Die Natur schlägt zurück! Glyphosat: US-Farmer verlieren Kampf gegen Superunkräuter – Glyphosate: US Farmers Lose Superweeds Fight

zur englischen Version Unkrautresistenz und Insektenresistenz als Antwort auf die Giftcocktails! Immer mehr Landwirte in den USA kehren Monsanto den Rücken. Wie der folgende Beitrag zeigt, zweifeln vermehrt Farmer des Mittleren Westens an den genmanipulierten Glyphosat-resistenten Ackerpflanzen, die ihnen über die letzten 20 Jahre von Biotech-Giganten wie Monsanto förmlich aufgedrängt worden waren.

Wir hatten bereist berichtet, dass Syngenta‬ US- im Juni 2016  per Twitter mitteilte, dass 84 Millionen Acres (ca. 34 Millionen Hektar) in den USA  unter glyphosatresistenten Unkräutern leide. Bis 2012 hatten glyphosatresistente Unkräuter bereits 25 Millionen Hektar Ackerland verseucht. Sie tauchten auch in anderen Ländern auf, darunter Australien, Brasilien und Argentinien – Länder, die bereitwillig glyphosatresistente Kulturen angenommen hatten. Jahr für Jahr die Kulturen mit dem gleichen Herbizid zu ersticken, ist der perfekte Weg, die Entwicklung resistenter Unkräuter zu fördern.

Unerwartet kommt das Problem nicht. Genau wie Krankheitserreger gegen Antibiotika resistent werden können, entwickeln Ernteschädlinge früher oder später Unempfindlichkeiten gegen häufig auftretende Gifte. Die Probleme sind die gleichen, die auch Antibiotika plagen: Die veränderten Pflanzen werden insgesamt zu oft eingesetzt, nicht nur dann, wenn es nötig wäre. Bereits im April 2013 machten wir auf die Insekteninvasion aufmerksam. Im November 2013 musste für zwei Bundesstaaten in Brasilien das Landwirtschaftsministerium sogar den Notstand ausrufen. An die hohe Belastung mit Pestiziden haben sich die Schädlinge mittlerweile angepasst – das Gift bleibt wirkungslos.

Wenn das Unkraut wirklich mit Roundup hätte vernichtet werden können, warum ist die Natur dann in der Lage, die Monsanto-Lüge zu entlarven? Die Monsanto-Story, die Welt benötige GVO, um mehr Nahrung zu produzieren, ist nicht nur ein erwiesenes Märchen, sondern vor allem eine große Lüge …!

Immer mehr Länder wollen sich von Monsanto und Co. nicht zum Sklaven machen lassen. Auch in Südamerika verweigern Bauern das Saatgut. Siehe: Nach Mexiko und Guatemala nun Costa Rica – Neuer Rückschlag für Monsanto und auch in Afrika tut sich was: TOPP- Gambia wird niemals Monsanto und Co. akzeptieren – Gambia will never accept GM food

Werden Pestizide nach Jahren der Verwendung endlich verboten, so fragt sich niemand, warum diese hochgiftigen Pestizide überhaupt auf dem Markt gelangt waren. So ist es mit allen Produkten, die irgendwann von der FDA oder EFSA vom Markt genommen werden. Gibt es nicht Institutionen, die dafür Sorge tragen, dass in die Umwelt eingebrachte Stoffe unbedenklich sind? Solche wissenschaftliche Einrichtungen werden sogar mit Steuergelder finanziert. Muss eine Chemikalie nicht erst durch viele Instanzen, damit es überhaupt auf den Markt kommt? Was geschieht, wenn ein hochrangiger Wissenschaftler herausfindet, dass die Anwendung von Pestiziden zu einer Gefahr für Mensch und Tier wird?  Lesen Sie dazu. Jonathan Lundgren – ein Wissenschaftler, der Bayer-Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – Jonathan Lundgren, WHO Could Destroy Bayer-Monsanto And Change The World…

Bislang versprühen Tausende von Flugzeugen tonnenweise Pestizide auf diesen Feldern. Eingesetzt wird dazu Monsantos Roundup. Das Gift ist genau so umstritten wie der Konzern selbst. WELTWEIT 182 Mio. Hektar Genpflanzen – 18 Mio. GVO-Anbauer, davon 16,5 Mio. Kleinbauern in Entwicklungsländern – nur ein paar Zahlen – damit Sie einen Einblick bekommen, wie sehr schon die Ackerländer dieser Welt verseucht sind.

