Die Macht der Superreichen, wie sie aus der Armut ihren Profit ziehen! Militarisierung der Polizei weltweit – Major differences between rich and poor people

wpsIm Jargon der Börse löst sich Geld gern „in Luft“ auf oder „wird verbrannt“. Das ist falsch. Denn das Vermögen ist nicht weg, sondern nur woanders. Sie sind „Milliardenzocker“, „Skandalbanker“ oder „Schurkenhändler“ und sorgen für „Börsengewitter“ und „Kursmassaker“ – doch was spielt sich wirklich hinter dieser Fassade ab, wo nur ganz wenige einen Einblick bekommen?.

Es war der 15. September 2008 – an diesem Tag löste sich ihr Erspartes in Luft auf. Weil die einst gefeierte US-Investmentbank Lehman Brothers mit Pauken und Trompeten unterging. Geschätzt 40 000 bis 50 000 Kunden von Citibank, Dresdner Bank und von mehreren Sparkassen, aber auch von anderen namhaften Banken, hatten die Zocker-Papiere gekauft, die ihnen oft als sichere Anlage angepriesen worden waren. Was aber, wenn diese Finanzkrise geplant war, die seither viele Länder zu einem Sparkurs zwingt, da Steuerzahler, um Banken zu retten, mit 1 600 000 000 000 Euro blechen mussten?

1,6 Billionen: das ist so, als müsste jeder einzelne Deutsche 20 000 Euro zahlen, zwei Drittel eines durchschnittlichen Jahreslohns. Oder als müsste jeder Deutsche, ob Kleinrentner oder Milliardär, ein Drittel seines Geldvermögens abgeben. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wo diese 1,6 Billionen Euro geblieben sind?

Die Finanzkrise ist eine gigantische Umverteilung vom Steuerzahler zu jener Minderheit von Bonibankern und Bankaktionären, die in guten Zeiten von den gefährlichen Geschäften profitierten, für die sie im Nachhinein selten haften. Im Gegenteil, während die Bürger sparen müssen, lässt sich die Zocker AG diese mit Millionen versüßen. Die Banken haben in Europa eine Spur der Verwüstung hinterlassen und nicht nur hier, sondern weltweit.

Und während sich die „Armen“ weiterhin verschulden, die Zeitarbeiter immer mehr werden, Schulen unter Sanierungsstau leiden und auch andere Reformen dazu führen, dass gerade die ärmere Bevölkerung vermehrt durch die Banken- bzw. Finanzkrise leiden, wurden und werden die Reichen immer reicher. Diese haben ein neues Investment gefunden. Da immer mehr Menschen arm werden, profitieren sie von der Armut. Ja, sie lesen richtig. Die Armut der Menschen ist eine Anlageform, die sich für die Reichen als eine profitable Anlageform herausgestellt hat.

Allein die Kosten, die Europas Banken seit Beginn der Finanzkrise bis 2013 aufgewendet haben, entsprechen durchschnittlich 31 Millionen Euro pro Tag. Der Betrag ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch höher, da viele Vergleiche und Einigungen nicht öffentlich bekanntgemacht wurden. Hier gibt es natürlich auch Konzerne, die von diesen Kosten profitieren. Und wie bei Konzernen üblich, auch deren Aktionäre und Investoren.

Bei Europas größten Banken sind seit Beginn der Finanzkrise bis 2013  mehr als 57 Milliarden Euro an Kosten im Zusammenhang mit rechtlichen Auseinandersetzungen angefallen. Die Summe ist ungefähr fünf Mal so hoch, wie ihr gemeinsamer Gewinn im Jahr 2012 war.

Entstanden sind diese Kosten unter anderem deshalb, weil die Finanzkonzerne früher einigen Kunden offenbar dabei geholfen hatten, Geld zu waschen und Steuerzahlungen zu vermeiden. In anderen Fällen wurde über die Risiken von bestimmten Produkten nicht richtig aufgeklärt oder die Märkte wurden zum eigenen Vorteil manipuliert. Und weil diese Kosten so enorm hoch sind, leiden vermehrt Banken, die dann wiederum von den Steuerzahlern gerettet werden wollen.

