Gentechnik haben wir bereits mehrfach berichtet. Denn Microsoft-Gründer Bill Gates und der mexikanische Telekom-Magnat Carlos Slim spendeten im Februar 2013 insgesamt 25 Millionen Dollar für ein neues Biotechnologie-Labor im Internationalen Mais-und Weizenforschungszentrum (CIMMYT) in Mexiko, wo auch Dr.Sanjaya Rajaram tätig war. Letzterer wurde am 10. Februar 2008 offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Das bedeutet aber nicht, dass er nicht mehr aktiv ist. Denn bei den Recherchen zum diesjährigen Welternährungspreisgewinner taucht das CIMMYT immer wieder auf. Eine Erläuterung: auch GIZ- Entwicklungshilfe der Bundesrepublik Deutschland – pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut.

Anfang der 1960er-Jahre gelang Norman Borlaug die Zucht seiner Weizen-„Wundersaat”, einer Hybrid-Sorte, im von der Rockefeller-Stiftung unterstützten Weizen- und Mais Forschungszentrum in Mexiko (CIMMYT). Damit wurde er der „Begründer der Grünen Revolution“, von der man sich den Sieg über den Hunger in der Welt versprach. Später wurde er für diese „Bestrebungen und Arbeiten zur Verbesserungen der Landwirtschaft” mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Siehe World Food Prize 2014 für genmanipulierten Weizen

Wir haben Ihnen zu dem diesjährigen Worldfoodprize oder Welternährungspreis 2016 einen Beitrag übersetzt.

Howard Bouis aus Amerika spricht über die Untersuchungen seines Teams, die sich darauf fokussieren, Nahrungsmittel und Ernährung durch Nährstoffanreicherung anbieten zu können. Das bedeutet, in Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis oder Kartoffeln wichtige Vitamine und Mikronährstoffe hinein zu züchten.
Washington – Der griechische Arzt Hippokrates sagte, „Eure Lebensmittel sollen Eure Heilmittel sein“. Für die heurigen Gewinner des Welternährungspreises gesprochen, soll ihre Medizin helfen, den Hunger und die Mangelernährung, von denen Hunderte Millionen Menschen auf der Welt bedroht sind, zu dämpfen.

Die Welternährungspreis-Agentur hat im Juni folgende Menschen nominiert: Maria Andrade von den Kapverden, Robert Mwanga aus Uganda und Jan Low & Howarth Bouis aus Amerika. Sie haben sich auf die Erforschung der Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitaminen und Mikronährstoffen konzentriert.
Biofortifikation, also die Anreicherung des Nährstoffgehalts von Nahrungsmitteln durch Pflanzenzucht, hat ein unglaubliches Potential, gleich viel oder noch mehr als jeder andere Fortschritt in der landwirtschaftlichen Forschung, meinte Botschafter Kenneth Quinn, Präsident der Agentur. „Es ist eine Fortsetzung der grünen Revolution durch Norman Borlaug“
Zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Preises wurden vier Gewinner ermittelt. Das irritierte zuerst, werde sich aber kaum wiederholen, meinte Quinn.
Insgesamt gesehen hat ihre Arbeit mehr als 10 Mio. armen und hungrigen Menschen weltweit Zugang zu Nahrung ermöglicht, die viele Nährstoffe enthält. Die Verantwortlichen sagen, dies sei besonders in subsaharischen Ländern Afrikas wichtig, wo ein Viertel der weltweiten 800 Mio Hungernden unter Mangelernährung leiden.
Man hofft, dass bis 2030 durch verstärkte Forschung und Finanzierung zusammen mit Überzeugungsarbeit bei landwirtschaftlichen Erzeugern und Familien für diese Vorteile bis zu einer Milliarde Menschen so ernährt werden kann.
„Die Wichtigkeit des Preises gibt neue Impulse, es ist ein Sprungbrett für noch mehr Interesse an dieser Technologie!“ meint Bouis.
Am 13. Oktober 2016 werden die vier Gewinner, die sich den Preis von $ 250 000 teilen müssen, in Des Moines ausgezeichnet.
Andrade, 57, war Mitglied eines Drei-Personen-Teams, dem auch Mwanga und Low angehörten, dem es gelang, eine krankheitsresistente, dürretolerante und ertragreiche Sorte Süßkartoffel mit orangefarbenem Fleisch zu entwicklen, die in verschiedenen Bodenarten unter allen Klimabedingungen der Subsahara wachsen kann.

