Landwirtschaft geht auch anders, ohne GVO und Pestizide! – Farming in a different way!

Landwirtschaft geht auch anders!

GMO3

zur englischen Version Der folgende Bericht, der schon vor einiger Zeit im „Modern Farmer“ erschien, zeigt auf, dass wirtschaftlicher Erfolg und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur in der Landwirtschaft kein Widerspruch sein müssen. Im Gegenteil. Der Bericht macht Hoffnung, dass Landwirtschaft auch anders geht, dass GMO und Gifte verzichtbar sind, ohne dass die Weltbevölkerung Hunger leiden oder die Bauern auf Einkommen verzichten müssen. Damit mehr Menschen diese Hoffnung teilen, haben wir ihn übersetzt.

Wie man sich mit 26 Jahren die nächste grüne Revolution vorstellt

2010 kam ein junger Mann auf der Suche nach Erkenntnis in das Büro von Jerry Hatfield, des Leiters des USDA National Laboratory for Agriculture and the Environment in Ames, Iowa. Er hieß John Kempf und er wollte unbedingt mehr über Pflanzen-Physiologie erfahren. Dieser Bereich, mit dem sich Hatfield intensiv auseinander setzt, beschäftigt sich mit den komplizierten Interaktionen zwischen Pflanzen, Boden und Atmosphäre.

Nach einem mehrstündigen Gespräch über Agrarwissenschaft verließ der junge Mann das Büro von Hatfield mit einem Stapel Fachliteratur im Gepäck. Das war nur einer von unzähligen Schritten Kempfs auf einem Weg, der von einem zerstörten Zuckermelonenfeld aus vor sechs Jahren begonnen hatte. Verzweifelt darum bemüht, seinen landwirtschaftlichen Familienbetrieb vor immer schlimmeren Krankheiten und Schädlingsplagen zu schützen, begab sich Kempf in die Untiefen der Wissenschaft, um Lösungen zu finden, die in den gängigen Lehrbüchern nicht aufgeführt sind.

Dabei sammelte sich bei Kempf die gesamte alternative Literatur zum Thema und er wurde zum Chef eines schnell wachsenden Beratungsunternehmens. Aus Sicht seiner Anhänger ist es das beste Unternehmen, wenn es um nachhaltige und profitable Landwirtschaft geht. Die größten Optimisten sagen sogar, dass seine Firma die Perspektive für eine bessere Zukunft der Landwirtschaft bietet, da sie das Positive aus allen Landwirtschaftskonzepten zusammenführt.

Kempf ist gerade 26 Jahre alt, amisch und hat nur 8 Jahre die Schule besucht. Als er mit 14 die Schule verließ, stieg er in die familieneigene Obst- und Gemüseproduktion in Ohio ein, wo er im Lauf der Zeit für Berieselung, Düngung sowie den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden Verantwortung übernahm. Er setzte auf Pferde statt auf Traktoren und arbeitete mit einem Sprüher, der von einem kleinen Motor angetrieben wird.

Es war eine schlimme Zeit für die Familie. Infektionen und Krankheiten belasteten die Ernte, Kempf sah sich selbst in einem stetig zunehmenden chemischen Krieg gefangen – und das mit nur sehr geringem Erfolg. Der Tiefpunkt war 2004 erreicht, als deutlich mehr als die Hälfte der Ernte bei Kempfs – Tomaten, Gurken, Zucchini und Zuckermelonen – verdarb. Die Familie kam finanziell in eine äußerst kritische Lage, es bestand Handlungsbedarf.

Der damals 16-jährige Kempf stellte daher alles in Frage, was er je über Landwirtschaft gelernt hatte.

Er untersuchte die wenigen erfolgreichen Ernteplätze des Jahres und versuchte herauszufinden, warum auf einem Stück Land, das an die Farm angrenzte, Zuckermelonen besonders gut gewachsen waren. In diesem Jahr hatten die Kempfs einige Reihen Zuckermelonen von ihren alten Feldern auf Neue übertragen, die bis dahin noch nicht jahrelanger, chemischer Behandlung ausgesetzt waren. Die Ergebnisse, wie Kempf es in einem seiner Youtube-Videos beschreibt, waren erschütternd.

Auf den alten Feldern schlug überall der echte Mehltau zu. Direkt daneben, die Grenze war klar erkennbar, wuchsen die identischen Pflanzen, die im gesamten Zeitraum identisch behandelt worden waren, absolut gesund heran – so Kempf in seinem Video.

Dieser unbeabsichtigte, aber exakte Feldversuch belegte die unterschiedlichen Historien der Felder auf beiden Seiten der Grundstücksgrenzen in Bezug auf Chemie-Einsatz – für Kempf war das der „Heureka“-Moment, wie er selbst sagt.