Die folgende Tabelle bildet die Aufwendungen der 18 Banken ab: die gesamten Kosten aus der Beilegung von Klagen, Ermittlungen von Aufsichtsbehörden und anderen Streitigkeiten seit September 2008 bis 2013 – Rücklagen für rechtliche Auseinandersetzungen sowie Regress-Ausgaben für britische Kunden. Die Zahlen sind auf Millionen gerundet und in Euro angegeben.
fondsprofessionell.de/

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Von September 2008 bis 2013 haben die 18 Banken mit den höchsten Kosten mindestens 18,4 Milliarden Euro aufgewendet, um Klagen oder regulatorische Untersuchungen beizulegen. Zudem legten sie 23,3 Milliarden Euro für Zahlungen an britische Kunden zur Seite, denen unsachgemäß Hypothekenversicherungen oder auch andere Produkte verkauft worden waren. Weitere 15,4 Milliarden Euro sind für künftige Strafen vorgesehen. Summa summarum ergibt das etwas mehr als stolze 57 Milliarden Euro – ungefähr fünf Mal so viel, wie der gemeinsame Gewinn dieser Banken in 2012 war. Das geht aus Daten hervor, die „Bloomberg News“ auf Basis von Gerichts- und Unternehmensdokumenten zusammengestellt hatte. Siehe: Finanzkrise: Europäische Banker lassen sich ihre Schandtaten mit Millionen versüßen

Fast 10 Jahre nach dem Lehman-Crash scheint für viele die Krise schon wieder vergessen. Doch man sollte sich jederzeit der Gefahr einer weiteren Finanzkrise bewusst sein –  Die Lehman-Krise hatte sich von Amerika rund um den Globus ausgebreitet und letztlich die gesamte Weltwirtschaft lahmgelegt und der nächste Crash kommt bestimmt, denn wenn dieser gigantischen Zocker AG der Treibstoff ausgehen sollte, droht ein böses Erwachen.

4,1 Billionen Dollar Verlust durch Finanzkrise (2009)

Die weltweiten Verluste infolge der Finanzkrise werden sich laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf rund 4,1 Billionen Dollar summieren, umgerechnet rund 3,1 Billionen Euro. Allein in den USA sei durch faule Kredite und Schrottpapiere mit einem Minus von 2,7 Billionen Dollar zu rechnen, schrieb der IWF. In Europa liege der Verlust durch faule Wertpapiere bei 1,2 Billionen Dollar, in Japan bei 149 Milliarden Dollar. Der IWF ging davon aus, dass viele Finanzinstitute das wahre Ausmaß ihrer Verluste noch nicht eingeräumt haben. Rund 2,5 Billionen Dollar entfallen demnach auf Banken, der Rest auf Versicherungen und Pensionsfonds. Die Banken müssten aber zwei Drittel ihrer Verluste erst noch abschreiben. Besonders für europäische Geldinstitute prognostizierte der IWF schwierige Zeiten. Vor allem in Osteuropa seien weitere massive Kreditausfälle zu erwarten. Das war das Ergebnis aus 2009 – alles vergessen?

Und wer profitierte von der Finanzkrise? Die Superreichen!

Seit der Finanzkrise schlagen besonders die Superreichen zu – Autos, Uhren, Schmuck und Immobilen oder ganze Inseln. Diese Superreichen wurden trotz oder gerade wegen der Finanzkrise reicher. Und der Spuk ist noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil. War Ihnen bekannt, dass die Superreichen schon längst die andauernden Proteste der ärmeren Bevölkerung einkalkuliert haben? In den Medien wird dieser Protest auch gern mit Wutbürgern betitelt. Und damit sich die ärmere Bevölkerung nicht noch mehr solidarisiert wird auch gerne gespalten. Schon längst haben die verschiedenen Länder nicht gegen den Terrorismus, wie uns oft mitgeteilt wird, aufgerüstet, sondern gegen die eigene Bevölkerung, damit diese weiterhin in Schach gehalten werden kann.

Kennen Sie das Treffen auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos?

Er ist einer der einflussreichsten und internationalsten Kongresse der Welt, was sich an der Zusammensetzung der Teilnehmer ablesen lässt. Wenn Mette Marit Veronica Ferres aussticht, ein russischer Top-Banker zu wilder Ska-Musik tanzt und die Weltelite ein italienisches Technokraten-Duo feiert – dann ist man in Davos. Das Weltwirtschaftsforum bringt Geschäft, Politik und Party zusammen. WEF-Gründer Klaus Schwab ist nicht nur Gründer, sondern Mitglied von Aufsichtsräten und Verwaltungsräten mehrerer internationaler Unternehmen.

