E-Schrott-Albtraum in Afrika und das bleibt es auch! Aus den Augen aus aus dem Sinn – Recycling direkt in Afrika – die Konzerne der Elektronikbranche bauen Werke mit Unterstützung der UN

Schrott

E-Schrott – der Alptraum geht weiter! Alte Geräte müssen entsorgt werden. Der Großteil des Elektroschrott fiel 2014 in den USA und China an. Darauf folgen Japan, Deutschland und Indien. Die geringste Menge Elektroschrott pro Kopf entfiel auf die afrikanischen Länder, doch gerade die haben ein Müllproblem. 

Wir wollen in diesem Beitrag dem Weg des Elektroschrotts folgen, der immer wertvoller wird, da die Hersteller von Computern, Smartphones und Tablets langsam merken, dass ihre Rohstoffe knapp werden. Da in der Elektronik auch Gold, Kupfer, seltene Erden und andere wertvolle Rohstoffe verbaut sind, müssen diese aus dem Elektroschrott gesammelt werden.

Willkommen in der Hölle – Afrikas E-Schrott-Albtraum

Neue Gesetze gibt es für Elektroschrott seit 25. 7. 2016: Einfach in den Hausmüll schmeißen ist verboten, Elektronikmärkte müssen ihn zurücknehmen, ebenso Onlineshops. Allerdings erlaubt die Regelung nicht, jetzt jeden Elektroschrott vom Lockenstab bis zum Kühlschrank beim Händler abzugeben. Sie betrifft nur Kleingeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimetern. Und auch nicht jeder Händler muss kaputte Geräte zurücknehmen. In der Pflicht sind lediglich große Einzelhändler mit einer Verkaufsfläche für Elektronik- und Elektrogeräte von mindestens 400 Quadratmetern. Dazu Onlinehändler, deren Lager- und Versandfläche mindestens 400 Quadratmeter groß ist.

Doch wo werden diese Elektrogeräte landen?

Müllhalde

Das Gesetz, das Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ausgearbeitet hatte, sieht vor, dass ein Geschäft mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche künftig alte Elektrogeräte beim Neukauf eines gleichwertigen Geräts zurücknehmen muss. Kleine Geräte (bis 25 Zentimeter Kantenlänge) wie Handys, Ladegeräte, Modems oder Toaster müssen auch ohne Neukauf angenommen werden.

Dazu auch: Goldgrube Mülltonne – Privatisierung der Abfallwirtschaft bis Müll ist Money

Müll ist ein lukratives Geschäft geworden, wie bereits erwähnt, denn die Rohstoffe gehen den Herstellern aus. Solche Umweltkatastrophen wie jetzt in Brasilien geschehen machen sich nicht gut in der Vita eines Konzerns. Vor drei Monaten brachen Staudämme von Erzbergwerken in der Mittelgebirgsregion im Südosten Brasiliens (Rio Doce Disaster unter Beteiligung von Deutscher Bank, Blackrock, Vanguard Group, Goldman Sachs …)

Dass Müll ein lukratives Geschäft ist, erkannte bereits Bill Gates und er investiert nicht nur in eine „Müllfirma“, er nimmt gleich die ganze Branche. So ist er auch seit 2003 über die Investmentfirma Cascade an Republic Services beteiligt. Unlängst hat er seinen Anteil auf 27,65 Prozent aufgestockt. Republic Services ist die zweitgrößte Müllbeseitigungsgruppe in den USA. RSG beschäftigt 36 000 Mitarbeiter um u. a. Abfall in Energie umzuwandeln. Das Unternehmen verbucht jährliche Einkünfte von ca. $ 8 Mrd.

Er hat sozusagen auch den Elektroschrott mit verursacht. Bereits 2001 kamen in den USA 40 Millionen PCs auf den Müll. Gründe, den Elektroschrott zu produzieren, gibt es für den Verbraucher reichlich. 2007 läutete das erste iPhone das Smartphone-Zeitalter ein und wurde zum Vorbild für alle folgenden Smartphone-Generationen, wer wollte da noch ein altes Handy sein eigen nennen? Auch der alte unansehnliche Bildschirm und der viel zu klobige Fernseher wurden durch Flachbild-Monitor oder Flachbildfernseher ausgetauscht.

