„Giftige“ Bescherung – 80% DER SPIELWAREN WERDEN IN CHINA HERGESTELLT – incl. gefährliche Chemikalien und unterstützt durch Steuergelder

SpielzeugDie Welt der Spielwaren ist ein Paradies für Kinder, aber es ist eine Welt des Elends für die Menschen, die diese Spielzeuge herstellen, gefährliche Chemikalien incl.

Etwa 80 Prozent des in Deutschland verkauften Spielzeugs wird in China produziert, sogar mithilfe von Steuergeldern. Moderne Sklavenarbeit in der Spielwarenindustrie! Kinderarbeit, Billiglohn, gefährliche Chemikalien und Überstunden über die gesetzlichen Grenze. Selbst deutsche Firmen wie Schleich produzieren in China.

War Ihnen bekannt, dass es für die Spielwarensicherheit in China eine Entwicklungspartnerschaft mit der Privatwirtschaft gab? Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hatte von 2010 bis 2015 eine Partnerschaft in China mit Schleich GmbH und  intelligent views GmbH. Deutschland gehört zu den Ländern, die China die meiste Entwicklungshilfe zukommen ließen.

Noch immer sind die Arbeitsbedingungen in Fabriken, die Spielwaren herstellen, erschreckend, und eigentlich sollte man doch glauben, dass eine Firma wie Schleich GmbH besser in Deutschland produzieren könnte, anstatt dass die Produktion in China durch Steuergelder gefördert wird! Der fränkische Hersteller Playmobil lässt nach eigenen Angaben die elektronischen Gimmicks wie Blinklichter oder Sirenen in China produzieren.

Doch was nicht in China produziert wird, kommt zum Beispiel aus Tschechien. Internationale Konzerne wie Lego, Ravensburger oder Playmobil nutzen die Kostenvorteile des Standorts, um Spielwaren in Tschechien zu produzieren oder zu verpacken.

Die Arbeitskräfte sind in Tschechien immer noch billiger als in Südkorea. Daher lassen selbst asiatische Konzerne mittlerweile in Tschechien produzieren. Die Gesamtzuschüsse der EU für die Tschechische Republik:im Haushaltsjahr 2015 betrug 7,075 Milliarden EUR. 

Wie die Arbeitsbedingungen in Tschechien sind, können wir nicht beurteilen. Allerdings hat 2013 eine Reportage der c’t in Tschechien eine Debatte über die Arbeitsbedingungen beim Elektronik-Produzenten Foxconn ausgelöst. Angestellte aus Vietnam, Bulgarien und der Mongolei arbeiteten bei dem Auftragsfertiger im böhmischen Pardubice unter extremem Leistungsdruck, zu Niedriglöhnen und in zwölf Stunden langen Schichten praktisch ohne Pausen, fand ein Reporterteam des Magazins heraus. Foxconn wurde darauf 2014 zu einer hohen Strafe verurteilt.

Wie die GTAI schreibt, nutzen deutsche Spielzeughersteller seit langem auch das günstige Geschäftsumfeld. Die schwäbische Ravensburger AG hat ebenfalls eine Fabrik im Bezirk Pardubice und zwar in Policka. In dem Werk werden  35 Mio. Spielwaren hergestellt. Das Unternehmen plant nun eine neue Lagerhalle und eine weitere Linie zur Kunststoffbearbeitung.

Playmobil lässt im westböhmischen Cheb Halbteile sortieren und verpacken. Außerdem werden dort personalintensive Konfektionsarbeiten durchgeführt, zum Beispiel das Befüllen von Adventskalendern. Rumäniens Justiz prüft zurzeit die Kinderarbeitsvorwürfe bei Ü-Eier-Produktion von Ferrero.

Da aber 80 Prozent des in Deutschland verkauften Spielzeugs in China produziert wird, nehmen wir heute dieses Land wieder unter die Lupe

Schon wieder hat eine Undercover-Recherche der US-amerikanischen NGO China Labor Watch festgestellt, dass weiterhin mit gefährlichen Chemikalien gearbeitet wird, und diese Spielzeuge landen dann in den Händen der Kinder, die wiederum diese Hände in den Mund stecken. Da wundert es einen auch nicht, dass es „normal“  ist, dass ein Kind gesundheitliche Probleme hat! 