In den 25 Jahren Forschungsarbeit ist die Akzeptanz für diese Kartoffeln eher in den Dörfern in Mozambique anzutreffen. Die Frauen sind zwar skeptisch, ihre weißen Süßkartoffeln ohne Vitamin A gegen die orangefarbenen auszuwechseln, nach entsprechender Aufklärung über die Vorzüge sind sie aber von den neuen stärkehaltigen Knollen zu überzeugen.

„Einmal ist nicht genug“, sagt Andrade. „Wir müssen immer wieder aufklären und darauf hinweisen, warum sie orangefarben sind und sehr gesund.“
Der langjährige Regionalleiter des Internationalen Kartoffelzentrums, Low, fand heraus, dass die orangefarbene Knolle dafür verwendet werden kann, den Vitamin-A-Mangel bei Kleinkindern im Kontinent mit der zweithöchsten Bevölkerungszahl zu bekämpfen. Um die Akzeptanz und das Interesse von Ernährungswissenschaftler zu wecken, führte Low, 61, im Jahr 2005 eine Studie durch, die bewies, dass der tägliche Konsum dieser speziellen Süßkartoffel ein 15%iges Absinken des Vitamin-A-Mangels bewirkte im Vergleich mit Kindern, die diese nicht zu essen bekamen.
Seit Mitte der 1980er-Jahre war Mwanga, 62, bei der Entwicklung dabei – von der Genetik über die Aufzucht bis zur Aufklärung der Bevölkerung. Während der Arbeit in einer Forschungsstation in Uganda zwischen 1995 und 2003 entwickelte sein Team mehr als 20 Arten der Süßkartoffel. Eine davon hatte eine eher trockene Konsistenz und kam so an die Art der weißen bzw. gelben Kartoffel heran, auch geschmacklich.
Forscher, die das konventionelle Denken ändern wollen, bemerken oft, dass dies eine gewaltige Herausforderung ist

Bouis, der am International Food and Policy Institute in Washington arbeitet, fand in den Achtziger Jahren heraus, dass ein besserer Nährstoffgehalt in Grundnahrungsmitteln bei Mangel- und Unterernährung die Gesundheit verbessern könnte, die Leistungsfähigkeit steigern und Lebensgrundlage aufwerten. Er nahm an, dass durch normale Züchtungen der Inhalt an Mikrostoffen in Grundnahrungsmitteln zu steigern wäre.
Durch seine Untersuchungen fand Bouis heraus, dass die Ernährungsschere zwischen Arm und Reich die Menge von Nicht-Grundnahrungsmitteln bildete, welche einen hohen Mineral- und Vitamin-Gehalt aufweisen. Er war überzeugt davon, das Hauptaugenmerk müsse auf die Qualität gerichtet werden, nicht nur auf den Energiegehalt.
Was aber offensichtlich erschien, erzeugte nur Skepsis und Abwehr bei den Gesundheitsexperten und Lebensmittelerzeugern. In den 1990er-Jahren herrschte das Credo vor, Kalorien würden die Ernährungslage in der Dritten Welt verbessern.
Kritiker machten Bouis, 65, darauf aufmerksam, dass Züchter bereits daran arbeiteten, ertragreichere Sorten zu züchten, die auch Ungeziefer- und Krankheitserreger-resistent wären, eine zusätzliche Anreicherung an Nährstoffen könnten sie nicht auch noch einarbeiten. Außerdem wurde gefürchtet, mehr Nährstoffgehalt könnte den Ertrag mindern. Bouis fiel es schwer, entsprechende Unterstützung für seine Arbeit zu finden. „Ich war knapp daran aufzugeben“, sagt er.
Das alles änderte sich, als 1993 ein Besuch an der landwirtschaftlichen Abteilung der Cornell-Universität zeigte, dass Pflanzen besser gedeihen und höhere Erträge aufweisen, wenn sie so gezüchtet werden, dass sie mehr Mineralstoffe enthalten.
Das Blatt wendete sich und wurde zum Gewinn, anstatt zum Kompromiss. Es gelang, den Ertrag zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität der Grundnahrungsmittel, die Menschen zu sich nehmen, zu steigern. „Und so beschloss ich, weiter zu arbeiten und die Forschung zum Erfolg zu führen“, sagt Bouis.
Seine Arbeit gipfelt darin, Bohnen, Reis, Weizen, Hirse, Mais und andere Getreidearten mit Eisen, Zink und Vitamin A anzureichern, die in mehr als 40 Ländern getestet bzw. zugelassen werden.
Jahrzehnte haben die heurigen Preisträger in ihren Labors gearbeitet, ohne zu erwarten, je dafür geehrt zu werden.
Andrade, der schon bei zwei Preisverleihungen anwesend war und vor mehr als zehn Jahren Borlaug in Nairobi traf, hat nicht vor, seine Studien an der Süßkartoffel zu beenden. Er will herausfinden, wie Menschen in Trockenzonen davon profitieren können.
„Ich liebe meine Arbeit und will etwas bewirken“ sagt Andrade. „Auch wenn du geehrt wirst, hörst du nicht auf zu arbeiten. Du musst vielmehr noch härter arbeiten, weil die Erwartungen in dich höher werden, dass du etwas für die Armen tust.“
Mehr Informationen: www.worldfoodprize.org