Das Forum wird von seinen rund 1000 Mitgliedsunternehmen finanziert. Nur einige der Partner von WEF

Allianz SE, Bank of America Corporation, Barclays,Bill & Melinda Gates Foundation,BlackRock Inc.Deutsche Bank AG, Facebook Inc.Google Inc., McKinsey & Company, Nestlé SA, Novartis AG, , PepsiCo Inc., Saudi Basic Industries Corporation (SABIC), The Rockefeller Foundation ,The Coca-Cola Company,The Dow Chemical Company, The Goldman Sachs Group Inc.Unilever, Volkswagen AG und viele weitere Konzerne, die zu den größten dieser Welt gehören.

Wenn Sie sich den Stiftungsrat an schauen – wird Ihnen sicher bewusst, um welches Klientel es sich handelt!

Davos

Während man sich in Davos 2013 noch darüber unterhielt, wie man den vermehrten Druck der Bevölkerung, die unter der Finanzkrise zu leiden hätte, Herr werden könne, machte Sberbank-Chef Herman Gref, die größte russische Bank, darauf aufmerksam: „Was privatisiert werden kann, muss privatisiert werden“. Er war zuvor ein reformorientierter Wirtschaftsminister gewesen. Das erinnerte uns doch stark an die Privatisierung des Wassers. Mittlerweile hat sich diese Privatisierungswelle durch alle Länder der Welt gefestigt. Gerade wurden die Autobahnen in Deutschland zum Verkauf an Privatinvestoren freigegeben. Ja, der „Wutbürger“ war schon 2013 ein Thema und schon längst wurden Tatsachen geschaffen, wurde aufgerüstet, um für eventuelle Proteste gewappnet zu sein. Siehe: DAVOS 2014: Die Umgestaltung der Welt: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft – Geld gegen Leben
Doch 2014 hatten die Verantwortlichen mehr zu bedenken als die Sicherheit der Reichen. Sie bereiteten sich auf ein Worst-Case-Szenario vor: Chaos in Europa, ausgelöst durch einen Zusammenbruch des Euro. In Davos ist man schon immer seiner Zeit voraus, was auch nicht weiter erstaunlich sein dürfte, denn diese Gesellschaft bestimmt, was auf dieser Welt geschieht, zu mindestens einen Teil davon. Siehe: Der Krieg der Reichen gegen die Armen ist in vollem Gange
Haben sie sich dort für die Militarisierung der Polizei ausgesprochen? Anwesend waren mehr als 40 Staats- und Regierungschefs, aber auch Präsidenten und Premierminister der G20-Staaten.

Auch vom 16. Januar bis zum 20. Januar 2017 wird Davos wieder im Ausnahmezustand sein: In Davos kommen dann rund 2500 Teilnehmer zusammen, darunter Hunderte Top-Manager und Spitzenpolitiker aus 140 Ländern. Schwerpunkt ist diesmal:  “ Wir leben in einer schnelllebigen und vernetzten Welt, wo innovative Technologien, demografische Veränderungen und politische Umwälzungen weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen haben.“  Siehe Webseite weforum.org Siehe:

Unmenschlich: Im 21. Jahrhundert lässt die sogenannte Wertegemeinschaft Europa Menschen erfrieren, während sie für ihre Sicherheit Millionen Euro aufwendet

Sollten Sie daran interessiert sein, wie die Sicherheit der Teilnehmer geregelt ist: Der Kanton Graubünden sowie seine Partner haben die am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt und hierzu Antworten formuliert. Die Fragen und die entsprechenden Antworten können den folgenden Dokumenten entnommen werden.

Ob in den USA oder Europa, weltweit findet eine Militarisierung der Polizei statt. Zunehmend wird auch die Bundeswehr in Planungen, Projekte und Testphasen miteinbezogen. Die Regierungen bereiten sich vor, um gegebenenfalls gegen drohende Aufstände in den Bevölkerungen gewappnet zu sein.

wps

Das Aufeinandertreffen von Demonstranten und Polizisten erinnert immer mehr an Kriegsschauplätze. Auch in Europa lässt sich die Militarisierung beobachten. Eine schleichende Militarisierung läuft im Namen „Innere Sicherheit“ und auch bezüglich der Anschläge in Paris sahen wir diese zum Beispiel auch in Belgien. Aber schon bereits während der Fußball-WM, der G-8- oder NATO-Gipfel sahen wir solche heimischen Militäreinsätze. Siehe auch Mit 1200 Litern pro Minute gegen Demonstranten – Neue Wasserwerfer für Deutschland

Maschinengewehre, Flugzeuge, Panzer: Nach dem Rückzug aus Afghanistan und Irak gibt die US-Army überzählige Waffen an die Polizei weiter. Sogar in Kleinstädten entstehen paramilitärische Einheiten. Vielen Amerikanern erscheint die Polizei-Aufrüstung unverhältnismäßig, wenn nicht gar gefährlich. In den USA stößt diese Militarisierung auf massiven Widerstand aus der Bevölkerung, davon berichteten wir bereits 2015.

