EILT! Voll integriert und trotzdem Abschiebung? Minister Joachim Hermann: Bleiberecht für Musiker Ahmad Shakib Pouya!

abschiebungAhmad Shakib Pouya kam vor Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Der gelernte Zahnarzt ist ein Musterbeispiel für vorbildliche Integration. Eine Abschiebung nach Kabul wäre für ihn ein Todesurteil.

Update 23.12.16 Ahmad Shakib Pouya kann vorerst bis Mitte Januar bleiben, um bei einer Opernaufführung in München eine der Hauptrollen zu spielen. „Ich danke allen Menschen, die sich für mich eingesetzt haben“, Ahmad Shakib Pouya in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung. 

Der Musiker Ahmad Shakib Pouya, seit Jahren Mitglied und Hauptdarsteller bei dem integrativen Opernprojekt ZAIDE. EINE FLUCHT., steht vor der Abschiebung nach Afghanistan – ungeachtet der Tatsache, dass der mittlerweile vorbildlich in Deutschland Integrierte in seinem Herkunftsland politisch verfolgt und vom Tod bedroht ist.

Aktuell läuft über Avaaz.org eine Petition an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, in der ein Bleiberecht für Pouya gefordert wird.

Ahmad Shakib »Pouya« ist Anfang 30, stammt aus Afghanistan und lebt seit fast fünf Jahren in Deutschland. Da eine professionelle Schauspielerkarriere in seiner Heimat nicht möglich war, studierte er stattdessen Zahnmedizin in Kabul und arbeitete in einem französischen Krankenhaus. Als die französischen Truppen sich aus Afghanistan zurückzogen, galt er den Taliban als Kollaborateur und wurde bedroht. Bei einem Attentat, das auf ihn verübt wurde, verlor er seinen Vater und war anschließend zwei Jahre auf der Flucht. In Deutschland arbeitete er als Altenpfleger, bis sein Asylantrag samt Antrag auf Arbeitsgenehmigung abgelehnt wurde. Er spricht sechs Sprachen fließend und engagiert sich seither u. a. als Dolmetscher für die Integration anderer Flüchtlinge. Die Oper war für ihn zunächst Neuland. Seit seinem ersten Projekt »Zaide. Eine Flucht« mit Zuflucht Kultur e. V. hat er u. a. an Musik- und Theaterprojekten am Theater Augsburg mitgewirkt. Seit einem Auftritt mit Zuflucht Kultur bei der IG-Metall in Frankfurt leitet er dort eine Kontaktstelle für Flüchtlinge.

„Dann hat er einen festen Job bei der IG Metall gefunden, jetzt seit fast einem Jahr, nach einem Auftritt dort. Da dachten wir natürlich alle: jetzt wird alles gut mit Anwälten der IG Metall und so einem Spitzen-Job und da kann doch nichts mehr schiefgehen. Und dann hat er auch noch eine Frau gefunden, sich verliebt und geheiratet und dann dachten wir: ja was soll denn jetzt noch passieren?“ Cornelia Lanz , sie ist die Initiatorin von ZAIDE. Sie begleitet Pouya nun schon seit eineinhalb Jahren.

Weshalb dies wichtig ist

Text-Petition: zur PETITION 

Zur  Petition: Minister Joachim Hermann: Bleiberecht für Pouya

Ahmad Shakib Pouya – Foto: Zuflucht Kultur e.V

Der Musiker Ahmad Shakib Pouya, seit Jahren Mitglied und Hauptdarsteller bei dem integrativen Opernprojekt ZAIDE. EINE FLUCHT., steht vor der Abschiebung nach Afghanistan – ungeachtet der Tatsache, dass der mittlerweile vorbildlich in Deutschland Integrierte in seinem Herkunftsland politisch verfolgt und vom Tod bedroht ist.

Mehr noch: Sein sehr besonderer Fall liegt momentan der Härtefallkommission des Bayerischen Landtags vor, die noch nicht entschieden hat. Dass die Abschiebung trotzdem angeordnet wurde, gab es unseres Wissens bislang noch nie. Dem Verein Zuflucht Kultur, der bereits drei vielbeachtete integrative Opernproduktionen mit Flüchtlingen und geflohenen Künstlern herausgebracht hat, ist Pouya menschlich und künstlerisch eng verbunden. Nicht nur tritt er mit dem Chor Zuflucht immer wieder bei politisch‐sozialen Anlässen auf. Dank seiner exzellenten Deutschkenntnisse war er im bewegten Herbst 2015 auch ein wichtiger Gesprächspartner in den Medien, darunter in der Talkshow von Markus Lanz und in der ZDF‐Live‐Show „Menschen auf der Flucht. Deutschland hilft“ von Johannes B. Kerner.

Als Hauptdarsteller in unserer Produktion ZAIDE. EINE FLUCHT. ist er ein unverzichtbarer Solist – die nächsten Vorstellungen sollen am 11., 13. und 14. Januar 2017 in der Alten Kongresshalle München stattfinden. Durch sein Engagement bei unserem Verein kam Pouya zudem in Kontakt mit der IG Metall in Frankfurt am Main. Dort arbeitet er mittlerweile als Dolmetscher und überaus motivierter Alltagshelfer bei der Beratungsstelle für Flüchtlinge. Pouyas Schicksal berührt uns daher nicht nur persönlich – der Verein Zuflucht Kultur und sein Arbeitgeber sind dringend auf seine Mitarbeit angewiesen.