Arsen, Blei, Quecksilber sind die wichtigsten Gifte, die in Kunststoffen stecken können. Weitere Schwermetalle und Schadstoffe kommen ebenfalls vor. Und das ausgerechnet auch in Gegenständen, mit denen Kinder täglich mehrere Stunden lang beschäftigt sind: in Spielzeug und auch in Essgeschirr aus Kunststoff. Allergien, ADHS, Autismus, Autoimmunerkrankungen: In Europa ist bereits jedes dritte Kind chronisch krank. In den USA sind gesunde Kinder sogar schon in der Minderheit. Wir haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass schädliche Chemikalien Kindern das Leben ganz schön madig machen können. 

War Ihnen bekannt, dass die EU-Kommission die Grenzwerte für Blei, Barium, Antimon, Arsen und Quecksilber in Kinderspielzeug lockerte?

Siehe: Erschreckend – Wissen Sie, wie „normal“ es ist, dass ein Kind gesundheitliche Probleme hat? Finger weg von unseren Kindern!

Wenn Spielzeug zur Qual wird – War Ihnen bekannt, dass die Deutsche Regierung mit Steuergeldern dafür sorgt, dass Arbeitsplätze in China geschaffen werden?

Einst war Deutschland einer der größten Spielzeugproduzenten der Welt. Das hat sich in den letzten 15 Jahren drastisch geändert: Viele Modelleisenbahnen kommen mittlerweile aus China, ebenso Holzspielzeug, Puppen, Plastikfiguren und gefährliche Chemikalien incl. Allein 2014 sind in der EU fast 2500 besonders für Kinder gefährliche Waren vom Markt genommen worden. Das europäische Schnellwarn-System Rapex verzeichnete 2435 Mitteilungen und damit erneut mehr als im Jahr zuvor, wie die EU-Kommission im März 2015 bekanntgab. Vor allem von Spielzeug sowie Textilien, Kleidern und Modeartikeln gingen demnach Risiken aus. Am häufigsten wurden in diesem Zusammenhang chemische Risiken sowie Verletzungs- und Erstickungsgefahr gemeldet.

Etwa 4000 Fabriken in Südchina stellen Spielwaren her. Darunter sind zahlreiche Produkte namhafter deutscher Marken.Gerade wenn für Weihnachten produziert wird, ist der Druck am Größten.

Hier ein Beispiel aus 2015 in einer Fabrik für Kinderspielzeug.

„Wenn alles gut läuft, knacken wir in diesem Jahr (2016) erstmals die Drei-Milliarden-Marke.“ Willy Fischel, Geschäftsführer des Handelsverbands Spielwaren

Mindestlohn, Arbeitsschutz und geregelte Wochenarbeitszeiten scheinen keine Rolle zu spielen, wenn es darum geht, die Drei-Milliarden-Marke zu knacken. Der fränkische Hersteller Playmobil legte im Segment Kleinkind- und Vorschulspielzeug bis Oktober 2016  um zehn Prozent zu. Am liebsten kaufen die Deutschen Spielzeug nach wie vor im Geschäft. Jeder dritte Euro wird aber bereits im Internet ausgegeben. Das Weihnachtsgeschäft macht rund 40 Prozent des Jahresumsatzes der Branche aus.

Doch unter welchen Bedingungen entsteht das Spielzeug? Wie sind die Arbeitsbedingungen in den Fabriken?

Laut China Labor Watch ist die Welt der Spielwaren ein Paradies für Kinder, aber es ist eine Welt des Elends für die Menschen, die diese Spielzeuge herstellen. Der Gründer der Organisation und Geschäftsführer Li Qiang sagte im Guardian vom 04. Dezember 2016  „Wir können nicht tolerieren, dass Kinderträume auf Kosten von Arbeitern erfüllt werden, die gegen unfaire Behandlungen kämpfen, um Spielwaren herzustellen.“ Die verdeckten Ermittler untersuchten vier Fabriken. Sie sammelten Lohnzettel und machten Fotos. Die dortigen Arbeiter bestätigten, dass sie Spielzeug für Disney, Mattel, Fisher-Price und McDonald’s herstellten. Sie machen mehr als 100 Überstunden  im Monat – fast das Dreifache der gesetzlichen Grenze in China.