US-Farmer verlieren Kampf gegen Superunkräuter weil die Resistenz gegen Glyphosat über 75 % beträgt

Die Zahlen aus 2016 von der University of Illinois sind erschreckend, so sehen es auch die Farmer.

Der Bericht über Herbizid-Resistenz der Pflanzenklinik der Universität Illinois von 2016 zeigt, dass die Resistenz gegen Glyphosat und gegen PPO-Hemmer  gewaltige Ausmaße im Mittleren Westen der USA erreicht haben.

Die o. g. Pflanzenklinik erhielt 2000 Exemplare von echtem Wasserdost bzw. Palmer-Fuchsschwanz, beides Unkräuter, aus 10 Staaten des Mittleren Westens.

  • Erstaunlicherweise zeigen 456 der gesamten Felder eine Glyphosat-Resistenz – insgesamt 76,8 % der 593 Felder.
  • 62,5 % der Unkrautexemplare zeigen eine Resistenz gegen PPO-Hemmer.
  • Ferner weisen 49 % der Unkräuter aller Felder eine Resistenz gegen beides auf.

In Illinois, woher die meisten Musterpflanzen stammten, hatten Beispiele von 52 Landkreisen wenigstens ein Feld, auf dem beide Pflanzen (s. o.) Resistenzen gegen beide Herbizid-Arten aufwiesen. Bis zur Wachstumssaison 2016 war der Palmer-Fuchsschwanz noch nicht resistent gegen PPO-Hemmer gewesen. Einige Beispiele aus Südwest-Illinois erwiesen sich im Test definitiv resistent gegen PPO-Hemmer (3 vom Landkreis Madison und 1 vom Landkreis St. Clair).

Der o. g. Bericht der Pflanzenklinik hat angeblich bewirkt, dass viele Farmer des Mittleren Westens an den genmanipulierten Glyphosat-resistenten Ackerpflanzen zweifeln, die ihnen über die letzten 20 Jahre von Biotech-Giganten wie Monsanto förmlich aufgedrängt worden waren.

Bill Giles, ein Farmer aus Illinois, der seit 2009 genmanipulierte Pflanzen anbaut, berichtet Sustainable Pulse, dass viele Farmer in seiner Region erwägen, zu nicht-genmanipulierten Ackerpflanzen zurückzukehren, um die Unkraut-Krise zu überwinden. Giles sagt: „Genmanipulierte Ackerpflanzen stehen kurz vor dem Scheitern in den USA, nicht zuletzt, weil die Farmer aufgefordert werden, immer mehr Geld in Herbizide zu investieren, um die Super-Unkräuter unter Kontrolle zu bringen. Wir können uns dies einfach nicht leisten! Wir sind dem Ende der Fahnenstange nahe, was diese Pflanzen betrifft. Viele meiner Freunde im Mittleren Westen sind kurz davor, zu konventionellen Anbaumethoden zurückzukehren“.

Unkrautresistenz in Deutschland – Die Fläche mit Unkrautresistenzen ist in den letzten Jahren angestiegen. Hauptsächlich findet man Resistenzen bei den Unkräutern Ackerfuchsschwanz und Windhalm.