World Food Prize winners turn food into medicine

Howarth Bouis of the United States talks about his team’s research focused on providing food and nutrition through biofortification – the process of breeding critical vitamins and micronutrients into staple crops such as wheat, rice and potatoes.

WASHINGTON — Greek physician Hippocrates is known for saying “Let food be thy medicine.” For the winners of the World Food Prize this year, their medicine is helping to quell hunger and malnutrition plaguing hundreds of millions of people around the world.

The World Food Prize Foundation Tuesday honored Maria Andrade of Cape Verde, Robert Mwanga of Uganda, and Jan Low and Howarth Bouis of the United States for their research focused on providing food and nutrition through biofortification — the process of breeding critical vitamins and micronutrients into staple crops such as wheat, rice and potatoes.

“Biofortification … has such incredible potential as much or more than any other advance in agricultural research,” said Ambassador Kenneth Quinn, president of the foundation. “It has promise that approaches that of what (Norman) Borlaug did in starting the green revolution.”

This was the first time in the award’s 30-year history that four people were declared winners — a feat Quinn said is unlikely to happen again. The decision initially prompted consternation by some within the organization until more was known about the contributions of the four laureates.

The World Food Prize Foundation Tuesday honored Maria

The World Food Prize Foundation Tuesday honored Maria Andrade of Cape Verde, Robert Mwanga of Uganda, and Jan Low and Howarth Bouis of the United States for their research focused on providing food and nutrition through biofortification – the process of breeding critical vitamins and micronutrients into staple crops such as wheat, rice and potatoes.  Special to the Register

Collectively, their work has given more than 10 million poor and hungry people around the globe access to food containing vital nutrients, according to World Food Prize officials. Malnutrition is especially prominent in sub-Saharan Africa, where about a quarter of the world’s 800 million people suffer from a lack of nutrients reside.

The hope is that biofortified foods could help up to a billion people by 2030 as more research and funding, along with success convincing agricultural producers and families about the benefits of the technology, significantly expand its reach.

“The importance of the prize is it’s going to give us momentum,” said Bouis. “It’s going to be a springboard for even greater interest in the technology,”

This year’s award will be presented Oct. 13 in Des Moines. The four recipients, who will split the $250,000 prize, did not attend the announcement in Washington Tuesday.

Andrade, 57, was part of a three-person research team including Mwanga and Low working at the International Potato Center. The trio developed what is considered to be the most successful example of biofortification – the discovery of a disease-resistant, drought-tolerant and high-yielding orange-fleshed sweet potato that can thrive in variable soils and climatic conditions found in sub-Saharan Africa.

In his 25 years studying and experimenting with the sweet potato, Andrade said one of the biggest obstacles in generating wider acceptance hasn’t come in the lab but out in remote villages where she worked in Mozambique. She said women responsible for growing the crops were sometimes hesitant about replacing their white sweet potato, which contains low or no Vitamin A, with an orange-colored one. They needed to be convinced about the health benefits of the new starchy tubular.

“It’s not only one time,” Andrade said. “We do it over and over and over again to make sure these women will understand why this is orange and why it’s so good.”

Low, as the International Potato Center’s regional leader in Africa since 2010, noticed the orange tubular could be used to combat Vitamin A deficiency among young children across much of the world’s second-most-populous continent. To spur adoption and interest from nutritionists, Low, 61, conducted a study in 2005 showing that consumption of the special sweet potato lead to a 15 percent drop in Vitamin A deficiency in children who consumed it daily compared to those who didn’t have it as part of their diets.
Jan Low of the United States poses for a photo with (Photo: Special to the Register)

For Mwanga, 62, he has been involved in nearly all aspects of the orange-fleshed sweet potato since the mid-1980s, ranging from genetics and breeding to educating households about its nutritional value. While working at a research facility in Uganda between 1995 and 2003, his team developed 20 varieties of the sweet potato. One had a dry-fleshed consistency and was less sweet, enabling it to appeal to people accustomed to the flavor and consistency of the white or yellow varieties.

