Weihnachtsmenüs : Rote-Linsen-Orangensuppe mit Chili und Granatapfelkernen u. v. m.

Weihnachtsmenü alternativ IIWeihnachten ohne die obligatorische Gans, ohne Fleisch oder Fisch, geht das überhaupt? An den Weihnachtstagen mal ganz anders essen. Welche Alternativen es so geben kann und dass auch noch in mehreren Gängen ohne Fleisch, ohne Geflügel und ohne Fisch geht, stellen wir in diesem Beitrag vor.

Vegane Weihnachtsmenüs

Wer hat Lust, an den Feiertagen an einer Mohrrübe zu knabbern und ein paar Salatblätter zu mümmeln? Weihnachten vegan, wie soll das denn gehen? Vor allem, was soll’s da noch geben? Hunger leiden muss bei veganer Ernährung bei weitem niemand. Im Gegenteil, die vegane Küche ist deutlich kreativer, bunter und abwechslungsreicher geworden, als sie zu Fleischesserzeiten jemals war.“

„Früher aß ich oft das Gleiche und nicht sonderlich abwechslungsreich. Seit ich vegan esse, probiere ich viel mehr Neues aus. Ob Topinambur oder Quinoa, Panna Cocos oder Kichererbsenpfannkuchen, so abwechslungsreich aß ich früher nicht und soviel experimentierte ich auch nicht mit neuen Gewürzen.

Zu unserer Verfügung steht ein Paradies an pflanzlichen Lebensmitteln, die sich obendrein sehr förderlich auf unsere Gesundheit auswirken. Farbenprächtiges Obst und Gemüse bietet uns alles, was wir an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen benötigen. Für mich ist vegan die einzige Form der Ernährung, die ethisch korrekt ist. Klima-, Umweltschutz und die Ernährungsproblematik auf der Welt lassen sich damit eindämmen. Wenn man/frau einen möglichst kleinen Klimafußabdruck auf der Erde hinterlassen möchte, dann ist es natürlich auch wichtig, regional und saisonal zu essen, denn Bio-Äpfel aus China zu kaufen, ist nicht gerade klimafreundlich.“

„So, was bleibt dann noch, um an Weihnachten ein Menü auf den Tisch zu bringen, mit dem alle zufrieden sind? Schließlich will man/frau auch nicht stundenlang in der Küche stehen. Ich habe zwei Menüs zusammengestellt, die sich gut vorbereiten lassen, die im Allgemeinen auch von Omnivoren gerne gegessen werden und bei denen man gar nicht auf die Idee kommt, Fleisch zu vermissen.“

„Ich freue mich, wenn es Euch gelingt, wenigstens an einem Tag, der Festtage, tierproduktefrei zu kochen und zu essen.
Tiere, Umwelt und Menschen profitieren in jedem Fall davon.
Jedes tierfreie Essen ist ein Gewinn für alle.“

Netzfrau Rosi Bachmann

Menü I

Rote-Linsen-Orangensuppe mit Chili und Granatapfelkernen

1 kleingewürfelte Zwiebel in Olivenöl glasig andünsten.
200 g rote Linsen, 1/2 kleingewürfelte Chilischote und 2 TL Currypulver dazugeben
und unter Rühren mitdünsten. Mit 500 ml Gemüsebrühe und
500 ml Orangensaft ablöschen. 20 Minuten köcheln lassen.
Gegen Ende der Kochzeit 1 EL kleingehacktes Selleriegrün zugeben. Suppe mit dem
Zauberstab pürieren und mit Salz und Pfeffer
abschmecken. Verfeinern mit etwas Hafercuisine und
mit Granatapfelkernen bestreuen.

°°°

Weihnachtsmenü alternativ I

Feldsalat mit karamelisierten Birnen und Walnusskernen

2 Birnen schälen und achteln, in etwas Olivenöl auf
mittlerer Stufe ein paar Minuten anbraten,
dann 1 Handvoll Walnusskerne dazugeben, mit 2 EL Zucker bestreuen und unter Rühren karamellisieren.
Blattsalate auf einem Teller anrichten, beträufeln
mit Dressing aus weißem Balsamico, Walnussöl, Senf,
Salz, Pfeffer und Agavendicksaft.
Die karamelisierten Birnen und Nüsse darübergeben.

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Lauch-Maronencreme an Papardelle

Eingeschweißte,schon vorgekochte Maroni: In einer großen
Pfanne die grob gehackten Maronen in etwas Öl anbraten,
mit etwas Ahornsirup karamelisieren, dann 2
kleingeschnittene und gewaschene Stangen Lauch dazu
geben, 1 Knoblauchzehe dazupressen und unter Rühren.alles etwas andünsten, würzen mit Pfeffer, Salz,
wenig Paprika und nach Belieben auch mit Kräutern.
Besonders gut passen Basilikum oder Petersilie.
Mit Hafercuisine oder Sojacuisine ablöschen und kurz köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung kochen und
in einer kleinen Pfanne kleingehackte Mandeln oder Walnüsse ohne Fett leicht anrösten.
Die Sauce über die Nudeln geben, bestreuen mit den
gerösteten Nüssen, Nussparmesan und nach Wunsch auch
mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.
Nach Belieben kann man die Sauce auch mit Weißwein
verfeinern.