Zahlen vom Januar 2001: rund 53 Prozent der Haushaltebesitzen einen PC und 56 Prozent ein Handy. Einen Internetanschluss haben über ein Viertel der Haushalte (27 Prozent). Nun die Zahlen aus 2014: Internet­anschluss (auch mobil) haben bereits 78,8 % Haushalte, Mobiltelefon (Handy, Smartphone) 93,6%. Einen PC haben bereits 87,0%.  Die Technik schreitet immer schneller voran und so manches überflüssig gewordene Gerät landet schnell auf dem Müll.

Die Welt produziert so viel Elektroschrott wie nie zuvor.

Das Problem wächst jedes Jahr. Der weltweit produzierte Berg an Elektroschrott wuchs im vergangenen Jahr auf 41,8 Millionen Tonnen. Das ist ein neuer Rekord. Millionen Tonnen von giftigen Abfällen begeben sich auf eine Reise durch die ganze Welt, aber wo endet diese Reise? 

Neue EU-Richtlinie: Bis 2016 sollen mindestens 45 Prozent des anfallenden Elektromülls erfasst und, wenn möglich, wiederverwertet werden. Bis 2019 soll die Quote auf 65 Prozent steigen. Bisher werden viele Elektrogeräte, auch wenn es nicht erlaubt ist, in der normalen Hausmüll-Tonne entsorgt. Doch was geschieht mit dem Gerät, welches auf den Recyclinghof gebracht wird?

Verfolgungsjagd per GPS: Wo landen kaputte Fernseher nach dem Recyclinghof? Über Wochen verfolgen Panorama Reporter ein mit einem Peilsender präpariertes Gerät.

Kaputte Fernseher müssen in Deutschland recycelt werden. Doch geschieht das wirklich? Reporter Christian Salewski hat mehrere TV-Geräte mit GPS-Sendern ausgestattet und begibt sich auf eine atemlose Jagd. Sie führt ihn von Entsorgungshöfen zu dubiosen Zwischenhändlern, vom Hamburger Hafen nach Afrika. Immer wieder wird er abgewiesen, belagert und bedroht. Und dabei muss er lernen: Billiger Schrott hat einen hohen Preis.

Pro Jahr werden in den Industrieländern rund 50 Millionen Tonnen Elektroschrott entsorgt, darunter Computer, Fernseher, Handys und Haushaltsgeräte. 75 Prozent davon kommen nie in den offiziellen Recycling-Anlagen an, oft werden sie illegal nach Indien, China oder Afrika verschifft. Der illegale Export von Elektroschrott ist ein Millionengeschäft, das die Umwelt sowie das Leben und die Gesundheit vieler Menschen zerstört.

77 Tage dauert die Schrottreise – bis sie an einem Stausee im Norden Ghanas endet.

Alte kaputte Fernseher mehrere tausend Kilometer übers Meer zu verfrachten, kostet viel Geld. Wem nützt es, deutschen Schrott außer Landes zu transportieren? Und wer verdient daran?

In Hamburg ging es los – nach langer Reise der Hochseehafen Tema, 25 Kilometer von Ghanas Hauptstadt entfernt: Hier kommen die Container an. Dann geht es in die Hauptstadt Accra. Dann geht es weiter zu einem der zehn giftigsten Orte der Welt: Die Elektroschrott-Müllkippe Agbogbloshie in Ghana.

Speditionen und auf das Afrika-Geschäft spezialisierte Reedereien verdienen an dem Schrott ebenso mit wie Transportunternehmen, Zwischenhändler, Reparaturbetriebe in Accra und am Ende der Wertschöpfung irgendwann auch die Jungs von Agbogbloshie, der größten Elektroschrott-Müllkippe in Afrika. Dort nehmen sie Fernseher mit einem Hammer auseinander, um an das Spulenwerk zu gelangen, zünden Isolierschaum an, um die Kabelmäntel vom Kupfer zu trennen, für das sie gerade mal umgerechnet 50 Cent bekommen.