Er fühlte, dass es eine Antwort auf seine Fragen gab. Aber all jene, die dazu hätten beitragen können, waren nur an Details interessiert und übersahen das „Big Picture“.

Warum gediehen die Pflanzen auf dem neuen Feld, während die anderen verkümmerten? Und warum nahmen die Krankheiten und Probleme laufend zu, trotz seiner Bemühung, ihnen mit Pestiziden den Garaus zu machen?

Er studierte Fachmagazine wie Soil Science Society of America Journal und Biology and Fertility of Soils. Er führte Gespräche mit Experten, fand Lücken im eigenen Wissen und füllte diese: Botanik, Pathologie, Entomologie, Physiologie, Immunologie usw..

„Landwirtschaftliche Forschung und Ausbildung konzentriert sich auf Spezialgebiete”, sagt Kempf. „Viele der Wissenschaftler glauben, dass die Antworten auf landwirtschaftliche Herausforderungen im eigenen Bereich zu finden sind. Und sie kommunizieren nicht untereinander”.

Kempf war daran gelegen, mit allen zu sprechen, um ein durchgängiges Verständnis von Boden- und Pflanzengesundheit zu gewinnen, das er in seinem Betrieb anwenden kann. Obwohl er nur ein Teenager war, der nicht einmal die 9. Klasse erfolgreich abgeschlossen hatte, waren die Wissenschaftler daran interessiert, mit ihm zusammenzuarbeiten.

„Ich wurde ernst genommen, da ich in der Lage war, intelligente Fragen zu stellen und niemandem mein Alter verriet“, so Kempf.

Ihm kam schnell der Verdacht, dass die chemiebasierten landwirtschaftlichen Methoden, die er anwendete, die Ursache und nicht die Lösung des Problems waren.

„Viele der Materialien, die in industrieller Landwirtschaft zum Einsatz kommen, steigern das Pflanzenwachstum und den Ertrag, wirken sich aber negativ auf die Biologie der Böden aus“, sagt er.

Die Taktik der verbrannten Erde, die er mit Pestiziden und Herbiziden angewendet hatte, war zu erfolgreich. Das mikrobielle Leben, das für gesunde Böden unverzichtbar ist, war ein Kollateralschaden. Als Folge konnte man akzeptable Erträge für die verschiedenen Produkte nur noch erreichen, indem man den Boden in Dünger „ertränkte“. Diesen Ansatz verwarf er schnell und setzte alles daran, wieder einen gesunden Boden herzustellen. Er ließ Pflanzen damit das tun, wozu sie am besten geeignet sind, wenn man ihnen eine Chance gibt: wie verrückt zu wachsen.

Seit 2006 verzichtete Kempf komplett auf Pestizide und verbrachte mehr und mehr Zeit damit, seine Ideen mit Wissenschaftlern und Farmern im gesamten Land zu diskutieren. Sein Vater stellte ihn vor die Wahl: Hör auf zu quatschen – oder verdiene Geld damit.

Kempf entschied sich für die zweite Option und gründete im gleichen Jahr seine landwirtschaftliche Beratungsfirma Advancing Eco Agriculture (AEA).

Sein Ansatz in Kürze:

Gesunder Boden sorgt für gesunde Pflanzen. Gesunde Pflanzen haben ein gesundes Immunsystem, um Krankheiten abzuwehren. Pflanzen mit gesundem Immunsystem sind – wie Kempf sagt – auch gesünder, wobei es hierfür aber noch keinen soliden wissenschaftlichen Nachweis gibt. Laut AEA kann man den Ertrag zwischen 10-30 % steigern und gleichzeitig die Kosten durch den Verzicht auf Pestizide senken.

Kempf vermeidet die Phrase „nachhaltig“, um den Eindruck zu vermeiden, die derzeitige Form der Landwirtschaft solle erhalten bleiben. Er spricht daher bevorzugt von „regenerativer Landwirtschaft“. Mit seinem Ansatz besetzt er eine eigenartige Nische. Er fordert die Farmer auf, auf Pestizide zu verzichten, gleichzeitig kritisiert er den biologischen Anbau. „Der typische Bioanbau ist nur negativ, beschäftigt sich damit, was nicht erlaubt ist“, sagt Kempf.

„Keine GVOs, keine chemischen Pestizide, nicht dies, nicht das. Zwar stellt das sicher, dass Bioprodukte im Wesentlichen frei von Pestiziden sind, sorgt aber nicht dafür, dass die Ernte ebenfalls gedeiht, oder die Bioprodukte wirklich gesünder als die normalen Lebensmittel sind“.