„Unkrautresistenzen bei Unkrautarten wie Kamille, Vogelmiere, weißem Gänsefuß oder Melde-Arten sind bisher nur punktuell aufgetreten und spielen eine untergeordnete Rolle. Dennoch sollte auch hier darauf geachtet werden, dass Resistenzen sich nicht weiter ausbreiten“, teilt der Chemieriese Bayer auf seiner Plattform mit. Wie in dem folgenden Beitrag aus den USA kämpfen auch Bayer und seine Kunden, die Landwirte, mit angestiegenen Unkrautresistenzen. Hauptsächlich findet man Resistenzen bei den Ungräsern Ackerfuchsschwanz und Windhalm.

US Farmers Lose Superweeds Fight as Glyphosate Resistance Tops 75%

Posted on Feb 4 2017 – 1:21am by Sustainable Pulse

The 2016 University of Illinois Plant Clinic herbicide resistance report has shown that glyphosate herbicide resistance and PPO Inhibitor herbicide resistance have both reached epic proportions across the Midwest of the United States.

2,000 waterhemp or palmer amaranth weed samples were received by the University of Illinois Plant Clinic from 10 states across the Midwest, amazingly 456 of the whole field sites showed Glyphosate Resistance – a total of 76.8% of the 593 sites.

Meanwhile, 62.5% of the weed samples on the whole field sites showed resistance to PPO inhibitor herbicides. Also, 49% of weeds on the whole field sites showed resistance to both PPO inhibitor herbicides and glyphosate herbicides.

In Illinois, where the majority of samples were from, samples from 52 counties had at least one sampled field that had waterhemp or palmer amaranth plants that tested resistant to both glyphosate and PPO inhibitors.

Until the 2016 season, palmer amaranth in Illinois was not known to be resistant to PPO inhibitors.  However, several samples from southwestern Illinois were confirmed to be PPO inhibitor resistant (3 from Madison, and 1 from St. Clair counties) in the testing.

The University of Illinois Plant Clinic report has allegedly led many Midwest farmers to question the glyphosate resistant (Roundup Ready) GMO crops that have been pushed on them over the last 20 years by Biotech giants such as Monsanto.

Bill Giles, a farmer from Illinois, who has been growing GM crops since 2009, told Sustainable Pulse that many farmers in his local region are thinking of turning back to non-GMO crops to survive the superweed crisis.

Giles stated; “GM crops are on the edge of failure in the U.S. as farmers are asked to fork out more and more money on herbicides to try to control the superweeds. We simply can’t afford it! It is near the end of the road for these crops and many of my  friends in the Midwest are on the edge of turning back to conventional farming methods.”

Netzfrau Ursula Rissmann-Telle
deutsche Flagge
Alarmierende Glyphosatwerte in beliebten Lebensmitteln gefunden – Alarming Levels of Glyphosate Contamination Found in Popular Foods

Glyphosatresistenz – Monsanto zusammen mit DuPont – Monsanto zahlt 1 Milliarde für stärkeren Unkrautkiller – Monsanto and DuPont Announce New Weed Killer for GMO Crops

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Süd-Carolina: Millionen von Bienen sterben nach Insektizideinsatz gegen Zika Moskitos – South Carolina Tries to Eliminate Zika, Kills Millions of Bees Instead

UK zieht falsche Schlüsse aus einer Neonicotinoid-Studie – UK drew wrong conclusion from its neonicotinoids study

Bienen: Agrar-Industrie klagt gegen EU-Verbot ihrer Pestizide – It’s time to ban bee-killing pesticides

Neue Studie: Rettet die Bienen – oder die Menschheit wird hungern – Scientists: Save the Bees, or People Will Go Hungry

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Ein Patent, das Monsanto vernichten und die Welt verändern könnte – The Patent That Could Destroy Monsanto And Change The World…

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn Bayer das alles weiß, warum wollen sie dann Monsanto kaufen ??
    Da wird doch offensichtlich Geld verbrannt und ein sinkendes Schiff gekauft oder will Bayer mit Monanto alles besser machen, kann ich nur schwer glauben

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