As researchers working to change conventional thinking often experience, many have found it can be a daunting challenge.
Robert Mwanga of Uganda, speaks in a mentoring workshop. (Photo: Special to the Register)

Bouis, who works at the International Food and Policy Institute in Washington, found in the 1980s that increasing nutrients in staple crops could improve the health, productivity and livelihoods of low-income families and help those who were malnourished or under-nourished. He speculated that by using conventional breeding techniques, the micronutrient content of staple foods that rural poor depend upon could be increased.

Through his research, Bouis found that the gap in diets between the rich and poor was the amount of non-staple food consumption – which have high mineral and vitamin content. He was convinced the focus on improving nutrition should be on dietary quality of the food, not just its energy.
Howarth Bouis poses in Africa alongside an unidentified (Photo: Special to the Register)

But what may seem obvious now was subjected to skepticism and opposition from public health experts and crop breeders. Even as recently as the 1990s, the conventional wisdom was that calorie consumption was the primary way to improve nutrition in developing countries.

Critics told Bouis, 65, that breeders were already working on developing higher-yielding varieties resistant to pests and diseases and couldn’t add nutrition to their workload. And the fear was that breeding better nutrients in the plant would lead to lower yields. Bouis struggled to raise funding for his work.

“I was about to give up on the idea,” he confessed.

That all changed when a visit with a Department of Agriculture researcher at Cornell University in 1993 showed him that plants thrive and actually have higher yields when seeds were bred to contain more minerals for nutrition.

“It turned the whole thing around and became a win-win, not a trade-off. You could increase agricultural productivity at the same time as you were increasing the quality of the food people were eating,” said Bouis. “That changed my mind and I said ‘OK, now we can really make this work.’”

His work is credited with helping lead to the introduction of iron- and zinc-fortified beans, rice, wheat and pearl millet, along with corn and other crops with Vitamin A that are being tested or released in more than 40 countries.

For decades, the laureates being honored this year toiled in the labs and fields with no expectation they would be honored.

Andrade, who has a deep connection to the World Food Prize – attending two award ceremonies and meeting Borlaug in Nairobi more than a decade ago – has no plans to stop learning about the sweet potato and finding out more about how it can benefit people, such as those living in drought-prone areas.

“I know I love to work and I want to make a difference wherever I go,” Andrade said. “Even if you are honored you don’t stop working. You have to work even harder. The expectations are much higher for you to continue doing something for the poor.”

Source: 

Netzfrauen Lisa Natterer und Doro Schreier
deutsche Flagge
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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe einem Kloster, das eine eigene Landwirtschaft betreibt, mit eigener Metzgerei und eigenem Gasthof eine eMail als Anregung für die Erforschung einer „neuen“ Landwirtschaft gesendet. Man könnte meinen, ein Kloster, das sehr reich ist, und dessen Mönche nicht so sehr den ökonomischen Zwängen des Kapitalismus unterliegen, hätte ein wahres Interesse an solchen Projekten. Vor allem, weil doch die Kirche direkt im Auftrag des Schöpfers steht.

    Ergebnis: Absolut keine Antwort und keine Reaktion trotz mehrmaliger Anfrage.

    Fazit: Sogar die große Kirche hat absolut kein wirkliches Interesse an der Entwicklung guter Dinge. Wir müssen uns fragen, warum deren Priester zu den Menschen predigen. Was ist deren wirkliche Absicht? Sind die Kirchen für Gott, oder gegen Gott? Jeder muß das selbst herausfinden. Und das funktioniert nur, indem man die Kirche und deren Kirchenleute auf die Probe stellt. Konfrontiert die Kirche mit tollen Ideen.

    Den unermesslichen Reichtum der Kirche hat die Kirche dadurch aufgebaut, indem sie von der arbeitenden Bevölkerung Unsummen von Steuern erpresst hat, indem sie die Menschen unglaublich eingeschüchtert hat und durch jede Menge an Erbschaften und Schenkungen. Zudem hat die Kirche jede Menge Geld durch Geschäfte mit Verbrechern gemacht.

    Es wäre doch umso naheliegender, wenn sich die Kirche an der Erforschung von wirklich nützlichen und womöglich sehr zukunftsfähigen Projekten beteiligt. Denn dadurch könnte tatsächlich erreicht werden, daß die Natur und der Mensch jede Menge Vorteile hat. Das wäre wirklich ein Dienst für die Schöpfung und ich bin absolut davon überzeugt, daß sich eine Kirche, die sich als Organisation Gottes verkauft, daran beteiligen sollte.

    Doch bislang kann ich leider keinen positiven Mucks von den Kirchenleuten erkennen.

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