Letztlich kann unser Anliegen jedoch niemand besser in Worte fassen als Pouya selbst. Was er dem Bundespräsidenten persönlich sagte, als er mit Zuflucht Kultur beim Bürgerfest auf Schloss Bellevue 2015 auftrat, gilt nicht nur für ihn, sondern für die überwältigende Mehrheit der Asylbewerber: „Lieber Herr Gauck, eigentlich sollte ich hier Musik machen, ich spiele nur kurz, weil ich Ihnen aus vollem Herzen sagen möchte: Ich habe Ihre Sprache gelernt, Ihre Kultur kennengelernt, bitte nehmen Sie mich auf, ich möchte Steuern zahlen und Teil dieser Gesellschaft sein.“

Falls Sie eine Möglichkeit sehen, Pouyas Fall in die Öffentlichkeit zu tragen, wären wir unglaublich dankbar. Es bleibt nicht viel Zeit: Pouya muss am Donnerstag, 22. Dezember 2016, in ein Flugzeug nach Kabul steigen.

Nur eine einzige Person kann seinen Abschiebebescheid jetzt noch aufheben: der bayerische Innenminister Joachim Herrmann. Wir sind alle wie vor den Kopf geschlagen von der entsetzlichen und lebensbedrohlichen Situation, in der sich unser Freund befindet.

BITTE HELFT UNS UND UNTERSCHREIBT, DIE ZEIT WIRD KNAPP!

Abgeordneter Herrmann, JoachimKontakt

Ministerbüro
Odeonsplatz 3
80539 München
Telefon: 089 2192-2101
Fax: 089 2192-12100
minister(at)stmi.bayern.de

Bürgerbüro Ludwig-Erhard-Haus
Ludwig-Erhard-Straße 9 a
91052 Erlangen
Telefon: 09131 534538
Fax: 09131 611840
joachim.herrmann(at)csu-bayern.de

„Die Härtefallkommission ist ein Gremium, zu entscheiden – in Einzelfällen – ob jemand in Deutschland bleiben darf. Und dort kommen im Jahr nur 70 Leute in Bayern hinein – das ist schon besonders, dort überhaupt vorgeschlagen und nominiert zu werden. Und – da Voraussetzung sind: langjähriger Aufenthalt in Deutschland, eine gute Integration und eine eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts. Und natürlich noch familiäre Hintergründe. – Und das ist alles bei Pouya gegeben. Deswegen fragen wir uns, wie er in einem laufenden Verfahren abgeschoben werden kann.“ Cornelia Lanz

„Ich hab Todesangst, einfach in Afghanistan zu gehen. Ich will nur ein Chance haben, damit ich mich beweisen kann vor der Härtefallkommission; dass die entscheiden, was ich machen muss – ob ich gehen muss oder ob ich hierbleiben muss. Das will ich einfach: diese Chance bekommen.“ Ahmad Shakib Pouya

Ob Pouya diese Chance bekommt, liegt nun in Händen des bayerischen Innenministers Hermann. Er kann die geplante Abschiebung noch verhindern.

Bitte helfen Sie!

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin dagegen Volksvermögen sinnlos zu verschleudern. Denn, einen intelligenten und best integrierten Menschen, der auch noch sehr wertvoll für die Öffentlichkeit ist, in eine tötliche Gefahr abzuschieben, ist barbarisch und eines entwickelten Landes, wie es Deutschland vorgibt zu sein, extrem unwürdig.

  2. BITTE ERLAUBEN SIE DEM HERRN POYA IN DEUTSCHLAND ZU BLEIBEN. ICH BIN DEUTSCHE, LEBE SEIT VIELEN JAHREN IN GR UND HELFE EHRENAMTLICH IN EINER FLUECHTLINGSORGANISATION UND HABE EINEN JUNGE AFGHANEN, DESSEN MUTTER IN MUENCHEN LEBT. ZUSAMMENGESCHLAGEN VON DEN TALIBANEN, ZUSAMMENGEFLICKT IN PAKISTA, MIT MUEHE NACH GR GELANGT U WARTET, DASS ER IN IHR GELOBTES LAND KOMEN DARF. ICH WEISS, DURCH WAS DIESE MENSCHEN GEHEN. BITTE BEHALTEN SIE DANN DOCH DIEJENIGEN, DIE SO INTEGRIERT SIND WIE DIESER HERR POYA IN IHREM BAYRISCHEN LAND. M F G J.G.HARTWIG

  3. Herr Pouya ist voll integriert und darf
    nicht abgeschoben werden. Es wäre
    völlig verwerflich ihn der tödlichen
    Gefahr auszusetzen, die ihm bei der
    Abschiebung droht. Das wäre höchst
    unmenschlich.

  4. habe in der Zeitung gelesen, das der Afghane Zahnarzt Herr Pouya am Freitag nach Afghanistan abgeschoben wird , ist eine riesen Sauerei. Denn die Kriminellen werden in Bayern immer mehr, aber solche Leute die schon seit 6Jahren in Deutschland sind , sehr gut deutsch sprechen und als Spezialist als Zahnarzt arbeiten wollen keine Arbeitsgenehmigung bekommen. Am Bahnhof am Hauptbahnhof in München sind Hunderte Krimminelle die keine Aufenthaltsgenehmigung haben, anderen Leuten das Geld aus der Tasche nehmen und Stehlen, arbeitsscheu sind und nicht einmal die Sprache sprechen die unterstützen wir mit hohen Beträgen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Überlegen Sie Herr Minister Herrmann das wenn dieser Herr ausgewiesen wird, dann klebt Blut an Ihren Händen, mann sollte Ihre Partei nicht mehr Wählen!!!!!!!!!!!!!!

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