Ausschlaggebend war: Militarisierung der Polizei in Kanada: Winnipeg kauft gepanzerte Fahrzeuge im Wert von $ 343 000Die gepanzerten Fahrzeuge werden Beamte und Zivilisten in hochriskanten Situation schützen, lässt der Polizeidienst verlauten. Wie ein Professor der University of Manitoba erklärte, sei der Erwerb von gepanzerten Fahrzeugen im Wert von $ 343 000 Teil eine beunruhigende Entwicklung. Frank Cormier, Professor für Kriminologie und UM, war überrascht und „sogar ein wenig enttäuscht“, als er davon hörte. „Die Militarisierung der Polizei ist etwas, das wir während der letzten 1 – 2 Jahrzehnte überall in Nordamerika, überall in der Welt beobachten.

Besonders besorgniserregend ist es für die, die Polizei & Public Relation studieren.“ sagte er. Eigentlich ist die Polizei gedacht zu helfen und zu schützen, aber nun kann sie durchaus als Feind wahrgenommen werden, meint Cormier. Winnipeg war unter den letzten Großstädten Kanadas, die solch ein Gefährt für den Polizeidienst anschaffte. Vancouver, Montreal, Toronto, Calgary, Saskatoon, Edmonton, London, Sault Ste. Marie, Peel, Durham und Ottawa haben diese Ausrüstung schon. Die Preise für diese Fahrzeuge variieren zwischen $ 250 000 und 400 000 $.

Protest

Weltweit flammten auch 2016 Proteste auf!

Was haben Massendemos, Straßenschlachten und Unruhen in Europa, ja der ganzen Welt gemeinsam? Erraten: Es wird kaum darüber berichtet. Auch 2016 zeigten wir Ihnen an Beispielen die Proteste auf diese Welt: ob in den USA, in Spanien, Italien, im Iran oder in Ägypten, Malta, Pakistan, Island oder Frankreich – überall auf der Welt kam und kommt es zu Protesten. Immer mehr neue Bewegungen entstehen. In einigen Ländern mussten die Regierungsoberhäupter zurücktreten, in vielen Ländern wird gegen die Korruption demonstriert. In den USA entsteht eine neue Bewegung, die sich mit der Occupy Wallstreet vergleichen lässt. Diese Bewegung fordert ein Ende der Einflussnahme durch Geld auf die Politik.

Weltweiter Protest auch wegen TPP-  Trans-Pacific Partnership-Abkommen – Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur, USA und Vietnam hatten am 04. Februar 2016 das Trans-Pacific Partnership-Abkommen unterschrieben. TPP- Das schlimmste Freihandelsabkommen aller Zeiten – The Dirtiest Trade Deal You’ve Never Heard Of

Die Panama Papers sorgen weltweit für Wirbel. Auch in Pakistan, hier betraf es Pakistans Premier Nawaz Sharif. Er musste sogar das Land verlassen. Sogar im Iran wurde wegen Korruption protestiert. Hier streikten Tausende von Lkw-Fahrern wegen Korruption. In Frankreich entstand die neue Bewegung  „Nuit Debout“ – „Nacht der Aufrechten“ –  Sie entstand aus den Protesten gegen die Reform des Arbeitsmarktes. Und nicht nur in Spanien demonstrieren Empörte, sondern auch Millionen in Brasilien. Lesen Sie hier die Proteste: Weltweit flammen Proteste auf – wussten Sie…?