Etwa 500 Container mit elektronischen Geräten erreichen Ghana jeden Monat. Um Weihnachten herum, wenn die Europäer ihre alten Geräte wegwerfen, weil sie neue geschenkt bekommen, sind es bis zu 1000 Container.

Auf dem Spielplatz

ww.foxnews.com/tech/2014/03/06/welcome-to-hell-photographer-documents-africas-e-waste-nightmare.html

Die Hauptstadt Accra liegt im westafrikanischen Ghana. Sein Stadtteil Agbogbloshie, einst ein grünes Paradies gelegen an der Korle-Lagune,  wurde 2013 von der Umweltorganisation Blacksmith Institute zum verseuchtesten Ort der Welt gewählt, degradiert zum Slumgebiet mit der giftigsten Müllhalde Afrikas.

Was ist für Europa die preisgünstigste Methode, unerwünschten Wohlstands-Elektroschrott zu entsorgen?

In Agbogbloshie landet täglich tonnenweise Plastik- und Elektroschrott aus aller Welt, deklariert als Second-Hand-Ware, um den Entsorgungskosten in den Ländern, die den Müll verursachen, zu entgehen. Eine billige Lösung für Fernseher, Kühlschränke, Computer, Mobiltelefone etc., ausgezeichnet als „gebrauchsfähig“, in Wahrheit aber Elektro-Wohlstandsschrott, der von den Menschen in Afrika und Asien, überwiegend von Kindern und Jugendlichen, ausgeschlachtet wird, um daraus das Altmetall, beispielsweise Aluminium, Eisen oder Kupfer, zu gewinnen. Die Ausbeute wird dann für ein paar Cent an Händler verkauft, um über Großhändler die Rohstoffe zurück in die Industrieländer zu exportieren.

Giftige Flammen und Rauchschwaden über der Müllhalde

In Agbogbloshie entstehen giftige Flammen aus offenen Feuern und schwarze Rauchschwaden lodern auf der Müllhalde und ziehen über die Stadt; denn um die Rohstoffe herauszulösen, wird der Elektroschrott angezündet. So schmelzen Plastikverkleidungen und Kabel und die begehrten Rohstoffe können so entnommen werden. Reste werden verbrannt, nicht selten dient als Brennmaterial Isolierschaum aus Kühlschranktüren.

In Ghana besteht zwar eine Schulpflicht, doch statt in die Schule zu gehen, arbeiten viele Kinder den ganzen Tag über auf dem verseuchten Boden der Müllhalde. Hauterkrankungen, Lungenschädigungen, Herz- und Kreislauferkrankungen als Folge von Vergiftungen sind an der Tagesordnung. Doch nicht nur Menschen werden vergiftet, auch die Umwelt ist inzwischen stark betroffen. Fischsterben vor der Küste von Accra ist keine Seltenheit.

Ein lukratives Geschäft für die Müllschieber

Zurzeit gibt es zahlreiche internationale und nationale Regelungsinstrumente für die Überwachung und Kontrolle zum Export von Abfällen in das Ausland. Beispielsweise gibt es seit März 1989 das Baseler Übereinkommen (Basel Convention on the Control of Transboundary Movements of Hazardous Wastes and Their Disposal) über die „Kontrolle von grenzüberschreitenden Ausfuhren gefährlicher Abfälle und deren Entsorgung“. Die Europäische Union hat inzwischen für alle Mitgliedstaaten die Abfallverbringungsordnung umgesetzt, die 2006 durch die EG Verordnung ersetzt wurde. Hinzugekommen sind zahlreiche EU-Richtlinien über Elektro- und Elektronikgeräte (RoHS-Richtlinie) und Elektro- und Elektronikgerätegesetze (ElektroG). Bekannt ist aber auch, dass, bevor Gesetze verabschiedet werden, schon Grauzonen und Lücken vorprogrammiert sind.  Lesen Sie dazu auch: Die preisgünstige Methode, unseren Elektroschrott zu entsorgen – Die Leiden der Kinder von Agbogbloshie (Ghana)

Schrott1

Der Hamburger Hafen ist neben Antwerpen und Rotterdam wichtigster europäischer Umschlagplatz für alte Elektrogeräte. Als Füllung von Gebrauchtwagen, vor allem aber in Containern, treten sie die weite Reise nach Westafrika, Indonesien oder Indien an.

