15. Februar 2017 – Internationaler Kinderkrebstag

Für fast alles gibt es -tage. Am 14. Februar der Valentinstag – Big Business für Blumenhändler, genauso wie der Muttertag; Der Vatertag sorgt für gute Umsätze in den Festzelten. Diese Reihe lässt sich endlos fortsetzen….

Es gibt aber auch andere -tage, wie den heutigen Kinderkrebstag.

Pro Jahr erkranken rund 250 000 Kinder weltweit an Krebs. Wissenschaftler machten eine beunruhigende Entdeckung. Immer mehr Kinder und Jugendliche erkranken an Krebs. In Großbritannien ist Krebs die meist verbreitete Todesursache bei Kindern unter 14 Jahren.

Erst vor zwei Tagen berichteten wir, dass von dem Korruptionsskandal in Mexiko jetzt auch krebserkrankte Kinder betroffen sind. Kinder, bei denen Krebs diagnostiziert wurde, bekamen anstelle einer zugesagten Chemotherapie destilliertes Wasser verabreicht. Die Familie Vazquez Ortega ist direkt von den Folgen betroffen. Die Mutter des an Krebs erkrankten vierjährigen Gael, Diana Edith Vázquez, berichtet: „Während der sechs Monate, in denen Gael der Chemotherapie unterzogen wurde, zählte ich zwischen 12 bis 15 Kinder, die gestorben sind.“ Medikamentenbetrug erschüttert Mexiko! Krebsleidende Kinder erhielten Wasserinfusion statt Chemotherapie. Die darauf folgenden Kommentare lassen darauf schließen, dass sich nicht wirklich viele Menschen mit dem Leid von Kindern, die an Krebs erkrankt sind, beschäftigt haben. Es ist wie mit Vielem, ist man erst selber betroffen, schaut es plötzlich ganz anders aus.

Krebs bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig zu erkennen ist laut kinderkrebsinfo schwierig. Denn Krebs kommt zunächst ganz harmlos daher: Als blauer Fleck, als Fieber, als Kopfschmerz. Dennoch sollte niemals gezögert werden, den Kinderarzt aufzusuchen.  „Ihr Kind hat Krebs.” Jedes Jahr hören 2000 Eltern in Deutschland  und 15 000 Eltern in Europa diesen furchtbaren Satz. Wenn ein Kind Krebs hat, dann leiden alle darunter. Die Eltern und auch die gesunden Geschwister leiden mit. Gesunde Geschwister nicht nur, weil sie das Leid mit ansehen müssen, nein, sie müssen immer wieder Verständnis dafür aufbringen, dass die Mama keine Zeit für sie hat.

Neueste Daten zum Überleben nach Krebs in Europa

Im Jahr 2013 wertete die EUROCARE-Gruppe Daten von 10 Millionen Europäern aus. In der EUROCARE-5-Studie wurden für den Zeitraum 2000-2007 etwa 8,6 Millionen neu an Krebs Erkrankte aus 29 europäischen Ländern eingeschlossen, darunter 750 000 Patientinnen und Patienten aus Deutschland.

Die gute onkologische Versorgungsqualität in Deutschland ist auch für Krebs bei Kindern festzustellen. In einer zeitgleich veröffentlichten Untersuchung wurden die Ergebnisse zum Überleben von krebskranken Kindern veröffentlicht. Insgesamt wurden in Europa etwa 158 000 Kinder mit Krebs bis zum Jahr 2007 eingeschlossen. Das Deutsche Kinderkrebsregister (www.kinderkrebsregister.de) hat für die Analysen über 13 000 Fälle bereitgestellt. „Die durchschnittliche 5-Jahresüberlebensrate für alle Kinderkrebserkrankungen schwankt in Europa zwischen 70% und 80% und mehr.  Deutschland ist hier wieder in der Spitzengruppe. Auch bei Kinderkrebs sind in den osteuropäischen Ländern niedrigere Überlebensraten zu beobachten“, so der Leiter des Deutschen Kinderkrebsregisters und Koautor der Studie PD Dr. Peter Kaatsch.