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Bratapfel mit Nuss-Marzipanfüllung an halbgefrorener Cashew-Mandelcreme

100 g Marzipan in Stücke schneiden. 1 EL Rosinen und
2 EL gehackte Mandeln oder Haselnüsse damit verkneten. Masse in 4 Stücke teilen.
Von 4 Äpfeln einen Deckel abschneiden. Das Kerngehäuse ausstechen.
Mit der Marzipanmasse füllen. In eine flache Auflaufform setzen,
mit Zitronen- und Apfelsaft beträufeln und 25 Minuten bei 200° im Backofen braten.

Für die halbgefrorene Cashewcreme

1 – 2 Bananen schälen, klein schneiden und einfrieren,
50 g Cashews ein paar Stunden einweichen, dann das Einweichwasser ab
schütten. Die Cashews mit den gefrorenen Bananen und
2 EL Mandelmus im Mixer pürieren, falls die Masse zu
fest ist, evtl. etwas Sojsahne oder auch ein wenig
von dem Einweichwasser dazugeben.
Die Creme mit den Bratäpfeln zusammen anrichten und servieren.

Menü 2

Rote Beete-Kartoffel-Meerrettich-Suppe

3 rote Beete, 6 Kartoffeln und Zucchini würfeln und
in 400 ml leichter Gemüsebrühe 20 – 30 Minuten garen.
In der Zwischenzeit 1 kleingewürfelte Schalotte glasig dünsten
und zu dem Gemüse geben. 100 g geriebenen Meerettich ebenfalls dazugeben.
400 ml Kokosmilch dazugeben und pürieren,
würzen mit Petersilie, Dill, Salz und Pfeffer. Ein paar Minuten köcheln lassen.

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Variationen der Roten Beete

Rote-Beete-Sushi:
Auf 1 Noriblatt 2 – 3 EL gekochte und mit etwas Reisessig
gesäuerter Sushireis geben, die letzten 5 – 6
cm des Noriblattes freilassen. Nach belieben etwas Wasabi-Paste
auf den Reis geben (Vorsicht scharf). Dann einen Streifen am oberen Ende des Nori-Blattes
mit in Streifen geschnittenem Räuchertofu und in Streifen geschnittener Roter Beete belegen,
würzen mit etwas Sojasoße, Sesamöl und noch etwas Sesam darüberstreuen.
Dann von der oberen, belegten Seite her aufrollen. Die letzten cm des Noriblattes
mit Wasser bestreichen und zusammen drücken. Mit einem scharfen Messer in 6 – 7 Teile
schneiden.
Rote-Beete-Mousse:
Ca. 300 g gekochte rote Beete in Würfel schneiden und in einen Topf geben.
Mit einer großen Prise Zucker und Pfeffer und Salz zum Kochen bringen, 2 gestrichene TL. AgarAgar unter das
Gemüse rühren und 2 Minuten köcheln lassen. Danach alles pürieren,
in eine Schüssel geben und ein kurz auskühlen lassen.
Dann 200g aufschlagbare Pflanzensahne steif schlagen (z. B. die von Natumi)
und ca. 100 g davon vorsichtig unter das Püree heben.
Mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken und in kleine Gläser, Einmachgläser oder Förmchen
füllen und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren die restliche, ungewürzte Schlagsahne darauf verteilen.
Mit etwas gehackten Walnüssen oder einer halben Walnuss garnieren.
Rote-Beete-Carpaccio:
1 gekochte rote Beete in dünne Scheiben schneiden.
Pro Teller 3 – 4 Scheiben fächerartig anrichten, beträufeln mit einem Dressing aus
Kürbiskernöl, Balsamico, Orangensaft und Pfeffer und Salz. Bestreuen mit trocken
angerösteten Kürbiskernen und gehackter Petersilie.
Rote-Beete Sushi, Rote-Beete-Mousse auf dem Teller
mit dem Rote-Beete-Carpaccio anrichten.
Etwas Feldsalat dekorativ auf den Teller dazugeben und mit Dressing
beträufeln.

Linsen-Nussbraten mit Pilzsoße an Kartoffel-Süßkartoffelpüree:

Für den Linsennussbraten einfach 2 Tassen (gr. Kaffeehumpen) gekochte Linsen,
1 Tasse geriebene Nüsse z. B. Walnüsse,
1/2 Tasse Haferflocken, 2 geriebene Möhren, 1 kleingeschnittene Zwiebel und 2 Knoblauchzehen, 2 Eßl. geschroteter Leinsamen und 2 Eßl. Kichererbsen- oder Sojamehl, 3 EL. kleingeschnittene Kräuter z. B. Salbei und Oregano,
würzen mit Pfeffer und Salz und ca. 150 ml Gemüsebrühe darunterrühren.
Die Masse sollte nicht trocken oder bröselig sein, sondern ein richtig schön gebundener Teig. Blätterteig aufrollen, Nussmasse einschlagen, dann den Blätterteig schräg mehrfach einschneiden und 45 – 60 Minuten auf 180° backen.
Evtl. nach 20 oder 25 Minuten mit Alufolie bedecken.
Dazu passt auch sehr gut Rotkraut und Kartoffel oder Klöße.

Guten Appetit und frohe Weihnachten.

Netzfrauen

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4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin ja ein großer Fan euer Seite und ich habe nix gegen Vegetarier, solange sie mir nicht das Fleisch wegessen und sich die Kühe nicht beschweren über mangelndes Futter :-)
    Euch einen X-mas Gruss aus den Tropen…

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