Von Hamburg nach Cotonou/Benin. – Benin ist ein Staat in Westafrika. Er grenzt im Westen an Togo, im Norden an Burkina Faso und Niger, im Osten an Nigeria.  Die Entsorgung erfolgt durch die Hintertür: Altautos werden schon seit Jahren über den Hamburger Hafen nach Afrika exportiert. Zum Problem gerät aber zunehmend ihr Inhalt. Viele sind bis unter das Dach vollgepackt mit alten Fernsehern, PCs und Kühlschränken.

Dort tauchen die Geräte dann wieder auf wilden Müllkippen auf und in sogenannten informellen Recyclingbetrieben. An diesen Orten türmen sich meterhoch zertrümmerte Bildschirme und ausgeweidete PCs. Dichter, schwarzer Rauch beißt in Nase und Augen. Ungeschützte Arbeitskräfte – unter ihnen viele Kinder – zerschlagen Gehäuse mit dem Hammer, befreien Kupferkabel über dem offenen Feuer von ihrer Ummantelung oder schmelzen wertvolle Metalle von Platinen. „Dabei werden unter anderem giftige Flammschutzmittel und Schwermetalle frei, eine hohe Gesundheitsgefährdung sowie Belastung für Luft und Boden.“

Auf nach Afrika – Recycling direkt in Afrika – die Konzerne der Elektronikbranche bauen Werke mit Unterstützung der UN

Seit Mitte 2014 verstärkt der Computerriese Dell seinen Umgang mit Elektronikschrott (e-Waste) in Afrika, Asien und Lateinamerika mit einer Allianz der Industrial Development Organisation der Vereinten Nationen( UNIDO). Die UNIDO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Ziel, die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern und Reformstaaten nachhaltig zu fördern. Gemäß den Bedingungen eines Fünf-Jahres-Vertrages werden die beiden Organisationen zusammenarbeiten, um Einrichtungen für die Demontage von Computern, Fernsehern und anderen elektronischen Geräten schaffen, die für Menschen und die Welt sicherer sind.

Die Vereinbarung baut auf ein Programm auf, dass die High-Tech-Unternehmen  im vergangenen Jahr in Nairobi und Kenia beschlossen. Sie bauen eine neue regionale e-Waste-Recycling-Anlage auf, die die betreffenden Gemeinden vor Verunreinigungen schützen soll, die aus den Materialien wie Blei, Cadmium, Beryllium und giftige Brennstoffe entstehen. Zusätzlich werden ein paar Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Wie viel Geld damit zu verdienen ist, zeigen die folgenden Zahle von Dell.

Das Unternehmensziel von Dell ist es, bis zum Jahr 2020 gebrauchte Elektronik im Wert von £ 2 000 000 000  für die Sanierung, Wiederverwendung oder Verwertung zu sammeln. Die Studie aus 2013 besagt, dass die  gesamte Branche E-waste für 620.000.000 £ in 2013 (das Doppelte des Vorjahres) sammeln müsste. Das kollektive Jahresziel ist £ 1 000 000 000 im Jahr 2016.

September 2014 wurde Dell die Verantwortung für die Elektronik-Recycling  von der US Environmental Protection Agency übertragen. Dell arbeitet mit Best Buy, LG Electronics, Panasonic, Samsung, Sony, Sprint und Staples zusammen. Hier die Frage: Wird erst der E-Schrott nach Afrika gefahren, um dort recycelt zu werden, und dies in der Zusammenarbeit mit der UN?