Kleine Patienten in Not. Viele Kinderkliniken müssen sparen oder sogar schließen.

Etwa 16 000 Kinder jährlich erkranken in Deutschland an einem lebensbedrohlichen Leiden. 1500 von ihnen sterben. Leukämie, schwere Stoffwechselstörungen, Herzfehler, doch anstatt mehr in Kinder– und Jugendmedizin zu investieren, werden gerade in diesem Bereich die Kinderkliniken kaputtgespart.

An Kinderkliniken der Maximalversorgung herrscht akuter finanzieller Notstand: Dort sammeln sich teure Schwerst- und Spezialfälle – jedoch werden die entstehenden Kosten für die Behandlung der Kinder auf Grund der geltenden Fallpauschalen oft nur zu einem Teil erstattet und müssen deshalb von den Kliniken mitgetragen werden.

Die Folgen: Die Behandlung und Pflege kranker Kinder verschlechtert sich, da die Universitäts-Kinderkliniken dazu gezwungen sind, die entstehenden Millionendefizite durch Stellenabbau bei Ärzten und Pflegepersonal auszugleichen. Siehe auch: Wir brauchen dringend Ihre Hilfe!

Aus diesem Anlass startete Eltern 2014 die Aufklärungskampagne und Petition „Ich bin keine Fallpauschale“. Diejenigen, die sie initiiert haben, halten dagegen: „Die Behandlung schwerkranker Kinder ist finanziell nicht gesichert. Wir fordern umgehend eine faire und kostendeckende Vergütung, die sich an dem tatsächlichen Behandlungs- und Pflegeaufwand orientiert.“ In Schleswig-Holstein wird die Aktion von Eltern krebskranker Kinder und Jugendlicher sowie dem UKSH unterstützt.

Das Problem ist nicht neu. Bereits 2004 ließ die Asklepios-Kinderklinik in Sankt Augustin verlauten, dass gespart werden muss. Darunter hatten auch die Pfleger, Schwestern und Ärzte zu leiden. „Die Kosten für eine medizinische Versorgung von Kindern seien aber oft ungleich höher. Erschwerend kommt hinzu, dass die Fallpauschalen überwiegend auf die Behandlung Erwachsener ausgerichtet sind“, sagte Landwehr. Die Kosten für eine medizinische Versorgung von Kindern seien aber oft ungleich höher.“ Schuld sind nicht nur die Fallpauschalen, sondern auch die Privatisierung von Krankenhäusern, die mit Gewinnmaximierung arbeiten.

Nur als Zusatzinformation: Der Hamburger Klinikkonzern Asklepios betrieb im vergangenen Jahr (2015) 150 Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Der Gesundheitskonzern Asklepios Kliniken GmbH zählt zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Aktuell beschäftigt der Konzern mehr als 45 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2014 wurden etwa 2,2 Mio. Patienten in Einrichtungen des Asklepios-Konzerns behandelt. Pressemitteilung 26. November 2015 – Der Umsatz konnte von Januar bis September im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% auf EUR 2312,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2263,3 Mio.) gesteigert werden.

Wie sagte der Finanzminister: Die Steuern könnten gesenkt werden, da die Bundesregierung einen Überschuss zu verzeichnen hat. Außerdem wäre da noch die schwarze Null. Und für unsere Kinder ist nicht mal Geld da, damit sie eine richtige Behandlung bekommen?

Netzfrauen

Fresenius/Helios, Asklepios, Sana Kliniken, Rhön-Klinikum : Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Studie: Eine fortschreitende Verdummung und stetige Zunahme von Verhaltens- und Entwicklungsstörungen bei Kindern durch Umweltgifte Report: A host of common chemicals endanger child brain development

Skandal: Die Patienten werden kränker gemacht und die Krankenkassen profitieren – Fehldiagnosen im Auftrag der Kassen?

Big Pharma – Krankheit des Menschen ist ein einträgliches Geschäft – Pharmaindustrie schlimmer als die Mafia

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