Sein Ansatz ist proaktiver. AEA vermarktet Produkte, die darauf abzielen, Boden- und Pflanzengesundheit zu verbessern und setzt auf ausgefuchste Maßnahmen, die Pflanzengesundheit in der gesamten Saison zu kontrollieren. Rückbesinnung auf vorindustrielle Landwirtschaft kombiniert mit aktuellen technologischen Innovationen – den Menschen gefällt diese Philosophie und das Unternehmen wächst rasant. Aktuell hat AEA rund 30 Mitarbeiter und betreut einige tausend Kunden im ganzen Land.

Larry Keefer, der Zeit seines Lebens 500 Morgen Soja, Getreide und Mais westlich von Lansing in Michigan anpflanzt, gehört zur wachsenden Kundschaft von AEA und ist vom Ansatz überzeugt: „In meinen Augen ist das die bessere Art der Landwirtschaft“, sagt Keefer, der bereits über fast 20 Jahre Erfahrung mit unterschiedlichen nichtkonventionellen Methoden verfügt.

Eine von Keefers wertvollsten Produkten ist hochentwickeltes GVO-freies Soja, das für die Tofu-Herstellung in Japan verwendet wird. Während er in der Vergangenheit zwischen gute 40 Scheffel pro Morgen erntete, ergab ein Test auf gut 40-Morgen Gelände eine Steigerung auf 59 Scheffel pro Morgen.

Er war der erste, der in seiner Gegend mit AEA zusammengearbeitet hat. Inzwischen sind 10 weitere Farmer dazugestoßen.

Was an Kempf fasziniert, ist die Art und Weise, wie er die Gratwanderung zwischen den verschiedenen landwirtschaftlichen Ideologien meistert.

In der Vermeidung von Chemikalien und in dem Fokus auf ein gesundes, landwirtschaftliches Ökosystem und der Betonung von Qualität vor Quantität ist AEA sehr konsequent. Gleichzeitig verwendet Kempf, der selbst über einen konventionellen Hintergrund verfügt, die gleiche Terminologie wie die großen Agrarbetriebe. Die Webseite von AEA verzichtet auf die typischen Wohlfühlbegriffe aus dem Bio-Sektor.

Kempf, ein anerkannter Experte in Agronomie und Bodenkultur entspricht selbst keinem Stereotyp. Als Mitglied der Amish-Gemeinde fährt er nicht mit dem Auto und nimmt auch kein Flugzeug. Als Chef eines rasch wachsenden Beratungsunternehmens nimmt er die Dienstleistungen einer New Yorker PR-Firma in Anspruch und ist ganz stilecht auf Twitter und in der Bloggerszene unterwegs. Er führt das Unternehmen gemeinsam mit einem Investor, Phillipe van den Bossche, der in Manhattan lebt, früher für Madonna gearbeitet hat und sehr schnell anerkennt, dass „er und Kempf zwei völlig unterschiedliche Typen seien.”

Bis 2016 will Kempf 10 000 konventionelle Farmen umgestellt haben. Diejenigen, die ihn und seine Ideen kennen, bestätigen, dass er genau das tun wird.

„Sein Ansatz ist der neue „Mainstream“ der Agronomie, der das Bestehende ablösen wird“, sagt Michael McNeil, ein landwirtschaftlicher Berater von Iowa, der Kempf bereits seit Jahren kennt und der davon ausgeht, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die regenerative Landwirtschaft sich allgemein durchsetzt. „Wenn der Profit der Farmer sinkt, werden sie sich nach neuen Möglichkeiten umschauen, um zu überleben. Unsummen für die Agro-Industrie auszugeben funktioniert für die wenigsten”.

Kempfs ultimatives Ziel ist, so seine eigene Aussage, dafür zu sorgen, „dass die Qualität der Nahrung beeinflusst wird” und „zu sehen, dass das regenerative Modell der Landwirtschaft zum akzeptierten Modell auf der ganzen Welt wird”.

So wird regenerative Landwirtschaft Mainstream, zum Nutzen aller.

Schon im September 2014 berichteten wir darüber, dass immer mehr Landwirte in den USA gentechnisch verändertes Saatgut (GVO) meiden!
Lesen sie mehr dazu!

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Original:

Kempf

This Twenty-Something Hopes to Unleash the Next Green Revolution

Quelle: modernfarmer.com/2014/08/

In 2010, a young man on a quest for enlightenment walked into the office of Jerry Hatfield, director of the USDA’s National Laboratory for Agriculture and the Environment in Ames, Iowa. His name was John Kempf, and he was eager to learn more about Hatfield’s plant physiology work, which deals with the complicated interactions of plants, soils and the atmosphere.