Gemachte Armut

Die Armut in Deutschland nimmt kontinuierlich zu und betrifft immer mehr Gruppen in der Gesellschaft. Demos in Italien, in Portugal, in Spanien, in Frankreich – Nein – der Mensch in Deutschland erfährt nichsts davon! In Spanien stehen ca. drei Millionen bezugsfertiger Wohnungen leer. Trotzdem erleben dort  jeden Monat knapp zehntausend Familien das Trauma einer Zwangsräumung, meist weil sie ihre Arbeit verloren haben und bei der Rückzahlung ihrer Wohnungshypothek in Rückstand geraten sind. Sie verlieren nicht nur ihre Wohnung und landen bei ungenügender familiärer Unterstützung auf der Straße.  Sie bleiben auch auf dem Großteil der Schulden sitzen, obwohl sie die Wohnung an die Hypothekenbank verlieren. Und nicht nur in Spanien ist dies der Fall, auch in London sind die Mieten schon längst nicht mehr zahlbar.

Hier gehen jeden Samstag Tausende auf die Straße, um auf die Situation aufmerksam zu machen. Seit 2014 gehören diese Proteste Samstags dazu, nachdem im Juni 2014 in London 50 000 Menschen gegen den harten Sparkurs der Regierung protestierten. Viele prominente Redner schlossen sich den Protesten an. Damals verweigerte die BBC sogar eine Berichterstattung über den Massenprotest, obwohl der Protestzug vor deren Gebäude halt gemacht hatte. „Müssen wir mittlerweile unsere eigenen Medien machen?“ fragten die Protestler. Und noch heute sieht man wenig von den Protesten in den Medien, denn es könnte ja die Menschen auf dumme Gedanken bringen. Was haben Massendemos, Strassenschlachten und Unruhen in Europa, ja der ganzen Welt gemeinsam? Erraten: Es wird kaum oder gar nicht darüber berichtet.

Das Kabinett des Schreckens – der zukünftige Präsident in den USA – Donald Trump – gehört zu den Superreichen

Sowohl die Chemiegiganten, der Energiesektor und auch die Pharma-Industrie, aber auch Fastfood-Ketten wie McDonald’s atmen auf – am 20. Januar 2017 soll Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt werden. Was kann man von einem Mann erwarten, der den Klimawandel als von Chinesen erfundenen Schwindel bezeichnet und gelockerte Vorschriften für Fracking und Offshore-Ölbohrungen vorschlägt? Außerdem setzte die Chemieindustrie schon im Vorfeld auf Trump. 

Wussten Sie eigentlich, dass Trump ein Millionen-Depot gespickt mit Aktien hält, gegen die er während des Wahlkampfs so wetterte? Seine größte Position ist laut Investmentmanager übrigens Apple, gefolgt von Alphabet (Google). Wie sagt man so schön „Hunde, die bellen, beißen nicht“. Seien Sie also sicher, dass er dem Aktien-Markt gut gewogen ist. Immerhin ist er Unternehmer durch und durch und wer schießt sich schon gerne ins eigene Bein, auch das kommt von Investmentberatern, die schon mit neusten Anlageempfehlungen unter dem Motto „Setzen Sie jetzt auf den TRUMP-FAKTOR“ aufwarten. Siehe: Nicht nur Trumps Kabinett verspricht den Planeten Erde zugrunde zu richten, auch Trumps neue Webseite – Trump’s New Website Promises to Devastate Planet Earth

Besonders deutlich wird die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich in Großbritannien

„Trickle-Down-Theorie“ – Durchsickereffekte; über Kapitaltransfers ausgelöste Wachstumsprozesse sickern auch auf die Lebensverhältnisse der Masse der armen Bevölkerung durch. Ihr Ausbleiben hat zur Entwicklung von Strategien zur Armutsbekämpfung beigetragen.

Bedeutet: Die sogenannte Pferdeäpfel-Theorie besagt, dass wenn man den Pferden genügend Hafer zu fressen gebe, diese mit ihrem Kot, den Pferdeäpfeln, genügend Nahrung für die Spatzen ausscheiden würden. Analog angewandt auf menschliche Gesellschaften bedeute dies, dass wenn man Reichtum, d. h. die ungehemmte Akkumulation von Kapital fördere, genügend Wohlstand selbst bis in die untersten Schichten durchsickere (Trickle Down).