Sogar die eigene Überwachungsorganisation der Spielzeug-Industrie, die ICTI Care Foundation, bestätigte, dass sie in vielen chinesischen Fabriken machtlos seien. Sie können die vielen Überstunden einfach nicht stoppen. Hinzu kommt der viel zu geringe Lohn. Ein Arbeiter erhält mitsamt der vielen Überstunden und allen Zulagen weit weniger als der Durchschnittslohn in chinesischen Städten von £ 715 pro Monat.

Ein verdeckter Ermittler stellte fest, dass ein Unternehmen die Arbeiter zwingt, mit Isoamylacetat zu arbeiten. Das ist eine Substanz, die sehr stark nach Bananen riecht. Es wird als Lösungsmittel oder für das Weichmachen von Kunststoffen eingesetzt. An einer Produktionslinie kommen die Arbeiter in direkten Kontakt mit der Substanz.

INFOBOX – Isoamylacetat

Eigenschaften: Die entzündliche, farblose Flüssigkeit hat einen charakteristischen Geruch. Mit Luft mischt sich der Dampf leicht. Bei Temperaturen über 25°C bilden sich mit der Luft explosible Gemische. Mit starken Oxidationsmitteln erfolgt eine heftige Reaktion. Dabei besteht immer akute Brand- und Explosionsgefahr.

Symptomatik: Der Stoff kann inhalativ oder oral aufgenommen werden und reizt die Augen und die Atemwege. Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es langsam zu einer toxischen Kontamination der Luft. Eine Einwirkung auf die Augen und / oder die Haut ist an einer Rötung und an Schmerzen zu erkennen. Die Haut wird ausgetrocknet. Nach einer oralen Aufnahme kommt es zu Übelkeit, Halsschmerzen und abdominellen Schmerzen. Eine inhalative Aufnahme bewirkt Kopfschmerzen, Mattigkeit, Müdigkeit und Halsschmerzen. Hohe Konzentrationen des Dampfes können Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit verursachen. Eine wiederholte oder länger andauernde Einwirkung entfettet die Haut.

Maßnahmen: Der Patient ist mit umluftunabhängigem Atemschutz aus der kontaminierten Umgebung zu retten. Es kann notwendig werden, den Patienten zu beatmen. Jeder Patient bekommt mindestens vier Liter Sauerstoff pro Minute. Kontaminierte Kleidung ist zu entfernen und die betroffene Haut ist ausgiebig mit Wasser zu spülen. Bei einer Einwirkung auf das Auge ist dieses zu anästhesieren und sorgfältig zu spülen. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Eine klinische Überwachung hat auf jeden Fall zu erfolgen.

Vorsichtsmaßnahmen: Offene Flammen und Funkenbildung ist zu vermeiden. Es darf nicht geraucht werden. Die Haut und die Augen sind mit geeigneten Schutzmaterialien zu schützen. Quelle gifte.de

Ein Mitarbeiter berichtete, dass die drei produktivsten Arbeiter jeden Tag einen Preis erhalten sollten –  Der Preis war eine Packung Papiertücher.

Dazu schreibt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ): „Über die unmittelbaren gesundheitlichen Probleme hinaus, unter denen insbesondere Kinder und Arbeiter in der Spielwarenindustrie leiden, haben mangelhafte Produkte schwerwiegende Konsequenzen für das Vertrauen der Verbraucher und den Ruf sämtlicher Produkte „Made in China“. Produktrückrufe bedrohen die Existenz kleiner und mittlerer chinesischer Produzenten und deren Beschäftigten, die oft Wanderarbeiter aus den ärmsten Regionen des Landes beschäftigen. Die Kosten für die gesamte Spielwarenindustrie sind hoch.
Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben der deutsche Spielwarenhersteller Schleich GmbH und die GIZ daher eine Entwicklungspartnerschaft zur Produktsicherheit in der Spielwarenindustrie geschlossen und ihre Ressourcen und ihr Fachwissen gebündelt.“

Land

                                                                  Anzahl der                                                                               Projekte

AUFTRAGSVOLUMEN IN EURO

Entwicklungshilfe an China

27

86.765.822

Dass auch unsere Kinder durch diese Chemikalien erkranken, davon erfahren wir nichts. Als Kunde erfährt man meist nicht mal die Angabe des Herkunftslandes, denn das ist keine Pflicht! 

Netzfrau Doro Schreier

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