The two talked agronomy for several hours before Hatfield sent Kempf on his way with a stack of literature to devour. The visit was just one of many steps on Kempf’s journey, which had begun six years earlier in a blighted cantaloupe patch. Desperate to rescue his family farm from worsening disease and pest problems, Kempf dove into deep-end science, looking for solutions he couldn’t find in the conventional farming playbook.

In the process, Kempf became a staple on the alternative-ag lecture circuit and the CEO of a rapidly growing consulting firm that his followers hail as the next best thing in sustainable, profitable agriculture. The most hopeful even say that he and his company offer a glimpse of a better farming future, uniting the best that our various schools of agricultural thought have to offer.

Kempf is just 26 years old. He is also Amish, and has only an eighth grade education.
Once he finished school at age 14, Kempf went to work on his family’s fruit and vegetable farm in northeastern Ohio, overseeing irrigation, plant nutrition and herbicide and pesticide applications. In the fields, Kempf used horses instead of a tractor, with a sprayer powered by a small Honda engine.

It was a trying time for the family. Pests and disease were ravaging the crops, and Kempf found himself mired in escalating chemical warfare against them, with little success. Things hit a low point in 2004, when well over half of the Kempfs’ mainstay crops – tomatoes, cucumbers, zucchini and cantaloupes – were lost. With the family staring at an increasingly bleak financial situation, Kempf, then 16, set off on his mission to relearn everything he’d been taught about farming.

He began by looking closer at one of that year’s few bright spots: the fact that some cantaloupes on a piece of land directly adjacent to the Kempf farm had actually done well. That year, the Kempfs had run rows of cantaloupe from their old fields to the new one, which had not been subjected to years of heavy chemical application. The results, as Kempf describes them in one of his YouTube videos, were jarring.

On the old field, powdery mildew struck with a fury. But directly on the other side of the boundary – which showed up as clearly as “a knife line,” says Kempf in the video – were identical plants cared for in an identical manner and yet which remained completely, gloriously healthy.

Unwittingly, it served as a rigorously controlled experiment. The variable was the differing histories of chemical use on either side of the property line, and Kempf looks back on it as his Eureka moment.

Kempf felt that the answers to his questions did indeed exist, but that the folks who held them had their noses so deep in their own work they were missing the bigger picture.

Why, he wondered, did the plants on the new field thrive, while the others withered? And why, more generally, were pest and disease problems on the farm getting steadily worse, despite Kempf’s best efforts to spray them into oblivion? He dug into periodicals like the Soil Science Society of America Journal and Biology and Fertility of Soils. He picked the brains of knowledgeable people. He identified gaps in his knowledge and then he chased them all down: botany, pathology, entomology, physiology, immunology, etc.

Kempf felt that the answers to his questions did indeed exist, but that the folks who held them had their noses so deep in their own work they were missing the bigger picture.

“Agricultural research and education has focused on areas of specialty,” says Kempf. “Many of [these scientists] believe that the answer to agricultural challenges lies within their own area of research, and they don’t communicate with each other.”

Kempf, though, was eager to communicate with all of them as he systematically worked to find, understand and synthesize these disparate bits of knowledge into a unified understanding of soil and plant health that he could apply to the farm. And although he was still a teenager who’d never even taken a ninth-grade science class, he found that scientists like Hatfield were eager to work with him.

“I was taken seriously,” Kempf says, “because I was able to ask really intelligent questions and I didn’t tell anyone how old I was.”

Kempf quickly began to suspect that the chemical-drenched farming methods he’d been using were causing, not helping, his problems.
“A lot of materials used in corporate agriculture have the capacity to enhance plant growth and performance, but they suppress soil biology,” he says.

The scorched-earth tactics he’d employed with his pesticides and herbicides, he realized, had worked all too well. The microbial life critical to healthy soils had become collateral damage. Afterwards, in a best-case scenario, Kempf could coax his cantaloupes and other crops to acceptable yields only by practically drowning them in fertilizer. He threw this approach out the window. Instead, by focusing on creating healthy soils, he’d let plants do what plants have evolved to do best when they’re given a fighting chance: grow like crazy.

By 2006, Kempf had quit pesticides altogether and was spending an increasing amount of time talking about his ideas with scientists and farmers all over the country. His father issued an ultimatum: Stop talking or make some money doing it.