Wenn also die Grenzen des Wachstums erreicht werden, dann schwinden auch die Möglichkeiten, Kapital gewinnbringend anzulegen, bzw. zu investieren. Dies hätte zur Folge, dass der Wirtschafts- und Finanzkreislauf aus den Fugen  bzw. aus dem Gleichgewicht gerät. Davon ist dann auch der Trickle-Down-Mechanismus betroffen

Schon längst haben aber findige Investoren andere Anlagen gefunden. Aus Profitgier wetten sie mit Wasser, Gesundheit, Wald und Land, aber auch gegen Naturkatastrophen! Eine weitere Investition ist, die „ärmeren“ Schichten bei Laune zu halten. Gerade in den Bezirken, wo Arme wohnen, gibt es zahlreiche Glücksspiellokalitäten. Hinzu kommen die 1-Euro-Läden oder Billig-Discounter für Lebensmittel. Was billig ist, wird auch billig produziert. Und welche Inhaltsstoffe enthalten sind, interessiert den Superreichen eh nicht, denn er hat schon längst in Äcker und Farmen investiert, die sicherstellen, dass seine Nahrungsmittel auch sicher sind. Und egal, welche Branche, ob 0%-Finanzierung bei Mediamarkt oder Möbelläden, die ärmere Schicht kauft und verschuldet sich immer mehr. Der Superreiche braucht nur noch in diesen Segmenten sein Geld anlegen und profitiert.

Und wenn dann auch noch eine Bank wie in Spanien gerettet werden muss, natürlich durch die Gelder der Steuerzahler, die nicht in Steueroasen angelegt haben, dann bekommt der Superreiche auch gleich Hypotheken zu einem Spottpreis.

Die Catalunya Banc in Spanien war 2011 im Zuge von Kreditausfällen ins Trudeln geraten und musste verstaatlicht werden. Spanien hat 12,6 Milliarden Euro zur Rettung der Bank investiert und es war das erste Mal, dass Europäische Bürger für eine ausländische Bank einspringen mussten. Nur zwei Jahre später übernahm die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA), Spaniens zweitgrößte Bank, die Catalunya Banc für 1,2 Milliarden Euro.  Genau 2 Jahre später begann der Ausverkauf. Zufall? Zumal, wenn man sich die Nutznießer anschaut.

Was nun kommt, lässt einen erschaudern! Blackstone hat ein milliardenschweres Hypothekenpaket der spanischen Bank Catalunya Banc SA bekommen. Der Finanzinvestor zahlt für das Paket 3,6 Milliarden Euro. Der eigentliche Wert liegt bei 6,29 Milliarden. Wenn wir die ganze Rettungsaktionen der Euroländer anschauen, dann wird immer von Milliarden Euro gesprochen, so als sei es ein Klacks. Wissen Sie, was man mit den Milliarden alles hätte machen können? Müssen Banken gerettet werden, nur damit die hohen Boni gezahlt werden können? Denn die werden weiterhin gezahlt, obwohl man doch eigentlich den Bonus nur für gute Leistungen bekommt. Eine Bank „gegen die Wand“ zu fahren, ist alles andere als eine gute Leistung, es sei denn, man profitiert davon.  Siehe: Das große Fressen: Blackstone und der Ausverkauf von Spanien

Brot und Spiele – das Rezept funktionierte schon zu Zeiten der Römer. Heute verdienen Konzerne, die Computerspiele verkaufen, Milliarden Euro. Gerade die Weihnachtsgeschäfte machen das deutlich. Fünf von sechs Deutschen wählten 2016 digitale Weihnachtsgeschenke. Auch Prepaid-Guthaben für Mobilfunkleistungen standen auf jedem vierten Wunschzetel. Für 2016 erwartet der Handelsverband Deutschland erneut eine Steigerung der Weihnachtsumsätze auf rund 91,1 Milliarden Euro. Wer profitiert von diesen Umsätzen? Natürlich die Superreichen, die sich dann wieder super Autos kaufen können. Zum Beispiel einen Oldtimer für über 1 Million Euro, bei einer der vielen Versteigerungen in London.

Und schon wären wir wieder da, wo die Superreichen sich tummeln. Viele sprechen vom Finanzplatz Wallstreet, wo auch 2012 die Occupy Wallstreet- Demos begannen. Doch auch London besitzt ein wichtiges Finanzzentrum und daran wird sich sicher auch durch den Brexit nichts ändern.

Mittlerweile gibt es eine Branche für die ärmere Bevölkerung in Großbritannien, die man auch Geschäfte mit Tagelöhner bezeichnen könnte. Jobs werden per Webseiten angeboten, wo stundenweise Menschen gesucht werden, die für ein paar Cents diese Jobs übernehmen. Stundenweise bedeutet nicht im Monat, sondern pro Tag. Durch die Not der Menschen ist von einem Mindestlohn in dieser Kategorie keine Rede mehr. Wie schon in unserem Beitrag „Enthüllungen eines Journalisten, der undercover bei Amazon arbeitete – Undercover probe finds series of „intolerable conditions“ at mega-warehouse Amazon – workers reduced to sleeping in tents“ berichtet – schlafen diese Arbeiter irgendwo in einem Zelt, denn der Lohn reicht schon lange nicht mehr für eine Wohnung.