Nachdem der Computerriese Dell zusammen mit anderen Elektronikkonzernen sich bereits in Afrika platziert hat und viele Millionen Dollar in dem Recycling-Programm stecken, ist in Benin Ericsson vor Ort. Ericsson ist ein schwedisches Unternehmen mit Sitz in Stockholm. Das Hauptgeschäft von Ericsson ist Mobilfunktechnologie, Internet- und Multimediakommunikation und Telekommunikation – Umsatz etwa 6,3 Milliarden Euro! Bei dem Unternehmen MTN Bénin handelt es sich ebenfalls um Telekommunikation.

Die beiden Unternehmen haben eine Sammelstelle eingerichtet, wo der Elektroschrott in einem mit einem 20-Fuß-Container am Stade de l’Amitié de Kouhounou, Cotonou, Benin gesammelt werden sollen. Von da aus geht dann der Elektroschrott zu einem zugelassenen Recyclingpartner von Ericsson in Durban, Südafrika. Dort soll der Elektroschrott dann entsorgt werden.

In Südafrika wird ein Zentrum für die Wiederverwertung elektronische Waren, in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium und TU Wien im kommenden Jahr eröffnet. Es ist das erste Recyclingwerk dieser Art in Südafrika.

Auf jeden Fall wird niemand bestreiten, dass die Welt langsam und unerbittlich in der Masse des Elektroschrotts ertrinkt. Gemäß dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) werden afrikanische und asiatische Länder wie Nigeria, Ghana, China, Pakistan, Indien und Vietnam weiterhin Hauptplätze für den E-Schrott-Albtraum bleiben, denn es ist ein riesiges Geschäft. Wenn sie dabei den legalen globalen Abfall-und Recyclingmarkt umgehen, liegt der Wert bei etwa 410 Mrd. $ pro Jahr. Im übrigen sind Computer und Smartphones die größten Übeltäter, die den 41 Millionen Tonnen E-Schrott-Haufen verursachen und bis 2017 die 50-Millionen-Marke erreichen könnten. Diese Abfälle bringen den Tod mit sich, denn sie enthalten giftige Elemente wie Blei und Quecksilber.

Laut UNO wird die Menge weggeworfener Elektrogeräte in den nächsten Jahren weltweit zunehmen. Und Kupfer und Aluminium sind begehrte Industrierohstoffe. Solange die Weltmarktpreise hoch bleiben und der Elektroschrott einfach exportiert werden kann, wird sich nichts ändern. Das Geschäft mit dem Elektroschrott geht also weiter.

Um dem illegalen Weiterverkauf von Elektroschrott in Europa entgegen zu wirken, sollten von Verbrauchern alte und defekte Geräte bei offiziellen Recyclingstellen oder bei dem Hersteller abgegeben werden. Händler sind inzwischen verpflichtet zur kostenlosen Rücknahme und auch zur fachgemäßen Verschrottung von Klein-Elektrogeräten.

Radikale Maßnahmen hat Uganda ergriffen, indem dort der Import von Gebrauchtcomputern verboten wurde, egal ob diese funktionieren oder nicht; denn auch die Müllhalden dort ersticken im Giftschrott. Auch die Umweltbehörde in Ghana fordert inzwischen ein Importverbot für Elektromüll. Die afrikanischen Regierungen müssen Gesetze durchsetzen und gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen, vor allen Dingen Mülltrennungs- und Recyclingmethoden umsetzen.

Doch die Ärmsten der Armen bangen schon, denn wenn kein Elektroschrott mehr in Ghana ankommt, werden sie ihre Lebensgrundlage verlieren.

Nachdem die Industrieländer in der Vergangenheit bis zur Gegenwart Afrika erfolgreich ausgeplündert haben und dies auch weiterhin tun, wird es immer wieder viele innovative Möglichkeiten geben, um der afrikanischen Bevölkerung weiterhin Schaden zuzufügen.

Netzfrau Doro Schreier

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