Kempf picked the second option and founded his crop consulting company, Advancing Eco Agriculture (AEA) in 2006. His spiel, in a nutshell:

Healthy soils support healthy plants. Healthy plants have healthy immune systems that fend off disease. Finally, according to Kempf, plants with healthy immune systems are more nutritious. (There isn’t, however, solid scientific evidence directly linking healthy soils with more nutritious food, primarily because there isn’t an agreed-upon scientific definition of “healthy soil.”) AEA also says its approach allows farmers to realize yield gains of between 10 and 30 percent and that eliminating the need for pesticides drives farm costs down.

Kempf eschews the phrase “sustainable” because that would imply there’s much worth sustaining about the current state of farming. Instead, he calls his approach “regenerative agriculture.” He occupies a curious niche, advocating that farmers ditch pesticides while simultaneously critiquing organic farming. Mainstream organic agriculture, says Kempf, is all about “negative certification” and is preoccupied with what farmers aren’t allowed to do – no GMOs, no chemical pesticides, no this, no that, etc. While that ensures that organic products are largely free of pesticides, it provides no assurance that crops in an organic farmer’s field are thriving, or that organic produce is healthier than its conventional counterparts, according to Kempf.

Testing and analysis is an important component of AEA’s methods. The company provided this picture as evidence that application of one of its products.

Another picture from AEA, showing improved alfalfa growth with the company’s products.
His approach is more proactive. AEA sells all sorts of products intended to improve soil and plant health in some form, and takes sophisticated measurements to monitor plants’ health throughout the growing season. It is simultaneously a throwback to pre-industrial agriculture and an embrace of its latest technological innovations.
People are responding to this philosophy. Growth has been rapid; Kempf says AEA now has about 30 employees and a few thousand clients across the country.

Larry Keefer, a lifelong farmer who plants 500 acres of soybeans, wheat and corn west of Lansing, Mich., is among the growing number of AEA clients who have become believers in the approach.

“I just consider this a new and better way of [farming],” says Keefer, who has experimented with different non-conventional techniques for nearly two decades.

One of Keefer’s most valuable crops is a high-grade, non-GMO soybean used to make tofu in Japan. His bushel-per-acre yields are typically in the high 40s. Last year, he gave AEA a try on a 40-acre test plot and harvested 59 bushels per acre – an increase that will “add up in a hurry” to the bottom line.
He says he was the first in his area to sign on with AEA; this year, at least 10 others have joined him.
Perhaps one of the most intriguing things about Kempf, though, is the way he walks a line between the divided ideologies in agriculture today, eschewing rhetoric in favor of results.

In its aversion to chemicals, focus on a healthy agricultural ecosystem and emphasis on quality over quantity, AEA calls to mind crunchy, tie-dyed farming. But Kempf, from a conventional farming background himself, also uses the same “feed-the-world” talk as Big Ag, and the AEA website is free of the feel-good organic lingo that Michael Pollan calls “supermarket pastoral.”

Kempf, a recognized expert in agronomy and soil science who quit school after the eighth grade, is himself something of a stereotype-defying guy. As a member of the Amish church, he neither drives a car nor travels by airplane; as the CEO of a rapidly growing consulting outfit, he employs the services of a New York PR firm and maintains a sleek, culturally aware presence on Twitter and the blogosphere. He runs AEA alongside the company’s chairman, Phillipe van den Bossche, an investor who lives in Manhattan, who previously worked for Madonna, and who readily acknowledges that he and Kempf are from “opposite ends of the spectrum.”

Kempf says he intends to convert 10,000 conventional farmers to his AEA program by 2016. Those familiar with Kempf and his ideas say he’s headed in that direction.

“I see [his approach] as sort of a ‘new mainstream’ in agronomy, as opposed to the old N-P-K approach,” says Michael McNeil, a crop consultant from Iowa who has known Kempf for years and who believes it’s just matter of time before regenerative agriculture catches on more widely. “As the profit margins get less and less for the farmer, they’re going to start looking for other ways to survive. And spending a lot of money on agri-industry is not working for them.”

For his part, Kempf says his ultimate goal is to “impact the quality of food” and “to see these regenerative models of agriculture become the accepted model of agriculture around the world.”

In other words, he plans to take regenerative agriculture so mainstream that the two become one in the same.

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1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ein schöner Ansatz ! Doch er reicht nicht aus , die wachsende Menschheit ausreichend zu versorgen .Radikaler wäre es , sich zu überlegen , braucht man noch Boden ? Israel macht es vor : Dichtabgeschottete Gewächshäuser – fast keine Schädlinge und Pilzkrankheiten , stattdessen Nährlösung aus Brauchwasser – Verlagerung der Produktion in die Städte , wo die Verbraucher sind , dadurch Wegfall von Transport-und Lagerkosten usw…

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