Wenn Sie mehr über die Situation der gemachten oder gewollten Armut erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen diese Dokumentationen:

Die Macht der Superreichen  – Das Wohlstandkartell  und den Zweiten Teil:  In der Welt des Jetsets > siehe Mediathek ZDF

  1. Teil: Jacques Peretti mischt sich unter die Superreichen, um herauszufinden, wofür Multimillionäre ihr Geld ausgeben und wie sich Reichtum verteilt. Ihn interessiert vor allem die sogenannte „Trickle-Down-Theorie“, laut der Reichtum in untere Gesellschaftsschichten durchsickert. Viele Wohlhabende sind von der Theorie überzeugt, während namhafte Ökonomen vor der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich warnen. Peretti wirft auch einen Blick in die Vergangenheit Großbritanniens und erklärt, wie und warum das Land nach dem Niedergang des Empires zu einer Steueroase für die Superreichen wurde. Weil wachsende Ungleichheit häufig mit steigenden Immobilienpreisen in Verbindung gebracht wird, analysiert Peretti zudem den britischen Wohnungsmarkt – und stößt dabei auf Entwicklungen, die manche als „soziale Säuberungen“ bezeichnen.

Im Zweiten Teil seiner Doku geht es für den Filmemacher in die Welt des globalen Jetsets. Er möchte herausfinden, warum die Superreichen immer reicher werden – und was das für die Mittelschicht bedeutet. Im Zuge seiner Recherchen ergibt sich, dass soziale Ungleichheit – die weltweit zu immer lauteren Protesten führt – keineswegs zufällig entstanden ist, sondern vom Finanzsektor bewusst gefördert wurde. Peretti stellt einen brisanten Bankenbericht vor, in dem Investoren erklärt wird, wie sich in der Zweiklassengesellschaft des 21. Jahrhunderts viel Geld verdienen lässt.

Außerdem beleuchtet der britische Journalist die Auswüchse des Kapitalismus (Stichwort: Managergehälter). Er zeigt auf, wie angesichts der allgemeinen Arbeitsplatzunsicherheit aus prekären Beschäftigungsmodellen Kapital geschlagen wird, und er zeichnet den Weg nach, der 2007 zur globalen Finanzkrise führte, unter deren Folgen viele Länder noch heute leiden.

Abschließend wirft Peretti einen Blick in die Zukunft und fragt, inwiefern die aktuellen Entwicklungen eine Gefahr für unsere demokratischen Gesellschaftsordnungen darstellen. Droht der Aufstand der 99 Prozent?

Auf Englisch:  1. Teil:

2. Teil – englisch

Während andere hungern und obdachlos werden, bereichern sich die sogenannten „Heuschrecken“ und die REICHEN. Der große Ausverkauf hat längst begonnen.

„Der Mensch ist nicht frei, wenn er einen leeren Geldbeutel hat.“ Lech Walesa 

Netzfrau Doro Schreier

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Gemachte Armut

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. ich sehe die viele Arbeit, die dieser und andere Artikel gemacht haben, die hier veröffentlicht werden. Danke für Eure großen Bemühungen im Namen der Aufklärung.
    Eines Tages werden wir vielleicht in den Geschichtsbüchern an den Schulen von dieser Zeit lesen.

    Doch all diese wunderbaren Bemühungen der Aufklärung drohen ins Leere zu laufen.
    Denn sie sind im Wesentlichen auf einem materialistischen Weltbild verankert.
    Das ist der wunde Punkt. Wenn dieser nicht überwunden werden kann, haben die Mühen der Rebellion für die Rechte und das freie Leben der normalen Menschen keinen wahren Wert und laufen ins Leere.

    Doch Materialismus ist nur ein Werkzeug oder so etwas wie eine Maske, die das verdeckt, was das eigentliche Thema ist, mit dem wir jetzt in immer stärker konfrontiert werden.
    Das was wir jetzt erleben ist ein offener Krieg verschiedener Weltanschauungssysteme.
    Wieder einmal.

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